Ärger wegen Ausgangssperre in Frankreich

In der Corona-Krise greift Präsident Macron zu harten Maßnahmen. Die Krankenhäuser kommen an ihre Belastungsgrenzen. 

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Die Wirte sehen sich als Opfer

Die Wut bei Frankreichs Wirten ist riesig. „Wir sind am Ende unserer Kräfte, wir können das nicht mehr“, sagte Didier Chenet, Präsident des Hotel- und Gastroverbands GNI. Der Zorn der Gastronomen richtet sich gegen den Präsidenten Emmanuel Macron. Der hatte wegen massiv ansteigenden Corona-Zahlen nächtliche Ausgangssperren angekündigt. Das seien Maßnahmen zur Abschreckung der Menschen, erregte sich Chenet am Donnerstag im Sender Franceinfo, aber den Preis dafür müssten die Wirte bezahlen. Deshalb verlangt er massive Hilfen vom Staat.

Beschränkungen treffen die Großstädte

Die Einschränkungen treffen vor allem die Großstädte. In Paris und in den Ballungsräumen von Grenoble, Lille, Lyon, Marseille, Rouen, Saint-Etienne und Toulouse dürfen die Bürger ab diesem Wochenende das Haus zwischen 21 Uhr abends und sechs Uhr morgens nur noch in Ausnahmefällen verlassen, wie Macron im Fernsehen ankündigte. Auf Reisebeschränkungen innerhalb des Landes, wie sie in Deutschland für heftigen Streit gesorgt hatten, verzichtet Frankreich dagegen. Nicht das Reisen sei das Problem, sondern die großen Ansammlungen von Menschen.

Hier die Liste der betroffenen Städte mit Links zu mehr Infos:

• Métropole de Lille : 95 communes. La liste complète est consultable ici.

• Métropole de Rouen : 71 communes. La liste complète est consultable ici.

• Métropole de Lyon : 59 communes. La liste complète est consultable ici.

• Métropole de Saint-Etienne : 53 communes. La liste complète est consultable ici.

• Métropole de Toulouse : 37 communes. La liste complète est consultable ici.

• Métropole de Montpellier : 31 communes. La liste complète est consultable ici.

• Métropole d’Aix-Marseille : 92 communes. La liste complète est consultable ici.

Métropole de Grenoble : 49 communes. La liste complète est consultable ici.

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Premier Castex will hart durchgreifen

Am Donnerstag rechtfertigte Regierungschef Jean Castex das Durchgreifen. „Die zweite Welle der Pandemie ist da“, sagte er. Seit zehn Tagen gebe es eine „plötzliche und spektakuläre Beschleunigung“. Der Mitte-Rechtspolitiker machte deutlich, dass einige neue Beschränkungen für das ganze Land gelten. So sind private Feiern wie beispielsweise Hochzeiten in Festsälen oder anderen öffentlichen Orten nicht mehr erlaubt. Zur Überwachung der Ausgangssperren in den Metropolen sollen rund 12.000 Polizisten eingesetzt werden.

Macron macht auf Optimismus

War Präsident Emmanuel Macron während der ersten Corona-Welle vor allem durch seine Kriegsrhetorik aufgefallen, versucht er nun, Optimismus auszustrahlen. „Wir haben nicht die Kontrolle über die Epidemie verloren“, sagte er im Fernsehen Aus diesem Grund sei es nicht sinnvoll, einen Lockdown über das ganze Land zu verhängen, wie es im Frühjahr der Fall war. „Aber wir sind in einer Phase, in der wir nun entschieden agieren müssen“, sagte Macron und fügte dann hinzu: „Wir schaffen das.“

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Der Staatschef versuchte die Maßnahmen auch mit einem Hinweis auf Deutschland zu rechtfertigen. „Deutschland greift schon jetzt zu ähnlichen Maßnahmen“, sagte er unter Verweis auf die geplanten Sperrstunden für die Gastronomie in Berlin und anderen Städten – dabei seien die Infektionszahlen dort noch deutlich niedriger.

Sehr schlechte Zahlen in Paris

Vor allem in Paris hatte sich die Lage zuletzt massiv verschlechtert. Die Zahl der Neuansteckungen stieg laut den Gesundheitsbehörden auf 422 pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche – mehr als das Achtfache des Warnwerts von 50, der in Berlin und anderen deutschen Städten zuletzt überschritten wurde. Bei jungen Menschen zwischen 20 und 30 Jahren liegt die sogenannte Inzidenz sogar bei 800. Große Besorgnis ruft hervor, dass in den Kliniken in Paris bereits fast die Hälfte der Intensivbetten mit Corona-Kranken belegt sind, bis Monatsende könnten es 90 Prozent sein. Frankreich ist mit fast 33.000 Corona-Todesfällen nach absoluten Zahlen eines der am stärksten betroffenen Länder in Europa.

Große Angst im Grenzgebiet

Angesichts der steigenden Zahlen könnte auch das bisher relativ verschonte Grenzgebiet zu Deutschland Probleme bekommen. Es wird berichtet, dass das Robert-Koch-Institut ab Freitag auch die Region Grand Est als „Risikogebiet“ einstufen könnte. Damit wäre wieder ganz Frankreich „rote Zone“, in der sich das Virus schnell ausbreitet. Mit diesem Schritt wären allerdings neue Kontrollen für Pendler absehbar. Grenzschließungen soll es wegen der „schlechten Erfahrungen“ vom Frühjahr aber nicht geben, wie Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bei einem Besuch in Paris versicherte.

Auch der Bundestagsabgeordnete Andreas Jung (CDU) wies am Donnerstag noch einmal darauf hin, dass angesichts der neuen Quarantäneverordnung Berufspendler im Grenzgebiet auch in Zukunft die Grenze überqueren könnten. Ebenso seien etwa Besuche bei Verwandten weiterhin möglich, wenn man sich nur 72 Stunden im anderen Land aufhalte, erklärte der Co-Vorsitzende der deutsch-französischen Parlamentarischen Versammlung.

Franzosen für Ausgangssperren

Nach einer aktuellen Umfrage unterstützt die Mehrheit der Franzosen die Maßnahmen der Regierung.

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Viele Millionen Euro für einen Haufen Dino-Knochen

Seit Monaten hält Corona Frankreich fest im Griff. Aber nun muss auch mal Zeit für etwas Anderes sein: Wie wäre es mit einem Dinosaurier? Einen sehr teuren Dinosaurier!

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Viel Geld für alte Knochen

Okay, das Teil ist alt – sehr alt. Vor etwa 150 Millionen Jahre ist der Dinosaurier über die Erde gestampft und zwar exakt in jenem Gebiet, wo heute der US-amerikanischen Bundesstaat Wyoming liegt. Dort wurde er nämlich gefunden – also besser gesagt, die Reste des Dinosauriers, um genau zu sein: das sehr gut erhaltene Skelett. Um um noch genauer zu sein, das Skelette eines Allosaurus. Das gigantische Urzeittier ist allerdings nicht mit dem legendären Tyrannosaurus Rex zu verwechseln. Der stapfte durch den legendären Kinofilm Jurassic Park sieht ihm zwar sehr ähnlich, ist aber eine andere Bestie – allerdings beide waren sehr gefährlich. Beide sind sogenannte Raubsaurier.

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Der Käufer des Sauriers bleibt geheim

Aber zurück nach Paris, dort wurde das Skelett des Allosaurus nämlich versteigert. Der Käufer muss ziemlich reich sein, denn er hat über drei Millionen Euro für die alten Knochen auf den Tisch geblättert. Wie das Auktionshaus Drouot in der französischen Hauptstadt via Twitter mitteilte, wurde mit 3,07 Millionen Euro der Schätzpreis von 1 bis 1,2 Millionen Euro deutlich überschritten. Wer den Allosaurus in sein Wohnzimmer stellen wird, ist nicht bekannt. Das Auktionshaus hat keine Angaben zum Käufer gemacht.

Hier geht es zur Info-Seite des Auktionshauses Drouot.

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Kleine Dokumentation zum großen Saurier

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Auf jeden Fall muss der Käufer ein sehr großes Wohnzimmer haben, denn das Skelett ist zehn Meter lange und fast vier Meter hoch. Wie das Auktionshaus unterstreicht, gebe es von den Ausmaßen her weltweit nur ein vergleichbares Allosaurus-Skelett. Es werde im naturgeschichtlichen Museum von New York aufbewahrt und sei 9,7 Meter lang.

Erst Anfang des Monats war das Skelett eines Tyrannosaurus rex in New York für einen Rekordpreis von 31,8 Millionen Dollar (etwa 27 Millionen Euro) unter den Hammer gekommen.

Bericht: Schlechtes Management Frankreichs in der Corona-Krise

Frankreich ist weiter schwer vom Corona-Virus getroffen. Nun veröffentlich eine Expertenkommission einen Bericht darüber, wie das Handeln der Regierung in der ersten Corona-Welle bewertet wird. Viel Gutes gibt es da nicht zu sagen.

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Die Risikogebiete in Frankreich

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Aus den Fehlern lernen

Aus den Fehlern der Vergangenheit für die Zukunft lernen. Nach diesem Motto stellte eine fünfköpfige Gruppe unter Leitung des Schweizer Infektiologen Didier Pittet die Ergebnisse ihrer Untersuchung vor. Sie war von Präsident Emmanuel Macron beauftragt worden, die Stärken und vor allem die Schwächen des Corona-Krisenmanagements aufzuzeigen. Man habe die „grundlegenden Ergebnisse“ jetzt schon einmal zusammengefasst, um „Ratschläge zu geben, die im Moment vielleicht nützlich sein könnten“, erklärte Didier Pittet in Paris, wie die Huffington Post berichtet.

Neue Corona-Einschränkungen erwartet

Präsident Macron wird am Mittwoch eine Rede an das Volk halten – erwartet wird, dass nicht nur die Strategie für die kommenden Wochen verkündet wird, sondern auch neue Beschränkungen ins Haus stehen. In den vergangenen Tagen sind mehrere Städte in Frankreich zu Risikogebieten erklärt worden, in denen das Virus besonders aktiv ist. Vor allem in Paris drohen neue Maßnahmen, wo die Krankenhäuser wegen einer mehr als 40-prozentigen Belegung der Intensivbetten schon jetzt Alarm schlagen.

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Der Vergleich mit Deutschland

Natürlich kommt auch in dem Bricht des Schweizer Infektiologen der Blick nach Deutschland, das im Vergleich zu Frankreich ziemlich gut durch die Krise gekommen ist. In Deutschland seien vor allem die Teststrategie und die Krankenhaus-Versorgung besser gewesen, heißt es in dem Zwischenbericht. Das zeige sich etwa in der sogenannten Übersterblichkeit, bei der Frankreich unter den Industrieländern einen mittleren Platz einnehme. Demnach wurde 68 Tage lang eine erhöhte Sterberate registriert, während es in Deutschland 44 Tage waren. In Italien waren es mit 97 Tagen allerdings deutlich mehr als in Frankreich, in den USA lag die Zahl sogar bei 183 Tagen.

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Deutliche Kritik an der Regierung gab es dazu, dass flächendeckende Corona-Tests in Frankreich viel zu spät eingesetzt worden seien. Auch der Grund dafür wird genannt: private Labore sind – anders als in Deutschland –  zunächst nicht einbezogen wurden.

Schwere Schäden in der Wirtschaft

Doch nicht nur auf die Strategie im Kampf gegen die Pandemie wurde geblickt – auch die Wirtschaft wurde von der unabhängigen Kommission einbezogen. Dazu heißt es, dass wirtschaftlichen Folgen gravierend seien. So habe die landesweite Ausgangssperre zwischen März und Mai zu einem besonders starken Einbruch des französischen Bruttoinlandsproduktes geführt. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) dürfte die französische Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 9,8 Prozent einbrechen.

Wenig Positives in der Corona-Krise

Es gibt aber auch positive Punkte. So habe die Regierung doch schnell und gut auf die wirtschaftlichen Folgen reagiert, gezielt Branchen gefördert und auch das Mittel der Kurzarbeit wirkungsvoll eingesetzt. Ein etwas vergiftetes Lob gab es für die Infrastruktur in den Krankenhäusern. Das System sei, so heißt es in dem Bericht, wenigstens nicht zusammengebrochen, wie das in manchen anderen Ländern der Fall war.  

Frankreichs Premier: „Sind mitten in der zweiten Corona-Welle“

Frankreich erwartet nichts Gutes. Präsident Emmanuel Macron hat angekündigt, am Mittwoch eine Ansprache an sein Volk zu halten. Erwartet wird, dass er wegen der ständig steigenden Corona-Zahlen neue Einschränkungen verkünden wird.

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„Nichts darf ausgeschlossen werden“

Premierminister Castex hatte bereits angekündigt, die Verschärfung der Maßnahmen zu prüfen. „Nichts darf ausgeschlossen werden, wenn man sich die Lage in unseren Krankenhäusern anschaut“, sagte Premierminister Jean Castex am Montag im Radiosender Franceinfo. Er unterstrich auch noch einmal, dass sich Frankreich mitten in der zweiten „starken Welle“ befinde und wischte mögliche Lockerungen rundum vom Tisch. Allerdings, so der Premier, werde die Regierung versuchen, eine zweite landesweite Ausgangssperre wegen der Konsequenzen für Wirtschaft und Gesellschaft „mit allen Mitteln zu verhindern“.

Besorgt sind die Franzosen vor dem Beginn der Herbstferien Mitte Oktober vor allem, dass es zu Reisebeschränkungen im Land kommen könnte.

Corona-Warnstufe ausgeweitet

Inzwischen sind zwei weitere Städte in die höchste Corona-Warnstufe gehoben worden: Toulouse und Montpellier im Süden des Landes in Kraft. Damit gelten neun Ballungsräume und ein Überseegebiet als Hotspots: Neben Paris und dem Großraum Marseille sind dies bereits Lyon, Grenoble, Saint-Etienne und Lille sowie die Inselgruppe Guadeloupe in der Karibik. Mit der höchsten Warnstufe gehen strikte Schutzmaßnahmen einher: Unter anderem müssen Bars, Cafés und Sporthallen schließen, Restaurants dürfen nur unter Auflagen offen bleiben. Deutschland warnt derzeit vor Reisen nach Frankreich mit Ausnahme der Grenzregion Grand Est.

Scheinbar ungebremster Anstieg

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen steigt in Frankreich weiter ungebremst. Am Sonntag lag sie nach Angaben der Behörden bei mehr als 16.000 binnen 24 Stunden, am Samstag hatte sie mit fast 27.000 einen neuen Höchststand erreicht. Die Zahl der Coronavirus-Patienten auf den Intensivstationen wuchs auf 1483 und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai.

Kleine Gesundheitsinfo:

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INFOS der französischen Regierung (französisch):

Link zu den aktuellen Zahlen

Link zu den Corona-Maßnahmen

Link: Was man über Corona wissen muss

Link zu einer Karte mit den Corona-Zonen

Reisen und Corona-Warnungen

Hier die Informationen des Rober-Koch-Institutes zu Ländern, die von Reisewarnungen betroffen sind.

Hier die Informationen des deutschen Gesundheitsministeriums zu Einreisen aus Risikogebieten

Hier die Informationen des Auswärtigen Amtes zu Corona-Warnungen

Corona Frankreich: Vier weitere Städte werden zu roten Zonen

Nach Aix-Marseille, Paris und Guadeloupe werden vier weitere Städte an diesem Samstag als Risikogebiet eingestuft. Damit gibt es auch dort neue Corona-Beschränkungen, um die sich verschlimmernde Epidemie von Covid-19 einzudämmen.

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Die neuen Corona-Hotpots in Frankreich

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Vier neue Städte als Corona-Hotspots

Die neuen Restriktionen gelten für Lille, Grenoble, Lyon und Saint-Étienne. Wie Gesundheitsminister Olivier Véran sagte, sei die Entwicklung auch in Toulouse und Montpellier „besorgniserregend“. Es könne sein, dass diese Städte schon am Montag als Risikogebiet eingestuft werden. Allerdings erklärte er auch, dass es „eine signifikante Verbesserung“ der Lage in Nizza und Bordeaux gebe. Auch Rennes und in Aix-Marseille sei eine positive Entwicklung zu verzeichnen.

Hier eine Liste der Restriktionen in den einzelnen Zonen mit verschiedenen Farben:

Eine Liste der Restriktionen in den einzelnen Zonen

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Wann wird eine Stadt zur roten Zone?

Die maximale Alarmzone wird erreicht, wenn die Infektionsrate in der Allgemeinbevölkerung in den letzten sieben Tagen 250 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner überschreitet. Mit einbezogen wird auch, wenn auf den Intensivstationen die Zahl der mit Covid-19-Patienten belegten Betten in einer Region über 30 Prozent steigt.

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100 Jahre alte Frau pilgert auf dem Jakobsweg

Simone Hivert ist in ihrer Heimat, der Region Charente, weltbekannt. Manche belächeln sie auch oder schütteln den Kopf, wenn die alte Frau wieder einmal unterwegs ist. Viele bewundern Simone Hivert aber auch – die Frau ist 100 Jahre alt und wandert noch immer lebenslustig durch die Gegen. Nun hat sie ein großes Ziel erreicht: sie beendet ihre Pilgerreise auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

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Zuhause sind schon viele Artikel über die wandernde alte Frau geschrieben worden.

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Der letzte Abschnitt der Pilgerreise

Noch liegen 21 Kilometer Wegstrecke vor Simone Hivert. Es ist der letzte Abschnitt ihrer Pilgerreise, die sie vor 20 Jahren begonnen hat. Seit einigen Jahren mit dabei ist ihr Arzt Jean-Louis Barret. „Der Doktor hat mir immer gesagt: Wenn Du 100 wirst, wandern wir dahin“, erzählt Simone Hivert dem katholischen Internetportal „Aleteia“.

Mit knapp 80 Jahren hat die ehemalige Bäuerin aus dem Westen Frankreichs mit dem Wandern begonnen. Das bedeutet inzwischen sehr viel für sie, sagt Simone Hivert. Zu wandern sei mehr, als nur zu laufen. Man trete in Kontakt mit anderen Menschen, tausche sich aus und schließe auch Freundschaften.

100 Jahre und in bester Verfassung

„Sie ist in exzellenter Verfassung“, bestätigt ihr Arzt Jean-Louis Barret – physisch und psychisch. Für Simone Hivert und ihre kleine Wandergruppe sind die letzten 20 Kilometer keine sportliche Herausforderung, sie sieht darin eher eine Botschaft an andere. „Auch wenn man 100 Jahre alt ist, kann man noch Dinge in Angriff nehmen“ sagt sie. Es sei der Beweis, dass das Altern nicht immer nur Niedergang sein müsse. Und Simone Hivert gibt ihren Begleitern noch eine kleine, beruhigende Botschaft mit auf den Weg: „Wenn ich sterbe, bevor ich ankomme, dann bin ich auf jeden Fall bei Euch!“

INFO:

Der Jakobsweg ist ein europaweites Netz von Straßen und Wegen. Seit dem neunten Jahrhundert führt er Pilger vom Baltikum über Polen, Deutschland, die Schweiz und Frankreich zum angeblichen Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela im äußersten Nordwesten Spaniens. Im Mittelalter erstreckten sich die Tagesetappen meist von einem „heiligen Ort“, an dem Reliquien verehrt wurden, zum nächsten.

Neben den fast zahllosen Verästelungen und Zubringern gab es je nach Zählung vier bis sechs Hauptrouten durch Frankreich. Der „Weg der Deutschen“, die „Via Lemovicensis“, ging von Vezelay in Burgund aus und war der Hauptweg für Pilger aus Nord- und Westdeutschland sowie aus Osteuropa. Der sogenannte Küstenweg für Engländer und Iren verlief entlang der französischen Atlantikküste bis nach Spanien. Weiter östlich verliefen die „Via Turonensis“ über Paris, Tours und Bordeaux, die „Podiensis“ über Le Puy und Conques, die „Tolosana“ über Arles und Toulouse sowie der sogenannte Pyrenäenweg über Beziers und Foix.

Die angebliche Grabstätte des heiligen Jakobus entwickelte sich neben Rom und Jerusalem im Mittelalter zu einem der drei Hauptziele der christlichen Pilgerfahrt. Seit 1982 Papst Johannes Paul II. und 1987 der Europarat zur Wiederbelebung der Jakobswege aufriefen, hat eine Renaissance dieser „europäischen Kulturbewegung“ eingesetzt, wie die zuletzt immer weiter steigende Zahl von Pilgern belegt. Die Corona-Pandemie dürfte allerdings für deutliche Einbrüche in der Statistik sorgen.

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Hier gibt es weitere Infos zum Pilgern auf dem Jacobsweg:

Deutsche St. Jacobus-Gesellschaft

Zum Planen für den Jacobgsweg

Einige Infos zum Jacobsweg

Uns hier noch die 16 wichtigsten Tipps für den Weg von Travelbook

Und die sieben besten Bücher zum Jacobsweg nach Ansicht von Hillwalk Tours

Und hier die besten Hörbücher zum Jacobsweg

Corona: Frankreich erwartet schärfere Einschränkungen

Keine gute Corona-Entwicklung in Frankreich. Fast jeden Tag werden neuen Rekordwerte bei den Infektionen gemeldet. Zuletzt waren es 18 746 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. 82 Menschen sind gestorben. Angesichts eines neuen Höchststandes bei den Corona-Neuinfektionen wird in Frankreich mit weiteren Schritten der Regierung gerechnet.

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Karte mit den einzelnen Corona-Zonen in Frankreich

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Neue Corona-Einschränkungen erwartet

Präsident Emmanuel Macron hat die Franzosen nach einem Besuch im Hochwassergebiet in Südfrankreich auf neue Restriktionen vorbereitet. „Wir müssen uns auf den Weg zu zusätzlichen Einschränkungen machen“, sagte der Staatschef Emmanuel den Fernsehsendern TF1 und France2 in dem südfranzösischen Ort Saint-Martin-Vésubie. „Das Virus zirkuliert seit einigen Wochen schneller“, warnte Macron.

Er verwies auf Einschränkungen, wie sie bereits in den hart getroffenen Metropolen Paris und Marseille gelten. In Paris und den direkt angrenzenden Vorstädten hatten die Behörden erst am Dienstag Bars und Cafés geschlossen – zunächst für zwei Wochen. In der Stadt und den Vororten gilt die „maximale Alarmstufe“. Diese war zuvor nur in Marseille und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe ausgerufen worden. In Frankreich gilt ab Samstag in weiteren Städten die höchste Corona-Warnstufe – damit treten dort strengere Schutzmaßnahmen in Kraft.

Die unter anderem bereits für die Hauptstadt Paris ausgerufene Höchstwarnstufe gelte ab dem Wochenende auch für Lille, Lyon, Grenoble und Saint-Etienne, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstagabend an. Zudem sei die Situation in Toulouse und Montpellier besorgniserregend.

Die Gesundheitsbehörde der Region um Paris warnte vor einer deutlichen Verschlechterung der Lage. Derzeit sind nach ihren Angaben bereits 40 Prozent der Intensivbetten in der französischen Hauptstadt belegt, wo die höchste Corona-Warnstufe gilt. In zwei Wochen dürften es demnach bereits 50 Prozent sein. Derzeit werden in ganz Frankreich mehr als 1400 Menschen wegen der Lungenkrankheit Covid-19 auf Intensivstationen behandelt, bei insgesamt 5000 Betten für Notfallpatienten. In Deutschland gab es laut Statistischem Bundesamt zuletzt mehr als fünf Mal so viele Plätze.

Die Regierung in Paris versichert allerdings immer wieder, dass es auch angesichts der angespannten Situation zu keinem generellen Lockdown kommen soll, wie er auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle angeordnet worden war. Neue Reisebeschränkungen schloss Macron vor den französischen Herbstferien ab dem 17. Oktober aus.

Deutschland reagiert auf die Corona-Lage

Auch Deutschland hat auf diese Entwicklung in Frankreich reagiert. Bis auf die an Baden-Württemberg und das Saarland grenzende Region Grand Est und die Insel Korsika gilt für Frankreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Es wird nun damit gerechnet, dass Gesundheitsminister Olivier Véran in einer Ansprache am Donnerstag die neuen Corona-Einschränkungen bekanntgeben wird.

Bisher starben in der Covid-19-Pandemie rund 32 500 Menschen. In vielen Städten Frankreichs gilt die Maskenpflicht auch unter freiem Himmel.

INFOS der französischen Regierung (französisch):

Link zu den aktuellen Zahlen

Link zu den Corona-Maßnahmen

Link: Was man über Corona wissen muss

Link zu einer Karte mit den Corona-Zonen

Reisen und Corona-Warnungen

Hier die Informationen des Rober-Koch-Institutes zu Ländern, die von Reisewarnungen betroffen sind.

Hier die Informationen des deutschen Gesundheitsministeriums zu Einreisen aus Risikogebieten

Hier die Informationen des Auswärtigen Amtes zu Corona-Warnungen

Kein Ende im Camembert-Krieg

Der Käse aus der Normandie ist in der ganzen Welt bekannt. Doch seit Jahren herrscht Streit darüber, wann sich ein Käse auch wirklich Camembert nennen darf.

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Der Ortseingang des kleinen Dörfchens Camembert in der Normandie

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Eine Landschaft wie ein Werbeprospekt

Die Fahrt nach Camembert gleicht der Tour durch einen Werbeprospekt. Die enge Straße mäandert bergab durch saftige Wiesen. Auf den sattgrünen Weiden zwischen den niedrigen Hecken grasen Kühe träge in der Herbstsonne. Natürlich sind es die für die Normandie typischen braun oder schwarz gefleckten Rindviecher, die besonders cremige Milch geben. Dann noch eine Kurve und auf der anderen Seite des engen Tales zeigt sich sind eine Handvoll Häuser, die sich idyllisch an den Hang schmiegen. In der Mitte: die Kirche, das Rathaus und das Maison du Camembert. Die Legende besagt, dass hier die Bäuerin Marie Harel in den Wirren der französischen Revolution im Jahr 1791 den ersten Camembert hergestellt habe. Es scheint sich wenig verändert zu haben seit jenen Tagen.

Hinter den Kulissen tobt ein Krieg

Das abgeschiedene Dörfchen präsentiert sich dem unbedarften Betrachter wie ein Paradies, doch der Schein trügt, denn hinter den Kulissen tobt seit Jahren ein regelrechter Krieg. Gekämpft wird um den Namen des Dorfes – wann darf sich ein Käse wirklich Camembert nennen? Es ist eine erbittert geführte Auseinandersetzung, denn es geht um sehr viel Geld.

Eine wunderbare Landschaft mit optimalen Bedingungen für die Käse-Produktion

An vorderster Front stehen die Puristen unter den französischen Käseliebhabern. „Der originale Camembert wird von Hand mit der Schöpfkelle hier in der Normandie hergestellt“, erklärt Anne-Sophie Renault, Sprecherin der Traditionskäserei Graindorge in Livarot, einem Städtchen unweit von Camembert. Das sei nicht nur eine Kunst, sondern auch ein äußerst mühsames Geschäft. Und, fügt die junge Frau hinzu, verwendet werde ausschließlich die Rohmilch jener genügsamen Kühe, die das ganze Jahr über friedlich und zufrieden auf den Weiden der Region grasen.

Tradition gegen Profitmaximierung

Der Gegner ist in den Augen der Traditionalisten eine gesichtslose Käseindustrie, die im Sinne der Profitmaximierung allenfalls einen Brotbelag herstellt, der irgendwie nach Käse schmeckt. Stellvertretend dafür steht für sie Lactalis, einer der größten Molkereikonzerne Europas. Das französische Unternehmen beherrscht mit seiner Marke Président seit Jahren den Camembert-Markt. Was die Rohmilch-Anhänger besonders ärgert ist die Tatsache, dass ihre Gegner in diesem Namenskrieg in den vergangenen Jahren eine kleine Schlacht nach der anderen gewonnen haben.

Anne-Sophie Renault von der Fromagerie Graindorge in Livarot erklärt, was wichtig ist bei der Herstellung von Camembert aus der Normandie

Genau betrachtet ist der Camembert ein Opfer seines eigenen Erfolges geworden. Erzählt wird, dass der Käse anfangs vor allem in der Normandie und dann auch als Luxusspeise in Paris am Hofe von Kaiser Napoléon III. geschätzt war. Im Ersten Weltkrieg folgte dann der landesweite Durchbruch, als der Käse wegen seiner handlichen und stabilen Spanverpackung den französischen Soldaten als Verpflegung ins Schlachtfeld mitgegeben wurde.

„Camembert“ ist nicht geschützt

Mit der weltweit steigenden Nachfrage, sprangen natürlich viele Nachahmer auf den fahrenden Zug. Damit stellte sich das erste Problem für die Käsehersteller in der Normandie. „Der Name Camembert ist keine geschützte Bezeichnung“, sagt Anne-Sophie Renault. Doch die Produzenten in Nordfrankreich setzten schließlich durch, dass zumindest der Name „Camembert de Normandie AOP“ als Qualitätssigel anerkannt wurde.

Der Camembert muss mindestens 13 Tage lagern, bevor er gegessen werden kann.

Wenn es ums Geld geht, kennt der Erfindungsreichtum der Menschen allerdings keine Grenzen. Also begannen Firmen wie Lactalis und andere Großmolkereien Milch aus ganz Frankreich in die Normandie zu transportieren und dort zu verarbeiten. Doch damit nicht genug: sie verwendeten nicht nur Rohmilch, sondern auch pasteurisierte, also zur Abtötung von Mikroorganismen erhitzte Milch. Für wirkliche Gourmets ein Sakrileg. Auf der Verpackung steht dann natürlich trotzdem „Camembert de Normandie“. Das sei eine Täuschung des Verbrauchers, empört sich Véronique Richez-Lerouge. Die Buchautorin ist Gründerin des Vereins „Fromage de Terroir“ und ist seit Jahren die Galionsfigur im Kampf für die Erhaltung von traditionellen Käsesorten.

Dem ewigen Streit ein Ende setzen

Immer wieder kam es deswegen zu Auseinandersetzungen, denen die zuständige französische Aufsichtsbehörde nun ein Ende setzen will. Also wurde vor einigen Monaten im französischen Senat darüber gestritten und am Ende beschlossen, dass ab dem 1. Januar 2021 die Bezeichnung „Camembert de Normandie“ ganz offiziell auch für das von Véronique Richez-Lerouge als „Industriekäse“ verspottete Endprodukt gelten soll. Beim traditionellen, aus Rohmilch gemachten Camembert darf dann noch zusätzlich das kleine Wörtchen „véritable“ auf das Etikett gedruckt werden. Im Gegenzug verpflichten sich die industriellen Pasteurisierer, mindestens 30 Prozent Milch von normannischen Kühen zu verwenden.

Véronique Richez-Lerouge ist entsetzt. Die Kunden könnten nun nicht mehr auf den ersten Blick zwischen industriell hergestelltem Käse und einem echten Camembert unterscheiden, schreibt sie auf ihrer Facebook-Seite. Durch das Pasteurisieren werde das gesamte Leben in der Milch abgetötet – die Bakterien, die Keime, die Mikroorganismen, alles was den Geschmack erst erzeuge. Am Ende entstehe ein toter und geschmackloser Käse, dem man alles Mögliche zugesetzt werden müsse, um ihn zum Leben zu erwecken. Véronique Richez-Lerouge hofft, dass sie doch noch zu ihrem Recht kommt und die Bezeichnung „Camembert de Normandie“ auch in Zukunft ausschließlich für Rohmilchkäse benutzt werden darf. Da die Auseinandersetzung in Frankreich verloren scheint, hofft sie auf die zuständigen Instanzen in der Europäische Union. Also wird sie in Brüssel weiterkämpfen – für die Normandie, für die Tradition, für den guten Geschmack.

INFO:

Und wer es genau wissen will, wie Camembert hergestellt wird – hier wird es kinderleicht erklärt:

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Makabere Funde am Strand nach dem Umwetter in den Alpen

Gruselige Entdeckungen an der italienischen und französischen Küste. In der Küstenzone von Ligurien sind in den vergangenen Tagen immer wieder Leichen angespült worden. Inzwischen sollen neun Körper gefunden worden sein. Die Behörden gehen davon aus, dass dies unmittelbar mit den schweren Unwettern der vergangenen Tage im französisch-italienischen Grenzgebiet zu tun hat.  

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Erste Leichen sind identifiziert

Eine der zahlreichen Leichen sei inzwischen identifiziert worden, schreibt die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Es handele sich um einen Mann aus Airole. Er dürfte mit seinem Auto in den Fluss Roya gestürzt und ins Meer geschwemmt worden sein. Die Staatsanwaltschaft in der Hafenstadt Imperia nahm Ermittlungen zu den Funden auf. Eine Hypothese sei, dass einige der Toten aktuelle Unwetteropfer seien. Bei anderen könnte es sich um ältere Friedhofsleichen handeln, die von einem Hochwasser im Oktober 2019 in Frankreich weggespült wurden, hieß es bei Ansa. Damals seien dort zwei Friedhöfe im Roya-Tal verwüstet worden.

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Auch bei den Unwettern am Wochenende war der der Friedhof von Tende im Hinterland von Nizza einfach weggespült worden. Dabei wurden etwa 150 Friedhofsleichen weggeschwemmt, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Bürgermeister berichtete. Die Leichen würden nun nach und nach im Umkreis der Gemeinde wiedergefunden, auch in Gärten.

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Sorgen um entlaufene Wölfe

Im Krisengebiet wurde auch mit einem Hubschrauber nach entlaufenen Wölfen gesucht. Mindestens sieben Raubtiere hätten ihr beschädigtes Gehege in einem Natur- und Tierpark oberhalb von Nizza verlassen. Augenzeugen sahen demnach einige Tiere in der Nähe des Parks. Es gibt Sorgen um die schwarzen Wölfe: Denn im Park waren sie an Futter gewohnt, in freier Wildbahn könnten sie möglicherweise nicht überleben, hieß es. Ein anderes Gehege mit weißen Wölfen aus der Arktis wurde dem Bericht zufolge vom Hochwasser zerstört: Ein toter Wolf sei bereits gefunden worden, die beiden anderen seien wahrscheinlich auch gestorben.

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Paris sagt finanzielle Hilfe zu

Rund 55 Gemeinden sind nach Angaben der Regierung von den Folgen der Unwetter in Südfrankreich betroffen. „Es gab Tote, mehrere Menschen, darunter Feuerwehrleute, werden vermisst und Hunderte Einwohner wurden in Sicherheit gebracht“, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch. Die Regierung habe den Katastrophenzustand in der Region ausgerufen.

Corona Frankreich: Paris stöhnt über scharfe Regeln

Paris ist immer eine Reise wert – im Moment sollte man als Besucher allerdings eher vorsichtig sein. Die französische Hauptstadt ist super-rote Corona-Zone und es gelten strenge Hygieneregeln. Bars müssen geschlossen bleiben – neben vielen anderen Einrichtungen wie Fitness-Klubs, Turnhallen oder Schwimmbäder. Feste und Partys sind verboten. Restaurants dürften allerdings geöffnet bleiben – auch sie mit strengen Hygienevorschriften.

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In Paris gelten neue Corona-Regeln – Bars müssen schließen, Restaurants dürfen allerdings geöffnet bleiben. Das versteht nicht jeder.

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Wirte müssen Daten der Gäste sammeln

Anders als in Deutschland musste man in Frankreich bisher seine Daten nicht hinterlegen – das hat sich nun geändert. Seit Wochen klagen Mediziner darüber, man Infektionswege nicht nachverfolgen kann, weil keine Daten vorliegen. Also: Restaurantbesucher müssen nun ihre Kontaktinfos hinterlassen. Gastronomen müssen diese Informationen den Gesundheitsbehörden übermitteln, wie es im neuen Regelwerk Gesundheitsministeriums heißt. Die Daten würden nach 14 Tagen vernichtet.

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Maske tragen ist nun Pflicht

Strenger geregelt als in Deutschland ist nun auch das Tragen der Maske. Die Regeln schreiben außerdem vor, dass Gäste bis zum ersten Gang und zwischen den Mahlzeiten ihre Maske tragen müssen. An den Tischen sind maximal sechs Personen erlaubt. Das Hygieneprotokoll schreibt außerdem vor, dass Rechnungen am Tisch und nicht am Tresen beglichen werden. Es ist weiterhin verboten, innerhalb oder außerhalb des Restaurants im Stehen Getränke zu konsumieren.

Einige Bar-Besitzer haben auf die neuen Regelungen reagiert und ihre Bistros kurzerhand zu Restaurants umfunktioniert. Dazu genügt vielen Wirten, weiße Tischdecken über die kleinen Tischchen zu werfen und den Tresen zu schließen.

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Unverständnis über die Corona-Regeln

Generell herrscht in Paris Unverständnis darüber, dass Bars schließen mussten – es aber keine strengeren Regelungen für die teilweise überfüllten Metros und Vorstadtzüge gibt.

Die im öffentlichen Verkehr ergriffenen Maßnahmen, insbesondere das obligatorische Tragen von Masken, seien wirksam, sagte der beigeordnete Minister für Verkehr, Jean-Baptiste Djebbari, dem Sender RMC. Die Fahrzeuge würden regelmäßig gereinigt. Der öffentliche Nahverkehr sei kein besonderer Ort der Ansteckung, so Djebbari.

Via Twitter meldete er sich dann mehrfach zu Wort und mahnte alle zur Vorsicht. Und natürlich versichert der Minister, dass so viele Züge wie möglich eingesetzt werden, um Gedränge zu vermeiden. Die beste Vorsorge sei aber, zuhause zu bleiben und von dort zu arbeiten.

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In Grafiken versuchen die Politiker zudem immer wieder den Leuten in Paris zu erklären, weshalb die Region nun auf die maximale Alarmstufe gehoben wurde – und einige Regionen in unmittelbarer Umgebung nicht. Klar wird das dann spätestens anhand dieses Schaubildes.

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