Lourdes-Wallfahrt mit strengen Corona-Maßnahmen

Unter strengen Corona-Schutzmaßnahmen findet im Wallfahrtsort Lourdes am Hochfest Mariä Himmelfahrt die 147. französische Nationalwallfahrt statt. Alle Pilger müssen eine Mund-Nasen-Maske tragen und den Sicherheitsabstand einhalten. Die Versammlungen sind auf 5.000 Personen begrenzt.

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Lourdes wegen Corona lange geschlossen

Wegen der Corona-Pandemie waren in Lourdes seit Anfang März die Bäder und der sogenannte Heilige Bezirk geschlossen. Damit war das südfranzösische Marienheiligtum erstmals in seiner Geschichte mehr als zwei Monate lang geschlossen. Zuletzt startet das Pilgerwesen nun langsam wieder. Große Menschenansammlungen wie sonst sollen aber vermieden werden.

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Als Alternative zum üblichen Waschritus für Kranke in Lourdes, dem Baden in Quellwasser, schuf der Wallfahrtsort einen neuen Pilgerweg entlang der Becken. An dessen Ende können Pilger Lourdes-Wasser trinken und sich damit das Gesicht waschen. Baden ist allerdings weiterhin nicht erlaubt.

Millionenverluste in Lourdes wegen Corona

Lourdes gehört zu den berühmtesten Wallfahrtsorten der Welt. In dem südfranzösischen Städtchen soll 1858 dem damals 14-jährigen Hirtenmädchen Bernadette Soubirous (1844-1879) insgesamt 18 mal Maria erschienen sein.

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Jahr für Jahr reisen normalerweise mehrere Millionen Pilger, darunter auch Zehntausende Kranke und Behinderte, nach Lourdes. Der kleine Ort mit seinen rund 14.000 Einwohnern verzeichnet nach Paris die zweithöchste Zahl an Hotelbetten und Übernachtungen in Frankreich. Mit dem langen Corona-Shutdown seit Frühjahr ist für das Wallfahrtswesen mit einem historischen Verlust von acht Millionen Euro für 2020 zu rechnen, teilten Verantwortliche mit.

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Corona Frankreich: Maskenpflicht im Zentrum von Paris – Entspannung in der Bretagne

Strengere Corona-Regelungen in Paris. Die Zonen, in denen eine Maske getragen werden muss wurden noch einmal ausgeweitet. Einziger Vorteil – es ist nun übersichtlicher und klarer. Zuvor waren einzelne Straßen ausgezeichnet, nun sind es ganze Viertel.

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Die Corona-Infektionszahlen in Paris steigen steil an

Seit zwei Wochen steigen die Corona-Infektionszahlen in der Region Paris stetig an. Gilt eine Rate von bis zu zehn Neuinfektionen auf 100.000 Menschen als beherrschbar, stieg diese Zahl zuletzt auf über 50 Fälle. Die Einstufung als aktive Viruszone ist in Frankreich bei einer Schwelle von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner möglich – geschieht aber nicht automatisch. Bei der Einstufung wird etwa berücksichtigt, ob es sich um sogenannte Cluster handelt und Infektionsketten nachvollziehbar sind.

Vor allem in der Altersgruppe von 15 bis 45 Jahren werden immer mehr Fälle gezählt, heißt es in einer Mitteilung. Das erklärt sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde ziemlich einfach: diese Altersgruppe ist sozial sehr aktiv und lässt relativ häufig die notwendige Vorsicht vermissen, hält sich also nicht an die Abstandsregeln. Ein besonderes Problem ist, dass junge Menschen häufig „asymptomatisch“ seien – dass sie also das Virus in sich tragen, es nicht merken und ihn auf diese Weise immer weiterverbreiten.

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Entwicklung für die Behörden nicht überraschend

Für die Verantwortlichen kommt der Anstieg allerdings nicht wirklich überraschend. „Es sind dicht besiedelte Orte, Orte mit vielen Bevölkerungsströmen, viel Verkehr, vielen jungen Menschen, die intensiv sozial aktiv sind“, sagt der Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde, Jerôme Salomon

In Paris muss inzwischen im gesamten engeren Stadtzentrum eine Maske getragen werden. Betroffen sind auch Quais und das Seine-Ufer, wo sich am Abend immer viele Menschen versammeln.

Die Liste der Zonen mit Maskenpflicht

Die Liste der Viertel mit Maskenplicht ist lang, hier einige Ecken, die von Touristen besonders häufig besucht werden und wo von nun an Mund und Nase bedeckt sein müssen:

  • Champs-Élysées
  • Die îles de la Cité und Saint-Louis (Notre Dame)
  • Quartier latin
  • Ecole militaire
  • Champ-de-Mars und Eiffelturm
  • Montmarte
  • Pigalle
  • Das Bassin und der Park von La Villette

Die anderen Zonen sind:

Batignolles;  Caumartin; Saint-Denis; Sécrétan; Canal de l’Ourcq; Chapeau rouge; Place des Fêtes; Belleville; Houdin-Oberkampf-Roquette; Bastille; Gare de Lyon; Bercy; Rund um die Bibliothèque Nationale de France; Italie-Choisy; Butte aux Cailles; Der Parc Montsouris; Portes d’Orléans; Vanves; Gergovie-Froidevaux; Montparnasse; Place Monge; Balard-Grenelle; Chaillot-Muette; Ternes; Bois de Vincennes und Bois de Boulogne

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Die Präfektur in Paris mahnt zur Vorsicht

In einer Mitteilung schreibt die Präfektur von Paris allerdings auch, dass das Tragen von Masken auch außerhalb dieser Zonen dringend angeraten wird – vor allem dort, wo viele Menschen sich bewegen. Sollte sich die Situation weiter verschlechtern, werde die Maskenpflicht auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet.

Verboten sind zudem die Zusammenkunft von mehr als zehn Personen, wenn die Abstände nicht eingehalten werden können.

Auch kündigte die Polizei an, dass die Kontrollen verstärkt werden. Vor allem in Bars, Restaurants und Bistros werden die Beamten vor allem am Abend kontrollieren, da dort immer wieder die Regeln missachtet wurden.

Angespannte Corona-Situation auch in Marseille

Auch das Département Bouches-du-Rhône, in dem die Stadt Marseille liegt, ist von der neuen Einstufung betroffen. Das bedeutet, dass die regionalen Behörden dort das öffentliche Leben einschränken können – theoretisch etwa durch das Schließen von Restaurants oder Märkten oder die Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

Entspannung im Département Mayenne

In anderen Regionen scheint sich die Lage hingegen weiter zu entspannen. Vor allem im Département Mayenne melden die Behörden einen Rückgang der Infektionen.

Der Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde, Jerôme Salomon, lobte in einem Interview auf „France Inter“ die Bereitschaft der Bevölkerung, sich an die strengen Hygieneregeln zu halten. So sei eine Eindämmung des Virus möglich gewesen:

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„Les Mayennais se sont mobilisés, ont observé l’ensemble des gestes barrières, ont accepté de se faire tester massivement: ça a marché! Avec la réaction des citoyens, on peut freiner l’épidémie et mettre fin à des clusters à risqué.”

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Wurden im Juli noch 150 Fälle auf 100.000 Einwohner gemeldet, ist diese Zahl inzwischen auf unter 20 gesunken.

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Entspannung auch in der Bretagne

Auch die Bretagne stand im Juli im Fokus – und auch dort hat sich die Lage deutlich entspannt, nachdem die Behörden die Regeln verschärft hatten. Das Tragen von Masken war in vielen Gemeinden Pflicht und bisweilen wurden die Strände für die Öffentlichkeit gesperrt.

Aktuell werden in der Bretagne 16 Cluster gezählt, die allerdings nicht direkt touristische Einrichtungen betreffen. Die Ansteckungsherde sind nach Angaben der lokalen Gesundheitsbehörde:

  • 1 Cluster Côtes d’Armor (EHPAD)
  • 4 Cluster Finistère (2 in Betrieben und 2 in Familien)
  • 9 Cluster Ille-et-Vilaine (4 in Familien – 3 in Betrieben – 1 Altenheim – 1 Gesundheitseinrichtung)
  • 2 Cluster Morbihan (1 Altenheim und 1 eine Familie)

Immer aktualisierte Informationen zum Stand der Corona-Infektionen sind unter dieser Adresse der Gesundheitsbehörde Bretagne  im Internet zu finden. Die Daten werden dort fast täglich aktualisiert.

Genauere Informationen zur Situation in den einzelnen Gemeinden in der Bretagne sind unter diesen Adressen zu finden:

Corona Frankreich: Paris ist wieder Hochrisiko-Gebiet

Alarmierende Corona-Zahlen in manchen Regionen Frankreichs. Seit zwei Wochen werden immer mehr Infektionen gezählt. Nun hat die Regierung reagiert und Paris und das Department Bouches-du-Rhone an der Mittelmeerküste um Marseille herum zum Corona-Hochrisiko-Gebiet erklärt. Auch die berühmten Galeries Lafayette sind im Fokus. 

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Paris wird wieder zur roten Corona-Zone

Der Erlass gibt den lokalen Behörden die Befugnis, den Personen- und Fahrzeugverkehr einzuschränken, den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Flugreisen zu beschränken, den Zugang zu öffentlichen Gebäuden einzuschränken und einige Einrichtungen zu schließen, in denen ein hohes Infektionsrisiko besteht.

Frankreich zählte in den vergangenen 24 Stunden 2669 neue Corona-Fälle , 17 Menschen sind gestorben. Die staatlichen Gesundheitsbehörde warnt: „Es vermehren sich die Anzeichen, dass sich das Virus auf nationaler Ebene wieder ausbreitet“.

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Auch die Galeries Lafayette im Fokus

Die Zahl Infektionsherde hat zuletzt stark zugenommen. Betroffen sind auch der berühmte Einkaufstempel Galeries Lafayette in Paris. Auch in einer sozialen Einrichtung in  Mesnil-Amenot wurden Fälle gemeldet. In Saint-Tropez wurde das legendäre Café Sénéquier geschlossen, weil dort einige Gäste positiv auf das Corona-Virus getestet wurden.

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In Frankreich herrscht auch große Besorgnis, weil in diesen Tagen die große Rückreisewelle aus dem Urlaub einsetzen wird. Dann werden Millionen von Franzosen wieder vom Land in die Städte fahren – und womöglich das Virus weiter über das ganze Land verteilen.

Das wäre fatal, weil es den Virologen in Frankreich bisher immer wieder gelungen ist, einzelne Cluster einzugrenzen und gezielt gegen die Ausbreitung vorzugehen. So wurde etwa in den Urlaubsgebieten am Atlantik das Tragen von Masken zu Pflicht. Oder auch die Bürgermeister im besonders betroffenen Département Mayenne konnten gezielt in den Städten strengere Regelungen veranlassen.

Ein besonderes Problem ist inzwischen, dass immer mehr junge Menschen das Virus in sich tragen – aber keine wirklichen Symptome zeigen. Sie können die Krankheit dann unwissentlich weitergeben. Auch sind es vor allem die Jugendlichen, die immer wieder gegen die geltenden Corona-Abstandsregeln verstoßen. So wurden etwa am Atlantik abends viele Strandabschnitte  gesperrt, um Partys zu vermeiden.

Paris verärgert über Corona-Maßnahme aus London

Unterdessen reagiert Paris mit Unverständnis darauf, dass Großbritannien eine Quarantänepflicht für Reisende aus Frankreich einführt. Man werde eine gleichwertige Maßnahme für Reisende aus Großbritannien einführen, heißt es. Man bedauere die britische Entscheidung und hoffe auf eine baldige Rückkehr zur Normalität, teilte Europa-Staatssekrektär Clément Beaune mit.

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Reisende aus Frankreich und den Niederlanden müssen nach ihrer Ankunft in Großbritannien von diesem Samstag an wieder in eine zweiwöchige Selbstisolation gehen. Das hatte der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstagabend mitgeteilt. Nach Schätzungen dürften sich zur Zeit Hunderttausende Briten in Frankreich aufhalten – es ist ein beliebtes Urlaubsland.

Hier noch einmal eine unvollständige Karte mit den französischen Städten, in denen besondere Corona-Regelungen gelten.

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Corona Frankreich: Polizei wird das Tragen von Masken stärker kontrollieren

Die Warnungen vor dem Corona-Virus werden in Frankreich jeden Tag etwas lauter. Inzwischen kündigt die Regierung an, die Kontrollen der Maskenpflicht durch die Polizei deutlich ausweiten. Das heißt auch, dass die Strafen härter durchgesetzt werden. Wer keine Maske trägt, muss bis zu 135 Euro bezahlen.

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In diesen Städten wird das Tragen von Masken auch im Freien zur Pflicht

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Die Polizei will hart durchgreifen

Wir sind an einem entscheidenden Punkt“, sagt ein Sprecher. „Aber es sind nicht die Polizisten, vor denen man sich fürchten sollte (…) man sollte sich vor dem Virus fürchten, das lauert und ansteckt.“ Frankreich verzeichnete in den vergangenen Tagen einen erneuten Anstieg der Corona-Infektionen.

Inzwischen melden auch immer mehr Städte, dass das Tragen von Masken auch im Freien zur Plicht wird. Die Karte (oben) zeigt, welche Städte inzwischen die Regeln verschärft haben. Die zweite Karte zeigt, wo in Paris – trotz des sehr heißen Wetters –  Maskenpflicht gilt.

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In diesen Bereichen muss in Paris eine Maske getragen werden

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 Versailles leidet unter Touristen-Schwund

In der französischen Touristenattraktion Schloss Versailles gibt es seit der Wiedereröffnung nach dem Corona-Lockdown einen mächtigen Besucherschwund. Vor allem die Zahl der ausländischen Touristen sei aufgrund der Reiseeinschränkungen nahezu vollständig eingestürzt, beklagte am Mittwoch Catherine Pégard, Vorsitzende der Schlossverwaltung. Das Schloss der „Sonnenkönige“ empfing vor der Pandemie zu 80 Prozent Touristen aus dem Ausland.

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Seit der Wiedereröffnung am 6. Juni sind die Besucherzahlen laut Pégard um zwei Drittel eingebrochen. Unter normalen Umständen besuchen das Schloss bis zu 30.000 Touristen am Tag. Aktuell sind es nach Angaben der Schlossverwaltung im Durchschnitt noch 10.000 – hauptsächlich französische – Besucher. Die bisherigen finanziellen Einbußen von rund 45 Millionen Euro bedeuteten eine große Herausforderung, sagte Pégard. Es sollten aber alle rund tausend Angestellten des Schlosses weiter beschäftigen werden.
In den Räumen von Versailles gilt aktuell eine Maskenpflicht. Zudem müssen die Besucher markierten Wegen folgen, um Ansammlungen zu vermeiden.

Paris-Marathon fällt wegen Corona aus

Der diesjährige Paris-Marathon ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Man habe zwar alles versucht, um an der Veranstaltung festzuhalten, müsse aber letztlich doch darauf verzichten, teilen die Organisatoren mit. Der Marathon sollte ursprünglich am 5. April stattfinden, war aber dann wegen der Pandemie auf den 15. November verschoben worden. Auch andere bekannte Marathons wie in Berlin wurden bereits abgesagt.

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Corona Frankreich: Premier will Maskenpflicht im ganzen Land

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Infektionen weiter an. Nun werden die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie erneut verschärft. Zu erwarten ist, dass bald im ganzen Land Masken getragen werden müssen. 

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In vielen Städten in Frankreich müssen Masken auch unter freiem Himmel getragen werden.

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Großveranstaltungen bleiben verboten

In Frankreich bleiben wegen der Corona-Pandemie Veranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen bis mindestens 30. Oktober verboten. Das kündigte Premier Jean Castex an. Die Beschränkung hätte eigentlich Ende August auslaufen sollen.

„In Frankreich hat sich die Situation im Zusammenhang mit Covid-19 in den letzten Tagen verschlechtert“, warnte Castex. Die Zahl der Einweisungen in Krankenhäuser und auf Intensivstationen nehme wieder zu. Castex kündigte außerdem an, sich an die regionalen Behörden wenden zu wollen, um die Maskenpflicht an öffentlichen Orten so weit wie möglich auszudehnen.

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Allerdings sind sich offensichtlich nicht alle darüber einig, wie die Maskenpflicht angewendet wird – oder die Regierung hat innerhalb einiger Stunden ihre Meinung geändernt. Hier äußert sich die Umweltministerin Barbara Pompili in einem Interview, nur kurz bevor der Premierminister ankündigte, die Maskenpflicht ausdehnen zu wollen.

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Maskenpflicht auch unter freiem Himmel

In Frankreich sind Corona-Schutzmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie Läden oder Restaurants Pflicht. Viele Orte, darunter auch die Hauptstadt Paris, setzen aber vermehrt auf Maskenpflicht unter freiem Himmel an bestimmten Orten.

„Welche Vorkehrungen wir auch treffen, die Wirksamkeit dieser Maßnahmen hängt in hohem Maße von jedem einzelnen von uns ab“, sagte Castex. Man müsse kollektiv reagieren, um ein Wiederaufflammen der Epidemie zu verhindern. Er stelle einen Mangel an Wachsamkeit, Disziplin und Solidarität bei einigen fest.

Frankreich ist mit mehr als 30 000 Toten in Verbindung mit Covid-19 schwer von der Corona-Pandemie getroffen. In den vergangenen Wochen war die Zahl der Neuinfektionen wieder angestiegen.

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INFOS:

Kompakt-Info für Touristen aus Deutschland:

Touristen aus Deutschland können ohne Probleme einreisen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt wieder leicht gestiegen, Behörden rufen im ganzen Land zur Einhaltung der Corona-Regeln auf. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften und Markthallen gilt eine Maskenpflicht.

In mehreren Touristenorten in der Bretagne ist die Corona-Schutzmaske auch auf der Straße Pflicht.

In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten geöffnet. Tickets für viele Sehenswürdigkeiten sind jedoch begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Eintrittskarten müssen in den meisten Fällen schon vorab online reserviert oder gekauft werden. Viele Restaurants haben ihre Terrassen erweitert, um mehr Gäste im Freien bewirten zu können.

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Weiter Lageberichte über:

Gerechtigkeit für den toten Hahn Marcel

Urlaub auf dem Land ist in Frankreich populär. Doch viele der Ruhe suchenden Städter kommen mit dem Konzert der Tierwelt nicht klar. Das hat skurrile Folgen.

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Der „Mörder“ von Marcel ist schnell gefunden

Es war Mord – hinterhältig und kaltblütig ausgeführt, für Sébastian Verney gibt es keine Zweifel. Am Abend noch krähte der Hahn Marcel unbeschwert auf dem Komposthaufen, am Morgen lag er brutal erschlagen im Garten. Der Täter war schnell gefunden: der Nachbar hat die Attacke gestanden. Er sei genervt gewesen vom ständigen Krähen des Federviehs, gibt er zu Protokoll. Die Familie Verney ist bestürzt, nie hatte der Mann auch nur ein Wort gesagt. „Wir hätten doch eine Lösung finden können, wenn wir etwas gewusst hätten“, sagt Sébastian Verney.

Ländliche Traditionen in Gefahr

Für den Bauern aus dem 450-Seelen-Dorf Vinzieux im Département Ardèche geht es inzwischen aber nicht nur um seinen toten Hahn Marcel. Er sieht die ländlichen Traditionen in Gefahr, denn in den Sommermonaten kommt es immer wieder zu einer Art Kulturkampf. Urlauber aus den fernen Städten fallen in den kleinen Gemeinden ein, auf der Suche nach Ruhe und Erholung. Was sie oft finden ist aber nicht das erhoffte Idyll, sondern krähende Hähne, lärmende Traktoren oder laut muhende Kühe. Nicht alle gehen gegen die Ruhestörung so rabiat vor, wie im Fall Marcel. Aber sehr oft landet der Streit vor den französischen Gerichten.

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Ein „Schrei der Verzweiflung“

Sébastian Verney hat sich entschieden, unter dem Titel „Justice pour le coq Marcel“ (Gerechtigkeit für den Hahn Marcel) auf Facebook eine Petition zu starten. Es sei ein „Schrei der Verzweiflung“ mit dem Ziel, das ursprüngliche Leben auf dem Land zu verteidigen, ist dort zu lesen. „Bereits im Februar wurde der Hahn eines Nachbarn erschlagen“, erinnert sich Verney. Weit über 73.000 Unterschriften sind bereits gesammelt.

Auch in anderen französischen Gemeinden kochen immer wieder die Emotionen zwischen Einheimischen und Urlaubern hoch. Erste Anlaufstelle sind in der Regel die Bürgermeister, die inzwischen müde sind, immer wieder schlichtend eingreifen zu müssen.
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Hinterlistiger Vorschlag eines Bürgermeisters

Einer von diesen Geplagten ist Bruno Dionis, der zur Lösung des Problems einen Vorschlag gemacht hat, der sogar die Politik im fernen Paris beschäftigt. Der Bürgermeister der kleinen Gemeinde Gajac in der Gironde forderte, das Krähen der Hähne, Kläffen der Hunde, Muhen der Kühe oder das Blöken der Schafe zum nationalen Kulturerbe zu erheben. Dann könne von den lärmempfindlichen Städtern, die nur einige Wochen im Jahr in der Gemeinde wohnen, dagegen nicht mehr geklagt werden, so seine pfiffige Argumentation. Im Parlament ist ein entsprechendes Gesetz zum Schutz des „sensorischen Erbes“ der ländlichen Gegenden Frankreichs bereits im Januar beschlossen worden. Nun fehlt nur noch die Zustimmung des Senats.

Ohne Rücksicht auf politische Entscheidungen nimmt unterdessen in dem Dörfchen Vinzieux die Natur ihren Lauf. „Der Hahn Marcel hat vor seinem Tod für ausreichend Nachkommen gesorgt“, verkündet Sébastien Verney nicht ohne Stolz. Im letzten Monat sind fünf Küken aus ihren Eiern geschlüpft – ein neuer Hahn ist sicher auch darunter.

Corona Frankreich: Maskenpflicht in Paris – die Liste der Straßen

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt in Teilen von Paris auch im Freien eine Maskenpflicht. Die Vorgabe gelte für alle Menschen ab elf Jahren, teilte die Stadtverwaltung am Samstag mit.

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Betroffen sind bei Touristen beliebte Orte wie der Hügel Montmartre, die Ufer der Seine und des Canal Saint-Martin sowie Straßenmärkte und Einkaufsmeilen. Insgesamt gilt die Maskenpflicht im Freien in mehr als hundert Straßen in fast allen Bezirken der französischen Hauptstadt.

Hier ist die Liste der Straßen in Paris, in denen eine Maske getragen werden muss:

Arrondissements du centre

– rue Montorgueil

– marché des Enfants Rouges

– rue Rambuteau

– rue de Bretagne

– rue des Francs Bourgeois

– rue Saint-Honoré

– rue de Montmartre

5ème et 6ème arrondissements

– rue Mouffetard

– rue de Buci

– rue de Seine

– rue Mazarine

– rue Jacques Callot

– rue Princesse

– rue des Canettes

– rue Guisarde

– marché Saint-Germain

– jardin Tino Rossi

7ème arrondissement

– rue Clerc

– marché de l’avenue de Saxe

9ème arrondissement

– rue des Martyrs

– rue Cadet

– marché alimentaire d’Anvers

10ème arrondissement

– rue de Metz

– boulevard de Strasbourg

– rue du Château d’Eau entre Faubourg St Martin et Faubourg St Denis

– rue Cail

– rue Perdonnet

– rue Philippe de Girard

– place Ian Karski

– rue Louis Blanc dans sa portion entre la place Karski et le Faubourg Saint-Denis

– rue du Faubourg Saint-Denis

– rue Lucien Sampaix

– rue de Lancry

– rue des Vinaigriers

– quais du Canal Saint-Martin (Jemmapes et Valmy)

11ème arrondissement

– rue de la Roquette

– rue de Lappe

– rue Keller

– rue Daval

– rue Jean-Pierre Timbaud

– marché de Belleville

– rue Oberkampf

12ème arrondissement

– Bercy-Village

– Cour Saint-Emilion

– marché d’Aligre

13ème arrondissement

– quai François Mauriac

– quai de la gare

– Bibliothèque Nationale de France (parvis, marchés et quai)

– marché Maison-Blanche sur l’avenue d’Italie

14ème arrondissement

– rue Daguerre

– rue Raymond Losserand (entre rue d’Alésia et avenue du Maine)

15ème arrondissement

– rue du Commerce

– rue Linois

16ème arrondissement

– rue de Passy

– rue de l’Annonciation

17ème arrondissement

– avenue de Saint-Ouen

– rue de Lévis

– rue Poncelet

– rue Bayen

18ème arrondissement

– marché Barbès

– marché Lariboisière

– marché Ornano

– boulevard de la Chapelle (entre Tombouctou et boulevard Barbès)

– rue des Islettes

– rue de la Goutte d’or

– rue des Poissonniers

– rue Dejean

– rue de Suez

– rue de Panama

– marché Dejean (triangle des rues Poulet, Poissonniers et Dejean)

– marché Porte Montmartre (y compris carré aux biffins)

– marché Ordener

– rue de Steinkerque

– avenue de Saint-Ouen

– boulevard de Clichy

– boulevard du Rochechouart

– marché Poteau (Rue Duhesme – entre Ordener et Poteau)

– marché aux puces de Paris

– rue Riquet (entre Marx Dormoy et Pajol)

– rue de l’Olive

– butte Montmartre (place du Tertre, parvis et marché du Sacré-Coeur, rue Norvins, rue du Mont Cenis)

19ème arrondissement

– quai de la Loire

– quai de Seine

– quai de Marne

– quai de l’Oise jusqu’à l’entrée du parc de la Villette

– rue de Bellevillle

– marché de Joinville

– place des Fêtes

– avenue Secrétan

– avenue Mathurin Moreau

– rue Manin

– avenue Jean Jaurès entre rue de l’Ourcq et Porte de Pantin

20ème arrondissement

– rue des Panoyaux

– rue Victor Letalle

– rue Sorbier (entre la rue Ménilmontant et la rue Juillet)

– belvédère du Parc de Belleville

– boulevard de Belleville

– boulevard de Ménilmontant

– rue de Ménilmontant

– rue des Pyrénées

– rue de Bagnolet

– rue d’Avron

– marché aux puces de la porte de Montreuil

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Maskenpflicht auch in anderen Städten

Frankreich hatte die allgemeine Maskenpflicht, die zunächst nur in öffentlichen Verkehrsmitteln galt, am 20. Juli auf Geschäfte, Einkaufszentren, Banken, geschlossene Markthallen und Verwaltungsgebäude ausgeweitet. Seit der vergangenen Woche können die örtlichen Behörden auch anordnen, den Mund-Nasen-Schutz im Freien zu tragen. Vor Paris hatten bereits mehrere Städte wie Nizza, Lille und Marseille diesen Schritt vollzogen.

Corona Frankreich: Experten rechnen mit einer zweiten Welle im Herbst – Bald Maskenpflicht in Paris?

Zuerst die gute Nachricht: Frankreich habe die Corona-Lage unter Kontrolle. Doch Mitglieder des Wissenschaftsrates geben keine Entwarnung – im Gegenteil. Sie warnen vor einer zweite Corona-Welle im Herbst. Inzwischen reagiert auch Paris: dort soll das Tragen von Masken in bestimmten Bereichen auch im Freien zur Pflicht werden. 

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Lage könne „jederzeit kippen“

Die Experten warnen vor allem vor einem erneuten unkontrollierten Anstieg der Corona-Fallzahlen in Frankreich. Die Lage könne „jederzeit kippen“, erklärte der Wissenschaftsrat, ein Beratergremium der französischen Regierung, in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme. Die Situation sei zwar derzeit „unter Kontrolle, aber fragil“.

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Bürger haben es selbst in der Hand

Das Expertenteam unterstrich die Bedeutung von Abstands- und Hygieneregeln. „Die Bürger haben die kurzfristige Entwicklung der Epidemie zu großen Teilen selbst in der Hand“, heißt es in einer Stellungnahme des Rats, die der Regierung am 27. Juli zuging. Langfristig sei eine zweite Welle im Herbst oder Winter „sehr wahrscheinlich“. Um dies zu verhindern, empfahl der Rat den Behörden, insbesondere für die Großstädte Präventionspläne zu erstellen und die Corona-Tests zu beschleunigen.

Seit dem Ende der Ausgangssperre in Frankreich vor drei Monaten sind die Corona-Fallzahlen wieder gestiegen. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde wurden Ende Juli erneut im Schnitt rund 1000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet. Auch die Zahl der Corona-Intensivpatienten stieg erstmals seit April wieder an.

Paris reagiert auf steigende Corona-Zahlen

In Paris wird das Tragen von Masken in bestimmten Bereichen obligatorisch, um die besorgniserregende Wiederaufnahme der Covid-19-Epidemie einzudämmen. das zumindest ist die Absicht der Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Sie hat eine entsprechende Anfrage an Didier Lallement, den Pariser Polizeipräfekten, geschickt.

„Das Tragen der Maske ist unangenehm, besonders bei heißem Wetter, aber es ist eine sehr notwendige Sache, will man die Epidemie eindämmen“, argumentiert Anne Souyris, stellvertretende Bürgermeisterin von Paris und zuständig für Gesundheit.

Die Liste der betroffenen Gebiete in Paris ist offensichtlich noch nicht vollständig festgelegt. Betroffen seien auf jeden Fall Fußgängerzonen, die Kais der Seine, die Parks und Gärten sowie die in Frankreich sehr beliebten offenen Märkte.

In Frankreich gilt schon jetzt die Regelung, dass Masken in allen geschlossenen öffentlichen Räumen getragen werden müssen. Auch im öffentlichen Nahverkehr ist ein Mund-Nasen-Schutz Pflicht.

Maskenpflicht in vielen Städten des Landes

In Frankreich geht seit einigen Wochen bereits die Angst vor einer zweiten Welle um. Vor allem im Nordwesten des Landes steigen die Zahlen der Infektionen inzwischen wieder deutlich an. Viele Verwaltungen haben aus diesem Grund eine Maskenpflicht in den Innenstädten, Fußgängerzonen oder Parks angeordnet.

Hier eine Grafik, in welchen größeren Städten eine Maske auch im Freien getragen werden muss:

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Deutlich ist, dass vor allem die Region Bretagne sehr viele Städte die Corona-Maßnahmen verschärft haben. Als eine Art „Hotspot“ gilt im Moment das Département Mayenne, wo besonders viele Infektionen gezählt werden. Die Verantwortlichen dort beschweren sich allerdings schon darüber, dass sie ungerechtfertigt an den Pranger gestellt würden. Die Touristenzahlen in der Region sind angesichts der Berichte über viele Corona-Fälle dramatisch eingebrochen.

Entspannt ist die Lage in der Normandie. Dort sind nur wenige neue Fälle bekannt geworden.

Belgien reagiert auf Lage in Frankreich

Die Regierung in Belgien hat aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus im eigenen Land die Maßnahmen verschärft – und vor Reisen in bestimmte Regionen nach Frankreich gewarnt.

Genannt wird ausdrücklich das Département Mayenne. Nach einer Empfehlung aus Brüssel sind aber auch die Region Paris mit Ausnahme des Départements Seine-et-Marne, die Pays de la Loire in Westfrankreich sowie die Départements Nord, Haut-Rhin, Haute-Savoie, Meurthe-et-Moselle und Vosges. Wer dort war, solle sich auf jeden Fall für einige Tage in Isolation begeben.

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Kompakt-Info für Touristen aus Deutschland:

Touristen aus Deutschland können ohne Probleme einreisen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt wieder leicht gestiegen, Behörden rufen im ganzen Land zur Einhaltung der Corona-Regeln auf. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften und Markthallen gilt eine Maskenpflicht.

In mehreren Touristenorten in der Bretagne ist die Corona-Schutzmaske auch auf der Straße Pflicht.

In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten geöffnet. Tickets für viele Sehenswürdigkeiten sind jedoch begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Eintrittskarten müssen in den meisten Fällen schon vorab online reserviert oder gekauft werden. Viele Restaurants haben ihre Terrassen erweitert, um mehr Gäste im Freien bewirten zu können.

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Weiter Lageberichte über:

Vincent van Gogh und das gelöste Geheimnis der Wurzeln

Forscher entdecken im französischen Auvers-sur-Oise den Ort, an dem der Künstler sein letztes Gemälde angefertigt hat. Der Ort entwickelt sich zu einer kleinen Pilgerstätte der Kunstfreunde. 

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Vincent van Gogh ist in Auvers-sur-Oise praktisch an jeder Straßenecke präsent

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Das Herz der Kunstfreund schlägt höher

„Ich sehe nichts“, klagt die kleine Marie. Ihr Vater hebt das quengelnde Mädchen ächzend auf seine Schulter, damit es über den mannshohen Bauzaun schielen kann. „Man erkennt nichts, nur viel Erde und ein paar alte Wurzeln“, lautet ihr vernichtendes Urteil. Exakt diese Wurzeln aber sind es, die das Herz der Kunstwelt im Moment einige Takte höher schlagen lassen. In Auvers-sur-Oise glaubt ein Forscher die Stelle entdeckt zu haben, wo der niederländische Maler Vincent van Gogh sein letztes Bild mit dem bezeichnenden Titel „Baumwurzeln“ gemalt hat. Nur wenige Stunden später hat er sich in dem nordfranzösischen Städtchen erschossen.

Das Museum bestätigt die Entdeckung

Kaum hatte das Van Gogh-Museum in Amsterdam den eher unscheinbaren Ort etwas oberhalb der Gemeinde in diesen Tagen als besondere Sehenswürdigkeit ausgezeichnet, setzte ein kleiner, aber nicht enden wollender Pilgerstrom von Verehrern des Meisters ein. Zupass kam dabei, dass die Entdeckung rechtzeitig zum 130. Todestag des Künstlers am 29. Juli 1890 bekanntgegeben wurde.

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Den Fund verdankt die Nachwelt eher dem Zufall – und der Corona-Pandemie. Wouter van der Veen, Direktor des Van Gogh-Instituts in Auvers-sur-Oise, nutze die Zeit der strengen Ausgangssperre in Frankreich dazu, in seinem Archiv zu stöbern. „Vor einigen Monaten hatte ich einige alte Ansichtskarten aus den Jahren 1900 bis 1910 sortiert, die einer alten Dame aus Auvers gehören“, erzählt der Wissenschaftler. Als er eine vergilbte Karte mit einem Radfahrer etwas länger in der Hand hielt, fiel sein Blick auf einen Ausschnitt hinter dem Mann, einen steilen Hang mit mehreren Bäumen. Wouter van der Veen: „Ich hatte den Eindruck, dass ich diese Wurzeln schon einmal gesehen hatte.“

Van Gogh – das lange verkannte Genie

Mitarbeiter des Amsterdamer Museums bestätigten anschließend den Eindruck. „Auf der Grundlage von Van Goghs Arbeitsweise und dem Vergleich von Gemälde, Ansichtskarte und dem heutigen Zustand des Hügelrandes kommen die Experten zu der Schlussfolgerung, dass es sehr wahrscheinlich um den richtigen Ort geht,“ heißt es in einer Mitteilung des Museums.

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Auf einem Spaziergang durch Auvers-sur-Oise wird deutlich, dass Vincent van Gogh sehr viele Motive aus der direkten Umgebung als Vorlage für seine Werke nahm. In den nur 70 Tagen, in denen der Künstler in dem Städtchen lebte, schuf er rund 80 Gemälde und 60 Zeichnungen. Von seiner Kunst leben konnte der Maler allerdings nicht, er war auf die finanzielle Unterstützung seines Bruders Theo angewiesen. Nur wenige seiner Werke fanden einen Käufer, der weltweite Ruhm und der Ruf eines Genies stellten sich erst sehr lange nach seinem jähen Tod ein.

Kleiner Rundgang durch die Welt von van Gogh

In Auvers am Ufer der Oise können die Einwohner vom späten Glanz des Künstlers allerdings sehr gut leben. Rund 500.000 kunstsinnige Besuchern kommen jedes Jahr in den Ort. An einigen markanten Stellen in den engen Gassen sind Kopien der berühmten Gemälde des Malers aufgestellt, die der Besucher direkt mit der Realität vergleichen kann. Die Gemeinde hat daraus einen kleinen impressionistischen Van-Gogh-Spaziergang zusammengestellt, der am Rathaus beginnt, die Kirche passiert und über eine steile Straße zu den von van Gogh auf unnachahmliche Weise verewigten Getreidefeldern führt. Dort, etwas oberhalb des malerischen Städtchens, liegt auch der kleine Friedhof, auf dem Vincent van Gogh und sein Bruder Theo Seite an Seite ruhen. Diese ganze Szenerie mit dem von Efeu umrankten Grab fügt sich zu einem stimmigen Bild, denn der Maler schrieb in einem seiner zahlreichen Briefe an den Bruder, dass dort auf der Anhöhe immer wieder eine große Melancholie und Einsamkeit von seinem Gemüt Besitz ergreife.

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Die Kirche von Auvers-sur-Oise ist von Vincent von Gogh verewigt worden

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Der Ort wird hergerichtet und konserviert

In diesen kleinen Van-Gogh-Rundkurs wird in Zukunft wohl auch die Stelle mit den „Baumwurzeln“ integriert werden. „Mich hatte es etwas verwundert, als vor einigen Tagen plötzlich Bauarbeiter den Hang mit einem Bauzaun abgesichert haben“, sagt ein Anwohner. „Aber jetzt ist mir alles klar. Wahrscheinlich wollte man das alles auch vor Souvenirjägern schützen, die auf der Suche nach einem besonderen Andenken sonst den ganzen Berg abgetragen hätten.“ Inzwischen hängen an der Bretterwand eine Kopie des berühmten Kunstwerkes und eine Vergrößerung der Ansichtskarte. Es benötigt einige Fantasie, doch mit einem Quäntchen guten Willens werden die Parallelen deutlich, zumal der größte Baum mit seinen offenliegenden Wurzeln noch erhalten ist. Von dort musste Van Gogh mit seiner Staffelei auf dem Rücken nur einige Schritte die enge Gasse hinabgehen, um zu der Herberge zu kommen, wo er ein Zimmer gemietet hatte.

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Auf dem Friedhof ruhen Vincent van Gogh und sein Bruder Theo 

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Im Moment sei alles noch etwas verdeckt, aber man werde die Stelle in den nächsten Monaten entsprechend herrichten und konservieren, erklärt eine Mitarbeitern im Tourismusbüro Auvers-sur-Oise. Dann kann den geneigten Besuchern, die durch das malerische Städtchen auf den Spuren des berühmten Niederländers wandeln, ein neues Highlight geboten werden.

Corona Frankreich: Die Liste der Städte mit Masken-Pflicht wird immer länger

Es gilt keine generelle Masken-Pflicht in Frankreich. Das heißt für Urlauber, dass sie sich genau informieren müssen, wie die Regelungen vor Ort sind. Das ist dringend geboten, denn die Strafen sind mit 135 Euro sehr hoch und werden auch rigoros eingezogen. Diskussionen mit Polizisten oder anderen Ordnungskräften sind in der Regel sinnlos!

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20.08.03-MASKEN

Grafik aus der Tageszeitung „Le Parisien“ – ohne Garantie auf Vollständigkeit

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Vor Ort über Corona-Regeln informieren

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran betont: „Die Präfekten können nun per Dekret die Verpflichtung zum Tragen einer Maske auf öffentliche Plätze ausweiten. Diese Entscheidung kann je nach Entwicklung der Epidemie in jedem Gebiet vor Ort getroffen werden.“

Das heißt: kurz im Internet nachsehen, welche speziellen Regelungen gelten, da sie von Gemeinde zu Gemeinde abweichen können! Sich eventuell auf dem Tourismus-Büro erkundigen. Oder ganz einfach: Wenn alle eine Maske tragen – Maske auf!!

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Kompakt-Info für Touristen aus Deutschland:

Touristen aus Deutschland können ohne Probleme einreisen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt wieder leicht gestiegen, Behörden riefen zur Einhaltung der Corona-Regeln auf. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften und Markthallen gilt eine Maskenpflicht.

In mehreren Touristenorten in der Bretagne ist die Corona-Schutzmaske auch auf der Straße Pflicht.

In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten geöffnet. Tickets für viele Sehenswürdigkeiten sind jedoch begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Eintrittskarten müssen in den meisten Fällen schon vorab online reserviert oder gekauft werden. Viele Restaurants haben ihre Terrassen erweitert, um mehr Gäste im Freien bewirten zu können.

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Angespannte Corona-Lage im Département Mayenne

Natürlich gibt es auch in Frankreich eine Diskussion über das Tragen von Masken. So hat Jérôme Salomon, Generaldirektor für Gesundheit, die Schutzmaßnahme auf offener Straße für „nutzlos“ erklärt. Gesundheitsminister Véran „empfiehlt“ allerdings: „Wenn Sie in einer Straße sind, in der mehrere Leute spazieren gehen und nicht sicher sind, ob Sie Abstand halten können, empfehle ich es.“

Vor allem im Nordwesten von Frankreich wurde eine vermehrte Aktivität des Virus registriert. Das betrifft vor allem das Département Mayenne. Dort muss nun in 69 Gemeinden auf der offenen Straße eine Maske getragen werden. Die dortige Präfektur erklärte, dass in den vergangenen Wochen „mehrere epidemische Ausbrüche festgestellt“ worden sind.

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Die Urlauber und das Corona-Virus

Befürchtet wird, dass diese Zahl mit der Ankunft von Urlaubern sich noch weiter erhöhen könnte, weshalb das Tragen einer Maske auch in kleineren Städten angesagt war. Die Präfektur in Mayenne rechnet vor, dass von der neuen Maßnahme zwar nur 30 Prozent der Gemeinden in der Region betroffen sind, aber 70 Prozent der Bevölkerung damit erreicht werden.

Auch hier heißt es für Touristen, sich vor Ort über den Stand der Dinge in den einzelnen Gemeinden im Département Mayenne zu erkundigen.

Inzwischen haben auch die folgenden Städte nachgezogen und in ihren Stadtzentren und Touristengebieten das Tragen von Masken angeordnet:

  • Biarritz
  • Bayonne
  • Saint-Malo
  • Le Touquet
  • Perros-Guirec (Côtes-d´Armor)
  • Lille

Das sei eine „notwendige Maßnahme zum Schutz der Sommerbesucher von Biarritz“, sagt Maider Arosteguy, Bürgermeister von Biarritz. „Die Besucherzahlen für den Monat Juli waren sehr hoch und wir befürchten, dass der August angesichts der Gesundheitskrise noch schwieriger zu bewältigen sein wird.“

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Bürgermeister entscheiden von Fall zu Fall

Der Bürgermeister von Tours, Emmanuel Denis, war anfangs skeptisch, hat sich dann aber doch dazu entschlossen, das Tragen von Masken im Zentrum der Stadt zu empfehlen. Der Präfekt des Départements Indre-et-Loire legte fest, dass auch an der Ufer der Loire ein Schutz getragen werden muss.

In Nizza müssen in den belebtesten Straßen der Innenstadt Masken getragen werden. Über Lautsprecher werden die Besucher an den Stränden immer wieder daran erinnert, das Abstandsgebot einzuhalten und auf den Konsum von Alkohol zu verzichten.

In anderen Städten werden die restriktive Maßnahmen nur auf wenige Stunden am Tag beschränkt. So sind etwa die Strände von Sables d’Olonne bei Flut geschlossen. Der Grund: dann ist für die vielen Badenden schlicht zu wenig Platz, um die entsprechenden Abstände einzuhalten.

In Orléans hat man sich dazu entschlossen, dass in der Fußgängerzone von 18 Uhr bis 21 Uhr eine Maske getragen werden muss.

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In der Regel sind die in Frankreich sehr beliebten offenen Märkte seit 11. Mai wieder geöffnet. Aber auch dort gelten die Abstandsregeln. In Blanquefort, Caen, Cannes, Carpentras und Lorient können die Besucher Obst und Gemüse kaufen, sofern sie eine Maske tragen.

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Zu den Strafen:

Wer das obligatorische Tragen einer Maske im Freien nicht einhält, muss mit einer Geldstrafe von 135 Euro rechnen. Das gilt generell in ganz Frankreich für alle geschlossenen, öffentlichen Räume und für alle öffentlichen Verkehrsmitteln. Wird jemand wiederholt erwischt, erhöht sich die Geldstrafe auf 1500 Euro. Und wer sich dann noch immer weigert, wird die Straße erhöht. Wird man drei Mal innerhalb von weniger als dreißig Tagen erwischt, riskiert man sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 3750 Euro.

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Furcht vor einer zweiten Corona-Welle

In Frankreich wächst die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle. Die steigenden Temperaturen im Sommer und der Urlaub, verleite viele Franzosen dazu, weniger vorsichtig zu agieren, warnt die staatliche Gesundheitsbehörde. Dort wird am 1. August auch von einem Anstieg der Neuerkrankungen um 54 Prozent gegenüber der Vorwoche berichtet – insbesondere von jüngeren Menschen zwischen 20 und 30 Jahren. Man beobachte die Zahlen sehr genau, die auf eine Wiederaufnahme der Epidemie hindeuten könnten, heißt es von der Behörde.

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