Treffen mit einem Menschenschmuggler

15.03-flucht-szt

Die südtürkische Hafenstadt Mersin ist Dreh- und Angelpunkt einer neuen Route beim Menschenschmuggel aus Nahost und Afrika in den Westen. Nach Einschätzung von Experten löst Mersin immer mehr das von Unruhen erschütterte Libyen als wichtige Station bei Flüchtlingstransporten nach Europa ab. Die Hafenstadt hat aus Sicht der Schleuser besonders für das Geschäft mit syrischen Flüchtlingen mehrere Vorteile – und fällt nicht zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem illegalen Flüchtlingstransport Richtung Westen auf.

Bis zur türkisch-syrischen Landgrenze sind es von Mersin aus lediglich 150 Kilometer. Für die Schleuser ist es daher relativ einfach, syrische Flüchtlinge von der Grenze zur Küste bei Mersin zu bringen – die Ägäis, der traditionelle Ausgangspunkt für Flüchtlingsfahrten aus der Türkei in Richtung EU, liegt 600 Kilometer weiter westlich. Zudem haben die türkischen Behörden in jüngster Zeit unter dem Druck der EU die Kontrollen an der Westküste verstärkt. Allein in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres fassten sie mehr als 11 000 Flüchtlinge an der Ägäis. Doch die Überwachung der insgesamt 7200 Kilometer langen Meeresküsten der Türkei ist schwierig; strenge Kontrollen wie in der Ägäis gab es in Mersin bisher nicht.

Hier mein Bericht über ein Treffen mit einem der Menschenschmuggler in Mersin.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s