Pegida/Nopegida-Demos in Stuttgart

„Eure Kinder werden so wie wir!“ – Mit diesem Slogan brachten die Demonstranten der Nopegida-Demo die Teilnehmer der Pegida-Kundgebung gehörig auf die Palme. Rund 200 Rechtspopulisten hatten sich am Sonntagnachmittag auf dem Kronprinz-Platz in der Stuttgarter Innenstadt versammelt. Ihnen standen allerdings etwa 3000 Nopegida-Demonstranten gegenüber.

15.05-pegida05 Eine häufig gesehene Geste an diesem Nachmittag

Mehrere Hundert Polizisten war es gelungen, den Kornprinzplatz freizuhalten, wo sich rund 200 mit Deutschlandfahnen ausstaffierte Pegida-Anhänger versammelt hatten. Hauptredner der Pegida-Kundgebung war der Publizist Michael Mannheimer.

15.05-pegida09Der Kronzprinz-Platz in Stuttgart

Auch Mitglieder der rechten Gruppierung „Berserker Pforzheim“ wurden bei der Kundgebung in Stuttgart gesichtet. Sie versuchten, provokaten und selbstbewusst aufzutreten.

15.05-pegida14 Teilnehmer der Pegida-Demo zeigen Flagge

Der Nachmittag blieb im Großen und Ganzen allerdings friedlich. Die Polizeibeamten mussten aber einzelne Streitigkeiten und Rangeleien schlichten und den Pegida-Demonstranten den Zugang zum Kronprinzplatz bahnen. Dabei wurden auch Polizeibeamte zu Pferde eingesetzt. Äpfel und Eier flogen. Auch eine Rauchbombe wurde in die Mitte des Kundgebungsplatzes geworfen.


Die Veranstalter der Gegendemonstrationen hatten rund 8000 Teilnehmer angemeldet, Pegida hatte mit mehreren Hundert Anhängern gerechnet. Das Bündnis „Für Vielfalt, gegen Rassismus“ mobilisierte rund 70 Organisationen, Kommunalpolitiker und Gewerkschaftsvertreter gegen die Protest-Aktion der Islamkritiker.

15.05-pegida10 Viele Nopegida-Demonstranten hatten selbstgemachte Schilder dabei.

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde Deutschlands (TGB), Gökay Sofuoglu, warnte: „Pegida darf keine Zukunft in dieser Stadt und in diesem Land haben.“ Er forderte die Parteien auf, sich stärker von Pegida zu distanzieren.

15.05-pegida04 Auch Pegida hat Schilder

Mit Bibelversen versucht eine Pegida-Anhängerin gegen die vermeintliche Islamisierung Deutschlands zu demonstrieren. Sie und die anderen rechtspopulistischen Teilnehmer fühlen sich sichtlich unwohl angesichts der Übermacht an Gegendemonstranten in Stuttgart. Die Reden der Rechtspopulisten werden immer wieder von den Gegnern lautstark übertönt.

15.05-pegida02 Abreise der Rechtspopulisten

Mit zwei Bussen werden die Pegida-Anhänger dann unter Polizeischutz unter lauten Buh-Rufen der Gegner aus der Innenstadt von Stuttgart abtransportiert. Wirklich selbstbewusst wirken sie nicht.

15.05-pegida07

Und dann noch einmal ein kurzer Gruß an die Abreisenden Pegida-Anhänger. Die winkten freundlich aus dem Bus-Fenster – das sollte wohl ironisch wirken, aus der Geste sprach allerdings offensichtlich vor allem Erleichterung.


Der Wunsch dieser Nopegida-Demonstrantin ist an diesem Tag in Stuttgart wohl in Erfüllung gegangen.

Hier der Link zur Berichterstattung in der Stuttgarter Zeitung

Hier das Fazit der Polizei am Tag nach den Demos

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