Schicksalswahl für ALFA

Der ehemalige baden-württembergische AfD-Vorsitzende Bernd Kölmel will mit der neugegründete Partei ALFA zur Landtagswahl antreten. Dort entscheidet sich ihre Zukunft. Ein Kommentar:

15.06.29-Kölmel

Hohe Hürden

Jetzt  geht es Schlag auf Schlag.     Am Sonntag wurde in Kassel die Partei Alfa aus der Taufe gehoben und tags darauf wird verkündet, dass die Neugründung in Baden-Württemberg an der Landtagswahl 2016 teilnehmen wird. Das ist ein überaus ehrgeiziger Plan – nicht nur, weil das Landeswahlgesetz kleinen Parteien hohe Hürden in den Weg legt. Die zentrale Frage ist: Wer soll diese Partei wählen? Der rasante Aufstieg der Alternative für Deutschland unter Bernd Lucke hat zwar gezeigt, dass das politische Potenzial für eine Partei rechts von der CDU vorhanden ist, aber der monatelange, selbstzerstörerische Richtungsstreit in der AfD hat viele potenzielle Wähler abgeschreckt. Nach zweistelligen Ergebnissen bei Landtagswahlen im vergangenen Jahr  kämen laut aktuellen Umfragen beide Parteien nirgendwo über die Fünfprozenthürde.

Zurück zu den Wurzeln

Auch thematisch wird es sehr schwer werden für Luckes Neustart mit Alfa. Der Professor für Ökonomie will zurück zu den Wurzeln seiner alten Partei, doch die Kritik am Euro ist längst kein politisches Alleinstellungsmerkmal mehr. Und ob er mit seiner Klage über Technologiefeindlichkeit und Fortschrittspessimismus den Nerv der Menschen trifft, ist fraglich. Sicher scheint im Moment nur eines:  die Wahl in Baden-Württemberg entscheidet  über die Zukunft von Alfa und auch der AfD.

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