Viel Wirbel um einen selbstgebastelten Wecker

Ein angehendes Genie hat es nicht leicht. Zuerst wurde der US-Schüler Ahmed Mohamed wegen eines selbstgebastelten Weckers festgenommen. Seine weniger begabten Lehrer hatten offensichtlich das Talent des Jungen nicht erkannt – oder falsch interpretiert. Sie hielten die Drähte in seinem Schulranzen für eine Bombe. Jetzt erlebt der Junge, wie schnell Niederlage und Sieg beieinander liegen. Ahmed Mohamed kann sich vor Anerkennung und Einladungen nicht mehr retten.

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Ganz oben auf der Liste der Gratulanten steht der US-Präsident höchstpersönlich. Neben einer Einladung von Barack Obama ins Weiße Haus erhielt der 14-Jährige aber auch Einladungen von der US-Raumfahrtbehörde Nasa, dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), für ein Praktikum beim Kurznachrichtendienst Twitter sowie vom Internetriesen Google und dem Online-Netzwerk Facebook.

„Hey Ahmed, wir halten einen Platz für Dich frei bei der Google-Wissenschaftsausstellung an diesem Wochenende – willst Du kommen? Bring Deine Uhr mit!“, twitterte Google. Der kanadische Astronaut Chris Hadfield lud Mohamed zu einer Show ein, woraufhin das Four Seasons Hotel dem jugendlichen Tüftler ein kostenloses Hotelzimmer in Toronto anbot. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg forderte Mohamed auf, „weiter zu bauen“ und erklärte, er würde den Teenager gern kennenlernen.

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Sie alle hatten wohl nicht nur das Potential des Jungen erkannt, sondern auch die Werbewirksamkeit einer Einladung. Mohameds Familie, die ursprünglich aus dem Sudan stammt, bedankte sich über Twitter bei allen Unterstützern. „Gemeinsam können wir diese ethnische Ungleichheit stoppen und verhindern, dass so etwas noch einmal passiert“, hieß es in einer Mitteilung, die mit einem Foto des lächelnden Jugendlichen versehen war, der zwei Finger zum Siegeszeichen in die Kamera hielt. Der Vater des Jungen, Mohamed Elhassan Mohamed, der im Sudan für das Präsidentenamt kandidierte, sagte dem Sender CNN, sein Sohn sei „ein sehr brillanter Junge“.

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