Das Ende einer gefeierten Freundschaft

Es ist das Ende einer wunderbaren Freundschaft. Viele Wochen lebten Amur und Timur zusammen – nun gehen sie getrennte Wege. Der Grund: der Tiger hat dem Ziegenbock bei einer kurzen aber heftigen Auseinandersetzung fast das Genick gebrochen.

 

16.01.29-timur

 

Dast eine Geschichte der Toleranz

Die Geschichte hatte so schön begonnen. Timur sollte dem Tiger im Zoo nahe der russischen Hafenstadt Wladiwostok eigentlich als Mahlzeit zum Fraß vorgeworfen werden. Doch anstatt als Lebendfutter zu enden, freundete sich der Ziegenbock überraschenderweise mit dem Raubtier an. So machten die beiden neuen Kumpane eine Weltkarriere. Der Tierpark nutzt das für sein Marketing, hat Souvenirs der beiden anfertigen lassen und eine Kamera zur Liveübertragung aus dem Gehege installiert.

Nun aber sind die beiden in Streit geraten – bestens dokumentiert von den Kameras an dem Gehege. Nach angeben des Zoos – und Schuld scheint Timur zu sein, der entweder seine Kräfte überschätzte oder die seines Freunde hoffnungslos unterschätze. Auf jeden Fall schien Timur einen ziemlich schlechten Tag erwischt zu haben. Denn der Ziegebock traktierte die Raubkatze nach Angaben des Zoos fast eine Stunde mit den Hörnern. Zooleiter Dmitri Mesenzew sagte den russischen Nachrichtenagenturen: „Ich bewundere in dieser Situation die Geduld von Amur, der so lange nachsichtig mit dem frech gewordenen Timur war.“ Schließlich sei der Tiger wütend geworden und habe sich gewehrt.

Also: Mitleid mit dem Tiger – nicht mit dem Ziegenbock!

Der Vorfall ist in dem Video bei Minute 15.50 zu sehen – doch die Verantwortlichen haben das Bild eingefroren und zu sehen ist dann noch, wie Timur den Hang hinunter humpelt.

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Glück im Unglück für Timur

Das Ende der Geschichte ist: Die Ziege habe Bisswunden erlitten und werde derzeit auf der Veterinärstation behandelt, berichtet „Ria Nowosti“. Der behandelnde Tierarzt Alexej Anossow spricht von Wunden, die „ziemlich schwer“ seien. Doch sie zeigten auch, „dass der Tiger die Ziege nicht töten, sondern zurechtweisen wollte“. Amur habe sich lediglich beim Krafteinsatz verkalkuliert und seinen Freund so fest gepackt, wie ein Tigerjunges es vertrage – nicht aber ein Ziegenbock.

Die Geschichte wäre fertig erzählt, hätte sie nicht noch einen reichlich skurrilen Nebenaspekt. Denn der russische Anwalt Alexei Krestianov witterte hinter dem „widernatürlichen“ Zusammenleben von Tiger und Ziegenbock als eine Art Fabel getarnte gefährliche Schwulenpropaganda. Kinder könnten sich aufgrund der positiven Berichterstattung für „nicht-traditionelle sexuelle Verhältnisse“ interessieren. Das würde dann in einer totalen sexuellen Verwirrung enden und zwänge ihnen letztendlich die Homosexualität auf. Hier der Link zu einem Bericht über Alexei Krestianov

 

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Aber nach dem Streit zwischen Amur und Timur ist die Natur wieder zu ihrem recht gekommen und das Problem wäre zur vollsten Zufriedenheit von Alexei Krestianov geklärt.

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