Neue Namen für alte Städte

In einem demonstrativen Bruch mit der sowjetischen Vergangenheit hat die Ukraine mehr als 170 Ortsnamen mit kommunistischem Ursprung geändert. Eine entsprechende Verordnung des Parlaments trat in Kiew in Kraft. Die Stadt Artemiwsk im Donezker Gebiet etwa erhielt damit ihren historische Namen aus der Zeit vor der Oktoberrevolution 1917 zurück und heißt künftig wieder Bachmut.

16.02.19-Artemowsk

Erinnerungsphoto ukrainischer Soldaten 

Wie immer haben die Schreiber von Wikipedia wieder schnell reagiert und den Eintrag auf der Seite sofort geändert.

16.02.19-Bachmut

Für andere Orte wie die Hafenstadt Illitschiwsk im Gebiet Odessa, die den Namen des Vaters von Revolutionsführer Lenin trug, wurde mit Tschornomorsk ein komplett neuer Ortsname gewählt. Für die Menschen in der Ukraine dürften sich daraus zunächst Schwierigkeiten ergeben. Kartendienste im Internet haben die Umbenennungen noch nicht berücksichtigt, und auch gedruckte Landkarten müssen geändert werden.

Das Parlament setzte damit ein im April 2015 beschlossenes Gesetz um, das geografische Bezeichnungen und Straßennamen mit Bezug zur sowjetischen Vergangenheit verbietet. Geplant ist auch eine Umbenennung von Ortsnamen in den Separatistengebieten. Die prorussischen Aufständischen lehnen dies ab.

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