Ihr Ex-Lehrer rechnet mit Frauke Petry ab

Die AfD polarisiert – auch deren Chefin Frauke Petry. Zwei Mal hat sie einen Auftritt beim ZDF Morgenmagazin verpasst und erntete Hohn und Spott dafür. Nun hat sich unerwartet ihr ehemaliger Lehrer zu Wort gemeldet.

 

16.03.15-Peuckmann-Petry

Bergkamen eine No-Go-Area?

„Als Lehrer sollte man nichts, schon gar nichts Negatives über seine ehemaligen Schüler kundtun. Manchmal geht es aber nicht anders, ein solcher Punkt ist nun erreicht“, schreibt Heinrich Peuckmann auf Facebook. Grund für seinen Zorn, schreibt der Pädagoge, sei eine Aussage Petrys, „dass die Ethnisierung von Gewalt schon vor dem Ankommen von Flüchtlingen in manchen Städten zu Wohngebieten geführt habe, in die sich keine Polizei mehr traue“.  Auf Nachfrage nannte Petry dabei auch ihre Heimatstadt Bergkamen im Ruhrgebiet, in der die heute 40-Jährige fünf Jahre gelebt hatte und 1995 das Abitur am Städtischen Gymnasium abgelegt hatte.

Dieser Aussage Petrys widerspricht Peuckann. Es gebe in Bergkamen kein solches Viertel. Doch damit nicht genug. Peuckmann, der sich auch als Schriftsteller betätigt („Blutige Lippe“), rechnet mit Petrys Moralvorstellungen ab: „Anderen Lügenpresse vorwerfen und selber lügen, wenn es darum geht, sein verschroben undifferenziertes und verachtenswertes Welt- und Menschenbild zu begründen, ist schon schäbig.“ Und weiter: er halte Petry für intelligent – aber nicht für klug. Peuckmann: „Denn mit Klugheit verbindet sich Moral. Die kann ich bei ihr nicht (mehr) erkennen.“

Verbaler Schlagabtausch auf Facebook

In der Kommentarspalte des Facebook-Profils tobt nun ein regelrechter Kampf zwischen Anhängern und Gegnern von Frauke Petry. Vorgeworfen wird Puckmann vor allem sein letzter Satz. Denn der ehemalige Lehrer resümiert: „Das widerspricht allem, für das ich (auch in meiner Literatur) stehe.“ Das wird von Petry-Anhängern entsprechend höhnisch kommentiert.

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„Billig, sich den Erfolg von Frau Dr. Petry zu nutze zu machen um das eigene Buch zu verkaufen und Geld zu scheffeln.“

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Tatsache aber ist, dass Heinrich Peuckmann einen Nerv getroffen hat. Sein Post erzeugt innerhalb der ersten Stunden fast 9000 Reaktionen, über 2500 Mal kommentiert und wurde fast 2000 Mal auf Facebook geteilt.

Und hier noch ein kleiner – zitierbarer – Auszug auf den Reaktionen:

16.03.15-Peuckmann-Reaktionen

 

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