Fast ein Kotau des Kremls

Werden nun Köpfe rollen? Der Kreml muss sich für die falschen Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu den Eigentümern der „Süddeutschen Zeitung“ entschuldigen.

16.04.15-kreml-entschuldigung

Die Entschuldigung bei Interfax

Auf auf des Sprechers Haupt

Kremlsprecher Dmitri Peskow streute Asche auf sein Haupt, um die Schuld gleich weiter zu reichen. Er sei für den Fehler verantwortlich beziehungsweise diejenigen, die dem Präsidenten Informationen für seinen jährlichen „Direkten Draht“ mit der Bevölkerung zugeliefert hätten. „Wir entschuldigen uns bei dem Verlag“, sagte Peskow in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Hier geht es zu dem Text von Interfax

Bei der Veranstaltung am Vortag hatte Putin der „Süddeutschen Zeitung“ vorgeworfen, dass die Enthüllungen in den „Panama Papers“ aus den USA gesteuert seien. Er sagte, die Zeitung gehöre über eine Holding der US-Investmentbank Goldman Sachs.

Die „Süddeutsche Zeitung“ wehrt sich

Die Süddeutsche Zeitung widersprach dieser Darstellung: „Diese Behauptung ist falsch. Die Süddeutsche Zeitung gehört weder direkt noch indirekt zu Goldman Sachs“, so SZ-Geschäftsführer Stefan Hilscher. Die Zeitung aus München sei eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Süddeutschen Verlags, der mehrheitlich zur Südwestdeutschen Medienholding gehöre, sagte er.

Peskow versuchte den Fehler zu erklären, an dem der Präsident natürlich keine Schuld trage. „Es gab dort tatsächlich ungeprüfte Informationen. Wir haben sie nicht noch einmal überprüft, sondern das dem Präsidenten zu den Eigentümern der „Süddeutschen Zeitung“ vorgelegt“, erläuterte Peskow, wie es zu dem Fehler kommen konnte.

Eine Schlacht im Propagandakrieg?

Allerdings vermutet die SZ, dass der Fehler nicht ganz unabsichtlich passiert ist. Nicht zu klären sei, ob Putin diese Information bewusst falsch eingesetzt hat, heißt es aus München. Schon bei der ersten Veröffentlichung der Panama Papers hatte Putin mitgeteilt, dass sich Russland in einem Informationskrieg befinde.

Es ist nicht die erste Entschuldigung, die der Kreml aussprechen muss. Vor einigen Wochen machte das Gerückt um die angebliche Vergewaltigung eines russischstämmigen 13-jährigen Mädchens die Rund. Sogar der russische Außenminister Lawrow meldet sich zu Wort und machte den deutschen Behörden schwere Vorwürfe, den Fall verschleiern zu wollen. Später stelle sich heraus, dass das Mädchen gelogen und sich bei einem Freund versteckt hatte. Lawrow musste sich daraufhin bei seinem Kollegen Frank-Walter Steinmeier telefonisch entschuldigen.

 

16.01.29-russland

So kann man das natürlich aus sehen. 

Hier geht es zu dem Text über das verschwundene Mädchen

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