US-Truppentransport quer durch Europa

Die Kolonne erinnert an vergangene Zeiten. Eine der größten Truppenverlegungen der US-Armee in Europa seit Ende des Kalten Krieges hat Polen erreicht. Ein Kontingent der US-Panzerbrigade passierte den Grenzübergang Forst/Olszyna östlich von Cottbus.

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Proteste gegen den Transport

Der Truppentransport hat einigen Staub aufgewirbelt. Immer wieder kam es seit der Ankunft der Soldaten und Maschinen in Deutschland zu Protesten. Die Truppenverlegung geschieht mit Hilfe der Bundeswehr quer durch Deutschland, nachdem das Material der Panzerbrigade von den USA aus nach Bremerhaven verschifft worden war.

Eine Front von AfD und Linke

Nicht nur die Friedensbewegung, auch die AfD und die Linke können dem Transport nichts Positives abgewinnen. „Es ist keine Friedenspolitik, es ist Kriegsdrohungspolitik“, sagte AfD-Landeschef und Bundesparteivize Alexander Gauland. „Wir brauchen kein Säbelrasseln in Osteuropa und wir brauchen keine zusätzlichen amerikanischen Truppen an der russischen Grenze.“ In Potsdam hatte jüngst eine Gruppe auf Initiative des Landesverbandes der Linken gegen die Verlegung protestiert. Fraktionschef Ralf Christoffers sprach vom „Ausdruck eines legitimen Protestes“.
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3000 Soldaten und viele Panzer

Die dritte Kampfbrigade der vierten US-Infanteriedivision aus Fort Carson im US-Bundesstaat Colorado wird im Rahmen der US-Operation „Atlantic Resolve“ verlegt. Die Einheit mit ihren mehr als 3000 Soldaten soll in Polen und den östlichen Nato-Staaten Estland, Lettland, Litauen, Ungarn sowie Rumänien und Bulgarien rotieren. Die Unterstützung der nationalen Streitkräfte in diesen Ländern war im Jahr 2014 nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland von den Nato-Staaten beschlossen worden.

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Auch Russland rüstet auf

Aber auch Russland war in den vergangenen Monaten nicht ganz untätig. Moskau stationierte seinerseits im vergangenen Oktober atomwaffenfähige Iskander-Kurzstreckenraketen in der russischen Enklave zwischen Polen und Litauen.

In Polen und den anderen osteuropäischen Staaten sind die Truppen der Vereinigten Staaten allerdings sehr gerne gesehen. Warschau, das seit dem Fall der Mauer sehr angespannte Beziehungen zu Russland hat, fühlt sich durch Moskau bedroht. Vor allem auch die baltischen Staaten klagen immer wieder über Provokationen durch den russischen Nachbarn. Seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim sind diese Staaten besonders wachsam.
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