Björn Höcke zeigt offiziell Reue

Björn Höcke zeigt Reue – offiziell zumindest. Der umstrittene Rechtsaußen der AfD hat offensichtlich in einem Brief an den Bundesvorstand der Partei darum gebeten, das Parteiausschlussverfahren gegen ihn zu stoppen.  

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17.03.10-höcke-neu

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Genug von Höckes verbalen Ausfällen

Björn Höcke provoziert gern und viel. Zuletzt hat er das mit seiner Dresdner Rede getan. Darin hat er unter anderem einen neuen Umgang mit der deutschen Geschichte gefordert. Eine Mehrheit im Parteivorstand hatte allerdings genug von Höckes verbalen Ausfällen und leitete mit Zwei-Drittel-Mehrheit ein Parteiausschlussverfahren ein.

Höcke rudert zurück

Nun rudert Höcke zurück und hofft auf Gnade und hat einen entsprechenden Brief an den Vorstand geschickt. Das schreibt in der „Thüringer Allgemeine“. Darin heißt es: „Meine Dresdner Rede war ein Fehler.“ Er habe daraus Lehren gezogen. Das Schreiben lag auch dpa vor. Das Parteiausschlussverfahren sei eine „schwere Hypothek für die Wahlkämpfe“ in einem für die AfD wichtigen Jahr. Zudem beschwor Höcke den inneren Frieden und die Einigkeit der AfD.

Kopiert aus dem Grundsatzprogramm

DHöcke versucht in seinem Brief, seinen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen – indem er wörtlich einen Absatz des AfD-Grundsatzprogramms zum Geschichtsverständnis der Partei zitiert. Darin heißt es, die „aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus“ sei zugunsten einer „erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen“, die auch „die positiv identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte umfasst“.

Alice Weidel ist zufrieden

Alice Weidel, Bundesvorstandsmitglied aus Baden-Württemberg, sprach von einem positiven Signal. Sie sagte: „Anerkennenswert ist, dass er die Größe besessen hat, den Fehler zu erkennen und sich zu entschuldigen.“ Nun gelte es, die Streitigkeiten zu beenden und die Einheit der Partei im Wahlkampf zu wahren. Weidel ist Spitzenkandidatin der baden-württembergischen AfD für die Bundestagswahl. Sie hatte Höckes rechtsnationalen Kurs stark kritisiert.

Höcke hatte in seiner Rede in Dresden unter anderem mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin gesagt: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

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