Biel oder Überlingen – wo wohnt Alice Weidel?

Alice Weidel hat immer angegeben, sie wohne in Überlingen. Nun wird aber bekannt, dass die neue Frontfrau der AfD auch in Biel in der Schweiz angemeldet ist, wo ihre Lebenspartnerin mit den beiden Kindern wohnt.

17.04.28-weidel-biel

Scheinbar eindeutige Situation

Die Situation ist scheinbar eindeutig. Rechtlich ist es kein Problem, dass eine Kandidatin für den deutschen Bundestag im Ausland wohnt. Doch die frisch gekürte national-konservativen AfD-Front-Frau Alice Weidel muss sich nun einige Fragen gefallen lassen, warum sie Überlingen am Bodensee als Hauptwohnsitz angibt, aber gleichzeitig in der Schweiz angemeldet ist. Dort lebt sie offensichtlich mit ihrer Lebenspartnerin und den beiden Kindern. Nach Recherchen des „Bieler Tagblatts“ habe das Paar zuerst in einer Vorstadt gewohnt und sei dann in eine gemeinsame Eigentumswohnung in der Innenstadt gezogen. Nachbarn beschrieben Weidel als „nett und umgänglich“. Nach Angaben der Zeitung verbringe Weidel nicht nur einzelne Tage in Biel, sondern sei über längere Zeiträume anwesend.

Bieler Stadtpräsident ist überrascht

Der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr zeigte sich überrascht, dass die AfD-Politikerin in Biel angemeldet ist. „Man geht ja eher davon aus, dass Spitzenpolitiker in ihrem jeweiligen Land leben“, erklärte er. Weidel sei er bisher nocht nicht bewusst begegnet, so Fehr in einer Erklärung. Es gebe auch keine Anzeichen, dass sie sich von Biel aus aktiv politisch betätigt habe. Täte sie dies, hätte der Stadtpräsident daran allerdinge „keine Freude“.

Weidel gibt sich zugeknöpft

Weidel, die  auf dem AfD-Parteitag in Köln vor einigen Tagen unter dem Applaus der Delegierten sagte, dass die politische Korrektheit „auf den Müllhaufen der Geschichte“ werfen möchte, gibt sich in der Sache sehr zugeknöpft. Sie erklärt den Wohnort ihrer Kinder mit „Sicherheitsgründen“.

In den sozialen Netzwerken ist der Spott natürlich groß, zumal Alice Weidel das Wort Deutschland immer wieder mit sehr viel Pathos über die Lippen kommt. Ein Nutzer vermutet, dass die AfD-Kandidatin nun auch eine Art Flüchtling sei.
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Eine andere Twitternutzerin nannte Weidel eine «Teilzeit-Migrantin» und spielte damit auf die Einwanderungsfeindlichkeit der AfD an.  Häme kommt via Twitter auch von Johannes Hillje, ehemaliger grüner Europa-Wahlkampfleiter und Kommunikationsberater.

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Ein anderer Nutzer schreibt, dass die Schweiz als durchaus eine Alternative für Deutschland sei.

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Ein anderer Nutzer vermutet andere Gründe hinter der Wahl des Wohnsitzes.
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