Putin rollt auf russischen Rädern durch Moskau

Russlands Präsident Wladimir Putin zeigt Flagge – auch bei der Wahl des Autos. Bei seiner vierten Amtseinführung ließ er sich zum ersten Mal nicht in einem Pullmann-Mercedes über den Roten Platz fahren. 

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18.05.10-senat-auto

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Ein Wagen – lang, schwarz, furchteinflößend

Der Wagen erinnert in gewisser Weise an das Fahrzeug des amerikanischen Präsidenten – im Volksmund „The Beast“ genannt: schwarz, lang, mächtig, imposant! Aber: der Wagen stammt aus russischer Produktion.  Die nagelneue „Senat“-Limousine sei „in Russland gefertigt, aus russischen Komponenten und von russischen Arbeitern“, jubelt ein Reporter des Fernsehsenders Rossija 24 fast schon euphorisch. Aber selbst bei so viel Eigenlob, muss der Reporter einräumen, dass das Auto auch von „internationaler Erfahrung“ profitiert habe, schließlich wurde der Motor mit Hilfe des deutschen Sportwagenherstellers Porsche entwickelt.

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Eine lange und teuere Entwicklung

Allerdings war es eine schwere Geburt – und eine teuere dazu. Laut der Nachrichtenagentur Tass begann die Entwicklung 2013, die Produktion aber erst im vergangenen Jahr. Der Staat habe das Projekt mit 12,4 Milliarden Rubel (164 Millionen Euro) subventioniert.

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Am Montag zeigten die Fernsehkameras, wie Putin sein Büro im Kreml verließ, in die „Senat-“Limousine stieg und sich darin zu seiner Vereidigung im Großen Kremlpalast fahren ließ. Der Auftritt erinnerte an alte Zeiten, als Politiker ausschließlich die sowjetische Luxuslimousine ZIL oder einen „Tschaika“ (Möwe) fuhren. Die mehr als sechs Meter lange Limousine „Senat“ ist preislich vergleichbar mit einem Bentley oder Rolls Royce. Sie gehört zu einer Serie namens „Aurus“, die auch als normale Limousine, als Geländewagen oder als Kombi zu haben ist. Bis 2020 sollen 5000 Stück erhältlich sein.

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