Viele Züge der Bahn nach Frankreich fallen aus

Kurz vor Weihnachten hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron zu einer Streikpause aufgerufen. Es gebe Französinnen und Franzosen, die sich an den Feiertagen wiedersehen wollten, dies müsse anerkannt werden, sagte Macron. Auch der Zugverkehr nach Deutschland leidet unter dem Streik.

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Emmanuel Macron ist das Ziel des Spotts viele Demonstranten

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Störungen im ganzen Land

Wegen der Streiks gegen die geplante Rentenreform ist der Bahnverkehr im ganzen Land erheblich gestört. Die von Macron gewünschte Streikpause zu Weihnachten zeichnet sich allerdings bisher nicht ab. Mehrere Gewerkschaften hatten dazu aufgerufen, den Arbeitskampf fortzusetzen. In dem sozialen Konflikt sind die Fronten verhärtet. Gespräche der Regierung mit den Gewerkschaften waren auf Januar vertagt worden. Betroffen von dem Arbeitskampf ist auch die Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP. Auch am Sonntag mussten sich Bahnreisende wieder auf erhebliche Störungen einstellen. Der Zugverkehr nach Deutschland ist ebenfalls betroffen.

Die französische Bahn SNCF versucht mit einem Notfallplan, die größten Auswirkungen abzufedern. Sie hat allerdings rund 200.000 Kunden dazu aufgerufen, ihre Tickets für den 23. Und 24. Dezember umzutauschen. Das heißt, dass viele Franzosen über Weihnachten wahrscheinlich nicht zu ihren Familien fahren können.

Störungen auf bei der Deutschen Bahn

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, werde es zu Ausfällen und Verspätungen kommen. „Im Zeitraum vom 23.12.2019 bis 5.1.2020 ist nur eine sehr begrenzte Anzahl von Zugfahrten zwischen Frankreich und Deutschland möglich“, ist auf der Internetseite der Deutschen Bahn zu lesen. Weiter heißt es, dass sich die Bahnkunden bis zu zwei Tage vor Abfahrt ihres Zuges informieren und gegebenenfalls umbuchen können. Betroffen sind demnach ICE- und TGV-Verbindungen zwischen Frankfurt und Paris beziehungsweise Marseille sowie zwischen Stuttgart und Paris.

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Mit der Rentenreform will die französische Mitte-Regierung die Zersplitterung in 42 verschiedene Einzelsysteme beenden und damit auch Sonderrechte abschaffen. Außerdem sollen die Franzosen dazu angehalten werden, länger zu arbeiten. Die Regierung hatte mit langen Übergangsfristen zwar Zugeständnisse gemacht – Gewerkschaften waren allerdings nicht zufrieden. Umfragen zufolge ist eine Mehrheit der Franzosen gegen die Reform.

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Und hier noch eine Information für die Besucher, die in Paris unterwegs sind. Denn auch dort sind die Nahverkehrsbetriebe massiv von den Streiks betroffen. Seit zwei Wochen verkehren in der französischen Hauptstadt kaum noch U-Bahnen. Nur die Linien 1 und 14 sind fast ohne Probleme in Betrieb, da sie keine Fahrer haben, sondern autonom unterwegs sind und von einer Leitzentrale aus gesteuert werden.

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