Corona Frankreich: Das Tragen von Masken wird in vielen Gemeinden zur Plicht

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Infektionen weiter an. Inzwischen wurde in ganz Frankreich die sogenannte „Wachsamkeitsschwelle“ überschritten. Das heißt, dass von 100.000 Menschen mehr als 10 infiziert sind. Über die genaue Corona-Situation sollte man sich vor Ort erkundigen. 

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Die Zahl der Ansteckungsherde steigt an

Besonders betroffen ist das Département Mayenne, im Nordwesten des Landes. Dort stieg die Zahl auf 143 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Auch die Zahl der „Cluster“, das sind die Stellen, an denen das Virus nachgewiesen werden konnte, stieg steil an. Inzwischen wurden weit über 600 identifiziert. Das französische Gesundheitsamt ist besorgt. „Wir sehen derzeit eine Beschleunigung der Anzahl neuer Fälle, der Anzahl neuer identifizierter Cluster, was ein besorgniserregendes Signal ist. All dies zeigt, dass die Zirkulation des Virus zunimmt “, erklärt die Epidemologin Sibylle Bernard-Stoecklin.

Inzwischen sind auch Erkenntnisse vorhanden, wo die meisten Ansteckungen stattfinden. Der „gefährlichste“ Ort ist demzufolge der Arbeitsplatz, gefolgt von privaten und öffentlichen Treffen.

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Viele Gemeinden reagieren auf den Corona-Anstieg

Im Kampf gegen das Virus haben mehrere Städte das Tragen von Masken im Freien angeordnet. Dazu zählen unter anderem

  • Biarritz
  • Bayonne
  • Saint-Malo
  • Orléans
  • Lille

Das heißt, dass dort in Fußgängerzonen, Grünflächen, auf Märkten und an bestimmten Stränden ein Schutz getragen werden muss. In manchen Atlantik-Gemeinden wird der Strand während der Flut gesperrt, da sich die Menschen sonst zu dicht drängen.

Beunruhigende Situation in Mayenne

Vor allem im Département Mayenne greifen die Behörden zu drastischen Maßnahmen. Inzwischen gilt dort in 69 Gemeinden das Tragen von Masken als Pflicht. Sie müssen an allen öffentlichen Orten benutzt werden. Betroffen sind vor allem die Gemeinden von Laval, Pays de Château-Gontier, Ernée, Mayenne, Evron, Craon und Renazé.
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Es sei dringend erforderlich zu handeln, erklärt der Präfekten Jean-François Treffel, da man einen erneuten allgemeinen Lockdown auf jeden Fall verhindern wolle.
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Maskenplicht in der Bretagne

Hier ein kurzer Überblick über die Städte in der Bretagne, die eine strengere Masken-Pflicht eingeführt haben:

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  • À Saint-Brieuc, le masque est obligatoire dans le cœur de ville.  Le masque doit être porté en extérieur lors des animations culturelles et des regroupements de plus de dix personnes.
  • À Plérin également dans les Côtes d’Armor, le port du masque est obligatoire sur les marchés, sur l’esplanade et la digue des Rosaires, sur l’esplanade de Martin-Plage, sur la digue des Bleuets, sur les quais du Légué et lors des fêtes.
  • À Concarneau, dans la ville close, de 10 heures à 22 heures.
  • Dans le très touristique village de Locronan, jusqu’au 30 octobre.
  • À Saint-Malo, le port du masque sera obligatoire dès vendredi 31 juillet dans l’intra-muros.
  • À La Trinité-sur-mer, le port du masque est désormais indispensable sur le cours des quais et rue et place du Voulien.
  • Au Guilvinec, le masque est obligatoire sur le belvédère.
  • À Perros-Guirec, la communication de la ville est plus floue : „en cas de forte affluence, port du masque indispensable“, précise sa page Facebook, en centre-ville, sur la promenade de Trestaou, sur le sentier des douaniers.

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Corona-Tests an Flughäfen haben begonnen

Inzwischen müssten sich Einreisende nach Frankreich aus 16 Ländern an Flughäfen und Häfen einem Coronavirus-Test unterziehen. Diejenigen, die positiv in Frankreich getestet werden, müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Der Premierminister Jean Castex hatte die vorgeschriebenen Tests im Juli angekündigt. Ausnahmen gelten nur für Personen aus den aufgelisteten Ländern, wenn sie nachweisen, dass innerhalb von 72 Stunden vor ihrer Abreise ein Test negativ war.

Bei den 16 Ländern handelt es sich um unter anderem die USA und Brasilien. Frankreich erlaubt nicht alle Einreisenden aus den Ländern. Es genehmigt nur „französische Staatsbürger, die in diesen Ländern leben oder Staatsbürger dieser Länder mit einem etablierten Wohnsitz in Frankreich“, wie Castex gesagt hat. Daher bezieht sich die Testvorschrift nur auf diese Personen.

Belgien reagiert auf die Situation in Frankreich

Wegen des starken Anstiegs bei den Corona-Infektionsfällen hat die belgische Regierung touristische Reisen in mehrere EU-Regionen verboten.

„Nicht unbedingt notwendige Reisen“ in die spanischen Regionen Navarra, Aragon, Barcelona und Lleida in Katalonien seien nicht mehr erlaubt, teilte das Außenministerium in Brüssel mit. Auch Gebiete in Bulgarien, Rumänien, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz stehen auf einer „roten Liste“. Wer von dort nach Belgien zurückkehrt, muss in Quarantäne.

Von den Reisebeschränkungen betroffen sind in der Schweiz die Kantone Waadt, Wallis und Genf, in Frankreich das Département Mayenne und in Großbritannien die Stadt Leicester. Zudem müssen aus dem Ausland nach Belgien zurückkehrende Reisende, die länger als 48 Stunden in Belgien bleiben, Formulare zur Identifizierung ausfüllen. Sie müssen unter anderem angeben, wo sie sich in den vergangenen 14 Tagen aufgehalten haben.

Wer in einer Reihe weiterer Regionen in Frankreich Urlaub gemacht hat, soll sich gemäß einer Empfehlung der belgischen Behörden ebenfalls isolieren oder sich auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Betroffen sind die Region Paris mit Ausnahme des Départements Seine-et-Marne, die Pays de la Loire in Westfrankreich sowie die Départements Nord, Haut-Rhin, Haute-Savoie, Meurthe-et-Moselle und Vosges.

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