Corona Frankreich: Paris wird zur „super-roten“ Zone

Das Corona-Virus breitet sich in Frankreich weiter aus. Nun wird erwogen, etwa Paris in eine neue Gefahrenzone einzuteilen: „Super-rot“ . Das Robert-Koch-Institut hat manche Regionen in Frankreich zu Risikogebieten erklärt.

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Paris als Corona-Hotspot

In Paris wurden zuletzt 204 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert, gut das Vierfache des Corona-Warnwerts. In ganz Frankreich waren es am Dienstag erneut mehr als 10.000 Neuansteckungen binnen 24 Stunden. Am Samstag war mit rund 13.500 Fällen der höchste Stand seit Beginn der Pandemie erreicht worden.

Wieder sind neue Zonen hinzugekommen, in denen das Virus sich stark verbreitet. Gesundheitsminister Olivier Véran zog daraus die Konsequenzen. Dabei werden die „roten Zonen“ inzwischen abgestuft. So ist die Region um Marseille eine Hochrisikozone, wo sogar Bars und Restaurants geschlossen werden.

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Die Hauptstadt Paris liegt, zusammen mit einigen anderen Gebieten in einer „super-roten Zone“. Das heißt für die Hauptstadt konkret, dass ab Montag in Versammlungen von zehn Personen im öffentlichen Raum verboten. Für Versammlungen zwischen 1000 und 5000 Personen gelten besondere Regelungen. Großveranstaltungen oder auch Feiern von Studenten völlig verboten. Das hat den Grund, dass die Universitäten in den vergangenen Tagen als Infektionsherde identifiziert wurden.

Bar müssen früher schließen

Die Bars werden auch ab 22 Uhr teilweise geschlossen sein, aber die Präfekten könnten beschließen, früher zu schließen, sagte der Gesundheitsminister Oliver Véran. Turnhallen müssen ebenfalls schließen.

Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, hatte schon im Vorfeld vor zu restriktiven Maßnahmen gewarnt, die das wirtschaftliche und soziale Leben beeinträchtigen würden. „Wir fordern Wachsamkeit: Wir werden noch lange mit diesem Virus leben, es muss etwas getan werden, dass das Leben noch lebenswert ist,“ erklärt Anne Souyris, stellvertretende Bürgermeisterin von Paris, zuständig für Gesundheit. Auch ein Besuchsverbot für städtische Altenheime wie in Nizza ist demnach in Paris nicht vorgesehen.

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20 Städte in Frankreich betroffen

Nach Angaben aus der Stadtverwaltung ist die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo strikt gegen Sperrzeiten für Bars und Restaurants, wie sie in Marseille und anderen Städten gelten.

Der wissenschaftliche Corona-Beirat der Regierung fordert schärfere Maßnahmen in den 20 größten Städten Frankreichs. Lyon, Bordeaux, Toulouse und Lille hatten in den vergangenen Tagen bereits verschärfte Maßnahmen angekündigt.

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Große Aufregung in Marseille

„Ich höre mit Erstaunen und Wut eine Entscheidung, zu der die Stadt Marseille nicht konsultiert wurde“, erklärte Michèle Rubirola, die Bürgermeisterin von Marseille, auf Twitter. „Nichts in der aktuellen gesundheitlichen Situation rechtfertigt diese Ankündigung. Ich akzeptiere nicht, dass die Marseillais Opfer politischer Entscheidungen sind, die niemand verstehen kann “, kritisierte sie die von Olivier Véran angekündigten Maßnahmen. Sie kann nicht verstehen, dass Marseille in eine Zone höchster Alarmbereitschaft versetzten worden ist, die zur Schließung von Bars und Restaurants führte .

Reisewarnung für Frankreich?

Die Bundesregierung hat Regionen in elf Ländern der Europäischen Union wegen steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Darunter sind auch Gebiete in den Nachbarländern Dänemark, Tschechien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden, wie aus der am Mittwochabend aktualisierten Liste des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. 

Es wird erwartet, dass das Auswärtige Amt für alle diese Gebiete eine Reisewarnung ausspricht. Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen. Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Reisen und Corona-Warnungen

Hier die Informationen des Rober-Koch-Institutes zu Ländern, die von Reisewarnungen betroffen sind.

Hier die Informationen des deutschen Gesundheitsministeriums zu Einreisen aus Risikogebieten

Hier die Informationen des Auswärtigen Amtes zu Corona-Warnungen

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