In Frankreich wird auch in Apotheken geimpft

Deutschland setzt auf Impfzentren im Kampf gegen Corona. In Frankreich wurde nun der Weg freigemacht, dass Apotheker, Krankenschwestern und Hebammen gegen das Virus impfen können.

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Frankreich will mehr und schneller impfen. Der Grund ist die schnelle Ausbreitung des Virus, vor allem der britischen Variante.

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Impfen in Apotheken – mit Einschränkungen

In Apotheken werden die Impfungen am Montag, dem 15. März, beginnen, kündigte Frankreichs Premierminister Jean Castex. Ausnahmen wird es nur in Fällen geben, bei denen Komplikationen geben könnte. Etwa bei Menschen, bei denen in der Vergangenheit eine allergische Reaktion aufgetreten ist oder die Probleme nach der ersten Corona-Impfung hatten. Diese sollten von einem Arzt behandelt werden. Bis zum 15. März können diejenigen, die dies wünschen, einen Termin auf der Ordoclic-Online-Plattform vereinbaren, die ab Montag freigeschaltet ist.

Allerdings gibt es auch in Frankreich eine Hierarchisierung. In Apotheken geimpft werden sollen vorerst Menschen im Alter zwischen 50 und 74 Jahren, die zu einer Risikogruppe zählen. Sie werden vor allem mit Astra-Zeneca geimpft.

Viel Impfstoff in Kühlschränken gelagert

Frankreich hat beim Impfen ein ähnliches Problem wie Deutschland: Von den fast 1,8 Millionen Dosen des Astra-Zeneca-Impfstoffs, die in den vergangenen Tagen geliefert wurden, waren bis zum 3. März weniger als 380.000 verwendet worden. Zwischen 300.000 und 400.000 sollen in Apotheken und sogar in Krankenhäusern im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Philippe Besset, Präsident der Apotheker-Gewerkschaft, erklärte, dass fast 20.000 Apotheken bereit sein mit einer durchschnittlichen Rate von „etwa 20 Injektionen pro Tag“ zu impfen. Die nationale Gesundheitsbehörde sagte, dass Apotheker auch Dosen von Moderna und Pfizer injizieren könnten. Das Problem: diese Impfstoffe mit mRNA-Technologie sind jedoch viel komplizierter zu lagern, da sie gefroren sein müssen.

Um mit dem Impfen schneller voranzukommen, forderte Ministerpräsident Jean Castex auf,  auch am Wochenende Impfungen durchzuführen – das war bisher nicht der Fall. Man befinde sich in einem Wettlauf mit dem Virus, sagt er und legt einen Zeitplan vor: Bis Mitte April sollen mindestens zehn Millionen Menschen geimpft sein, 20 Millionen bis Mitte Mai und bis zum Sommer 30 Millionen. In Frankreich leben 67 Millionen Menschen.

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