Haribo-Erdbeeren statt Ecstasy

Der Jubel der Polizei kannte keine Grenzen. Partydrogen im Wert von einer Million Euro seien in einer Werkstatt im Norden von Paris beschlagnahmt worden. Das Problem: es war kein Ecstasy – sondern zerkleinerte Haribo-Schaumbeeren.

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Der Erfolgstweet der Polizei und danach die Richtigstellung nach der Untersuchung der „heißen Ware“

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Verdächtiges rosa Pulver

Der Spott kennt nun natürlich keine Grenzen. Zumal die Polizei in ihrer ersten Erfolgsmeldung auf Twitter noch Bilder von Tüten mit rosa Pulver und rosa Pillen gepostet hatte. Allerdings hatte alles irgendwie auch gut zusammengepasst. Die Beamten durchsuchten verdächtige Räume und wurden auch ziemlich schnell fündig. Offensichtlich wurden dort in professioneller Manier Pulver abgepackt, die dann auf der Straße verkauft werden sollten.

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Zwei Tage nach dem aufsehenerregenden Coup meldete sich dann allerdings die Staatsanwaltschaft zu Wort. Das Statement fiel sehr kurz aus und es wurde mitgeteilt, dass das Pulver laut einer toxikologischen Untersuchung weder mit „Betäubungsmitteln noch anderen giftigen Substanzen“ zu tun habe. Tatsächlich handelte es sich um zerkleinerte Schaumzucker-Erdbeeren von Haribo, die in Frankreich auch „Tagada“ genannt werden.

Nicht beantwortet wird allerdings die Frage, was die Betreiber der Abpackstation mit dem süßen Zeugs anstellen wollten.

Mehr Erfolg für die Kollegen in Nizza

Mehr Glück hatten offensichtlich aber die Polizei-Kollegen in Nizza. Auch sie sind bei der Durchsuchung einer Wohnung fündig geworden – und sind dabei auf Tictac-Packungen gestoßen. Allerdings befanden sich darin in Wahrheit Ecstasy-Tabletten.

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In der Wohnung des Dealers wurden dann auch noch fast 200.000 Euro in bar sichergestellt, neun Kilo Kokain und mehrere Kilo andere synthetische Drogen. Was die Beamten erstaunte war, dass der 25-Jährige in der Szene völlig unbekannt war und über kein Netzwerk verfügte.

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