„La bise“ des Präsidenten Macron

Ist damit die Corona-Pandemie offiziell für beendet erklärt. Tatsächlich ist die Geste von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron ein deutliches Zeichen, dass die Franzosen sich entspannen können – aber dennoch vorsichtig sein müssen.

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La bise des Präsidenten

Der Präsident hat bei einer Feier zwei Weltkriegsveteranen auf die Wangen geküsst. Anlass war die öffentliche Auszeichnung mit der Ehrenlegion. Der 43-Jährige trug dabei einen Mund-Nasen-Schutz. Macron kehrte mit „la bise“ („Kuss“) zu einer in Frankreich üblichen herzlichen Begrüßung zurück, vor der wegen der Corona-Pandemie allerdings lange gewarnt wurde. Die Regierung lockerte wegen einer verbesserten Pandemie-Lage die Regeln, am Wochenende wird die nächtliche Ausgangssperre fallen.

Macron erinnerte mit der Feier in der Gedenkstätte Mont-Valérien bei Paris an dem legendären Aufruf von General Charles de Gaulle während des Zweiten Weltkrieges. Der spätere Staatschef hatte am 18. Juni 1940 von London aus seine Landsleute aufgerufen, den Kampf gegen Nazi-Deutschland fortzusetzen.

Gute Reise, kleine Freiheitsstatue

Frankreich schickt eine kleine Schwester der Freiheitsstatue als Leihgabe in die USA. Die fast drei Meter hohe Bronzestatue soll in die US-Hauptstadt Washington gebracht und im Garten der Residenz des französischen Botschafters aufgestellt werden.

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Ein Zeichen der Freundschaft

Die viele Tausend Kilometer lange Reise über den Atlantik begann am Montag – die Statue steht eigentlich vor dem Museum für Kunst und Handwerk in Paris. Der Pariser Stadtteilbürgermeister Ariel Weil wünschte der Statue eine gute Reise und schrieb auf Twitter von einem „erneuten Zeichen der Freundschaft“ mit den USA.

Das Original der Freiheitsstatue steht im Hafen von New York auf Ellis Island und gilt als Symbol der Freiheit. Der französische Bildhauer Frédéric Auguste Bartholdi entwarf die Frauengestalt, die auch die Handschrift des Ingenieurs Gustave Eiffel trägt, der wenige Jahre später seinen weltberühmten Pariser Turm baute. Frankreich schenkte den USA die Statue 1876 zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit von Großbritannien.

Mit dem Schiff über den großen Teich

In Paris gibt es noch weitere Miniversionen der berühmten Statue – etwa auf der Seine-Insel Île aux Cygnes. Die kleine Schwester soll nun zum amerikanischen Nationalfeiertag am 4. Juli auf Ellis Island ausgestellt werden. Danach soll es weiter nach Washington gehen. „Die große Schwester war mit der Bahn nach Rouen gefahren“, sagte Olivier Faron, Generaldirektor der Hochschule Conservatoire National des Arts et Métiers, dem Sender Franceinfo. Die kleine Schwester werde nun zunächst mit einem Lkw in die Hafenstadt Le Havre gebracht und dann mit dem Schiff übersetzen.

Frankreich erleichtert die Einreise

Die Reisen nach Frankreich werden wieder einfacher. EU-Bürger, die vollständig geimpft sind, müssen ab dem 9. Juni keinen negativen Corona-Test mehr vorweisen. Für alle anderen reicht dann ein höchstens 72 Stunden alter Antigen-Schnelltest statt des bisher vorgeschriebenen PCR-Tests.

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Grüne und rote Länder

Als vollständig geimpft gelten alle, die mindestens zwei Wochen vor der Einreise ihre zweite Impfdosis erhalten haben. Bei dem Vakzin von Johnson & Johnson gilt eine Wartezeit von vier Wochen. Die Erleichterungen gelten für alle Bürger aus „grün“ eingestuften Ländern. Dazu gehören alle EU-Staaten sowie einige Drittländer wie Australien, Südkorea oder Japan.

Die Einreiseerleichterungen fallen mit neuen Lockerungen zusammen. Ab Mittwoch öffnen in Frankreich auch die Innenräume von Cafés und Restaurants, die nächtliche Ausgangssperre beginnt erst um 23 Uhr statt bisher um 21 Uhr. Für Einreisende aus „orangenen“ Länder wie Großbritannien oder den USA ist in Frankreich weiterhin ein negativer Corona-Test Pflicht – selbst wenn sie eine vollständige Impfung nachweisen können. Nicht Geimpfte aus diesen Ländern müssen zudem einen zwingenden Grund zur Einreise nach Frankreich nachweisen und sich sieben Tage lang isolieren. Reisende aus „rot“ eingestuften Ländern wie Brasilien, Südafrika oder Indien können ebenfalls nur aus zwingenden Gründen nach Frankreich einreisen, wie etwa beruflichen oder familiären Motiven. Sie müssen ebenfalls negativ getestet sein und sich bis zu zehn Tage isolieren.

Emmanuel Macron buhlt um die Jugend

Emmanuel Macron ist auf der Suche nach Wählern. Neben den sehr konservativen Kreisen, die er mit seinem politischen Rechtsschwenk versucht, zu becircen, will er offensichtlich bei den jungen Menschen punkten. Nun hat er die populären französischen Youtuber McFly und Carlito zu sich in den Élyséepalast eingeladen. Dem ging allerdings ein Versprechen voraus.

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Der Präsident – locker vom Hocker

Der französische Staatschef Emmanuel Macron gab sich ganz locker. Locker auf dem Hocker stürzte er sich in einen Ratewettbewerb mit McFly und Carlito. Dabei ging es unter anderem um den französischen Starfußballer Kylian Mbappé. Am Ende gab es allerdings sehr diplomatisch zu – der Wettbewerb endete 4:4 unentschieden.

Die Einladung in den in den Präsidentenpalast war allerdings das Ergebnis einer Art Wette. Die beiden Youtuber hatten vor einigen Wochen mit einem Musikvideo über die französischen Corona-Regeln einen Hit gelandet – und damit eine Herausforderung von Macron erfolgreich gemeistert. Dieser hatte die beiden in einer Videobotschaft aufgerufen, mit einem solchen Clip zehn Millionen Views zu erreichen. Als Preis war ihnen ein Dreh im Élyséepalast versprochen worden.

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Ein Wettkampf mit zwei Youtubern

Bei dem Wettbewerb im Präsidentenamt mussten Macron und die Youtuber sagen, ob Anekdoten war oder falsch waren. Dass es sich allerdings nicht um einen wirklichen „Wettkampf“ handelte, zeigten allein die Fragen. Der Staatschef verlor zunächst, als er behauptete, Stürmerstar Mbappé würde von ihm betreut und stünde vor einem Wechsel von Paris nach Marseille. Mbappé dementierte dies persönlich am Handy: „Unmöglich“. Das Video endet mit einem Konzert der französischen Heavy-Metal-Gruppe Ultra Vomit im Garten des Élyséepalastes.

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Auf der Jagd nach Wählerstimmen

Das wirkte alles locker, doch wurde allerdings den Anschein einer etwas allzu plumpen Inszenierung nicht los. Denn ein Jahr vor der Präsidentenwahl muss Macron um seine zweite Amtszeit bangen. In Umfragen liegt inzwischen bisweilen sogar die rechtspopulistische Marien Le Pen vor ihm. Also versucht Macron nun bei jungen Menschen zu punkten. Das war nicht der erste Versuch, „Eindruck“ bei den jüngeren Generationen zu schinden. Erst Ende zurückliegender Woche hatte der einstige Senkrechtstarter einen „Kulturscheck“ von 300 Euro für junge Erwachsene angekündigt, die 18 Jahre alt sind.

Der Streit um die Toten am Winterberg

Im Ersten Weltkrieg wurden über 200 Soldaten bei Kämpfen in einem Tunnel verschüttet. Die Frage ist, ob die Männer geborgen werden sollen.

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Ein Foto von den Soldaten am Winterberg während des Ersten Weltkrieges

Paris und Berlin äußern sich

Der Streit um die Toten vom Winterberg hat die Parlamente in Paris und Berlin erreicht. In einem Tunnel auf halber Höhe über dem Dörfchen Craonne liegen wohl über 200 deutsche Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Sie wurden einst bei einem Angriff verschüttet und sind in einem tagelangen Todeskampf qualvoll erstickt. Doch nun erhebt sich Streit um die Frage, ob man die Männer bergen oder sie dort ruhen lassen soll.

Mit einer Mitteilung hat sich nun die deutsch-französischen Parlamentarischen Versammlung zu Wort gemeldet und die diplomatische Wortwahl lässt erahnen, dass das Thema auch 100 Jahre nach dem Ende der blutigen Schlacht einigen Sprengstoff birgt. Ausführlich beschworen wird die „einzigartige Freundschaft“ zwischen Deutschland und Frankreich nach den „blutigen und grausamen“ Kriegen. Die Geschehnisse am Winterberg sollen mit Unterstützung beider Regierungen aufgearbeitet werden, geplant ist auch „ein Ort für ein gemeinsames Gedenken“. Alles deutet darauf hin, dass die Soldaten in dem Tunnel ihre letzte Ruhestätte finden sollen.

Hoffen auf ein würdiges Begräbnis

Das aber reicht vor allem den Hobbyforschern nicht, die nach jahrelanger akribischer Suche den Winterbergtunnel entdeckt haben. Sie wollen die toten Soldaten des deutschen Reserve-Infanterie-Regiments 111 bergen und ihnen ein würdiges Begräbnis bereiten. Die meisten der Männer stammten aus Baden. Um den Handlungsdruck auf die zuständigen Behörden zu erhöhen, hatten einige der Privatleute bereits auf eigene Faust gegraben und mehrere Fundstücke präsentiert, die darauf schließen ließen, dass sich an der Stelle tatsächlich der Eingang zu besagten Tunnel befinden könnte.

Die Behörden, darunter der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge VDK, waren entsetzt und sprachen von strafbarer „Grabräuberei“. Allerdings hatten die Hobbyforscher ihr Ziel erreicht. Der VDK und seine französischen Partnerorganisationen stellten in diesen Tagen selbst Grabungen an. Doch schnell wurde deutlich, dass die Suche nach den toten Soldaten weit aufwändiger sein würde als erwartet. Die Sandschicht über dem Tunnel ist nach Angaben des VDK wesentlich dicker als erwartet und zudem dicht durchsetzt mit gefährlichen Munitionsresten. So entschlossen sich Arne Schrader, technischer Projektleiter des Volksbundes, und sein französischer Kollege, Eric Maury vom Generalsekretariat der ONAC, die Sondierungsarbeiten bis auf weiteres abzubrechen. Schrader erklärte: „Die Totenruhe ist wichtig, aber die Sicherheit der Mitarbeiter ist wichtiger.“

Diskussionen in den sozialen Medien

Gegen diese Entscheidung formiert sich nun allerdings immer größerer Widerstand. Ein Post zum Thema auf der Facebook-Seite des VDK wurde entsprechend deutlich kommentiert. Ein Student aus Tübingen etwa glaubt seinen Urgroßonkel in dem Tunnel und fordert, ihn und dessen Kameraden zu bergen und würdig zu bestatten. Allerdings gibt es auch viele Stimmen, die es für sinnvoller halten, die Männer dort an Ort und Stelle im Winterberg ruhen zu lassen.

Die Männer um Alain Malinowski, der zusammen mit seinen Söhnen nach jahrelangen Recherchen den Eingang zum Tunnel gefunden hat, können ihre Enttäuschung allerdings kaum verbergen. Für sie ist völlig unverständlich, dass nicht weiter nach den Soldaten gegraben wurde. Die Schwierigkeiten, etwa mit den gefährlichen Munitionsfunden, halten sie für vorgeschoben, für solche Einsätze gebe es doch Spezialisten. Sie befürchten, dass für die offiziellen Stellen in Deutschland und Frankreich die Suche nach den Soldaten am Winterberg abgeschlossen ist. Das wäre aber eine Entscheidung, mit der sich die Männer um Alain Malinowski nicht abfinden wollen.

Hier die Erklärung der deutsch-französischen Parlamentarischen Versammlung:

Stellungnahme der beiden Co-Vorsitzenden der DFPV Andreas Jung und Christophe Arend:

„Deutschland und Frankreich verbindet heute eine enge und einzigartige Freundschaft. Das war aber nicht immer so, sondern ist aus der durch Charles de Gaulle und Konrad Adenauer nach dem Zweiten Weltkrieg initiierten Versöhnung erwachsen. Zuvor entzweiten Gegensätze und Konflikte unsere beiden Länder und prägten eine wechsel- und leidvolle Geschichte. Blutigen und grausamen Kriegen fielen tausende Menschen zum Opfer. Diese Vergangenheit umfassend aufzuarbeiten, würdevoll der Toten zu gedenken und Lehren aus ihrem Schicksal zu ziehen, ist unsere gemeinsame Aufgabe als Deutsche, Franzosen und Europäer. Die Geschehnisse rund um den Winterbergtunnel im Jahre 1917 sollten daher gemeinsam im Rahmen eines deutsch-französischen Projekts mit Unterstützung der beiden Regierungen aufgearbeitet werden. Mehr als 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg sollte nun auch ein Ort für ein gemeinsames Gedenken geschaffen werden.“

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„Aujourd’hui, l’Allemagne et la France sont liées par une amitié étroite et unique. Cela n’a cependant pas toujours été le cas : cette amitié est née de la réconciliation initiée par Charles de Gaulle et Konrad Adenauer après la Seconde Guerre mondiale. Auparavant, nos deux pays étaient divisés par des antagonismes et des conflits, et leur histoire était marquée par l’inconstance et la souffrance. Des milliers de personnes ont été victimes de guerres sanglantes et cruelles, telle que la Première Guerre mondiale. Il est de notre devoir commun, en tant qu’allemands, français et européens, de s’appuyer sur les événements du passé pour en tirer les leçons qui s’imposent, tout en commémorant les morts avec dignité. Il convient donc de retracer ensemble l’histoire du tunnel de Winterberg et des évènements qui s’y sont déroulés pendant l’année 1917 dans le cadre d’un projet franco-allemand, avec le soutien des gouvernements des deux pays, et de créer, plus de 100 ans après la Première Guerre mondiale, un lieu de commémoration.“

Warum Marine Le Pen Frankreichs nächste Präsidentin wird

Die Rechtspopulistin wird 2022 die Wahl sehr wahrscheinlich gewinnen. Ins Amt gehoben wird sie vom Streit und Egoismus bei den demokratischen Parteien. Auf Frankreich wartet im Fall ihres Sieges eine politisch bleierne Zeit.

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Marine Le Pen ist auf den Sozialen Netzwerken sehr aktiv und weiß ihre Anhänger zu mobilisieren.

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Die Parteien diskreditieren sich selbst

Marine Le Pen wird die Präsidentenwahl im kommenden Jahr in Frankreich gewinnen. Noch vor nicht allzu lange Zeit wäre das eine gewagte Prognose gewesen, doch je näher die Abstimmung rückt, desto mehr verdichtet sich diese Annahme zu einer Gewissheit. Das Verwirrende dabei ist, die Chefin des extrem-rechten Rassemblement National braucht für ihren wahrscheinlichen Sieg nichts zu machen. Ihr genügt es, stoisch abzuwarten, den Rest erledigt die politische Konkurrenz. Der Grund: Sozialisten, ganz Linke, Konservative und der Ich-bin-nicht-links-und-nicht-rechts-Wahlverein von Emmanuel Macron zerlegen sich im Moment selbst.

Kurz vor der wichtigen Regionalwahl im Juni wird gestritten, intrigiert, Parteiposten werden verschachert und um jedes Stückchen Macht wird eifersüchtig gerangelt. Viele Frontleute der politischen Kaste erscheinen nur noch als Zerrbilder von Volksvertretern, die nicht das Wohl ihrer Wähler, sondern nur noch den eigenen Vorteil im Sinne haben. Und das Volk, der Souverän? Viele Franzosen haben sich längst abgewendet von diesem Schauspiel – die einen mit Grausen, die anderen gelangweilt, die meisten enttäuscht. Immer häufiger wirkt Marine Le Pen in diesem Durcheinander wie ein politischer Fels in der Brandung.

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Die Fehl-Kalkulation von Emmanuel Macron

Aus diesem Grund wird auch die machttaktisch kühle Kalkulation von Emmanuel Macron nicht aufgehen. Er ist überzeugt, es gegen Marine Le Pen in die Stichwahl zu schaffen. Und dann würden sich die Franzosen, so seine kühne Rechnung, mit zusammengebissenen Zähnen wie schon im Jahr 2017 wieder gegen die Rechtspopulistin entscheiden und ihm die Stimme geben.

So wird es aber nicht ablaufen. Immer deutlicher wird, dass sehr viele Wähler in einem Jahr gar nicht mehr zu Wahl gehen werden – oder sogar Marine Le Pen inzwischen als das kleinere Übel zu Emmanuel Macron sehen. In manchen Umfragen liegt sie im direkten Vergleich bereits vor dem Präsidenten. Der Politikerin ist es gelungen, ihrer Partei einen moderaten Anstrich zu geben, und gleichzeitig ihren rechtsextremen Markenkern zu behalten. Macron aber, der sich einst mit Jupiter verglich, hat seine Aura verloren.

Macron hat die Erwartungen nicht erfüllt

Vor vier Jahren ist er mit nur 39 Jahren in das Amt des Präsidenten katapultiert worden. Die Erwartungen waren riesig, doch der Hoffnungsträger hat zu viel versprochen und zu wenig gehalten. Die durchaus nötigen Reformen wollte er mit der Brechstange durchsetzen und provozierte damit doch nur den sozialen Aufstand der Gelbwesten. Am Ende bleibt das Bild eines Präsidenten der Reichen, der das Land kühl verwaltet wie ein Investmentbanker und jene Menschen verachtet, die in seinen Augen keinen Erfolg haben.

Natürlich weiß Macron, dass er an Abgrund steht. Also versucht er, auf den zentralen Politikfeldern zu punkten. Da das Thema innere Sicherheit über Sieg oder Niederlage entscheiden wird, beweist er einmal mehr seine politische und ideologische Flexibilität. Der Wahlkämpfer Macron zögerte keinen Augenblick, einen atemberaubenden Rechtsschwenk zu vollziehen. Mit einem beinharten Innenminister Gérald Darmanin und Justizminister Éric Dupond-Moretti buhlt er um die Wähler auf der sehr konservativen Seite des politischen Spektrums. Dabei geht Macron volles Risiko und lässt seinen kantigen Justizminister schon jetzt bei den Regionalwahlen im Juni im Pas-de-Calais antreten, der Hochburg von Marine Le Pen und dem Rassemblement National.

Marine Le Pens beißender Spott

Die Rechtspopulistin findet für dieses durchsichtige Manöver allerdings nur beißenden Spott. Sie beschäftige sich nicht mit Éric Dupond-Moretti, ihr Gegner heiße Emmanuel Macron, lässt sie wissen. Die Selbstsicherheit von Marine Le Pen hat ihren Grund. Sie weiß, dass sie sich bei den Präsidentenwahlen auf ihre Stammwähler verlassen kann. Die werden im kommenden Jahr ihrem Idol dann wahrscheinlich zum knappen, aber lang erhofften Sieg verhelfen – allein durch die Tatsache, dass viele enttäuschte Franzosen der Wahl fernbleiben werden, die Le-Pen-Fans aber auf jeden Fall zur Urne gehen.

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Auf Frankreich wartet eine bleierne Zeit

Marine Le Pen wird die Wahl also gewinnen, aber es wird eine bleierne Zeit werden. Im Parlament wird der Rassemblement National nur mit wenigen Abgeordneten vertreten sein. Die zukünftige französische Präsidentin wird über eine unglaubliche Machtfülle verfügen, im Gegenzug aber wird das Parlament eine wohl noch nie dagewesene Blockadehaltung einnehmen. Ohne die Zustimmung der Volksvertretung und auch des Senats wird aber kein wichtiges Projekt realisiert werden können. Auf diese Weise wird der politische Schaden begrenzt, den die Rechtspopulistin im Land anrichten kann. Frankreich allerdings wird über Jahre in eine Art Erstarrung verfallen, und sich damit auch international von der politischen Bühne abmelden. Es wird nicht nur eine verlorene Zeit für Frankreich, es wird auch eine Katastrophe für Europa.

Das Museum des Milliardärs in Paris

In Paris eröffnet François Pinault sein neues Museum für seine Sammlung. Zuvor gab es einige Hindernisse zu überwinden.

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160 Millionen für den Umbau der Börse

Der Hang zur Tiefstapelei gehört nicht zu den Charaktereigenschaften von François Pinault. Er wolle zu einer „Renaissance des Pariser Kulturraums beitragen“ erklärte der französische Modemilliardär jüngst selbstbewusst. Um dieses ambitionierte Vorhaben zu verwirklichen, hat der 84-Jährige rund 160 Millionen Euro in den Umbau der Pariser Bourse de Commerce (Handelsbörse) gesteckt. Am 22. Mai wird der Kulturtempel eröffnet.

In den Monaten zuvor musste aber der François Pinault erkennen, dass auch sein Einfluss an Grenzen stößt. Eigentlich sollte die Bourse de Commerce bereits im Juni 2020 ihre Pforten öffnen, doch die Corona-Pandemie machte diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Auch mehrere Ersatztermine mussten wieder abgesagt werden. Nun sind die Infektionszahlen nach der dritten Welle so weit gesunken, dass der Besuch unter bestimmten Hygieneregeln möglich ist. Der Eintritt ist in den ersten Tagen zwar gratis, doch um einen zu großen Ansturm zu verhindern, muss vorher ein Online-Ticket gelöst werden.

Eine außergewöhnliche Sammlung

Die außergewöhnliche Sammlung von Pinault umfasst insgesamt rund 10.000 Werke, davon werden etwa 200 zur Eröffnung in Paris gezeigt. Viele sind erstmals zu sehen. Zu den Besonderheiten gehören die 40 Arbeiten von David Hammons. Noch nie sollen so viele Werke des afro-amerikanischen Künstlers in Europa gezeigt worden sein, wie Martin Bethenod sagte, der Generaldirektor des neuen Museums. Der letzte Ausstellungsraum wird mit Malereien und Skulpturen der deutschen Künstler Thomas Schütte, Martin Kippenberger und Florian Krewer bespielt. 

Die Ausstellungen sollen nach Angaben der Macher einen „leidenschaftlichen und subjektiven Blick“ auf die Kunst unserer Zeit vermitteln, beginnende mit den 1960er Jahren bis heute. Von den rund 13.000 Quadratmetern Gesamtfläche sind etwa 7700 dem Publikum zugänglich, knapp 3000 sind Ausstellungen gewidmet. Im Untergeschoss befindet sich ein Auditorium mit über 250 Plätzen und eine Black Box, ein großer verdunkelter Raum für Installationen. 

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Zwei Museen stehen bereits in Italien

Es ist das dritte Museum von François Pinault, der einst an der Spitze eines gewaltigen Luxus- und Modeimperiums mit Marken wie Gucci, Yves Saint Laurent und Balenciaga stand. Der Palazzo Grassi und die Punta della Dogana in Venedig wurden bereits 2006 und 2009 eröffnet. Seine Pläne für ein Museum in Paris konnte der Milliardär allerdings erst im zweiten Anlauf verwirklich. Eigentlich wollte Pinault vor 15 Jahren einen ehemaligen Renault-Standort auf einer Seine-Insel südwestlich der Millionenmetropole zu einer Art Kunstzentrum ausbauen. Geplant war ein Museum, das einem Raumschiff auf dem Wasser gleichen sollte. Doch angesichts der exzentrischen Pläne gab es keine Einigung mit der zuständigen Gemeinde Boulogne-Billancourt über das Ausmaß der Bebauung, was das Ende der ehrgeizigen Pläne bedeutete. Reichlich verschnupft steckte Pinault sein Geld in seine beiden anderen Museumsprojekte in Italien. So geht für den Milliardär in Paris ein Traum in Erfüllung.

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Wie bei seinen Projekten in Italien ließ er auch in der Bourse de Commerce dem von ihm verehrten Architekten Tadao Ando freie Hand. Dieser habe mit großem Respekt für die Geschichte des Gebäudes gearbeitet und hat in den Augen des Mäzens eine Art Gesamtkunstwerk geschaffen. „Er hatte mir gezeigt, dass Beton ein edles Material ist und dass man damit außergewöhnliche Dinge machen kann“, erklärt der französische Milliardär sein Faible für den japanischen Baumeister. Auch im Fall der Pariser Börse habe er ein Meisterwerk geschaffen. So hat der 79-Jährige in den teilweise unter Denkmalschutz stehenden Rundbau mit Stilelementen, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, einen 9 Meter hohen und 30 Zentimeter breiten Betonzylinder eingebaut. Das Urteil von François Pinault: „Alles was benötigt wird ist da, alles was überflüssig ist, ist nicht mehr da, es ist wie minimale Kunst.“

Gewalt bei Anti-Israel-Demo in Paris

Lange hatte die Präfektur in Paris gezögert. Dann allerdings entschied sich die Polizei-Führung, eine pro-palästinensischen Demonstration zu verbieten. Dennoch haben sich mehrere Tausend Menschen im Stadtteil Barbès versammelt. Auch die üblichen Ausschreitungen blieben nicht aus.

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Eine Teilnehmerin an der Anti-Israel-Demo in Paris.

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Tränengas und Wasserwerfer

Verlief zu Beginn der Demo noch alles ruhig, setzten die Polizei ziemlich schnell Tränengas und Wasserwerfer ein. Sie versuchte, die ersten Gruppen von Demonstranten zu zerstreuen. Der Aufmarsch an Einsatzkräften war beachtlich, rund 4200 Polizisten waren in der französischen Hauptstadt nach Angaben der Polizei im Einsatz. Da die Demo verboten war, begannen die Beamten gegen Abend, Teilnehmer festzunehmen.

Nach Angaben des Innenministeriums gingen in Paris zwischen 2500 bis 3500 Menschen auf die Straße. In ganz Frankreich demonstrierten den offiziellen Angaben nach rund 22.000 Menschen. Auch in Städten wie Bordeaux, Lille, Lyon oder Straßburg gab es Demonstrationen.

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Angst vor Ausschreitungen

Die Pariser Polizeipräfektur hatte die Demonstration in Paris zuvor auf Anweisung des Innenministers Gérald Darmanin untersagt. Ein Gericht bestätigte die Entscheidung. Er begründete das Verbot damit, dass 2014 die öffentliche Ordnung massiv gestört worden sei. Tausende Menschen demonstrierten vor sieben Jahren gegen die damalige israelische Militäroffensive im Gazastreifen. Bei Ausschreitungen attackierten Randalierer damals auch eine Synagoge und jüdische Geschäfte.

Die Organisatoren hielten trotz Verbots an ihrem Demonstrationsaufruf für die Hauptstadt fest. Die Polizei ging daher davon aus, dass es zu Ausschreitungen kommen könnte. Deshalb veranlasste sie in Teilen des 18. Arrondissements der Hauptstadt die Schließung von Geschäften.

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Der Tag der Katastrophe

Die Demonstration war ursprünglich anlässlich des Tages der Nakba (Katastrophe) geplant worden. Die Palästinenser gedenken dann der Vertreibung und Flucht Hunderttausender Palästinenser im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948. Wegen der Eskalation im Konflikt zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas gingen die Behörden in Frankreich aber nun von größeren Kundgebungen aus.

In Paris müssen die Autos bald draußen bleiben

Bürgermeisterin Anne Hidalgo plant, die Innenstadt der Millionenmetropole zu einer verkehrsberuhigten Zone umzugestalten.

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Die Innenstadt von Paris soll zu verkehrsberuhigten Zone werde

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Die Autolobby ist entsetzt

Anne Hidalgo bleibt realistisch. Die Bürgermeisterin von Paris weiß, dass sie nicht alle Autos aus der Innenstadt verbannen kann. Dennoch arbeitet sie beharrlich an ihrem Plan, mehr Platz für Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Nahverkehr zu schaffen, was die Autolobby immer wieder in große Aufregung versetzt.

Auch ihre jüngste Idee schlägt einige Wellen. Anne Hidalgo will die Innenstadt der Millionenmetropole zu einer Art verkehrsberuhigten Zone machen. David Belliard von der Partei der Grünen und einer der Stellvertreter der sozialistischen Bürgermeisterin hat die Pläne in der Tageszeitung „Le Parisien“ präsentiert. In dieser „zone à trafic limité“ soll der Verkehr drastisch reduziert werden, schreibt er auf Twitter. Das Ziel ist klar formuliert: der Durchgangsverkehr soll ausgesperrt werden.

Ein ambitionierter Zeitplan

Der Zeitplan dafür ist ambitioniert, denn schon im kommenden Jahr soll das Projekt umgesetzt sein. Geklärt werden müssen unteranderem so zentrale Fragen wie, wer eine Berechtigung bekommt, um in der Zone fahren zu dürfen und wie die notwendigen Kontrollen stattfinden. David Belliard rechnet vor, dass in der Innenstadt von Paris jeden Tag rund 180.000 Autos unterwegs sind, wovon nur rund zehn Prozent auf Anwohner entfallen. Etwa die Hälfte der Fahrten betreffe den Durchgangsverkehr.

Die geplante „zone à trafic limité“ ist der vorläufig letzte Baustein in einem großen Verkehrskonzept von Anne Hidalgo, die daraufsetzt, Lärm und Luftverschmutzung zu reduzieren und damit die Lebensqualität der Anwohner zu verbessern. Zuletzt kündigte sie auch an, in den kommenden vier Jahren die Hälfte der 140.000 existierenden überirdische Parkplätze abzubauen. Damit setzt sie ein Versprechen um, das sie den Bürgern vor ihrer Wiederwahl vor einigen Monaten gegeben hat. Erhebungen haben damals ergeben, dass weit über der Hälfte der Bewohner in der Innenstadt von Paris kein Auto mehr besitzt.

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Die Radwege werden ausgebaut

Zum Umbau der Infrastruktur gehört auch der Ausbau des Radwegenetzes. Geplant sind inzwischen sogar breite Radschnellwege, die sich quer durch die Stadt ziehen und auf denen die Radler nicht ständig durch Ampeln ausgebremst werden. Bisweilen geht die Bürgermeisterin auch sehr robust ans Werk. Während der Corona-Pandemie etwa hat sie kurzerhand rund 50 Kilometer neue, provisorische Radwege anlegen lassen. Der Erfolg war durchschlagen, sodass sich manche Radfahrer bereits über die Überlastung der neuen Pisten beschweren. Inzwischen hat Anne Hidalgo angekündigt, dass diese sogenannten Pop-up-Streifen bleiben werden. Der Plan ist es, dass Paris in naher Zukunft von bis von 1400 Kilometern Radwegen durchzogen ist. Dafür wurden 150 Millionen Euro im Haushalt bereitgestellt. 2030 soll es mehr Räder als Autos in Paris geben.

Die grüne Meile Champs-Élysées

Zum Leuchtturm-Projekt des umweltgerechten Umbaus von Paris wird aber die Neugestaltung der Champs-Élysées. Der legendäre Boulevard zieht sich über fast zwei Kilometer schnurgerade vom Place de la Concorde bis zum Arc de Triomphe. Schon zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris soll sich der im Moment noch vom Verkehr umtoste Place de la Concorde in einem völlig neuen Licht präsentieren. Der Plan ist es, die Autos auszusperren, viele hundert Bäume zu pflanzen und auf dem Gelände einen verkehrsberuhigten, zentralen Park zu gestalten, der sich an den Louvre und die Tuileriengärten anschließt. In den Jahren danach sollen dann für 225 Millionen Euro die Champs-Élysées begrünt werden. Im Schatten von Bäumen sollen die Menschen zwischen Gärten und Spielplätzen in Bistros und Restaurants das Leben genießen. Weichen müssen die Autos. Geplant ist, die Fahrbahn von aktuell acht auf zwei Spuren zu verengen, was mehr Raum für Spaziergänger und Radfahrer bringt.

In Paris tobt der Kampf um „Stalincrack“

Die Anwohner eines Viertels wehren sich mit Gewalt gegen die ausufernde Drogenszene. Manche befürchten, dass die Situation eskalieren könnte.

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Die Organisation Colectiff 19 dokumentiert seit Monaten die Drogengeschäfte und um Stalingrad

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Treffen vor einem unschönen Gebäude

Allein der Name dieser Ecke in Paris spricht für sich: „Stalincrack“. Die Métro-Haltestelle Stalingrad liegt nur wenige Schritte entfernt und nachts empfiehlt es sich nicht, dort spazieren zu gehen. Vor einem zweckmäßig-unschönen Verwaltungsgebäude der Regionalen Krankenkasse treffen sich völlig unbehelligt die Crack-Dealer für ihre Geschäfte. Seit Jahren klagen die Anwohner des 19. Arrondissement über diese Situation, und ebenso lange fühlen sie sich von der Stadtverwaltung und auch der Polizei alleingelassen. Aus diesem Grund wollen manche nun offensichtlich auf eigene Faust etwas ändern. In den sozialen Netzwerken machten jüngst Bilder die Runde, die an Szenen aus einem Bürgerkrieg erinnern. Anwohner nahmen die Rauschgifthändler mit Feuerwerkskörpern und Leuchtraketen unter Beschuss, um sie zu vertreiben.

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Die Anwohner fühlen sich vergessen

„Jede Nacht versammeln sich vor dem Gebäude in der Avenue de Flandre mindestens 200 Crack-Dealer und Drogenabhängige“, beschreibt ein Mitglied von „Collectif 19“, einem Zusammenschluss, dessen Mitglieder von Politik und Polizei mehr Härte fordern. Sie posten jeden Tag kurze Filme und Fotos auf Twitter und Facebook vom illegalen Treiben direkt vor ihren Haustüren. Die jüngste Eskalation verurteilt der junge Mann natürlich. „Anfangs wurden noch Wasserbomben geworfen, um die Dealer zu vertreiben, dann flogen Steine, danach Glasflaschen und nun die Feuerwerkskörper.“ Der ständige Lärm und zu zunehmende Unsicherheit in dem Viertel sei allerdings kaum mehr auszuhalten, sagt er. Jede Nacht müsse man beobachten, wie die Drogendealer untereinander lautstark streiten, manchmal komme es sogar zu blutigen Messerstechereien.

Die Bewohner wehren sich mit Gewalt

Selbst die verantwortlichen Politiker äußern ein gewisses Verständnis dafür, dass die Anwohner zu Gewalt greifen. François Dagnaud, Bürgermeister des 19. Arrondissements von Paris, räumt gegenüber der Tageszeitung „Le Parisien“ ein, dass sich rund um Stalingrad eine Crack-Szene mit allen negativen Begleiterscheinungen gebildet hat. Der Angriff mit Feuerwerkskörpern und Leuchtraketen auf die Dealer sei „Ausdruck eines verständlichen Gefühls der Revolte“. Zumal die Anwohner die Situation bis jetzt „sehr geduldig“ ertragen hätten.

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Furcht vor einem Bürgerkrieg

Die politische Konkurrenz wirft der sozialistischen Bürgermeisterin Anne Hidalgo unterdessen Tatenlosigkeit vor. Auch höhnt sie, dass der Millionenschwere „Crack-Plan“ ein Fehlschlag sei. Die Investitionen in Notunterkünfte für Drogenabhängige oder Fixerstuben hätten das Problem nur noch verschärft. Die Verantwortlichen der Stadt wollen von ihrem Weg allerdings nicht abweichen, haben aktuell aber die Polizeipräsenz rund um die Métro-Station Stalingrad massiv verstärkt. Die Anwohner bezweifeln allerdings, dass das zur Lösung des Problems beträgt, sondern sind überzeugt, dass sich die Szene lediglich einige Straßen weiter verlagert. Der Vertreter von „Collectif 19“ äußert allerdings eine andere, sehr große Sorge. Er befürchtet, dass die gewaltbereite Drogenszene von „Stalincrack“ nach den Angriffen der Anwohner in Zukunft zurückschlagen könnte. Das wäre dann, sagt der junge Mann, der erste Schritt zum wirklichen Bürgerkrieg.

NACHTRAG:

Inzwischen sind die Anwohner rund um Stalingrad in ihrem Kampf gegen die Dealer dazu übergegangen, ein tägliches „Konzert“ zu veranstalten. Mit Kochtöpfen machen sie Lärm, um die Leute zu vertreiben und auch, um auf die Situation vor Ort aufmerksam zu machen.

Die Anwohner haben angekündigt, jeden Abend um 20 Uhr ihr Konzert zu wiederholen – so lange, bis sich die Situation verbessert!

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