Corona Frankreich: Paris ist wieder Hochrisiko-Gebiet

Alarmierende Corona-Zahlen in manchen Regionen Frankreichs. Seit zwei Wochen werden immer mehr Infektionen gezählt. Nun hat die Regierung reagiert und Paris und das Department Bouches-du-Rhone an der Mittelmeerküste um Marseille herum zum Corona-Hochrisiko-Gebiet erklärt. Auch die berühmten Galeries Lafayette sind im Fokus. 

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Paris wird wieder zur roten Corona-Zone

Der Erlass gibt den lokalen Behörden die Befugnis, den Personen- und Fahrzeugverkehr einzuschränken, den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Flugreisen zu beschränken, den Zugang zu öffentlichen Gebäuden einzuschränken und einige Einrichtungen zu schließen, in denen ein hohes Infektionsrisiko besteht.

Frankreich zählte in den vergangenen 24 Stunden 2669 neue Corona-Fälle , 17 Menschen sind gestorben. Die staatlichen Gesundheitsbehörde warnt: „Es vermehren sich die Anzeichen, dass sich das Virus auf nationaler Ebene wieder ausbreitet“.

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Auch die Galeries Lafayette im Fokus

Die Zahl Infektionsherde hat zuletzt stark zugenommen. Betroffen sind auch der berühmte Einkaufstempel Galeries Lafayette in Paris. Auch in einer sozialen Einrichtung in  Mesnil-Amenot wurden Fälle gemeldet. In Saint-Tropez wurde das legendäre Café Sénéquier geschlossen, weil dort einige Gäste positiv auf das Corona-Virus getestet wurden.

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In Frankreich herrscht auch große Besorgnis, weil in diesen Tagen die große Rückreisewelle aus dem Urlaub einsetzen wird. Dann werden Millionen von Franzosen wieder vom Land in die Städte fahren – und womöglich das Virus weiter über das ganze Land verteilen.

Das wäre fatal, weil es den Virologen in Frankreich bisher immer wieder gelungen ist, einzelne Cluster einzugrenzen und gezielt gegen die Ausbreitung vorzugehen. So wurde etwa in den Urlaubsgebieten am Atlantik das Tragen von Masken zu Pflicht. Oder auch die Bürgermeister im besonders betroffenen Département Mayenne konnten gezielt in den Städten strengere Regelungen veranlassen.

Ein besonderes Problem ist inzwischen, dass immer mehr junge Menschen das Virus in sich tragen – aber keine wirklichen Symptome zeigen. Sie können die Krankheit dann unwissentlich weitergeben. Auch sind es vor allem die Jugendlichen, die immer wieder gegen die geltenden Corona-Abstandsregeln verstoßen. So wurden etwa am Atlantik abends viele Strandabschnitte  gesperrt, um Partys zu vermeiden.

Paris verärgert über Corona-Maßnahme aus London

Unterdessen reagiert Paris mit Unverständnis darauf, dass Großbritannien eine Quarantänepflicht für Reisende aus Frankreich einführt. Man werde eine gleichwertige Maßnahme für Reisende aus Großbritannien einführen, heißt es. Man bedauere die britische Entscheidung und hoffe auf eine baldige Rückkehr zur Normalität, teilte Europa-Staatssekrektär Clément Beaune mit.

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Reisende aus Frankreich und den Niederlanden müssen nach ihrer Ankunft in Großbritannien von diesem Samstag an wieder in eine zweiwöchige Selbstisolation gehen. Das hatte der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstagabend mitgeteilt. Nach Schätzungen dürften sich zur Zeit Hunderttausende Briten in Frankreich aufhalten – es ist ein beliebtes Urlaubsland.

Hier noch einmal eine unvollständige Karte mit den französischen Städten, in denen besondere Corona-Regelungen gelten.

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Corona Frankreich: Polizei wird das Tragen von Masken stärker kontrollieren

Die Warnungen vor dem Corona-Virus werden in Frankreich jeden Tag etwas lauter. Inzwischen kündigt die Regierung an, die Kontrollen der Maskenpflicht durch die Polizei deutlich ausweiten. Das heißt auch, dass die Strafen härter durchgesetzt werden. Wer keine Maske trägt, muss bis zu 135 Euro bezahlen.

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In diesen Städten wird das Tragen von Masken auch im Freien zur Pflicht

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Die Polizei will hart durchgreifen

Wir sind an einem entscheidenden Punkt“, sagt ein Sprecher. „Aber es sind nicht die Polizisten, vor denen man sich fürchten sollte (…) man sollte sich vor dem Virus fürchten, das lauert und ansteckt.“ Frankreich verzeichnete in den vergangenen Tagen einen erneuten Anstieg der Corona-Infektionen.

Inzwischen melden auch immer mehr Städte, dass das Tragen von Masken auch im Freien zur Plicht wird. Die Karte (oben) zeigt, welche Städte inzwischen die Regeln verschärft haben. Die zweite Karte zeigt, wo in Paris – trotz des sehr heißen Wetters –  Maskenpflicht gilt.

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In diesen Bereichen muss in Paris eine Maske getragen werden

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 Versailles leidet unter Touristen-Schwund

In der französischen Touristenattraktion Schloss Versailles gibt es seit der Wiedereröffnung nach dem Corona-Lockdown einen mächtigen Besucherschwund. Vor allem die Zahl der ausländischen Touristen sei aufgrund der Reiseeinschränkungen nahezu vollständig eingestürzt, beklagte am Mittwoch Catherine Pégard, Vorsitzende der Schlossverwaltung. Das Schloss der „Sonnenkönige“ empfing vor der Pandemie zu 80 Prozent Touristen aus dem Ausland.

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Seit der Wiedereröffnung am 6. Juni sind die Besucherzahlen laut Pégard um zwei Drittel eingebrochen. Unter normalen Umständen besuchen das Schloss bis zu 30.000 Touristen am Tag. Aktuell sind es nach Angaben der Schlossverwaltung im Durchschnitt noch 10.000 – hauptsächlich französische – Besucher. Die bisherigen finanziellen Einbußen von rund 45 Millionen Euro bedeuteten eine große Herausforderung, sagte Pégard. Es sollten aber alle rund tausend Angestellten des Schlosses weiter beschäftigen werden.
In den Räumen von Versailles gilt aktuell eine Maskenpflicht. Zudem müssen die Besucher markierten Wegen folgen, um Ansammlungen zu vermeiden.

Paris-Marathon fällt wegen Corona aus

Der diesjährige Paris-Marathon ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Man habe zwar alles versucht, um an der Veranstaltung festzuhalten, müsse aber letztlich doch darauf verzichten, teilen die Organisatoren mit. Der Marathon sollte ursprünglich am 5. April stattfinden, war aber dann wegen der Pandemie auf den 15. November verschoben worden. Auch andere bekannte Marathons wie in Berlin wurden bereits abgesagt.

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Corona Frankreich: Premier will Maskenpflicht im ganzen Land

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Infektionen weiter an. Nun werden die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie erneut verschärft. Zu erwarten ist, dass bald im ganzen Land Masken getragen werden müssen. 

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In vielen Städten in Frankreich müssen Masken auch unter freiem Himmel getragen werden.

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Großveranstaltungen bleiben verboten

In Frankreich bleiben wegen der Corona-Pandemie Veranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen bis mindestens 30. Oktober verboten. Das kündigte Premier Jean Castex an. Die Beschränkung hätte eigentlich Ende August auslaufen sollen.

„In Frankreich hat sich die Situation im Zusammenhang mit Covid-19 in den letzten Tagen verschlechtert“, warnte Castex. Die Zahl der Einweisungen in Krankenhäuser und auf Intensivstationen nehme wieder zu. Castex kündigte außerdem an, sich an die regionalen Behörden wenden zu wollen, um die Maskenpflicht an öffentlichen Orten so weit wie möglich auszudehnen.

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Allerdings sind sich offensichtlich nicht alle darüber einig, wie die Maskenpflicht angewendet wird – oder die Regierung hat innerhalb einiger Stunden ihre Meinung geändernt. Hier äußert sich die Umweltministerin Barbara Pompili in einem Interview, nur kurz bevor der Premierminister ankündigte, die Maskenpflicht ausdehnen zu wollen.

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Maskenpflicht auch unter freiem Himmel

In Frankreich sind Corona-Schutzmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie Läden oder Restaurants Pflicht. Viele Orte, darunter auch die Hauptstadt Paris, setzen aber vermehrt auf Maskenpflicht unter freiem Himmel an bestimmten Orten.

„Welche Vorkehrungen wir auch treffen, die Wirksamkeit dieser Maßnahmen hängt in hohem Maße von jedem einzelnen von uns ab“, sagte Castex. Man müsse kollektiv reagieren, um ein Wiederaufflammen der Epidemie zu verhindern. Er stelle einen Mangel an Wachsamkeit, Disziplin und Solidarität bei einigen fest.

Frankreich ist mit mehr als 30 000 Toten in Verbindung mit Covid-19 schwer von der Corona-Pandemie getroffen. In den vergangenen Wochen war die Zahl der Neuinfektionen wieder angestiegen.

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INFOS:

Kompakt-Info für Touristen aus Deutschland:

Touristen aus Deutschland können ohne Probleme einreisen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt wieder leicht gestiegen, Behörden rufen im ganzen Land zur Einhaltung der Corona-Regeln auf. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften und Markthallen gilt eine Maskenpflicht.

In mehreren Touristenorten in der Bretagne ist die Corona-Schutzmaske auch auf der Straße Pflicht.

In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten geöffnet. Tickets für viele Sehenswürdigkeiten sind jedoch begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Eintrittskarten müssen in den meisten Fällen schon vorab online reserviert oder gekauft werden. Viele Restaurants haben ihre Terrassen erweitert, um mehr Gäste im Freien bewirten zu können.

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Weiter Lageberichte über:

Gerechtigkeit für den toten Hahn Marcel

Urlaub auf dem Land ist in Frankreich populär. Doch viele der Ruhe suchenden Städter kommen mit dem Konzert der Tierwelt nicht klar. Das hat skurrile Folgen.

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Der „Mörder“ von Marcel ist schnell gefunden

Es war Mord – hinterhältig und kaltblütig ausgeführt, für Sébastian Verney gibt es keine Zweifel. Am Abend noch krähte der Hahn Marcel unbeschwert auf dem Komposthaufen, am Morgen lag er brutal erschlagen im Garten. Der Täter war schnell gefunden: der Nachbar hat die Attacke gestanden. Er sei genervt gewesen vom ständigen Krähen des Federviehs, gibt er zu Protokoll. Die Familie Verney ist bestürzt, nie hatte der Mann auch nur ein Wort gesagt. „Wir hätten doch eine Lösung finden können, wenn wir etwas gewusst hätten“, sagt Sébastian Verney.

Ländliche Traditionen in Gefahr

Für den Bauern aus dem 450-Seelen-Dorf Vinzieux im Département Ardèche geht es inzwischen aber nicht nur um seinen toten Hahn Marcel. Er sieht die ländlichen Traditionen in Gefahr, denn in den Sommermonaten kommt es immer wieder zu einer Art Kulturkampf. Urlauber aus den fernen Städten fallen in den kleinen Gemeinden ein, auf der Suche nach Ruhe und Erholung. Was sie oft finden ist aber nicht das erhoffte Idyll, sondern krähende Hähne, lärmende Traktoren oder laut muhende Kühe. Nicht alle gehen gegen die Ruhestörung so rabiat vor, wie im Fall Marcel. Aber sehr oft landet der Streit vor den französischen Gerichten.

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Ein „Schrei der Verzweiflung“

Sébastian Verney hat sich entschieden, unter dem Titel „Justice pour le coq Marcel“ (Gerechtigkeit für den Hahn Marcel) auf Facebook eine Petition zu starten. Es sei ein „Schrei der Verzweiflung“ mit dem Ziel, das ursprüngliche Leben auf dem Land zu verteidigen, ist dort zu lesen. „Bereits im Februar wurde der Hahn eines Nachbarn erschlagen“, erinnert sich Verney. Weit über 73.000 Unterschriften sind bereits gesammelt.

Auch in anderen französischen Gemeinden kochen immer wieder die Emotionen zwischen Einheimischen und Urlaubern hoch. Erste Anlaufstelle sind in der Regel die Bürgermeister, die inzwischen müde sind, immer wieder schlichtend eingreifen zu müssen.
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Hinterlistiger Vorschlag eines Bürgermeisters

Einer von diesen Geplagten ist Bruno Dionis, der zur Lösung des Problems einen Vorschlag gemacht hat, der sogar die Politik im fernen Paris beschäftigt. Der Bürgermeister der kleinen Gemeinde Gajac in der Gironde forderte, das Krähen der Hähne, Kläffen der Hunde, Muhen der Kühe oder das Blöken der Schafe zum nationalen Kulturerbe zu erheben. Dann könne von den lärmempfindlichen Städtern, die nur einige Wochen im Jahr in der Gemeinde wohnen, dagegen nicht mehr geklagt werden, so seine pfiffige Argumentation. Im Parlament ist ein entsprechendes Gesetz zum Schutz des „sensorischen Erbes“ der ländlichen Gegenden Frankreichs bereits im Januar beschlossen worden. Nun fehlt nur noch die Zustimmung des Senats.

Ohne Rücksicht auf politische Entscheidungen nimmt unterdessen in dem Dörfchen Vinzieux die Natur ihren Lauf. „Der Hahn Marcel hat vor seinem Tod für ausreichend Nachkommen gesorgt“, verkündet Sébastien Verney nicht ohne Stolz. Im letzten Monat sind fünf Küken aus ihren Eiern geschlüpft – ein neuer Hahn ist sicher auch darunter.

Corona Frankreich: Maskenpflicht in Paris – die Liste der Straßen

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt in Teilen von Paris auch im Freien eine Maskenpflicht. Die Vorgabe gelte für alle Menschen ab elf Jahren, teilte die Stadtverwaltung am Samstag mit.

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Betroffen sind bei Touristen beliebte Orte wie der Hügel Montmartre, die Ufer der Seine und des Canal Saint-Martin sowie Straßenmärkte und Einkaufsmeilen. Insgesamt gilt die Maskenpflicht im Freien in mehr als hundert Straßen in fast allen Bezirken der französischen Hauptstadt.

Hier ist die Liste der Straßen in Paris, in denen eine Maske getragen werden muss:

Arrondissements du centre

– rue Montorgueil

– marché des Enfants Rouges

– rue Rambuteau

– rue de Bretagne

– rue des Francs Bourgeois

– rue Saint-Honoré

– rue de Montmartre

5ème et 6ème arrondissements

– rue Mouffetard

– rue de Buci

– rue de Seine

– rue Mazarine

– rue Jacques Callot

– rue Princesse

– rue des Canettes

– rue Guisarde

– marché Saint-Germain

– jardin Tino Rossi

7ème arrondissement

– rue Clerc

– marché de l’avenue de Saxe

9ème arrondissement

– rue des Martyrs

– rue Cadet

– marché alimentaire d’Anvers

10ème arrondissement

– rue de Metz

– boulevard de Strasbourg

– rue du Château d’Eau entre Faubourg St Martin et Faubourg St Denis

– rue Cail

– rue Perdonnet

– rue Philippe de Girard

– place Ian Karski

– rue Louis Blanc dans sa portion entre la place Karski et le Faubourg Saint-Denis

– rue du Faubourg Saint-Denis

– rue Lucien Sampaix

– rue de Lancry

– rue des Vinaigriers

– quais du Canal Saint-Martin (Jemmapes et Valmy)

11ème arrondissement

– rue de la Roquette

– rue de Lappe

– rue Keller

– rue Daval

– rue Jean-Pierre Timbaud

– marché de Belleville

– rue Oberkampf

12ème arrondissement

– Bercy-Village

– Cour Saint-Emilion

– marché d’Aligre

13ème arrondissement

– quai François Mauriac

– quai de la gare

– Bibliothèque Nationale de France (parvis, marchés et quai)

– marché Maison-Blanche sur l’avenue d’Italie

14ème arrondissement

– rue Daguerre

– rue Raymond Losserand (entre rue d’Alésia et avenue du Maine)

15ème arrondissement

– rue du Commerce

– rue Linois

16ème arrondissement

– rue de Passy

– rue de l’Annonciation

17ème arrondissement

– avenue de Saint-Ouen

– rue de Lévis

– rue Poncelet

– rue Bayen

18ème arrondissement

– marché Barbès

– marché Lariboisière

– marché Ornano

– boulevard de la Chapelle (entre Tombouctou et boulevard Barbès)

– rue des Islettes

– rue de la Goutte d’or

– rue des Poissonniers

– rue Dejean

– rue de Suez

– rue de Panama

– marché Dejean (triangle des rues Poulet, Poissonniers et Dejean)

– marché Porte Montmartre (y compris carré aux biffins)

– marché Ordener

– rue de Steinkerque

– avenue de Saint-Ouen

– boulevard de Clichy

– boulevard du Rochechouart

– marché Poteau (Rue Duhesme – entre Ordener et Poteau)

– marché aux puces de Paris

– rue Riquet (entre Marx Dormoy et Pajol)

– rue de l’Olive

– butte Montmartre (place du Tertre, parvis et marché du Sacré-Coeur, rue Norvins, rue du Mont Cenis)

19ème arrondissement

– quai de la Loire

– quai de Seine

– quai de Marne

– quai de l’Oise jusqu’à l’entrée du parc de la Villette

– rue de Bellevillle

– marché de Joinville

– place des Fêtes

– avenue Secrétan

– avenue Mathurin Moreau

– rue Manin

– avenue Jean Jaurès entre rue de l’Ourcq et Porte de Pantin

20ème arrondissement

– rue des Panoyaux

– rue Victor Letalle

– rue Sorbier (entre la rue Ménilmontant et la rue Juillet)

– belvédère du Parc de Belleville

– boulevard de Belleville

– boulevard de Ménilmontant

– rue de Ménilmontant

– rue des Pyrénées

– rue de Bagnolet

– rue d’Avron

– marché aux puces de la porte de Montreuil

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Maskenpflicht auch in anderen Städten

Frankreich hatte die allgemeine Maskenpflicht, die zunächst nur in öffentlichen Verkehrsmitteln galt, am 20. Juli auf Geschäfte, Einkaufszentren, Banken, geschlossene Markthallen und Verwaltungsgebäude ausgeweitet. Seit der vergangenen Woche können die örtlichen Behörden auch anordnen, den Mund-Nasen-Schutz im Freien zu tragen. Vor Paris hatten bereits mehrere Städte wie Nizza, Lille und Marseille diesen Schritt vollzogen.

Corona Frankreich: Experten rechnen mit einer zweiten Welle im Herbst – Bald Maskenpflicht in Paris?

Zuerst die gute Nachricht: Frankreich habe die Corona-Lage unter Kontrolle. Doch Mitglieder des Wissenschaftsrates geben keine Entwarnung – im Gegenteil. Sie warnen vor einer zweite Corona-Welle im Herbst. Inzwischen reagiert auch Paris: dort soll das Tragen von Masken in bestimmten Bereichen auch im Freien zur Pflicht werden. 

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Lage könne „jederzeit kippen“

Die Experten warnen vor allem vor einem erneuten unkontrollierten Anstieg der Corona-Fallzahlen in Frankreich. Die Lage könne „jederzeit kippen“, erklärte der Wissenschaftsrat, ein Beratergremium der französischen Regierung, in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme. Die Situation sei zwar derzeit „unter Kontrolle, aber fragil“.

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Bürger haben es selbst in der Hand

Das Expertenteam unterstrich die Bedeutung von Abstands- und Hygieneregeln. „Die Bürger haben die kurzfristige Entwicklung der Epidemie zu großen Teilen selbst in der Hand“, heißt es in einer Stellungnahme des Rats, die der Regierung am 27. Juli zuging. Langfristig sei eine zweite Welle im Herbst oder Winter „sehr wahrscheinlich“. Um dies zu verhindern, empfahl der Rat den Behörden, insbesondere für die Großstädte Präventionspläne zu erstellen und die Corona-Tests zu beschleunigen.

Seit dem Ende der Ausgangssperre in Frankreich vor drei Monaten sind die Corona-Fallzahlen wieder gestiegen. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde wurden Ende Juli erneut im Schnitt rund 1000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet. Auch die Zahl der Corona-Intensivpatienten stieg erstmals seit April wieder an.

Paris reagiert auf steigende Corona-Zahlen

In Paris wird das Tragen von Masken in bestimmten Bereichen obligatorisch, um die besorgniserregende Wiederaufnahme der Covid-19-Epidemie einzudämmen. das zumindest ist die Absicht der Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Sie hat eine entsprechende Anfrage an Didier Lallement, den Pariser Polizeipräfekten, geschickt.

„Das Tragen der Maske ist unangenehm, besonders bei heißem Wetter, aber es ist eine sehr notwendige Sache, will man die Epidemie eindämmen“, argumentiert Anne Souyris, stellvertretende Bürgermeisterin von Paris und zuständig für Gesundheit.

Die Liste der betroffenen Gebiete in Paris ist offensichtlich noch nicht vollständig festgelegt. Betroffen seien auf jeden Fall Fußgängerzonen, die Kais der Seine, die Parks und Gärten sowie die in Frankreich sehr beliebten offenen Märkte.

In Frankreich gilt schon jetzt die Regelung, dass Masken in allen geschlossenen öffentlichen Räumen getragen werden müssen. Auch im öffentlichen Nahverkehr ist ein Mund-Nasen-Schutz Pflicht.

Maskenpflicht in vielen Städten des Landes

In Frankreich geht seit einigen Wochen bereits die Angst vor einer zweiten Welle um. Vor allem im Nordwesten des Landes steigen die Zahlen der Infektionen inzwischen wieder deutlich an. Viele Verwaltungen haben aus diesem Grund eine Maskenpflicht in den Innenstädten, Fußgängerzonen oder Parks angeordnet.

Hier eine Grafik, in welchen größeren Städten eine Maske auch im Freien getragen werden muss:

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Deutlich ist, dass vor allem die Region Bretagne sehr viele Städte die Corona-Maßnahmen verschärft haben. Als eine Art „Hotspot“ gilt im Moment das Département Mayenne, wo besonders viele Infektionen gezählt werden. Die Verantwortlichen dort beschweren sich allerdings schon darüber, dass sie ungerechtfertigt an den Pranger gestellt würden. Die Touristenzahlen in der Region sind angesichts der Berichte über viele Corona-Fälle dramatisch eingebrochen.

Entspannt ist die Lage in der Normandie. Dort sind nur wenige neue Fälle bekannt geworden.

Belgien reagiert auf Lage in Frankreich

Die Regierung in Belgien hat aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus im eigenen Land die Maßnahmen verschärft – und vor Reisen in bestimmte Regionen nach Frankreich gewarnt.

Genannt wird ausdrücklich das Département Mayenne. Nach einer Empfehlung aus Brüssel sind aber auch die Region Paris mit Ausnahme des Départements Seine-et-Marne, die Pays de la Loire in Westfrankreich sowie die Départements Nord, Haut-Rhin, Haute-Savoie, Meurthe-et-Moselle und Vosges. Wer dort war, solle sich auf jeden Fall für einige Tage in Isolation begeben.

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Kompakt-Info für Touristen aus Deutschland:

Touristen aus Deutschland können ohne Probleme einreisen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt wieder leicht gestiegen, Behörden rufen im ganzen Land zur Einhaltung der Corona-Regeln auf. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften und Markthallen gilt eine Maskenpflicht.

In mehreren Touristenorten in der Bretagne ist die Corona-Schutzmaske auch auf der Straße Pflicht.

In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten geöffnet. Tickets für viele Sehenswürdigkeiten sind jedoch begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Eintrittskarten müssen in den meisten Fällen schon vorab online reserviert oder gekauft werden. Viele Restaurants haben ihre Terrassen erweitert, um mehr Gäste im Freien bewirten zu können.

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Weiter Lageberichte über:

Vincent van Gogh und das gelöste Geheimnis der Wurzeln

Forscher entdecken im französischen Auvers-sur-Oise den Ort, an dem der Künstler sein letztes Gemälde angefertigt hat. Der Ort entwickelt sich zu einer kleinen Pilgerstätte der Kunstfreunde. 

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Vincent van Gogh ist in Auvers-sur-Oise praktisch an jeder Straßenecke präsent

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Das Herz der Kunstfreund schlägt höher

„Ich sehe nichts“, klagt die kleine Marie. Ihr Vater hebt das quengelnde Mädchen ächzend auf seine Schulter, damit es über den mannshohen Bauzaun schielen kann. „Man erkennt nichts, nur viel Erde und ein paar alte Wurzeln“, lautet ihr vernichtendes Urteil. Exakt diese Wurzeln aber sind es, die das Herz der Kunstwelt im Moment einige Takte höher schlagen lassen. In Auvers-sur-Oise glaubt ein Forscher die Stelle entdeckt zu haben, wo der niederländische Maler Vincent van Gogh sein letztes Bild mit dem bezeichnenden Titel „Baumwurzeln“ gemalt hat. Nur wenige Stunden später hat er sich in dem nordfranzösischen Städtchen erschossen.

Das Museum bestätigt die Entdeckung

Kaum hatte das Van Gogh-Museum in Amsterdam den eher unscheinbaren Ort etwas oberhalb der Gemeinde in diesen Tagen als besondere Sehenswürdigkeit ausgezeichnet, setzte ein kleiner, aber nicht enden wollender Pilgerstrom von Verehrern des Meisters ein. Zupass kam dabei, dass die Entdeckung rechtzeitig zum 130. Todestag des Künstlers am 29. Juli 1890 bekanntgegeben wurde.

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Den Fund verdankt die Nachwelt eher dem Zufall – und der Corona-Pandemie. Wouter van der Veen, Direktor des Van Gogh-Instituts in Auvers-sur-Oise, nutze die Zeit der strengen Ausgangssperre in Frankreich dazu, in seinem Archiv zu stöbern. „Vor einigen Monaten hatte ich einige alte Ansichtskarten aus den Jahren 1900 bis 1910 sortiert, die einer alten Dame aus Auvers gehören“, erzählt der Wissenschaftler. Als er eine vergilbte Karte mit einem Radfahrer etwas länger in der Hand hielt, fiel sein Blick auf einen Ausschnitt hinter dem Mann, einen steilen Hang mit mehreren Bäumen. Wouter van der Veen: „Ich hatte den Eindruck, dass ich diese Wurzeln schon einmal gesehen hatte.“

Van Gogh – das lange verkannte Genie

Mitarbeiter des Amsterdamer Museums bestätigten anschließend den Eindruck. „Auf der Grundlage von Van Goghs Arbeitsweise und dem Vergleich von Gemälde, Ansichtskarte und dem heutigen Zustand des Hügelrandes kommen die Experten zu der Schlussfolgerung, dass es sehr wahrscheinlich um den richtigen Ort geht,“ heißt es in einer Mitteilung des Museums.

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Auf einem Spaziergang durch Auvers-sur-Oise wird deutlich, dass Vincent van Gogh sehr viele Motive aus der direkten Umgebung als Vorlage für seine Werke nahm. In den nur 70 Tagen, in denen der Künstler in dem Städtchen lebte, schuf er rund 80 Gemälde und 60 Zeichnungen. Von seiner Kunst leben konnte der Maler allerdings nicht, er war auf die finanzielle Unterstützung seines Bruders Theo angewiesen. Nur wenige seiner Werke fanden einen Käufer, der weltweite Ruhm und der Ruf eines Genies stellten sich erst sehr lange nach seinem jähen Tod ein.

Kleiner Rundgang durch die Welt von van Gogh

In Auvers am Ufer der Oise können die Einwohner vom späten Glanz des Künstlers allerdings sehr gut leben. Rund 500.000 kunstsinnige Besuchern kommen jedes Jahr in den Ort. An einigen markanten Stellen in den engen Gassen sind Kopien der berühmten Gemälde des Malers aufgestellt, die der Besucher direkt mit der Realität vergleichen kann. Die Gemeinde hat daraus einen kleinen impressionistischen Van-Gogh-Spaziergang zusammengestellt, der am Rathaus beginnt, die Kirche passiert und über eine steile Straße zu den von van Gogh auf unnachahmliche Weise verewigten Getreidefeldern führt. Dort, etwas oberhalb des malerischen Städtchens, liegt auch der kleine Friedhof, auf dem Vincent van Gogh und sein Bruder Theo Seite an Seite ruhen. Diese ganze Szenerie mit dem von Efeu umrankten Grab fügt sich zu einem stimmigen Bild, denn der Maler schrieb in einem seiner zahlreichen Briefe an den Bruder, dass dort auf der Anhöhe immer wieder eine große Melancholie und Einsamkeit von seinem Gemüt Besitz ergreife.

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Die Kirche von Auvers-sur-Oise ist von Vincent von Gogh verewigt worden

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Der Ort wird hergerichtet und konserviert

In diesen kleinen Van-Gogh-Rundkurs wird in Zukunft wohl auch die Stelle mit den „Baumwurzeln“ integriert werden. „Mich hatte es etwas verwundert, als vor einigen Tagen plötzlich Bauarbeiter den Hang mit einem Bauzaun abgesichert haben“, sagt ein Anwohner. „Aber jetzt ist mir alles klar. Wahrscheinlich wollte man das alles auch vor Souvenirjägern schützen, die auf der Suche nach einem besonderen Andenken sonst den ganzen Berg abgetragen hätten.“ Inzwischen hängen an der Bretterwand eine Kopie des berühmten Kunstwerkes und eine Vergrößerung der Ansichtskarte. Es benötigt einige Fantasie, doch mit einem Quäntchen guten Willens werden die Parallelen deutlich, zumal der größte Baum mit seinen offenliegenden Wurzeln noch erhalten ist. Von dort musste Van Gogh mit seiner Staffelei auf dem Rücken nur einige Schritte die enge Gasse hinabgehen, um zu der Herberge zu kommen, wo er ein Zimmer gemietet hatte.

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Auf dem Friedhof ruhen Vincent van Gogh und sein Bruder Theo 

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Im Moment sei alles noch etwas verdeckt, aber man werde die Stelle in den nächsten Monaten entsprechend herrichten und konservieren, erklärt eine Mitarbeitern im Tourismusbüro Auvers-sur-Oise. Dann kann den geneigten Besuchern, die durch das malerische Städtchen auf den Spuren des berühmten Niederländers wandeln, ein neues Highlight geboten werden.

Corona Frankreich: Die Liste der Städte mit Masken-Pflicht wird immer länger

Es gilt keine generelle Masken-Pflicht in Frankreich. Das heißt für Urlauber, dass sie sich genau informieren müssen, wie die Regelungen vor Ort sind. Das ist dringend geboten, denn die Strafen sind mit 135 Euro sehr hoch und werden auch rigoros eingezogen. Diskussionen mit Polizisten oder anderen Ordnungskräften sind in der Regel sinnlos!

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Grafik aus der Tageszeitung „Le Parisien“ – ohne Garantie auf Vollständigkeit

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Vor Ort über Corona-Regeln informieren

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran betont: „Die Präfekten können nun per Dekret die Verpflichtung zum Tragen einer Maske auf öffentliche Plätze ausweiten. Diese Entscheidung kann je nach Entwicklung der Epidemie in jedem Gebiet vor Ort getroffen werden.“

Das heißt: kurz im Internet nachsehen, welche speziellen Regelungen gelten, da sie von Gemeinde zu Gemeinde abweichen können! Sich eventuell auf dem Tourismus-Büro erkundigen. Oder ganz einfach: Wenn alle eine Maske tragen – Maske auf!!

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Kompakt-Info für Touristen aus Deutschland:

Touristen aus Deutschland können ohne Probleme einreisen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt wieder leicht gestiegen, Behörden riefen zur Einhaltung der Corona-Regeln auf. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften und Markthallen gilt eine Maskenpflicht.

In mehreren Touristenorten in der Bretagne ist die Corona-Schutzmaske auch auf der Straße Pflicht.

In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten geöffnet. Tickets für viele Sehenswürdigkeiten sind jedoch begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Eintrittskarten müssen in den meisten Fällen schon vorab online reserviert oder gekauft werden. Viele Restaurants haben ihre Terrassen erweitert, um mehr Gäste im Freien bewirten zu können.

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Angespannte Corona-Lage im Département Mayenne

Natürlich gibt es auch in Frankreich eine Diskussion über das Tragen von Masken. So hat Jérôme Salomon, Generaldirektor für Gesundheit, die Schutzmaßnahme auf offener Straße für „nutzlos“ erklärt. Gesundheitsminister Véran „empfiehlt“ allerdings: „Wenn Sie in einer Straße sind, in der mehrere Leute spazieren gehen und nicht sicher sind, ob Sie Abstand halten können, empfehle ich es.“

Vor allem im Nordwesten von Frankreich wurde eine vermehrte Aktivität des Virus registriert. Das betrifft vor allem das Département Mayenne. Dort muss nun in 69 Gemeinden auf der offenen Straße eine Maske getragen werden. Die dortige Präfektur erklärte, dass in den vergangenen Wochen „mehrere epidemische Ausbrüche festgestellt“ worden sind.

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Die Urlauber und das Corona-Virus

Befürchtet wird, dass diese Zahl mit der Ankunft von Urlaubern sich noch weiter erhöhen könnte, weshalb das Tragen einer Maske auch in kleineren Städten angesagt war. Die Präfektur in Mayenne rechnet vor, dass von der neuen Maßnahme zwar nur 30 Prozent der Gemeinden in der Region betroffen sind, aber 70 Prozent der Bevölkerung damit erreicht werden.

Auch hier heißt es für Touristen, sich vor Ort über den Stand der Dinge in den einzelnen Gemeinden im Département Mayenne zu erkundigen.

Inzwischen haben auch die folgenden Städte nachgezogen und in ihren Stadtzentren und Touristengebieten das Tragen von Masken angeordnet:

  • Biarritz
  • Bayonne
  • Saint-Malo
  • Le Touquet
  • Perros-Guirec (Côtes-d´Armor)
  • Lille

Das sei eine „notwendige Maßnahme zum Schutz der Sommerbesucher von Biarritz“, sagt Maider Arosteguy, Bürgermeister von Biarritz. „Die Besucherzahlen für den Monat Juli waren sehr hoch und wir befürchten, dass der August angesichts der Gesundheitskrise noch schwieriger zu bewältigen sein wird.“

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Bürgermeister entscheiden von Fall zu Fall

Der Bürgermeister von Tours, Emmanuel Denis, war anfangs skeptisch, hat sich dann aber doch dazu entschlossen, das Tragen von Masken im Zentrum der Stadt zu empfehlen. Der Präfekt des Départements Indre-et-Loire legte fest, dass auch an der Ufer der Loire ein Schutz getragen werden muss.

In Nizza müssen in den belebtesten Straßen der Innenstadt Masken getragen werden. Über Lautsprecher werden die Besucher an den Stränden immer wieder daran erinnert, das Abstandsgebot einzuhalten und auf den Konsum von Alkohol zu verzichten.

In anderen Städten werden die restriktive Maßnahmen nur auf wenige Stunden am Tag beschränkt. So sind etwa die Strände von Sables d’Olonne bei Flut geschlossen. Der Grund: dann ist für die vielen Badenden schlicht zu wenig Platz, um die entsprechenden Abstände einzuhalten.

In Orléans hat man sich dazu entschlossen, dass in der Fußgängerzone von 18 Uhr bis 21 Uhr eine Maske getragen werden muss.

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In der Regel sind die in Frankreich sehr beliebten offenen Märkte seit 11. Mai wieder geöffnet. Aber auch dort gelten die Abstandsregeln. In Blanquefort, Caen, Cannes, Carpentras und Lorient können die Besucher Obst und Gemüse kaufen, sofern sie eine Maske tragen.

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Zu den Strafen:

Wer das obligatorische Tragen einer Maske im Freien nicht einhält, muss mit einer Geldstrafe von 135 Euro rechnen. Das gilt generell in ganz Frankreich für alle geschlossenen, öffentlichen Räume und für alle öffentlichen Verkehrsmitteln. Wird jemand wiederholt erwischt, erhöht sich die Geldstrafe auf 1500 Euro. Und wer sich dann noch immer weigert, wird die Straße erhöht. Wird man drei Mal innerhalb von weniger als dreißig Tagen erwischt, riskiert man sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 3750 Euro.

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Furcht vor einer zweiten Corona-Welle

In Frankreich wächst die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle. Die steigenden Temperaturen im Sommer und der Urlaub, verleite viele Franzosen dazu, weniger vorsichtig zu agieren, warnt die staatliche Gesundheitsbehörde. Dort wird am 1. August auch von einem Anstieg der Neuerkrankungen um 54 Prozent gegenüber der Vorwoche berichtet – insbesondere von jüngeren Menschen zwischen 20 und 30 Jahren. Man beobachte die Zahlen sehr genau, die auf eine Wiederaufnahme der Epidemie hindeuten könnten, heißt es von der Behörde.

Weiter Lageberichte über:

 

Corona Frankreich: Das Tragen von Masken wird in vielen Gemeinden zur Plicht

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Infektionen weiter an. Inzwischen wurde in ganz Frankreich die sogenannte „Wachsamkeitsschwelle“ überschritten. Das heißt, dass von 100.000 Menschen mehr als 10 infiziert sind. Über die genaue Corona-Situation sollte man sich vor Ort erkundigen. 

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Die Zahl der Ansteckungsherde steigt an

Besonders betroffen ist das Département Mayenne, im Nordwesten des Landes. Dort stieg die Zahl auf 143 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Auch die Zahl der „Cluster“, das sind die Stellen, an denen das Virus nachgewiesen werden konnte, stieg steil an. Inzwischen wurden weit über 600 identifiziert. Das französische Gesundheitsamt ist besorgt. „Wir sehen derzeit eine Beschleunigung der Anzahl neuer Fälle, der Anzahl neuer identifizierter Cluster, was ein besorgniserregendes Signal ist. All dies zeigt, dass die Zirkulation des Virus zunimmt “, erklärt die Epidemologin Sibylle Bernard-Stoecklin.

Inzwischen sind auch Erkenntnisse vorhanden, wo die meisten Ansteckungen stattfinden. Der „gefährlichste“ Ort ist demzufolge der Arbeitsplatz, gefolgt von privaten und öffentlichen Treffen.

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Viele Gemeinden reagieren auf den Corona-Anstieg

Im Kampf gegen das Virus haben mehrere Städte das Tragen von Masken im Freien angeordnet. Dazu zählen unter anderem

  • Biarritz
  • Bayonne
  • Saint-Malo
  • Orléans
  • Lille

Das heißt, dass dort in Fußgängerzonen, Grünflächen, auf Märkten und an bestimmten Stränden ein Schutz getragen werden muss. In manchen Atlantik-Gemeinden wird der Strand während der Flut gesperrt, da sich die Menschen sonst zu dicht drängen.

Beunruhigende Situation in Mayenne

Vor allem im Département Mayenne greifen die Behörden zu drastischen Maßnahmen. Inzwischen gilt dort in 69 Gemeinden das Tragen von Masken als Pflicht. Sie müssen an allen öffentlichen Orten benutzt werden. Betroffen sind vor allem die Gemeinden von Laval, Pays de Château-Gontier, Ernée, Mayenne, Evron, Craon und Renazé.
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Es sei dringend erforderlich zu handeln, erklärt der Präfekten Jean-François Treffel, da man einen erneuten allgemeinen Lockdown auf jeden Fall verhindern wolle.
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Maskenplicht in der Bretagne

Hier ein kurzer Überblick über die Städte in der Bretagne, die eine strengere Masken-Pflicht eingeführt haben:

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  • À Saint-Brieuc, le masque est obligatoire dans le cœur de ville.  Le masque doit être porté en extérieur lors des animations culturelles et des regroupements de plus de dix personnes.
  • À Plérin également dans les Côtes d’Armor, le port du masque est obligatoire sur les marchés, sur l’esplanade et la digue des Rosaires, sur l’esplanade de Martin-Plage, sur la digue des Bleuets, sur les quais du Légué et lors des fêtes.
  • À Concarneau, dans la ville close, de 10 heures à 22 heures.
  • Dans le très touristique village de Locronan, jusqu’au 30 octobre.
  • À Saint-Malo, le port du masque sera obligatoire dès vendredi 31 juillet dans l’intra-muros.
  • À La Trinité-sur-mer, le port du masque est désormais indispensable sur le cours des quais et rue et place du Voulien.
  • Au Guilvinec, le masque est obligatoire sur le belvédère.
  • À Perros-Guirec, la communication de la ville est plus floue : „en cas de forte affluence, port du masque indispensable“, précise sa page Facebook, en centre-ville, sur la promenade de Trestaou, sur le sentier des douaniers.

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Corona-Tests an Flughäfen haben begonnen

Inzwischen müssten sich Einreisende nach Frankreich aus 16 Ländern an Flughäfen und Häfen einem Coronavirus-Test unterziehen. Diejenigen, die positiv in Frankreich getestet werden, müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Der Premierminister Jean Castex hatte die vorgeschriebenen Tests im Juli angekündigt. Ausnahmen gelten nur für Personen aus den aufgelisteten Ländern, wenn sie nachweisen, dass innerhalb von 72 Stunden vor ihrer Abreise ein Test negativ war.

Bei den 16 Ländern handelt es sich um unter anderem die USA und Brasilien. Frankreich erlaubt nicht alle Einreisenden aus den Ländern. Es genehmigt nur „französische Staatsbürger, die in diesen Ländern leben oder Staatsbürger dieser Länder mit einem etablierten Wohnsitz in Frankreich“, wie Castex gesagt hat. Daher bezieht sich die Testvorschrift nur auf diese Personen.

Belgien reagiert auf die Situation in Frankreich

Wegen des starken Anstiegs bei den Corona-Infektionsfällen hat die belgische Regierung touristische Reisen in mehrere EU-Regionen verboten.

„Nicht unbedingt notwendige Reisen“ in die spanischen Regionen Navarra, Aragon, Barcelona und Lleida in Katalonien seien nicht mehr erlaubt, teilte das Außenministerium in Brüssel mit. Auch Gebiete in Bulgarien, Rumänien, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz stehen auf einer „roten Liste“. Wer von dort nach Belgien zurückkehrt, muss in Quarantäne.

Von den Reisebeschränkungen betroffen sind in der Schweiz die Kantone Waadt, Wallis und Genf, in Frankreich das Département Mayenne und in Großbritannien die Stadt Leicester. Zudem müssen aus dem Ausland nach Belgien zurückkehrende Reisende, die länger als 48 Stunden in Belgien bleiben, Formulare zur Identifizierung ausfüllen. Sie müssen unter anderem angeben, wo sie sich in den vergangenen 14 Tagen aufgehalten haben.

Wer in einer Reihe weiterer Regionen in Frankreich Urlaub gemacht hat, soll sich gemäß einer Empfehlung der belgischen Behörden ebenfalls isolieren oder sich auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Betroffen sind die Region Paris mit Ausnahme des Départements Seine-et-Marne, die Pays de la Loire in Westfrankreich sowie die Départements Nord, Haut-Rhin, Haute-Savoie, Meurthe-et-Moselle und Vosges.

Corona Frankreich: Entspannung in der Bretagne – Ruhe in der Normandie

Frankreich befürchtet eine zweite Corona-Welle. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen ist binnen 24 Stunden um 1377 gestiegen. Im Sieben-Tage-Durchschnitt liegt der Wert erstmals sei der ersten Mai-Hälfte wieder über 1000. Damals hat Frankreich die Beschränkungen gelockert.

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Die Corona-Gebiete in Frankreich. Nur in der Normandie ist die Lage entspannt.

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Zahl der Infektionen steigt deutlich

Insgesamt steigt die Zahl der Infektionen nach Angaben der Gesundheitsbehörden auf 186.573. Zudem füllen sich erstmals seit 16 Wochen wieder die Intensivstationen; insgesamt mussten dort 381 Menschen behandelt werden. 30.254 Menschen starben nach einer Corona-Infektion, 16 mehr als am Vortag.

Vier Regionen sind von Corona besonders gefährdet

Die Reproduktionsrate (R-Faktor) des Virus liegt sie über 1,3 und nimmt seit dem 1. Juli stetig zu. Zur Erinnerung, Mitte Mai war es auf 0,6 gefallen.

Derzeit sind vier Regionen rot – sie weisen seit dem 25. Juli einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen auf. Dies sind Centre-Val-de-Loire, Auvergne-Rhône-Alpes sowie Occitanie und Guadeloupe. Wie schnell sich die Situation in einer Region ändern kann, zeigt sich in Centre-Val-de-Loire, das vor einer Woche von grün war und nun als rot eingestuft wird.

Entspannung in der Bretagne – Normandie bleibt grün

Der Rest von Frankreich ist in Orange, mit Ausnahme der Normandie, die in Grün bleibt. Die Bretagne, die Mitte Juli einen R-Faktor von 2,62 aufwiese und deshalb als rot eingestuft war, ist nun wieder mit orange bewertet worden. Der R-Faktor beträgt dort in der Region im Moment 1,15. Die Region Finistère wurde ebenfalls besser eingestuft. Dort wurden offensichtlich in den vergangenen Tagen einige Patienten irrtümlich als positiv getestet.
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Sehr viele jungen Menschen infiziert

Vor allem in der Bretagne zeigt sich ein neuer „Trend“ bei den Infektionen. Nach angaben der staatlichen Gesundheitsbehörde sind fast die Hälfte der neuen Corona-Infektionen bei Personen festgestellt worden, die zwischen 18 und 25 Jahre alt sind. Das ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass diese Altersgruppe sozial sehr mobil ist. Im Klartext: sie feiern Partys in Clubs oder am Stand und bewegen sich in Gruppen, ohne die Corona-Regeln zu beachten. Aus diesem Grund appellieren die Behörden vor allem an die jungen Menschen, sich an die Vorgaben zu halten. Das sind vor allem, das Tragen von Masken und die Abstandsregeln.

Ein Problem ist auch, dass diese Altersgruppe nicht immer die typischen Corona-Symptome zeigt. Das heißt, dass ein Infizierter junger Mensch das Virus weitergibt, ohne zu wissen, dass er die Krankheit in sich trägt. Das sei besonders gefährlich für ältere Menschen, die häufiger an dem Virus sterben als die Jungen. Gefragt sei hier ein großes Verantwortungsbewusstsein.

Département Mayenne bleibt das Corona-Sorgenkind

Laut der französischen Gesundheitsbehörde sind drei französische Regionen besonders gefährdet: das Département Mayenne und die beiden überseeischen Regionen Mayotte und Guyana. Sieben Regionen sind im Moment als mäßig gefährdet gelistet. Zur Gironde und den Vogesen kommen diese Woche – verglichen mit den Daten vom 23. Juli – fünf neue Regionen hinzu: der Norden, das Val d’Oise, die Haute-Garonne, die Haute-Savoie und die Ille-et-Vilaine.

Tragen von Masken im Freien

Inzwischen hat die Regierung in Paris den Präfekten in den Regionen erlaubt, das Tragen von Masken im Freien anzuordnen. Bisher muss in ganz Frankreich in geschlossenen öffentlichen Räumen eine Maske getragen werden. In den vom Corona-Virus stärker betroffenen Gebieten – vor allem im Nordwesten des Landes – muss aber auch auf Märkten oder in Fußgängerzonen ein Schutz getragen werden.
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Maskenplicht in der Bretagne

Hier ein kurzer Überblick über die Städte in der Bretagne, die eine strengere Masken-Pflicht eingeführt haben:

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  • À Saint-Brieuc, le masque est obligatoire dans le cœur de ville.  Le masque doit être porté en extérieur lors des animations culturelles et des regroupements de plus de dix personnes.
  • À Plérin également dans les Côtes d’Armor, le port du masque est obligatoire sur les marchés, sur l’esplanade et la digue des Rosaires, sur l’esplanade de Martin-Plage, sur la digue des Bleuets, sur les quais du Légué et lors des fêtes.
  • À Concarneau, dans la ville close, de 10 heures à 22 heures.
  • Dans le très touristique village de Locronan, jusqu’au 30 octobre.
  • À Saint-Malo, le port du masque sera obligatoire dès vendredi 31 juillet dans l’intra-muros.
  • À La Trinité-sur-mer, le port du masque est désormais indispensable sur le cours des quais et rue et place du Voulien.
  • Au Guilvinec, le masque est obligatoire sur le belvédère.
  • À Perros-Guirec, la communication de la ville est plus floue : „en cas de forte affluence, port du masque indispensable“, précise sa page Facebook, en centre-ville, sur la promenade de Trestaou, sur le sentier des douaniers.

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NACHTRAG zur Region Lille:

Inzwischen hat auch die Präfektur der Region um die Stadt Lille bekanntgegeben, dass in manchen Teilen der Stadt das Tragen von Masken zur Pflicht wird.

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Genauer Informationen sind auf der Seite der Präfektur zu finden (Französisch)

Covid-19 – Imposer pour ne pas reconfiner, les mesures sanitaires locales renforcées

Die Orte, an denen Masken getragen werden müssen sind:

– des zones piétonnes, permanentes ou temporaires (ex : Mc Arthur Glen à Roubaix, rue de Béthune ou rue Neuve de Lille) ;

– des zones où la circulation routière est limitée à 20 km/h considérant qu’il s’agit d’un ensemble de voies où les piétons ont la priorité absolue et sont autorisés à circuler sur la chaussée , même si des trottoirs sont présents, caractérisant les quartiers commerciaux, les centre-villes et les centres historiques ( ex centre-ville de Tourcoing, Grand-Place de Lille ) ;

– des zones caractérisées par une forte fréquentation du public ;

– des galeries commerciales, des espaces assimilés et des espaces de stationnement attenants des grandes et moyennes surfaces (ex : promenade de Flandres à Roncq, espace commercial Saint-Christophe à Tourcoing, centre commercial V2, Heron Park, espaces commerciaux de Seclin l’Epinette…) ;

– des marchés publics de plein air (ex : marché d’Annape à Villeneuve d’Ascq, marché d’Armentières ou marché de Wazemmes…) ;

– des emprises et abords, dont les espaces de stationnement, des infrastructures de mobilité et de transports (gares, métro, gares routières, aéroports, aérodromes) ;

des espaces verts urbains (parcs, jardins et espaces aménagés en bord de cours d’eau). A titre d’exemple, le parc Barbieux à Roubaix, le parc du Héron à Villeneuve-d’Ascq, le parc du Lion à Wattrelos ou encore le canal de Roubaix, les berges de la Deûle et le parc de la Citadelle.