Corona-Update: Sorgen über Entwicklung in der Bretagne und im Département Mayenne

In Frankreich bereitet die schnelle Ausbreitung des Corona-Virus weiter große Sorge. Vor allem in der Bretagne werden viele neue Fälle gemeldet. Im Département Mayenne werden die Regeln nun verschärft. 

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In einigen Städten in der Bretagne müssen nun Masken auch im Stadtzentrum getragen werden.

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Corona-Virus wieder auf dem Vormarsch

Man kann die Corona-Situation in Frankreich positiv darstellen. Dann liest sich die Entwicklung folgendermaßen: In Frankreich leeren sich die Krankenhäuser weiter. Derzeit müssten 5551 Menschen wegen der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 behandelt werden, gut 100 weniger als zu Beginn der Woche. Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, liegen im Moment 385 Patienten Intensivstation, nach 398 am Vortag.

Es gibt aber auch eine bedenkliche Entwicklung. Es starben 14 Menschen an dem Erreger, mehr als an den Vortagen. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen liegt derzeit bei 183.804 und damit 725 höher als am Wochenauftakt. „Jeden Tag werden mehr als hundert Menschen mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert“, warnt die Generaldirektion Gesundheit. Die Gesamtzahl der Opfer hat sich seit Beginn der Epidemie auf 30.223 Todesfälle erhöht.

Bretagne und Mayenne stark betroffen

Wieder wird vor einer bedenklichen Entwicklung im Nordwesten Frankreichs gewarnt. Das betrifft vor allem die Bretagne, das daran angrenzende Département Mayenne und inzwischen auch die an benachbarte Region Pays de la Loire.

Der Präfekt von Mayenne forderte die Menschen zu erhöhter Wachsamkeit auf, da dort neue Ausbrüche von Covid-19 festgestellt wurden. Laut dem Direktor des Regionalen Gesundheitsamtes (ARS) von Pays-de-Loire, Jean-Jacques Coiplet, wurden in Mayenne bisher 15 Cluster (Schwerpunkte) identifiziert. Diese Cluster betreffen nach seinen Angaben hauptsächlich Firmen, wo viele Menschen zusammen arbeiten und einige soziale Einrichtungen.

 

Verschärfte Corona-Regeln im Département Mayenne

Um der Pandemie zu begegnen hat der Präfekt alle Versammlungen von mehr als 10 Personen“ verboten. Zudem wurden das Tragen von Masken in allen geschlossenen öffentlichen Orten angeordnet. In einigen Städten in Mayenne muss auch in den Straßen und im Stadtzentrum eine Maske getragen werden. Das betrifft im Moment vier Gemeinden des Départements: Laval, Mayenne, Château-Gontier-on-Mayenne und Évron.

Einschränkungen auch in La Rochelle und Concarneau

Auch in einigen anderen Städten im Nordwesten des Landes müssen die Menschen mit Einschränkungen rechnen. In der Küstenstadt La Rochelle ist die Maske im Alten Hafen und im Stadtzentrum verpflichtend. Auch in Concarneau und Saint-Brieuc in der Bretagne ist die Maske im Zentrum vorgeschrieben. In Saint-Brieuc gilt auch Maskenpflicht auf Spielplätzen, Parks oder am Hafen. Ausnahmen gelten für Sportler oder Menschen mit Behinderung. In einigen Gemeinden wurden die Strände am Atlantik ganz geschlossen oder es gelten auch dort Einschränkungen.

In der Bretagne wurden innerhalb von 24 Stunden 75 neue Fälle registriert, hauptsächlich in Ille-et-Vilaine (+37), 6 in Morbihan, 5 in Côtes-d’Armor und 3 in Finistère.

 

 

 

Neue Cluster auch im Süden von Frankreich

Im Süden Frankreichs ist die Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur um Marseille und Nizza besonders betroffen. Eine angespannte Situation herrscht auch in der Region Paris. Dies sei wegen der Millionen Menschen, die dicht gedrängt in dem Ballungsraum leben allerdings nicht verwunderlich, erklärten Experten.

Strengere Regelungen in ganz Frankreich erlassen

Generell gilt im ganzen Land die Regel, dass in öffentlichen geschlossenen Räumen eine Schutzmaske getragen werden muss. Die neuen Regeln gelten unter anderem für Geschäfte, Banken, Markthallen, aber auch in Museen und Sehenswürdigkeiten. In Restaurants, Cafés oder Kinos gelten weiter spezielle Regeln. Dort muss die Maske am Platz nicht getragen werden – nur dann, wenn sich jemand durch den Raum bewegt. Bisher konnten Betreiber selbst entscheiden, ob Kunden und Besucher eine Maske tragen müssen. Bei Nichteinhaltung der Maskenpflicht droht ein Bußgeld von 135 Euro. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt in Frankreich landesweit bereits seit Mai eine Maskenpflicht. Auch viele Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm oder der Louvre in Paris konnten nur mit Maske besucht werden.

Kann ein Eisbecher rassistisch sein?

Kann ein Eisbecher rassistisch sein? Viele Internet-Nutze meinen ja – und haben ein Eiscafé an der französischen Côte d’Azur dazu gebracht, zwei Eisbecher von der Speisekarte gestrichen.

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Die Besitzer sind von dem Protest überrascht

„Wir sind keine Rassisten. Wir respektieren jeden!“, schrieben die Betreiber des Cafés Le Poussin Bleu in Saint-Raphaël bei Facebook. Die Eisbecher seien schon auf dem Menü gewesen, als sie das Café vor mehr als 30 Jahren übernommen hätten. „Naiv haben wir diese Eisbecher gelassen wie sie waren, ohne böse Gedanken. Sie reichen sicherlich bis in die Kolonialzeit zurück, aber die Vergangenheit hat das Frankreich von heute gemacht.“

Der Becher „Afrikanisch“ war mit einem Meringue-Bällchen mit Schokoladenüberzug und dicken roten Lippen verziert gewesen. Der Becher „Chinesisch“ war ein Zitronensorbet mit gelbem Meringue-Bällchen als Kopf und darauf gemalten schmalen Augen.

Die Besitzer schreiben auf Facebook, dass sie selbst Einwanderer seien und niemanden beleidigen wollten.

Ma famille est issus de l immigration, ma grand mère est arrivé jeune avec ses parents pour quitter la misère du sud de l Italie, mon grand père a fui le fachisme de Mussolini.

Ils ont travaillé dure dans le bâtiment pour lui, dans les ménages pour elles.

A l époque les italiens étaient traités de toute sorte de noms péjoratifs, « bons qu’à jouer de la mandoline » , « ritals », « macaronis » d ailleurs soit dit en passant personne n a jamais voulu interdire les pâtes du même nom !!!

Mes oncles, mon père ont acquis au prix de beaucoup de travail et de courage cet établissement, la carte des glaces, existait déjà , nous ne sommes pas « racistes » nous respectons tout le monde!

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Aufruf via Twitter zum Boykott

Am 20. Juli hatte es via Twitter einen Aufruf gegeben, Le Poussin Bleu wegen seiner rassistischen Eisbecher zu boykottieren. Bis Dienstag hatte der Tweet Zehntausende Likes und Retweets bekommen.

Doch nicht alle Internauten sind der Meinung, dass die Eisbecher verschwinden müssen. Viele zeigen auch ihre Solidarität mit den Besitzern.

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Nach einem „Sturm der Gewalt und Beleidigungen“ hätten sie sich entschieden, die Eisbecher von der Karte zu nehmen, teilten die Betreiber mit. „Afrikanisch und Chinesisch durch die sozialen Netzwerke zu Fall gebracht“, lautete die Überschrift des Beitrags. „Diese Eisbecher haben vielen Generationen von Familien unterschiedlicher Herkunft Freude gemacht. Wenn sie zuletzt ein paar Menschen gestört haben, dann tut uns das leid.“

 Frieren für den Umweltschutz

In Paris werden die beheizten Außenterrassen verboten – andere Städte wollen nachziehen

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Die Franzosen sitzen gerne draußen – auch im Winter. Doch damit ist nun Schluss.

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Der Lieblingsort von Ernest Hemingway

Ernest Hemingway hat sie geliebt. „Als wir nach Paris zurückkamen, war es klar und kalt und schön (…) und vor vielen der guten Cafés waren Kohlebecken aufgestellt, sodass man draußen sitzen und es warm haben konnte,“ pries der Schriftsteller vor knapp einem Jahrhundert in seinem Roman „Paris – ein Fest fürs Leben“ die wohlige Wärme auf den „terrasses chauffées“. Noch heute gehört es zum französischen Lebensgefühl, auch in der kalten Jahreszeit auf den Stühlen vor den Bistros Platz zu nehmen – zumal man dort auch rauchen darf. Doch damit ist nun Schluss.

Bistros bekommen eine Galgenfrist

„Man kann nicht mitten im Winter eine Terrasse mit voller Kraft beheizen, um seinen Kaffee im Warmen zu genießen“, sagt die französische Umweltministerin Barbara Pompili und verkündet das Ende der Beheizung von Außenterrassen. Angesichts der drastischen Umsatzeinbußen durch den mehrmonatigen Corona-Lockdown, wird den Bistro-Besitzern in Paris allerdings noch eine Galgenfrist eingeräumt. Das Verbot soll erst im nächsten Frühjahr umgesetzt werden.

Dreckschleuder „terrasses chauffées“

Das ist ein schwerer Schlag für die rund 12.500 Bistros in Paris, die ihre Gäste auch im Winter auf einer Außenterrasse bedienen und dort im Schnitt rund ein Drittel ihres Umsatzes erwirtschaften. Umweltschützer in Paris haben allerdings schon vor Jahren den Kampf gegen „terrasses chauffées“ aufgenommen und sind nun natürlich hochzufrieden. Ihr Argument: die Strahler auf einer 75 Quadratmeter großen Terrasse stoßen pro Jahr so viel CO2 aus wie ein großes SUV mit einer Fahrleistung von 120.000 Kilometer. Im nordfranzösischen Rennes wurde das Heizverbot schon Anfang dieses Jahres durchgesetzt und auch andere Großstädte wollen nachziehen.

 

 

Zwei Herzen schlagen in der Brust

Dabei schlagen bei dieser Frage zwei Herzen in der französischen Brust. Das Umfrageinstitut Yougov hat jüngst herausgefunden, dass Zweidrittel der Franzosen die Außenterrassen für eine große Umweltsünde halten. Allerdings nur ein Drittel der Befragten möchte darauf verzichten, den Kaffee auch im Winter im Freien zu genießen. Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen im Land des Atomstroms lange gezögert, ein Verbot auszusprechen – zumal das Thema Umweltschutz bisher eine eher nachrangige Bedeutung spielte. Doch die großen Erfolge der Grünen bei den Wahlen zeigen, dass in Sachen Ökologie in Frankreich neue Zeiten anbrechen.

Corona-Update: Mehr Infektionen in Frankreich – Bretagne im Fokus

In Frankreich wächst die Sorge vor einer zweiten Corona-Welle. Der Grund: die tägliche Zahl der Neuinfektionen steigt wieder deutlich an – auf mehr als 1130 pro Tag. Der R-Wert beträgt nun 1,3, was bedeutet, dass jeder Infizierte durchschnittlich 1,3 weitere Personen ansteckt.

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In der Betagne müssen wegen der steigenden Zahlen auf vielen Märkten und auch oft in den Fußgängerzonen Masken getragen werden.

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Kostenlose Corona-Tests in Frankreich

Die Regierung reagiert nun auf die steigende Zahl an Corona-Infektionen und will kostenlose Tests bereitstellen. Diese sollen zudem rezeptfrei erhältlich sein, wie die Regierung mitteilte. „Wir würden dies nicht als eine zweite Welle bezeichnen, aber es ist klar, dass wir seit einigen Tagen einen spürbaren Anstieg der Zahl der bestätigten Fälle beobachten“, sagte Gesundheitsminister Olivier Veran der Zeitung „Le Parisien“ (Sonntagsausgabe).

Frankreich hat bislang offiziell 30.192 Todesfälle verzeichnet, die dem Coronavirus zugeschrieben werden. Insgesamt wurden 180.528 Infektionen festgestellt.

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Viele junge Menschen mit Corona infiziert

Der Gesundheitsminister zeigt sich auch sehr besorgt, dass sich zuletzt sehr viele junge Menschen mit dem Virus anstecken – und keiner kann sich wirklich erklären weshalb. Zudem würden die jungen Patienten, die vor allem in der Großregion Paris lebten, sehr oft atypische Symptome zeigen. Im Interview mit „Le Parisien“ sagt er wörtlich:

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„Lors des campagnes de dépistage massif, on remarque que les patients sont jeunes, plus jeunes que lors de la précédente vague. Le taux d’asymptomatiques est, lui, extrêmement élevé. C’est le cas particulièrement en Île-de-France où l’on voit arriver des jeunes qui ont été infectés sans qu’on sache comment.”

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Corona-Tests an Flughäfen in Frankreich

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat sich die Regierung auch dazu entschlossen, Flughäfen verpflichtende Coronavirus-Tests einzuführen. Getestet werden allerdings nicht alle Reisende, betroffen sind nur Rückkehrer aus insgesamt 16 Risikoländern. Darunter sind neben den USA unter anderem auch Brasilien, die Türkei, Algerien und Israel. Besucher aus Deutschland können weiter ohne Probleme einreisen.

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Große Sorge wegen Infektionen in Spanien

Eine weitere Sorge gilt in Paris der Entwicklung in Spanien – ein beliebtes Urlaubsziel für viele Franzosen. Dort scheint sich das Virus wieder stark zu verbreiten. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Katalonien inzwischen eine Schließung von Diskotheken für 15 Tage angeordnet. Die Region im Nordosten Spaniens wies zudem Bars im Großraum Barcelona und um Lleida an, um Mitternacht zu schließen. Diese Regionen haben sich zu Epizentren der Pandemie entwickelt. Behörden warnen, dass dem Land ein zweiter großer Corona-Ausbruch bevorstehen könnte.

Frankreichs Regierungschef Jean Castex riet seinen Landleuten, nicht in die spanische Region Katalonien zu reisen, „solange sich die gesundheitliche Situation dort nicht verbessert“. Mit der Regierung in Madrid werde besprochen, wie man den Grenzverkehr nach Frankreich soweit wie möglich herunterfahren könne. Spanien hatte erklärt, trotz der steigenden Zahlen eine erneute Schließung der Grenze zu Frankreich vermeiden zu wollen.

Die Bretagne reagiert auf die steigende Zahl der Infektionen

Vor allem in der Bretagne spitzt sich die Lage in Sachen Corona immer weiter zu. Dort wurde in mehreren Gemeinden – und auch dem angrenzenden Département Mayenne  – wegen der steigenden Infektionszahlen bereits vor einigen Tagen eine allgemeine Maskenpflicht in allen geschlossenen öffentlichen Räumen verhängt.

Einigen Orten reichen die Verschärfungen aber nicht aus. In der Küstenstadt La Rochelle in Westfrankreich ist die Maske seit Mittwoch im Alten Hafen und im Stadtzentrum verpflichtend. Die Regel ziele darauf ab, ein Wiederaufflammen der Epidemie in Zeiten mit viel Touristen zu verhindern, hieß es. Auch in Concarneau und Saint-Brieuc in der Bretagne ist die Maske im Zentrum vorgeschrieben. In Saint-Brieuc gilt auch Maskenpflicht auf Spielplätzen, Parks oder am Hafen. Ausnahmen gelten für Sportler oder Menschen mit Behinderung.

Zusammenhang mit Familienfesten

Experten sehen einen Zusammenhang mit der wachsenden Zahl von Urlaubern in der Region und den vermehrten Gruppenaktivitäten. Gesundheitsminister Véran sagte, eine neue Infektionsquelle seien offenbar Familientreffen während des Sommerurlaubs.

Auch die der Bretagne benachbarte Region Pays de la Loire meldet höhere Infektionszahlen. Im Süden Frankreichs ist die Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur um Marseille und Nizza besonders betroffen. Eine angespannte Situation herrscht auch in der Region Paris. Dies sei wegen der Millionen Menschen, die dicht gedrängt in dem Ballungsraum leben allerdings nicht verwunderlich, erklärten Experten.

Appelle an die Bürger im Elsass

Zudem haben die Behörden in Ostfrankreich angesichts eines leichten Anstiegs der Corona-Infektionen zu mehr Wachsamkeit aufgerufen. Die Abstandsregeln müssten unbedingt eingehalten werden, sagte die Leiterin der regionalen Gesundheitsbehörde ARS von Grand Est, Marie-Ange Desailly-Chanson. Sie riet davon ab, sich zu umarmen oder Küsse auszutauschen. Die Ansteckungsherde hätten sich verändert, ergänzte die Präfektin der an Deutschland grenzenden Region, Josiane Chevalier. Derzeit seien neue Cluster vor allem im beruflichen Umfeld und nach Familienfeiern erkennbar.

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Strengere Regelungen in ganz Frankreich erlassen

Generell gilt im ganzen Land die Regel, dass in öffentlichen geschlossenen Räumen eine Schutzmaske getragen werden muss. Die neuen Regeln gelten unter anderem für Geschäfte, Banken, Markthallen, aber auch in Museen und Sehenswürdigkeiten. In Restaurants, Cafés oder Kinos gelten weiter spezielle Regeln. Dort muss die Maske am Platz nicht getragen werden – nur dann, wenn sich jemand durch den Raum bewegt. Bisher konnten Betreiber selbst entscheiden, ob Kunden und Besucher eine Maske tragen müssen. Bei Nichteinhaltung der Maskenpflicht droht ein Bußgeld von 135 Euro. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt in Frankreich landesweit bereits seit Mai eine Maskenpflicht. Auch viele Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm oder der Louvre in Paris konnten nur mit Maske besucht werden.

Corona: Frankreich führt verpflichtende Tests an Flughäfen ein

Frankreich geht im Kampf gegen ein Wiederaufflammen der Corona-Pandemie einen Schritt voran. An Flughäfen werden nun verpflichtende Coronavirus-Tests eingeführt. Getestet werden allerdings nicht alle Reisende, betroffen sind nur Rückkehrer aus insgesamt 16 Risikoländern. Darunter sind neben den USA unter anderem auch Brasilien, die Türkei, Algerien und Israel.

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Tests für Besucher aus Risikogebieten

In bestimmten Ländern sei der Zugang zu Corona-Tests schwierig, sagte der neue Premierminister Jean Castex bei einem Besuch am Pariser Flughafen Charles de Gaulle zur Begründung des neuen Schrittes. Nach Angaben von Castex‘ Büro sind unter anderem auch Serbien, Südafrika, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien betroffen. Da die EU die Grenzen zu den meisten der Risikoländer bisher geschlossen hält, betrifft die Maßnahme dem Premier zufolge zunächst nur französische Staatsbürger oder Menschen aus Drittländern mit einer Aufenthaltserlaubnis in Frankreich. In Deutschland hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern zuvor auf freiwillige Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten an Flughäfen geeinigt.

Warnung für Katalonien ausgesprochen

Zugleich riet der Regierungschef den Franzosen davon ab, in die spanische Region Katalonien zu reisen, „solange sich die gesundheitliche Situation dort nicht verbessert“. Mit der Regierung in Madrid werde besprochen, wie man den Grenzverkehr nach Frankreich soweit wie möglich herunterfahren könne. Spanien hatte am Mittwoch erklärt, eine erneute Schließung der Grenze zu Frankreich vermeiden zu wollen. Unter anderem in der Hauptstadt Barcelona hatten die Behörden zuletzt wieder strenge Ausgangsbeschränkungen eingeführt.
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Sorge wegen Corona-Anstieg im Elsass

Zudem haben die Behörden in Ostfrankreich angesichts eines leichten Anstiegs der Corona-Infektionen zu mehr Wachsamkeit aufgerufen. Die Abstandsregeln müssten unbedingt eingehalten werden, sagte die Leiterin der regionalen Gesundheitsbehörde ARS von Grand Est, Marie-Ange Desailly-Chanson. Sie riet davon ab, sich zu umarmen oder Küsse auszutauschen. Die Ansteckungsherde hätten sich verändert, ergänzte die Präfektin der an Deutschland grenzenden Region, Josiane Chevalier. Derzeit seien neue Cluster vor allem im beruflichen Umfeld und nach Familienfeiern erkennbar.

 

 

Grand Est schwer getroffen von der Pandemie

In Grand Est seien seit Anfang Juli etwa 30 neue Ansteckungsherde festgestellt worden, erklärte Chevalier. Derzeit müsse deshalb aber nicht Alarm geschlagen werden. Das südelsässische Département Haut-Rhin sowie die Départements Moselle und Vosges stünden unter genauerer Beobachtung. Die Zahl der Neuinfektionen in Grand Est hatte sich demnach in der vergangenen Woche verdoppelt. In den Wochen zuvor habe es durchschnittlich 150 neue Fälle gegeben, in der vergangenen Woche seien es fast 300 gewesen.

Die Region war von der Coronavirus-Pandemie hart getroffen worden. Seit Beginn der Gesundheitskrise wurden dort fast 4000 Todesfälle registriert, in ganz Frankreich sind es bisher knapp mehr als 30 000. Vor dem Krankenhaus im südelsässischen Mülhausen musste zeitweise eine Militärklinik aufgebaut werden, um die Intensivstationen zu entlasten.
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Eine gewissen „Dynamik“ der Ausbreitung von Corona

Es gebe beunruhigende Zeichen, dass die Pandemie in einigen Gebieten wieder aufflammen könnte, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran im Nachrichtensender „Franceinfo“. Es zeige sich eine gewisse „Dynamik“ bei der Ausbreitung. Von einer zweiten Welle sprach er jedoch nicht. In mehreren Gemeinden in der westfranzösischen Bretagne und im Département Mayenne war zuletzt wegen steigender Infektionszahlen bereits eine allgemeine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen und Geschäften eingeführt worden. Landesweit gilt diese in Frankreich seit Montag. Zuvor galt sie unter anderem in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Corona: Frankreich verschärft Maskenpflicht – Bretagne besonders betroffen

In Frankreich gilt im Kampf gegen das Coronavirus wieder eine verschärfte Maskenpflicht. Grund sind steigende Infektionszahlen in einigen Départements und die damit einhergehende Furcht vor einer erneuten unkontrollierten Ausbreitung der Krankheit. In einigen Städten in Frankreich ist die Corona-Schutzmaske nun auch auf der Straße Pflicht.

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In Saint-Brieuc herrscht nun Maskenpflicht auch in der Fußgängerzone des Stadt

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Schutzmasken in allen öffentlichen Räumen

Im ganzen Land muss nun in öffentlichen geschlossenen Räumen eine Schutzmaske getragen werden. Die neuen Regeln gelten unter anderem für Geschäfte, Banken, Markthallen, aber auch in Museen und Sehenswürdigkeiten. In Restaurants, Cafés oder Kinos gelten weiter spezielle Regeln. Dort muss die Maske am Platz nicht getragen werden – nur dann, wenn sich jemand durch den Raum bewegt. Bisher konnten Betreiber selbst entscheiden, ob Kunden und Besucher eine Maske tragen müssen. Bei Nichteinhaltung der Maskenpflicht droht ein Bußgeld von 135 Euro. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt in Frankreich landesweit bereits seit Mai eine Maskenpflicht. Auch viele Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm oder der Louvre in Paris konnten nur mit Maske besucht werden.

In der Bretagne gelten besonders strenge Regeln

Einigen Orten reichen die Verschärfungen aber nicht aus. In der Küstenstadt La Rochelle in Westfrankreich ist die Maske seit Mittwoch im Alten Hafen und im Stadtzentrum verpflichtend. Die Regel ziele darauf ab, ein Wiederaufflammen der Epidemie in Zeiten mit viel Touristen zu verhindern, hieß es. Auch in Concarneau und Saint-Brieuc in der Bretagne ist die Maske im Zentrum vorgeschrieben. In Saint-Brieuc gilt auch Maskenpflicht auf Spielplätzen, Parks oder am Hafen. Ausnahmen gelten für Sportler oder Menschen mit Behinderung.

Touristen können ohne Probleme einreisen

Touristen aus Deutschland können trotz der nun verschärften Bedingungen ohne Probleme nach Frankreich einreisen, spezielle Unterlagen sind nicht nötig. Auch eine Quarantäne ist nicht notwendig. Zu den Beschränkungen zählt allerdings, dass Eintrittskarten für Sehenswürdigkeiten in der Regel vorher online gebucht werden müssen. Damit soll die Zahl der Besucher reguliert und gewährleistet werden, dass die Menschen genug Abstand halten können.

 

Angst vor einem neuen Aufflammen der Pandemie

„Es gibt beunruhigende Zeichen, dass die Pandemie in einigen Gebieten wieder aufflammen könnte“, erklärte Gesundheitsminister Olivier Véran am Montag im Nachrichtensender „France-Info“. Er wolle nicht von einer neuen „Welle“ sprechen, aber es zeige sich eine gewisse „Dynamik“ bei der Ausbreitung. Frankreich ist von der Corona-Krise mit mehr als 30 000 Toten hart getroffen geworden. Der Minister versicherte auch, dass das Land inzwischen genügend Masken vorrätig habe, um die Maßnahme durchzusetzen. Zu Beginn der Corona-Pandemie war es, ähnlich wie in den meisten anderen Ländern, zu Lieferengpässen bei der Versorgung mit Schutzausrüstung gekommen.

Besonders betroffen ist die Bretagne

In mehreren Gemeinden in der Bretagne und dem angrenzenden Département Mayenne wurde wegen der steigenden Infektionszahlen bereits vor einigen Tagen eine allgemeine Maskenpflicht in allen geschlossenen öffentlichen Räumen verhängt. Experten sehen einen Zusammenhang mit der wachsenden Zahl von Urlaubern in der Region und den vermehrten Gruppenaktivitäten. Gesundheitsminister Véran sagte, eine neue Infektionsquelle seien offenbar Familientreffen während des Sommerurlaubs.

Auch die der Bretagne benachbarte Region Pays de la Loire meldet höhere Infektionszahlen. Im Süden Frankreichs ist die Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur um Marseille und Nizza besonders betroffen. Eine leicht angespannte Situation herrscht auch in der Region Paris. Dies sei wegen der Millionen Menschen, die dicht gedrängt in dem Ballungsraum leben allerdings nicht verwunderlich, erklärten Experten.

 

 

 

Der Premier appelliert an den „Bürgersinn“

Gesundheitsminister Véran sprach von 400 bis 500 Infektionsherden im ganzen Land. Der sogenannte R-Faktor liegt in Frankreich seit Anfang Juli bei 1,2. Das heißt, jeder Infizierte steckt mehr als einen Menschen an. Auch Premierminister Jean Castex hat sich auf Twitter zu Wort gemeldet und an den „Bürgersinn“ der Franzosen appelliert. Virologen beklagen, dass sich in der Urlaubszeit kaum noch jemand an Schutzmaßnahmen hält. Dazu zählt ein Mindestabstand von einem Meter und der Verzicht auf den in Frankreich üblichen Wangenkuss zur Begrüßung.

Aufnahmen vom Rand der Gesellschaft

Eine Fotoausstellung in Paris erzählt vom abgeschnittenen Leben in den Banlieues dieser Welt. Sie bieten einen neuen Blick auf die verrufenen Orte.   

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Fotos von Monsieur Bonheur, ein Blogger und Fotograf aus dem berüchtigten Banlieue Seine-Saint-Denis vor den Toren von Paris

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Ein anderer Blick auf die verrufenen Orte

Was bedeutet es, nicht dazuzugehören? Ausgestoßen zu sein, mit dem Stigma durchs Leben zu gehen, am falschen Ort geboren zu sein? Elf Fotografen, die dieses Schicksal am eigenen Leib erfahren, haben sich dieser Frage gestellt. Ihre großformatigen Antworten hängen in den Magasins Généraux, einem modern-nüchternen Gebäudekomplex am Stadtrand von Paris. „BAN“ heißt die Ausstellung und spielt mit dem Wort Banlieue, das sind jene Vororte der großen französischen Städte, die scheinbar nur Hoffnungslosigkeit und Gewalt hervorbringen. „Ich will, dass die Menschen einen anderen Blick auf diese verrufenen Orte haben“, sagt Henrike Stahl, Fotografin und eine der Organisatorinnen der Ausstellung. Sie will vor allem das Bild korrigieren, das durch die tägliche Berichterstattung über Ausschreitungen und Verbrechen in den Köpfen der meisten Menschen zementiert ist.

Mit den Menschen Auge in Auge

Die großformatigen Fotos vom Leben in Banlieues aus der ganzen Welt sind die visuelle Ebene. Die Bilder hängen an langen Seilen von der Hallendecke und die Besucher können auf dieser Weise förmlich durch die Ausstellung schlendern. „Mein Ziel ist es, dass der Betrachter mit den fotografieren Menschen Auge in Auge steht, auf derselben Eben“, erklärt Henrike Stahl. Auf dem Betonboden neben den Bildern stapeln sich in kleinen Kisten kurze Texte, die den Fotos eine weitere Facette hinzufügen. Geschrieben sind sie von den Mitgliedern des Fußballclubs Red Star, der weitaus mehr ist als ein einfacher Sportverein. Die Jugendlichen aus dem verrufenen Pariser Vorort Seine-Saint-Denis haben die Chance, an kreativen Workshops teilzunehmen, sich mit Künstlern zu treffen oder andere soziale Angebote wahrzunehmen.

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Le gars de tess

„Ich war verblüfft, was diese jungen Menschen in den Fotos gesehen haben“, erzählt Henrike Stahl. So kam sie auf die Idee, die Jugendlichen ihre Einfälle aufschreiben zu lassen. Sie als Künstlerin löst mit ihren Porträts die Bewohner von Seine-Saint-Denis anhand ungewöhnlicher Inszenierungen ein Stück weit aus der alltäglichen Tristesse. Das wirkt fast poetisch, ohne dabei ins Lächerliche abzugleiten. Der dazugehörige Text eines Jugendlichen zum Foto eines stolz dreinblickenden jungen Mannes auf einem schwarzen Pferd vor einem tristen Plattenbau ist dann allerdings nah am harten Leben im Banlieue orientiert. „Je fais le gars de tess, mais en fait je suis un putain de romantique.“ Auf Deutsch etwa: „Ich mache einen auf schnellen Macker, aber eigentlich bin ich ein verdammter Romantiker.“

Dieser rüde, spöttische, aber sehr ehrliche Satz gefällt Henrike Stahl. Er eröffnet einen tiefen Einblick in das Denken der Jugendlichen in den Banlieues, wo Männer oft den Macho spielen müssen und Gefühle hinter einer großen Klappe versteckt werden. Die Kunst hat in diesem Fall etwas den Vorhang der Realität gelüftet und damit ihren Zweck erfüllt.

INFO: 

Fotoausstellung BAN, geöffnet nur samstags und sonntags, 11 – 20 Uhr, Eintritt frei, Adresse: Magasins Généraux, 1 rue de l’ancien canal in Pantin, noch geöffnet bis 16. August  

SNCF testet Temperaturmessung bei Bahnreisenden

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Infektionen wieder an. Inzwischen müssen in allen öffentlichen geschlossenen Räumen Masken getragen werden. Die staatlichen Bahn SNCF geht einen Schritt weiter. Sie testet die Temperaturmessung bei Reisenden.

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Die Passagiere am Pariser Bahnhof Gare de Lyon können auf freiwilliger Basis an dem Versuch teilnehmen, wie die Bahngesellschaft SNCF mitteilte. Vor ihrer Reise mit einem TGV-Hochgeschwindigkeitszug können sie am Gleis mit einer Wärmebildkamera ihre Körpertemperatur messen lassen.

Damit will die französische Bahn nach eigenen Angaben „unter realen Bedingungen“ testen, wie flüssig das Einsteigen vonstatten gehen könnte, sollte die Regierung Temperaturmessungen für Reisende verpflichtend machen. Frankreich ist von den Corona-Pandemie besonders betroffen, inzwischen sind über 30.000 Menschen gestorben.

Für die Passagiere habe der Test keine negativen Folgen, versicherte die SNCF: Bei einer Temperatur von über 38,5 Grad werde ihnen lediglich eine chirurgische Gesichtsmaske sowie Handgel ausgehändigt. Zudem könne der Kunde die Reise kostenlos verschieben oder stornieren, wenn er dies wünsche.

Eiffelturm und Disneyland öffnen in Paris wieder ihre Pforten

Gute Nachrichten für Paris-Touristen. Die Besucher können endlich wieder auf die Spitze des Eiffelturms. Am Mittwoch öffnete die dritte Etage der berühmten Sehenswürdigkeit. Die Zahl der Tickets sei aber begrenzt, damit die Menschen genug Abstand halten könnten, teilte der Betreiber mit. Auch die Fahrstühle würden nicht voll ausgelastet.

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Besucher dürfen nun wieder auf alle drei Etagen des Eiffelturms steigen.

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Betreiber des Eiffelturms sind optimistisch

Nach einer mehr als dreimonatigen Zwangspause wegen der Corona-Krise hatte das 324 Meter hohe Pariser Wahrzeichen Ende Juni seine Pforten wieder geöffnet. Die ersten beiden Stockwerke des Pariser Wahrzeichens sind bereits seit dem 26. Juni wieder zugänglich, nach der längsten Schließung seit dem Zweiten Weltkrieg.

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Der Geschäftsführer des Eiffelturms, Patrick Branco Ruivo, äußerte sich optimistisch über die kurzfristige Entwicklung des Tourismus in Paris. Zur selben Zeit im Vorjahr hätten täglich 23.000 Menschen den Eiffelturm besucht. Bei seiner Wiedereröffnung „begrüßten wir am ersten Wochenende 5000 Menschen, und vergangenes Wochenende 10.000 Menschen“. Deshalb sehe er Grund zur Zuversicht: „Es ist eine Botschaft der Hoffnung mit Blick auf Covid-19.“

Der über 130 Jahre alte Turm wurde bisher jährlich von rund sieben Millionen Menschen besucht. Bei einem Besuch müssen Gesundheitsvorschriften eingehalten werden, so herrscht eine Maskenpflicht. Der Turm wurde für die Pariser Weltausstellung gebaut und 1889 fertiggestellt.

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Disneyland Paris öffnet wieder seine Pforten

Und noch eine Besucherattraktion kann wieder besucht werden. Vier Monate nach seiner Schließung wegen der Corona-Pandemie ist der Vergnügungspark Disneyland Paris am Mittwoch teilweise wieder geöffnet worden. Dort gelten ebenfalls Sicherheitsmaßnahmen für Gäste und Mitarbeiter – die Zahl der Besucherinnen und Besucher ist begrenzt. Eine Online-Plattform zur Planung eines Besuchs soll dabei helfen. Der Freizeitpark in Marne-la-Vallée vor den Toren der französischen Hauptstadt war rund vier Monate lang geschlossen gewesen. Der Park hatte 2018 nach Angaben des Tourismusverbands der Hauptstadtregion rund 15,1 Millionen Besucher gezählt.

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Frankreich plant systematische Corona-Test an Flughäfen

Frankreich verschärft die Regeln für Einreisende – Touristen aus Deutschland sind davon allerdings nicht betroffen. Paris will Reisende aus Risikogebieten künftig am Flughafen auf Corona testen.

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Die bestehende Regelung wird verschärft

Die Maßnahme werde in den kommenden Tagen umgesetzt, kündigte Regierungssprecher Gabriel Attal an. Diejenigen, die bereits einen Corona-Test gemacht haben, müssten einen Nachweis darüber erbringen können, so Attal. Dann sei kein erneuerter Test in Frankreich notwendig. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte Ende vergangener Woche noch von einer freiwilligen Maßnahme gesprochen.

 

 

 

Reisende aus Deutschland nicht betroffen

„In Ländern, in denen das Virus nicht mehr zirkuliert als in Frankreich, gibt es keinen Grund, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen“, erklärte Attal weiter. Reisende aus Deutschland dürften von den Tests nicht betroffen sein.

Wörtliche sagte er:

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«On va systématiser les tests à l’aéroport pour les voyageurs qui viennent de pays dits “rouge“, c’est-à-dire des pays où le virus circule le plus. 2.000 tests PCR par jour».

«Ceux qui auront pu faire un test depuis le pays d’origine n’auront pas à le refaire en arrivant à Paris, en France. Il faudra qu’ils puissent produire la preuve qu’ils ont fait un test, ça va être mis en place dans les jours qui viennent.»

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Führende Wissenschaftler in Frankreich hatten am Wochenende eine Maskenpflicht in öffentlichen geschlossenen Räumen gefordert, um ein Wiederaufflammen der Epidemie zu verhindern. In Frankreich gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln Maskenpflicht. Viele Läden, Sehenswürdigkeiten oder andere Einrichtungen schreiben aber das Tragen einer Maske vor. Frankreich ist von der Corona-Pandemie hart getroffen und zählt mehr als 30.000 Tote.

Sorge über neuen Anstieg der Corona-Fälle

Frankreichs Gesundheitsbehörde warnte zuletzt vor einem Wiederanstieg der Corona-Fälle. Es zeige sich, dass die Übertragung des Virus anhalte oder sogar fortschreite, erklärte Santé Publique France. „Die bisher beobachtete Zunahme bleibt zwar moderat, erfordert aber höchste Wachsamkeit“, hieß es. „Um ein Wiederaufflammen der Epidemie zu vermeiden, ist es unerlässlich, dass die Bevölkerung die empfohlenen Präventionsmaßnahmen rigoros anwendet.“

Auch Jean-François Delfraissy, der Leiter des wissenschaftlichen Rates, der die französische Regierung in der Krise berät, äußerte sich zuletzt ähnlich. „Wir sind sehr überrascht von der Tatsache, dass Barriere- und soziale Distanzierungsmaßnahmen nicht mehr respektiert werden“, kritisierte er. Dabei sieht er besonders die Jüngeren in der Pflicht, die sich seiner Ansicht nach nicht an die Regeln halten.

Ärger über dein Konzert in Nizza

Empörung in Frankreich über ein Konzert inmitten der Corona-Krise: Knapp 5000 Menschen versammelten sich am Samstagabend auf der berühmten Promenade des Anglais in der Hafenstadt Nizza – dort legte etwa der bekannte französische DJ The Avener auf. Medienberichten zufolge wurden die Schutzmaßnahmen gegen Corona nicht eingehalten – die Menschen hielten keinen Abstand und trugen keine Masken. Auf Fotos und Videos war eine zum Teil dicht gedrängte Menge zu sehen.

Lockerung der Corona-Reglungen

In den vergangenen Wochen waren die Corona-Regelungen gelockert worden.  Die Einreise von Deutschland nach Frankreich ist nun wieder problemlos möglich, im Land selbst sind allerdings einige Einschränkungen zu beachten. In weiten Teilen des Landes haben Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber nun wieder geöffnet. Auch die Restaurants empfangen im ganzen Land wieder Gäste – alles natürlich mit strengen Hygieneregeln. Auch Freizeitangebote sind nun wieder verstärkt möglich. So sind alle Strände wieder zugänglich. Große Museen und Monumente dürfen ebenfalls wieder Besucher empfangen.