(Fast) Alles über Banksy

Früher von der Polizei gejagt, heute verehrt. Banksy hat eine unglaubliche Karriere hingelegt. Für seine Schablonengraffiti werden inzwischen Unsummen bezahlt. Immer wieder überrascht er mit pointierten politischen Statements. 
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Neben seinen Schablonen-Graffiti hängt Banksy eigene Arbeiten auch ungefragt in Museen auf. Sowohl im LondonerTate Modern, New Yorker Museum of Modern ArtMetropolitan Museum of Art, Brooklyn Museum, American Museum of Natural History als auch im Louvre hingen 2005 seine Arbeiten auf diese Weise. Im Mai 2005 wurde Banksys Version einer Höhlenmalerei, die einen jagenden Menschen mit Einkaufswagen zeigte, im British Museum gefunden. Noch immer weiß niemand, wer hinter Banksy steckt.
Neben Streetart ist Banksy auch in anderen künstlerischen Bereichen aktiv. In mehreren Büchern veröffentlichte er Fotos seiner Graffiti und Gemälde mit ganz persönlichen Kommentaren. Auch als Filmemacher ist er erfolgreich. Sein Dokumentarfilm „Exit through the Gift Shop“ über die französischen Künstler Thierry Guetta und Invader wurde 2011 sogar für einen Oscar nominiert.

2015 bezog er politisch Stellung zur Bombardierung des Gaza-Streifens durch die israelische Luftwaffe. In seinem Kurzvideo „Willkommen in Gaza“ zeigte Banksy das Ausmaß der Zerstörung mit zynischen Untertiteln wie: „Die Einheimischen mögen es hier so sehr, dass sie nie fortgehen – weil sie nicht dürfen“. Aufgrund seines poltischen Engagements, zählte ihn das Time Magazine 2010 zu einem der 25 einflussreichsten Künstler der Welt.

Auf dieser Seite wird in loser Form über den Künstler berichtet.

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>> Banksy verlost ein Rettungsboot <<

Banksy sorgt mal wieder für Aufmerksamkeit. Nachdem er im Oktober eines seiner Kunstwerke geschreddert hat, will er ein anderes jetzt versteigern. Also eine gute Gelegenheit, mit etwas Glück einen echten Banksy zu bekommen. 

Für umgerechnet 2,25 Euro verlost Banksy ein ferngesteuertes Flüchtlingsboot. Die Aktion kündigte er auf Instagram an. Alles was man dafür tun muss, ist das Gewicht des Kunstwerks richtig zu schätzen.

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Das münzbetriebene Boot hatte Banksy eigentlich für seinen Themenpark Dismaland gemacht. Dismaland war ein Kunstprojekt von Banksy. In einem ehemaligen Schwimmbad hatte er einen etwas anderen Vergnügungspark erschaffen. Banksy machte dabei menschliche Abgründe sichtbar. Eine Attraktion waren überladene Flüchtlingsboote, die ferngesteuert werden konnte.

Eines der Boote wird jetzt verlost. Derzeit steht es in einem Geschäft in London, damit es sich alle Interessierten anschauen können. Der Laden mit dem Namen „Choose Love“ ist das weltweit erste Geschäft, in dem man Sachen wie Windeln oder Schlafsäcke für Flüchtlinge kaufen kann. Alles was dort bezahlt wird, wird dann an Menschen weitergegeben, die die Sachen dringend benötigen.

Bis zum 22. Dezember können Interessierte auf der Homepage von Choose Love ihre Schätzungen abgeben. Das Miniaturboot ist 90 Zentimeter lang und besteht aus Glasfasern, die Figuren darauf aus Kunstharz.

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>> Banksy-Werke beschlagnahmt <<

Jähes Ende einer Banksy-Ausstellung. Die bereits in mehreren europäischen Städten gezeigte Schau „Banksy Unauthorized“ war seit Anfang November in Brüssel zu sehen. Nun sind die Bilder beschlagnahmt worden.

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Die Bilder, Siebdrucke und Fotos mit einem Schätzwert von 15 Millionen Euro hatte Banksys ehemaliger Agent Steve Lazarides zusammengestellt. Mit diesem hatte sich der Künstler 2009 überworfen.

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Hintergrund der Beschlagnahmung ist ein Versicherungsstreit. Die gemeinnützige Organisation Strokar, auf deren Gelände die Werke gezeigt wurden, forderte vom Veranstalter die Vorlage von Versicherungsverträgen. Dem kam der Veranstalter – ein deutsches Kunstvermittlungsunternehmen – nicht nach. Aus Angst vor hohen Kosten im Fall von Diebstahl oder Beschädigung wandte sich Strokar an das Handelsgericht in Brüssel. Dieses ordnete an, alle Ausstellungsstücke sicherzustellen.

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In einem Bericht in der belgischen Zeitung „L’Echo“ hieß es, das Gericht sei der Ansicht, die Kunstwerke seien „ohne Zustimmung der rechtmäßigen Inhaber“ und „nicht regulär versichert“ worden.

Das Gericht bestätigte gegenüber der Zeitung, dass die Werke:

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„paraissent être exposées sans l’accord des détenteurs légitimes de droits sur elles, qu’elles ne paraissent pas régulièrement assurées et qu’il y a des raisons de craindre pour leur intégrité, de sorte qu’il apparaît nécessaire de les sécuriser au plus vite.“

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>> Banksy interpretiert ein „dick-pic“ <<

Graffitis können richtig schlecht sein – verdammt schlecht. Die Frage, die sich in diesem Fall stellt: Kann man ein verdammt schlechtes Graffiti zu einem hintersinnigen Kunstwerk machen? Banksy hat sich daran versucht – mit seinem „dick pic“. 

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Das Foto stammt vom Instagram-Account, der Banksy zugeschrieben wird. Der Sinn des Graffitis erschließt sich erst, nachdem der Betrachter den Text gelesen hat. Der hat – anders als die Schmiererei darunter – wenig mit Sex im weitesten Sinne zu tun. Das Graffiti kann als Kritik an der Datensammelwut der großen Internetkonzerne gelesen werden.  An den überraschendsten Stellen stößt man plötzlich auf die Erkenntnis, dass die Unternehmen wirklich alles wissen – die täglichen Gewohnheiten, das Einkaufverhalten und  eben auch, was man im Internet so alles tut.

In diesem Sinne ist dieses Graffiti gezielte Sozialkritik.

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>> Und noch eine Ausstellung <<

Mailand ist um eine Attraktion reicher. Im Museum der Weltkulturen werden 80 Werke von Banksy gezeigt. Darunter Gemälde und Drucke. Der Titel: „A visual protest. The Art of Banksy“.

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Der Kurator Gianni Mercurio sucht einen Zugang zum Thema Banksy, wie er selbst sagt, auf einer eher akademischen Ebene:

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„un po’ freddo – ha spiegato – e di fornire una lettura scientifica abbondando in informazioni: le sue opere sono caratterizzate dall’immediatezza ma spesso hanno un background britannico con significati che a noi sfuggono.“

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Die Kunsthistorikerin Maria De Giorgio, die als Banksy-Expertin gilt, sagt zu der Ausstellung und dem Wirken des Graffiti-Künstlers:

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„Er spielt irgendwie mit dem Markt, um das Bewusstsein der Käufer zu schärfen. Die Käufer sollen lernen, die Regeln des Kunstmarktes infrage zu stellen“.

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Die Ausstellung läuft noch bis zum 14. April und ist vom Künstler weder genehmigt, noch kommentiert worden.

Und auch diese „Kunst“-Aktion wollen wir nicht vorenthalten. Irgendwie scheinen die Werke von Banksy die Fantasie der Menschen zu beflügeln – allerdings nicht immer im guten Sinne.

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>> Ein Banksy wird überpinselt <<

Für seinen „guten Kumpel“ Banksy greift der US-Künstler Ron English zu drastischen Maßnahmen. Er will ein 561.000 Pfund teures Bild des Graffiti-Stars mit weißer Farbe übermalen. Das Ziel: Protest gegen den Ausverkauf von Street Art. Die Kommerzialisierung dieser Kunstrichtung widerspreche ganz klar dem Gedanken von Street Art.  

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Die Sache hat allerdings einen Hake: nach der Aktion will Ron English das übermalte Banksy-Werk verkaufen. Ob das auch zum Protest gehört oder doch nur wieder die Kosten des Kaufs einbringen soll, ist nicht ganz geklärt.

Wirklich originell ist der Einfall zudem auch nicht. Im Grunde es ist eine Kopie der Aktion von Banksy selbst. Der hatte nämlich bei einer Auktion bei Sotheby’s in London Anfang Oktober sein eigenes Bild „Girl with Balloon“  – zur Hälfte – geschreddert. Das war eine überaus spektakuläre Aktion und machte das Werk noch teurer als zuvor. Das Bild war für 1,2 Millionen Euro versteigert worden.

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Streng genommen, hat Banksy seine eigene Aktion also konterkariert – sollte alles nicht schon im voraus geplant gewesen sein. Allerdings veröffentlichte Banksy danach ein Video, das zeigt, wie das Bild vollständig zerstört werden sollte. Bei den Proben habe es geklappt, versichert der Graffiti-Künstler.

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Bei dem Bild, das Ron English übermalen will, handelt er sich um das Werk „Slave Labour“. Er hat für das Bild in Los Angeles bei einer Auktion geboten und den Zuschlag erhalten. Banksy hat „Slave Labour“ im Jahr 2012 an der Mauer eines Diskonters im Norden Londons angebracht. Das Werk zeigt ein Kind, das Union-Jack-Fahnen näht und war als Kritik an den Ausbeutungsbetrieben gedacht, die 2012 Souvenirs für die olympischen Spiele in London herstellten. Später wurde das Schablonen-Kunstwerk, wie viele andere Banksy-Werke auch, abgenommen und verkauft – sehr zum Ärger des Künstlers.

Der Internetseite Hyperallergic sagte Ron English:

“The painting was created as a piece of social commentary. It was transformed into a commodity without regards to the original message. I knew that if I bought the painting it would shine new light on the art and the image hopefully putting the issue of child labor back into the public dialog. If I whitewash it, the piece becomes the new ‘Erased de Kooning’ by Rauschenberg. And it gains hype and status as a commodity in the art world, which would allow me to resell it at a profit and use the profits for children’s charities, furthering the original intent.”

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>> Ein Gratis-Poster von Banksy <<

Ein Werk von Banky – gratis. Das ist der Traum jedes Fans. Nun kann dieser Wunsch in Erfüllung gehen. Auf  Reise-Messe in London wird der Graffiti-Künstler ein Poster verschenken. Das schreibt er auf seinem Instagram-Account.  

Banksy hatte die Aktion vor einigen Tagen angekündigt. Nun hat er einen Stand auf der Messe und macht seine Ankündigung wahr. Doch er warnt, jeden Tag werden nur 1000 der Poster verschenkt. Banksy scheint einen großen Andrang zu erwarten. Doch er tröstet alle, die keines bekommen. Auf seiner Web-Page könne man eines herunterladen. Die Adresse ist: www.banksy.co.uk

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Die Aktion hängt direkt mit seinem Engagement für die Palästinenser im Nahen Osten zusammen. Auf der Messe hängt die Replik eines Mauerstückes, die zwischen Israel und den Palästinensergebieten verläuft. An dem Stand wird für Palästina als Touristendestination geworben.
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Das von dem Künstler betriebene „Walled-Off-Hotel“ liegt nur wenige Meter von der Mauer entfernt. Banksy hatte den Ort als „Hotel mit dem schlechtesten Ausblick“ beworben. Jedes Zimmer blickt direkt auf die Barriere. „Mit der Nachbildung der zerstörten Mauer macht Banksy ein Statement, ich denke, es ist seine Zukunftsvision, dass sie eines Tages fallen wird“, sagte der Hotel-Manager bei der Reisemesse in East London.

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>> Banksy geht in die Reisebranche <<

Jedes Jahr treffen sich in London die wichtigen Menschen der Reisebranche. Dieses Mal wird auch Banksy auf der Reise-Messe in London präsent sein. Dort will er auf einem Stand ein Werk präsentieren, das er für die Mauer kreiert hat, die Israel von den Palästinensern trennt. Auch will er etwas verschenken – was ist noch unklar. Das schreibt er auf dem ihm zugerechneten Instagram-Account.

Wer eine Arbeit von Banksy haben will, der hat nun die Gelegenheit. Auf dem World Travel Fair in London wird er sich am Stand von Palästina präsent sein. Welche Überraschungen auf den Besucher wartet, lässt er offen.

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Banksy erklärt auf seiner Instagram-Seite die Aktion:

Opening my first ever stall at a trade fair next week. I’ve painted a replica separation barrier to promote the Walled Off hotel, ironically the neighbours have complained it’s too tall. We’ll be at the Palestine stand giving away free stuff, World Travel Fair, London Excel centre 6th and 7th November. Free to get in if you register online today and pretend to be a travel agent.

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Wer nach London möchte, hier ist die Adresse:

ExCeL London
Royal Victoria Dock, 1
Western Gateway
London E16 1XL, UK

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>> Missglückte Schredder-Aktion <<

Banksy wollte sein während einer Auktion in London teilweise zerstörtes Kunstwerk eigentlich vollständig schreddern.

In einem Video zeigt er nicht nur, wie der Schreddermechanismus installiert wurde, sondern auch die Versteigerung im Auktionshaus Sotheby’s und die teilweise Zerstörung des Werks, nachdem der Auktionator den Zuschlag erteilt hatte.

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Am Schluss ist auf einer Tafel zu lesen: „Bei Proben funktionierte es jedes Mal…“ Dann ist eine Sequenz zu sehen, in der eine Kopie des Bildes durch den im Rahmen verborgenen Schredder tatsächlich ganz zerschnitten wurde.

Das berühmte Bild „Girl with a Balloon“ war für umgerechnet knapp 1,2 Millionen Euro verkauft worden. Kurz nachdem der Hammer fiel, war es zum Erstaunen der Teilnehmer durch einen im dicken, verschnörkelten Goldrahmen verborgenen Schredder gelaufen, übrig blieb nur der obere Teil des Bildes, der Rest hing in Streifen herunter. Banksy, dessen wahre Identität unbekannt ist, stellte die Aktion später auf seinem Instagram-Account im Internet als von langer Hand geplante Kritik am Kunstmark dar.

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>> Reaktionen auf die Schredder-Aktion <<

Die Aktion von Banksy, ein nach einer Aktion ein Bild zu schreddern, schlägt höhere Wellen als erwartet. Jeder hat eine Meinung dazu und viele wurden zu eigenen Aktionen inspiriert – die allerdings nicht immer glücklich endeten.  

Hier berichtet die „Bild“-Zeitung von einem Banksy-Fan, der ebenfalls ein Werk des Künstlers zerstörte. Dass zwischen dieser Aktion und dem Tun von Banksy ein kleiner Unterschied besteht, hatte er dabei wohl nicht bedacht.

Die Käuferin eines Kunstwerkes des Straßenkünstler Banksy will das Bild nach wie vor haben. „Wir freuen uns, den Kauf zu bestätigen“, sagte Alex Branczik vom Auktionshaus Sotheby’s am Donnerstag. Die anonyme Sammlerin aus Europa hält demnach an dem Geschäft zum ursprünglichen Preis von 1,04 Millionen Pfund (1,2 Millionen Euro) fest.

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Beim Fernsehsender 3sat haben sich die Verantwortlichen ihre ganz eigenen Gedanken über die Banksy-Aktion gemacht. Und diese dann sofort umgesetz.

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In der Zeitung „Die Welt“ hat sich ein Kunstkritiker einige Gedanken über Banksy gemacht – und kommt zu einem eher vernichtenden Urteil.

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Kreativ war der Berichterstatter bei „Zeit Online“. Einen zerschredderten Text als Kunstkritik – auch nicht schlecht.

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Das Satire-Magazin „Titanic“ darf natürlich nicht fehlen, wenn es um die Bewertung der Aktion geht. Aber in der dortigen Redaktionsstube haben die Leute schon weiter gedacht.

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Und noch einmal die „Zeit“. Im Magazin machen sie sich Gedanken über den Zusammenhang zwischen der Banksy-Aktion und dem aktuellen Zustand der CSU.

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Manche sind besonders kreativ und übertragen die Schredder-Aktion in andere Lebenswelten.

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Banksy hat mit seiner Aktion geradezu einen Wirbelsturm an kreativen Ideen ausgelöst. Hier noch eine davon:

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Und schließlich noch ein Service-Hinweis: Wer seine eigenen Bilder schreddern möchte, kann dies mit dem folgenden Equipment tun:

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Okay – auch das muss sein:

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>> Die Lösung des Schredders <<

Der „Skandal“ ist geglückt. Banksy hat sein eigenes Werk „Girl with Balloon“ zerstört. Einen Tag nach der Aktion liefert er auf seinem Instagram-Account selbst die Auflösung des Geheimnisses, das die Kunstwelt umtreibt.

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Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

. „The urge to destroy is also a creative urge“ – Picasso

Ein Beitrag geteilt von Banksy (@banksy) am

Auf dem Instagram-Account erklärt Banksy: „Vor einigen Jahren habe ich heimlich einen Schredder in den Rahmen eingebaut, falls das Werk jemals versteigert werden würde.“ Banksys Sprecherin Jo Brooks bestätigte die Echtheit der Aufzeichnung. Ob er bei der Auktion gewesen sei, sagte sie nicht.

Das Video wirkt – wie die meisten Banksy-Aufnahmen – sehr professionell unprofessionell.Zudem ist der Messerbalken, der in dem Video zu sehen ist, zwar sehr furchtseinflößend – zum Schreddern eines Bildes allerdings wahrscheinlich eher ungeeignet.

Es erscheint auch sehr überraschend, dass niemand den Schredder in dem Rahmen je entdeckt haben sollte. Kunstwerke solch eines Wertes werden in der Regel sehr gründlich. Da zu diesem Kunstwerk auch der Rahmen gehörte, dürfte auch dieser unter die Lupe genommen worden sein – auch von den Mitarbeitern von Sotheby’s. War also alles ein kalkulierter Skandal – vieles deutet darauf hin.

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>> Banksy-Werk verkauft und geschreddert <<

Banksy hat wieder zugeschlagen. Mit einer verblüffend einfachen Idee hat er den Kunstmarkt überrumpelt und gleichzeitig die Summen kritisiert, die auf dem überhitzten Markt für Kunstwerke gezahlt werden.

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Alles geschah auf einer Auktion bei Sotheby’s. Unmittelbar nachdem ein Bild Banksys bei einer Auktion für eine Millionensumme verkauft wurde, hat es sich selbst zerstört. Das Bild „Girl with Balloon“, das zu den bekanntesten Motiven von Banksy gehört und als Kopie auf unzähligen Wänden und als Kunstdruck millionenfach verkauft wurde, war für 1,04 Millionen Pfund (1,2 Millionen Euro) unter den Hammer gekommen. Doch in dem Moment, als der Zuschlag erteilt wurde, geschah das Unglaubliche: es schaltete sich ein im Bilderrahmen versteckter Schredder ein und beschädigte das Bild.

„Es scheint so, dass wir gerade gebanksyed wurden“, sagte Alex Branczik, Direktor der Abteilung für Zeitgenössische Kunst beim Auktionshaus Sotheby‘s in London. Das Bild hatte vor seiner Zerstörung den bisherigen Versteigerungsrekord von Banksy eingestellt. Ursprünglich war das Werk „Girl with Balloon“ auf nur 200.000 bis 300.000 Pfund geschätzt worden.

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Das Kunstwerk wurde laut der Beschreibung im Katalog im „Rahmen des Künstlers“ verkauft. In diesem hatte sich der Schredder befunden, der „Girl with Balloon“ nach der Auktion zerstörte. Ob Bansky mit im Auktionsraum war und die Zerstörung selbst ausgelöst hat, ist nicht bekannt. Das Bild war von einem Bieter am Telefon ersteigert worden, um wen es sich handelt wurde nicht bekannt.

Doch der Kunstmarkt ist eine sehr kreative Veranstaltung, die immer wieder Mittel und Wege findet, aus Stroh Geld zu machen.  „Wir sind damit beschäftigt, heraus zu finden, was das in einem Auktions-Kontext bedeutet“, sagte Branczik dem Fachmedium „Art Newspaper“. „Das Schreddern ist nun integraler Bestandteil des Kunstwerks.“ Man könne die Überreste nun möglicherweise konservieren. „Man könnte argumentieren, dass das Werk jetzt wertvoller ist als vorher“, sagte Branczik.

Aber natürlich geht es in der Kunst nicht nur um die Kunst – sondern auch um sehr viel Geld. Die Frage, ob der Käufer das Bild nun bezahlen muss, ist noch nicht geklärt. „Wir haben mit dem erfolgreichen Bieter gesprochen, der überrascht war von der Geschichte“, teilte Sotheby‘s der „Financial Times“ mit. „Wir sind in Gesprächen über die nächsten Schritte.“

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>> Banksy-Werk aus Versehen halb übermalt <<

Ein gewisser Kunstsinn kann bisweilen von großem Vorteil sein. So geschehen in Bristol, wo die neuen Besitzer eines kleinen Geschäftes bei den Renovierungsarbeiten ein frühes Originalwerk von Banksy übermalt haben. Sie sagten, dass sie keine Ahnung hatten, dass das Graffiti von einem weltberühmten Künstler gemacht worden sei.

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Jo Xie und Tommy Yuen heißen die beiden Unglücksraben. Sie wollen einen neuen Teashop in Bristol in der Park Row eröffnen. Früher war dort der Rollermania skate shop.

As part of the renovations they had the shopfront shutters re-painted as they were covered with old graffiti.

Für den Arbeiter, der das Werk übermalte, war die Neuigkeit ebenfals ein Schock. Er sagt der Internetseite BristolLive:

“I came back saw a guy was standing there – he was really upset, like he was crying a bit. I came up to him and I said ‘what’s up? Did I do something wrong?’ He told me it was by a famous artist, so I stopped everything and told the landlord.”

Banksy-Fan Simon Whiteway hat auf seiner Facebook-Seite das halb übermalte Graffiti gepostet. Er schreibt: “One of Banksy’s original freehand murals on a shutter, circa 1999. Now getting painted over today.”

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>> Banksy in Moskau – oder doch nicht? <<

Banksy ist wütend. In Moskau werden Werke von ihm gezeigt und er weiß nichts davon. Aber ist das wirklich wahr – oder doch nur ein PR-Gag?

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Wer seine Kunst für alle zugänglich macht, kann gleichzeitig nie ganz kontrollieren, was mit ihr passiert – das erlebte jetzt auch Banksy: Seine Street-Art wird seit Juni in einer Moskauer Ausstellung gezeigt. Unter den ausgestellten Stücken befinden sich nicht nur Fotografien seiner Graffitis, sondern auch ein Original seiner Version der Mona Lisa sowie 25 andere Werke, die ihm zugeschrieben werden.

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Von der Ausstellung wusste der Künstler aber offenbar nichts: Mittwochnacht veröffentlichte er einen iMessage-Dialog auf seinem Instagram-Account, in dem er mit den Worten „Was zur Hölle ist das?“ auf ein Foto der Ausstellung reagiert. Er hoffe, dass klar sei, dass das nichts mit ihm zu tun habe. „Ich nehme kein Geld von Menschen, damit sie meine Kunst sehen können. Es sei denn, es gibt ein Riesenrad dazu“, schreibt er in Anspielung auf seinen dystopischen Vergnügungspark „Dismaland“, den er im Jahr 2015 betrieb.

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>> Ein Straßenschild von Banksy <<

Das jüngste Kunstwerk des britischen Graffiti-Malers Banksy ist knapp 24 Stunden nach dem Auftauchen in der englischen Küstenstadt Clevedon verschwunden.

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Das Meisterwerk stellte ein Verkehrszeichen dar und „warnte“ die Fahrer davor, dass über die Straße Kinder mit Greisen auf den Schultern laufen könnten. Das falsche „Gefahrzeichen“ dürfte in der Nacht zum Freitag installiert worden sein.
Banksy veröffentlichte ein Foto des Graffitos auf Instagram. In der Nacht zum Samstag verschwand das Meisterwerk dann vom Lichtmast. Einige Einwohner der Stadt mutmaßten, das „Verkehrszeichen“ sei gestohlen worden. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein. (The Independent)

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>> Dank an Banksy aus dem Gefängnis <<

„Lieber Banksy, ich schreibe diesen illegalen Brief aus einem Verlies, das in seiner Geschichte blutige Qualen gesehen hat“: So beginnt die Künstlerin und Journalistin Zehra Dogan einen Brief, den sie an den weltbekannten Street-Art-Künstler Banksy geschrieben hat und den dieser auf seinem Instagram-Account veröffentlicht hat.

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Ein Brief aus dem Gefängnis

„Der Brief ist illegal, weil ich weder Briefe schreiben noch telefonieren darf.“ Zehra Dogan ist in der südostanatolischen Stadt Diyarbakir inhaftiert, sie wurde im März 2017 verurteilt, weil sie die Zerstörung einer türkischen Stadt gemalt hatte – inklusive einer über das Szenario fliegenden Landesflagge.

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Banksy hatte gegen ihre Inhaftierung mit einem Wandbild in New York protestiert. An der 21 Meter breiten Mauer an der Ecke Houston Street und Bowery malte er im vergangenen März schwarze Striche, die die Gitterstäbe vor Gefängnisfenstern darstellen sollen und die Tage symbolisieren, die Zehra Dogan bis dahin bereits im Gefängnis verbracht hatte. Hinter den Gitterstäben sieht man das Gesicht Dogans, in einer Ecke steht „Free Zehra Dogan“.

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>> Banksy-Werke in Paris <<

Banksy hat Paris besucht. Die Entdeckung von Wandbildern im Banksy-Stil löste in der französischen Hauptstadt geradezu einen Hype aus. In den Medien und sozialen Netzwerken über die unsignierten Kunstwerke spekuliert.

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Eine Sprecherin des Graffiti-Künstlers äußerte sich nicht dazu, ob die Bilder tatsächlich von ihm stammen. Banksys Instagram-Account veröffentlichte aber später ein Foto einer Ratten-Darstellung neben dem Pariser Kunstmuseum Centre Pompidou – das Tier war darauf mit einem Tuch maskiert und trägt ein Teppichmesser. „50 Jahre seit dem Aufstand in Paris 1968. Der Geburtsort der modernen Sprühschablonen-Kunst“, hieß es dazu.

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Zu den schon vorher entdeckten weiteren Motiven blieb Banksy zunächst stumm. Besonders viel Aufsehen hatte die Darstellung eines Mädchens erregt, das ein Hakenkreuz mit einem rosa Muster übersprüht. Sie wurde in der Nähe einer früheren Erstaufnahmeeinrichtung für Migranten am nördlichen Rand der französischen Hauptstadt gefunden. Banksy war schon häufiger mit politischen Botschaften aufgefallen. Das Bild ist inzwischen selbst übersprüht worden.

Ein weiteres Werk zeigt einen Mann, der einem Hund mit amputiertem Bein einen Knochen hinhält, während er eine Säge hinter seinem Körper versteckt. Inzwischen tauchte auch ein Bild beim Musikclub „Bataclan“ auf, der 2015 Ziel eines islamistischen Anschlags war. An einer Tür in der Seitenstraße, in die damals Konzertbesucher durch Notausgänge flohen, ist eine trist wirkende weiße Figur zu sehen.

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Der Gründer des kleinen Kulturmediums „Artistik Rezo“, Nicolas Laugero Lasserre, war schon früh von Banksys Besuch überzeugt: „Gut eine Woche vor der Entdeckung des ersten Wandbildes (…) hatten wir von mehreren Quellen gehört, dass Banksy in Paris sei“, sagte er. Laugero Lasserre wies auf das Hakenkreuz-Bild hin: Das gleiche Tapetenmuster habe Banksy auf einem Elefanten in Los Angeles und in einer Ausstellung im Museum von Bristol genutzt. „Die Tapete dient als Signatur.“ Zur Frage, ob auch die Figur am „Bataclan“ von Banksy stamme, riet er zur Vorsicht.

Auch die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo reagierte auf Banksy in einem Tweet. Banksy spreche dem Menschen aus dem Herzen, schreibt sie. „Danke #Banksy“.

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>> Banksy in Toronto gestohlen <<

Ein unbekannter Dieb hat vor einigen Tagen ein Banksy-Gemälde aus der Ausstellung „The Art of Banksy“ in Toronto, Kanada gestohlen. Die Polizei fahndet nun nach dem Täter mit Bildern der Überwachungskamera aus der Galerie.

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Die Polizei sagt, das Werk “Trolley Hunter” ist rund 35,000 Dollar wert.

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Corey Ross, Vorsitzende von Starvox Exhibits sagt zu der ganzen Sache:

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“We can confirm a piece of art went missing during setup of ‘The Art of Banksy’ exhibition in Toronto. The incident was reported to the police who are currently investigating the disappearance. Due to the investigation, we will not be commenting further at this time.”

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Angesichts der Videos mit dem herumschleichenden Dieb wird man allerdings den Verdacht nicht los, dass der Diebstahl auch ein großer Fake sein könnte – es würde Banksy sehr ähnlich sehen.

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>> Banksy im zweiten Anlauf <<

Ein berühmter Name öffnet Tore. Das musste Banksy feststellen, als er ein Anti-Brexit-Kunstwerk bei der Royal Academy einreichte.

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Die Arbeit wurde, nach Angaben des Graffiti-Künstlers, abgelehnt, ließ er seine Fan-Gemeinde auf seinem Instagram-Account wissen. Er bewarbt sich bei der Academy unter dem Namen Bryan S Gaakman, „an anagram of Banksy anagram“.

Die Arbeit „Vote to Love“ war inspiriert von einem „Vote Leave“-Poster, das während des EU-Referendums im Juni 2016 plakatiert worden war.

Banksy schreibt, dass ein Monat nachdem seine Arbeit für die Sommerausstellung abgelehnt wurde, er von der Royal Academy kontaktiert worden sei, „etwas“ einzuschicken. Also hat er die Arbeit noch einmal eingeschickt. „It’s now hanging in gallery three“, schreibt Banksy.

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Der Kommentar der Royal Academy zu dem Zwischenfall: Kein Kommentar!

Die Sommerausstellung wird unter anderem von Grayson Perry kuratiert. Der Turner Prize-Gewinner sagt, er wolle „celebrate the democratic rough and tumble of the world’s largest open-submission show“.

Die Ausstellung dauert vom 12. Juni bis 19. August.

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>> Banksy im British Museum <<

Banksy schafft es wieder ins Britisch Museum – mehr als zehn Jahre, nachdem er dort mit seiner „Höhlenmalerei“ für einige Aufregung gesorgt hatte. Bekannt wurde der Stein als „Peckham Rock“.

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Die Malerei zeigt eine primitive Zeichnung mit einem Mann, der einen Einkaufswagen schiebt. Dabei war ein Schild mit einer sehr ernsten Erklärung des Kunstwerkes. Das Stück Stein hing mindestens drei Tage im Museum, bevor es entdeckt wurde.

Das Banksy-Werk wird Teil einer Ausstellung von 100 Stücken des British Museum, die eine besondere Geschichte haben oder auch interessante satirische Darstellungen sind.  Ian Hislop, Kurator der Ausstellung, erklärt, dass die Wahl von Banksy zeigt, dass das British Museum auch Spaß versteht.

Und Hislop verweist auf die gesellschaftliche Dimension der Ausstellung:

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“We are very sneery about the past, we are very condescending about other cultures and other times and imagine that only we are brave enough, bright enough or sensible enough to notice there is something wrong with the way we’re governed. The great thing about this exhibition is to show that people have always noticed.”

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INFO:

The Citi Exhibition, I Object: Ian Hislop’s Search For Dissent runs from September 6 2018 to January 20 2019 at the British Museum.

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>> Auch das ist Banksy <<

Das dürfte Banksy sehr gefallen: 

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>> Banksy-Show in Toronto <<

Und noch eine Ausstellung. 80 Werke von Banksy werden diesen Sommer in Toronto gezeigt werden. 

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Die Ausstellung wurde auch schon in Melbourne gezeigt, aber natürlich wird sie auch in Kanada als einzigartig angepriesen. Wer nach Toronto fliegen will, um die Banksy-Werke zu sehen, hier die Adresse: 213 Sterling Road.

Es gibt aber noch weitere Gelegenheiten, die Kunst zu bewundern:

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„The Art of Banksy runs June 13 to July 11 and will then head to the United States.“

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>> Anfrage aus Salisbury <<

Die Idee ist nicht gerade neu: Stadtväter fragen einen berühmten Künstler an, eine unschöne Ecke der Stadt zu verschönern. Das hat der Gemeinderat von Salisbury getan. Die Anfrage war an Banksy gerichtet.

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Der Grund: In Salisbury fand der Angriff mit dem Nervengift auf den russischen Doppelspion Sergei Skripal und seine Tocher statt. Nun sind die kontaminierten Orte wahrscheinlich noch für Wochen oder Monate mit unschönen Wänden abgesperrt. Die soll Banksy mit Graffitis aufwerten, denn die Stadtväter haben Angst um den guten Ruf der Stadt. Die hässlichen Dinger könnten Touristen abhalten und Anwohner weiter in Panik versetzen.

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Alistair Cunningham, der Koordinator der Einsatzgruppe, erklärte dazu:

“We were joking about whether a Banksy would appear on one of them and in due course become an attraction – so I put that message out there.”

Also alles nur ein Scherz? Auf jeden Fall wäre es eine große Herausforderung für Banksy. 80 Polizisten überwachen das Gelände, Reporter stehen dort und warten auf Neuigkeiten, Fotografen lungern und auch Einheimische wollen den Ort des Anschlages besuchen.

Sollte sich Banksy nicht melden, heißt es, werde man versuchen, die Absperrzäune von lokalen Künstlern verschönern zu lassen.

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>> Der Mann, der Banksy gestohlen hat <<

„Der Mann, der Banksy gestohlen hat“ heißt die Dokumentation des italienischen Regisseurs Marco Prosperio. Es ist ein Film darüber, wem Streetart gehört, Diebstahl und dem Verkauf der Kunst. Premier hat der Film auf dem New York’s Tribeca Film Festival.

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Der Film spinnt die Verbindung von der Kunstwelt zur Politik im Nahen Osten. Ausgangspunkt ist ein Graffiti, das Banksy in Bethlehem hinterlassen hat und von einem Privatmann entfernt wurde. Er wollte der Region mit seiner Dokumentation ein Gesicht geben, sagt der Regisseur Marco Prosperio.

Er sagt:

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„Most of the things I have seen about Palestine was picturing them as victims – not just victims but not human beings. It’s not the common story you tell about Palestine. The Banksy artwork was the right occasion to picture them as human beings.“

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Banksy hat mehrere Arbeit in der West Bank hinterlassen. Der Film konzentriert sich auf ein Graffiti: Ein Esel wird von israelischen Soldaten angehalten und seine Papiere werden kontrolliert.

Die Hauptrolle in den Film spielt ein Taxifahrer und Hobby-Bodybuilder, der zusammen mit einem Geschäftsmann das Graffiti entfernt hat und auf Ebay für 100.000 Dollar anbietet. Ein dänischer Sammler kauft der Werk, ist aber bis jetzt nicht in der Lage, es zu verkaufen. Es liegt nun in einem Lager in Europa – weit weg von seinem regionalen und historischen Kontext.

Erzählt wird der Film von der Punkrock-Legende Iggy Pop. Aber es bleibt die Frage, ob auf diese Weise tatsächlich das Schicksal des palästinensischen Volkes deutlicher zu Tage tritt – oder ob der Filmemacher nicht auch nur ein Stück des Ruhms des Graffiti-Künstlers abhaben wollte.

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>> Banksy in Spanien? Eher nicht! <<

In Ferrol im Norden von Spanien erregt ein Graffiti die Gemüter. Ist es ein Werk des weltberühmten engagierten britischen Straßenkünstlers Banksy? Das allererste in Spanien?

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Einige Kunstexperten bezweifeln, dass es sich um einen echten Banksy handelt. Manche vermuten sogar eine Marketing-Aktion dahinter.

Der Kunstprofessor Fernando Castro meint: „Seit wir es zum ersten Mal gesehen haben, waren wir uns sicher, dass es sich um eine Parodie handelt. Wer auch immer glaubt, dass Banksy oder seine Gruppe dahinter steckt und dass sie nach Ferrol kommen werden, die irren sich komplett.

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Eine offizielle Reaktion von Banksy gibt es nicht. Auch das spricht eher gegen ein Original des britischen Graffiti-Künstlers.

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>> Banksy – wieder einmal enttarnt <<

Banksy ist schon wieder enttarnt worden. Dieses Mal steckt hinter dem Graffiti-Künstler der Comic-Künstler und Gorillaz-Gründer Jamie Hewlett. Das zumindest behaputet das Internetportal „Metro.co.uk“

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Die beziehen sich auf eine anonyme Quelle, die unerkannt bleiben wolle, weil sie sich vor den Hass-Reaktionen fürchtet. Der Forensic-Fachmann hat nach eigenen Angaben ganz einfach nachgesehen, welche geschäftlichen Verbindungen von und zu Banksy laufen. Die Recherche zeige, dass alle Firmen, die irgendwie mit Banksy verknüpft sind, auch mit Hewlett in Verbindung zu bringen sind.

Die Quelle sagt:

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„I really believe it could be Jamie Hewlett. Or at least he seems to own all things Banksy.“

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Hewlett, 50, von Horsham, Sussex, wo Banksy schon häuftiger seine Graffitis hinterlassen hat, ist bekannt für die Gründung der „Virtual Alternative Rock Band“ zusammen mit Damon Albarn.

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Verstärkt werden die Spekulationen noch dadruch, dass Banksys bekanntes Gorilla-Sencil in Gorillaz‘ offiziellem Musikvideo für Tomorrow Comes Today vorkommt. Banksy steckt auch hinter dem Think Tank Albumcover für Hewletts Freund Albarns anderer Band Blur.
Die Publizistin Joanna Brooks, die für Banksy Anfragen beantwortet, schrieb auf eine Mail von Metro.co.uk:

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„I can confirm that Jamie Hewlitt is not the artist Banksy.“

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>> Banksy ist nicht überall <<

Nein, nicht jedes Graffiti, das über Nacht an einer Mauer auftaucht ist von Banksy.  Seit Banksy mit seinen Arbeiten in New York für Aufsehen gesorgt hat, werden auch andere Sichtungen des mysteriösen Künstlers wieder häufiger.

Hier eine kurze Liste der vergangenen Tage:

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Beginnen wir in Shoreditch. In der Rivington Street ist ein Graffiti aufgetaucht. Sieht echt aus, trägt auch das Tag von Banksy. In einem Artikel wird auch darauf hingewiesen, dass auch das bekannte Schwarz, Weiß und Rot benutzt wurde, das Banksy zur Anwendung bringt. Der Haken: noch hat sich der Künstler nicht dazu geäußert. Auf seinem inoffiziellen Instagram-Account gibt Banksy in der Regel Hinweise darauf, ob ein Werk seines ist – oder das eines Fälschers.

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Leute aus Cleethorpes in Lincolnshire, einem kleinen Städtchen am Meer, glauben, dass Banksy bei ihnen in der Stadt war. Das Stencil tauchte an der Wand einer Filiale der Barclays Bank auf. Nun wird gerätselt, was das Werk zu bedeuten habe – vor allem, was Banksy damit gemeint haben könnte. Dass es kein original Banksy sein könnte, darauf kommen die wenigsten der Betrachter, schließlich wurde auch schon in der Zeitung darüber berichtet.

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Auch in der Daily Mail wird über das vermeintliche Banksy-Werk berichtet. Eine Passantin sagt dem Reporter:

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„This could be Banksy in Cleethorpes. It could be he is trying to get across that baby is feeding off cash rather than love. Whatever it is, it is money-motivated.“
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Auch in Mumbai wurde ein Banksy gesichtet. Das Graffiti befindet sich an einer Mauer der Victoria Kirche am Mahim und Kohinoor Platz nahe Shiv Sena Bhavan im Zentrum der Stadt. Dass das Graffiti, nicht die Handschrift von Banksy trägt, stört wenig bei den wilden Spekulationen darüber, ob es ein Original des britischen Künstlers ist.

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>> Banksy-Fehlalarm in Chelsea <<

Ist das Banksy? Viele Passanten in Chelsea waren sich sicher, dass der weltbekannte Graffiti-Künstler am Werk sei. Fotos machten die Runde und Spekulationen schossen ins Kraut. Aber es war nicht Banksy.

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Ein Mann machte sich an der Rückseite eines Kiosk zu schaffen und brachte ein Stencil an. Aber nicht jeder Mann mit einer Spraydose in der Hand ist Banksy. Hinter dieser Aktion verbargt sich der Straßenkünstler und Satiriker Adrian Wilson.

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Mit der Aktion wollte er zeigen, wie leicht die Leute auf falsche Nachrichten hereinfallen – wenn sie die Nachrichten nur glauben wollen. Er sagt dazu:

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“The whole piece was about fake news and how easily it is to plant an idea, no matter how unlikely, and it be believed. People WANTED to believe [we were with Banksy] because it was about THEM getting a scoop.”

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Adrian Wilson sagt, dass er die Leute nicht über seine Identität getäuscht hat.

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„I repeatedly denied I was Banksy and unlike the anonymous artist I did it without a disguise in broad daylight.“

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>> Banksy in New York <<

Banksy hat wieder einmal New York besucht. Seine Hinterlassenschaft ist in der 14th Straße zu bewundern. Eine Ratte dreht ihre Runden in einem Ziffernblatt eines ehemaligen Bankgebäudes – wie in einem Hamsterrad.

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Niemand weiß, wie lange das Kunstwerk unentdeckt geblieben wäre, hätte es Banksy nicht in seinem Instagram-Account publik gemacht. Allzu lange wird das Graffiti allerdings an diesem Ort nicht bestehen. Das Gebäude 101 West 14th Street ist für den Abbruch bestimmt. Im Dezember vergangenen Jahres wurden Pläne gemacht, um das Gebäude durch einen 13 -stöckingen Bau zu ersetzen, in dem 45 Apartments entstehen sollen.

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Es ist schon fünf Jahre her, dass Banksy seine Kunst in New York hinterlassen hat. Im Herbst 2013 war er einen Monat lang in der Stadt und an verschiedenen Orten der Stadt Dutzende Werke geschaffen. Nun hoffen einige auf eine ganze Serie von Banksys.

US-Medien spekulierten, was es mit der Ratte auf sich haben könnte. Gemeint sein könnte etwa ein „rat race“, was wörtlich ein Wettrennen unter Ratten meint, aber im übertragenen Sinn für „Hamsterrad“ oder einen gnadenlosen Konkurrenzkampf steht. Als Kapitalismuskritik würde diese Deutung für Banksy, der sich durch seine Arbeiten schon häufig politisch geäußert hat, durchaus passen.

Und noch ein Banksy ist aufgetaucht. Das lässt auf mehr hoffen.

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Es zeigt eine Strichliste, die die Tage darstellen soll, die die türkische Journalistin Zehra  Dogan im Gefängnis sitzt. Die Striche symbolisieren Gitterstäbe, hinter denen die Künstlerin hervorblickt. Am unteren rechten Rand steht der Slogan „Free Zehra Dogan“. Die ethnische Kurdin Dogan war inhaftiert worden, nachdem sie eine türkische Flagge gezeichnet hatte, die über dem Schutt einer zerstörten Stadt weht.

Das Mural befindet sich in Downtown Manhatten an der Ecke Houston Street und  Bowery.  In einer Stellungnahme gegenüber der „New York Times“ sagte er:

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“I really feel for her. I’ve painted things much more worthy of a custodial sentence.”

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Unterdessen haben Unbekannte das Graffiti verunstaltet. Das erst kürzlich angefertigte Wandbild, mit dem Banksy gegen die Inhaftierung der türkischen Künstlerin und Journalistin Zehra Dogan protestiert, wies am Wochenende rote Tags auf, mit denen Graffiti-Maler sich auf Wänden verewigen.

Und Banksy macht weiter mit seiner Reise durch New York. Nach den beiden ersten Graffitis kritisiert er in New York erneut den Kapitalismus und die Ausbeutung der Menschen.

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An einer Mauer auf einem leeren Grundstück in der Coney Island Avenue treibt ein wie Donald Trump aussehender Geschäftsmann eine Gruppe von Menschen mit einer Peitsche an, die einer Dow-Jones-Kurve gleicht. Banky selbst hat die Arbeit auf seinem eigenen Instagram-Account gepostet. Man kann also davon ausgehen, dass das Graffiti echt ist.
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NACHTRAG 1:

Offensichtlich haben die Besitzer des Gebäudes in der 101 West 14th Street sehr schnell den Wert des Kunstwerkes an ihrem Abbruchgebäude erkannt. Inzwischen ist die Uhr mit der rennenden Ratte demontiert worden. Gerücht besagen, sie solle verkauft werden.

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NACHTRAG 2:

Und noch ein neuer Banksy in New York? Auf dem Instagram-Account des Künstlers erscheint nun auch dieses Graffiti, nachdem via Twitter und Instagram diskutiert wird, ob es sich um ein original des Künstlers handelt. Es ist nun davon auszugehen, dass auch dieser Seelöwe von Banksy gesprayt wurde.

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NACHTRAG 3:

Wie die Internet-Seite „Hyperallergic“ berichtet, will die Stadt New York, dass das Bansky- Werk mit der rennenden Ratte weiter von der Öffentlichkeit besichtigt werden kann.

New York State Senator Brad Hoylman schrieb einen Brief  an die Besitzer des Gebäudes,  Gemini Rosemont Realty. Darin steht:

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“Instead of selling the Banksy on the open market, I would urge you to celebrate your good fortune by finding a suitable location for the Banksy to be permanently displayed to the public. You might consider incorporating it into the façade of the new building or lending it to a local gallery or institution, for example.“

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Die Macher der  Internet-Seite „Hyperallergic“ versuchten, eine Stelungnahme des Investors zu bekommen – ohne Erfolg. Sie sprachen stattdessen mit Senator Brad Hoylman. Er sagte ihnen:

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“Developers like Gemini Rosemont have a responsibility to keep New York special. I think street art is part of that uniqueness in the city, which is part of why I think Banksy is here in the first place.”

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NACHTRAG 4:

Offensichtlich hat jemandem das Banksy-Graffiti nicht gefallen. Es wurde inzwischen mit einer grauen Farbe übersprüht. Hier zeigt sich leider der Unterschied zwischen Vandalismus und Kunst, die zum Denken anregt.

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>> Banksy als Vorbild in Hull <<

Banksy hat den Anfang gemacht. Er sprühte im Januar in der englischen Stadt Hull ein Graffiti auf einen Brücke in Hull. Nun hat die Stadt beschlossen, dass Sprayer der Gruppe Bankside Gallery in der Nähe des Banksy-Werkes weitere Graffitis sprühen dürfen.

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Die Mitglieder von Bankside Gallery hoffen, eine Art „street art quarter“ von der Clough Road zur North Bridge zu kreieren.

David Harrison von Bankside Gallery sagte, dass die Stadt nun ein Register aufstellt. Darin werden die Firmen aufgelistet, die eine Wand für ein Graffiti bereitstellen. David Harrison sagt der BBC:

„Businesses have been really supportive and lots have come forward donating walls and buildings. The guys at the Whalebone Inn have offered up two gable ends and are likely to see an economic boost from the project. The ultimate aim is to create regeneration around the Banksy through art.“

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>> Banksy in der Völklinger Hütte <<

Banksys Kunst findet mit Hilfe von Bildern des Fotografen Barry Cawston Eingang in die Völklinger Hütte.

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Mit der Präsentation des „Königs der Untergrund-Kunst“ ab dem 25. März baue das Weltkulturerbe seinen Schwerpunkt als Urban Art Hotspot aus, erklärte Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, Meinrad Maria Grewenig. Gezeigt werden Bilder der beiden Projekte «Dismaland» und «Walled Off Hotel» des britischen Künstlers.

Die PR-Abteilung der Völklinger Hütte schreibt dazu:

„Die Ausstellung „Banksy’s Dismaland & Others – Fotografien von Barry Cawston“ (25. März bis 4. November 2018) spürt in sehr eindrücklichen Bildern dem Phänomen Banksy nach. Der britische Künstler Banksy ist ein Phantom, dessen Identität die Öffentlichkeit nicht kennt und der doch der größte Star der internationalen UrbanArt ist. Banksys Kunstprojekte „Dismaland“ und „Walled Off Hotel“ erreichten 2015 und 2017 die größte weltweite Resonanz aller Kunstprojekte.

Erstmals werden die Banksy-Projekte durch die Fotografien von Barry Cawston im Zusammenhang präsentiert. Banksy schätzt diese Fotos so sehr, dass er sie in seine eigenen Internetauftritte integriert hat. Barry Cawston ist damit zu so etwas wie einem ‚offiziellen‘ Banksy-Fotografen geworden.“

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>> Banksy in Berlin <<

Die Kunst von Banksy wird schon seit einiger Zeit in der internationalen Wanderausstellung „The Art of Banksy“ präsentiert.  Nun ist sie in Berlin zu sehen.

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Nun wird die Steve-Lazarides-Banksy-Show im Bikini Berlin gezeigt. Inklusive knalligem Trailer und PR-Texten, die „60 Originalzeichnungen, Gemälde und Skulpturen des wohl berühmtesten und zugleich unbekannten Streetart-Künstlers“ anpreisen und versprechen, man könne in Banksys „wichtigste Schaffensperioden“ eintauchen. Die Werke stammen demnach „überwiegend aus privaten Sammlungen“.

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Gezeigt wird die Ausstellung vom 16.02. bis zum 15.06.2018. Sie ist täglich geöffnet von 10 Uhr bis 20 Uhr. Die Tickets kosten 13 Euro. Im Original liest sich die Ankündigung der Show dann so:

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Der geheimnisvolle Banksy ist wohl der berühmteste Streetart-Künstler dieser Zeit. Die humorvollen, politischen und poetischen Kunstwerke sind über die ganze Welt bekannt und verdeutlichen seinen Erfolg.

Über vierzig Werke werden in der Ausstellung bei Bikini Berlin präsentiert. Originalzeichnungen, Gemälde, Skulpturen und interaktives Storytelling lassen die Besucher in die wichtigen Perioden von Banksys Karriere eintauchen. Kurator der Ausstellung ist Steve Lazarides, Banksys ehemaliger Manager.

Die Ausstellung ist im 1. OG bei Bikini Berlin zu finden. Karten und Merchandising-Artikel können Sie in der zugehörigen Banksy Pop-Up Box im Erdgeschoss der Mall kaufen – oder online über Ticketmaster.

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Banksy machte schon einmal Halt in Berlin. Los ging es im ehemaligen Clubrestaurant Felix im Luxushotel Adlon, zuletzt hatte die Ausstellung in der Nähe des Brandenburger Tors, gegenüber vom Holocaust-Mahnmal ihr Lager aufgeschlagen.

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>> Banksy wieder einmal enttarnt <<

Wieder einmal ist Banksy erwischt worden. Dieses Mal in Hull, wo er das Werk „Draw the raised bridge“ an einer Brücke hinterlassen hat.

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Richard Tilson ist sicher: er hat Banksy gefilmt. Zu sehen ist ein Mann mit einer Baseball-Kappe und Brille, der in einem Van sitzt. Gesichtet wurde er in der Nähe der Scott Street Bridge in Hull – wo das neue Werk zu sehen ist. Tilson wurde auf den Van und die Männer aufmerksam, weil sie sich um 9 Uhr morgens verdächtig in der Nähe seines Schrottplatzes mit dem Namen „All Spares Hull ltd“ herumdrückten. Zur Sicherheit machte er ein Video.
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Er selbst sagt der „Daily Mail“, dass ihm der Name Banksy noch vor wenigen Tagen absolut kein Begriff gewesen sei.

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„I hadn’t heard of Banksy until I got home from work on Friday and put two and two together. I then showed my daughter the footage of this dodgy bloke down our street and then as the story broke she told me that it could have been him.

She’s an artist herself so she was disappointing that I had seen him, but at the time I thought he was casing the place out to come back and steal some of our parts.

My wife had come to tell me about the van so I then decided to take pictures of the number plate and film him inside, but he was just looking down at the phone.

The driver had got out and so I followed him down the road when he took a picture of the artwork on the bridge.“

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24 Stunden nach der Aufnahme, bestätigte Banksy die Echtheit des Werkes „Draw the raised bridge“.

Und die Spekulationen über die Identität Banksys schießen nun natürlich wieder ins Kraut. Auch alte Theorien sind wieder auf dem Markt.

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>> Fensterputzer rettet Banksy-Werk in Hull <<

Nachdem ein Anti-Brexit-Wandbild des anonymen Street-Art-Künstlers Banksy in der englischen Stadt Hull durch Unbekannte übermalt worden war, hat ein Fensterputzer das Kunstwerk wieder restauriert

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Das Bild zeigt einen Jungen mit einem erhobenen Schwert, auf dem ein Bleistift festgemacht ist, darüber die Worte „Draw the raised bridge“. Es wurde letzte Woche auf einer permanent hochgezogenen Brücke entdeckt. Banksy hat seine Urheberschaft inzwischen via Instagram bestätigt.
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Nachdem Banksy im vergangenen Jahr in Dover ein Anti-Brexit-Wandbild geschaffen hat, wird vermutet, dass auch das Motiv der hochgezogenen Brücke auf den Brexit und die harte Linie Großbritanniens gegen Migranten anspielt.
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In Hull, der britischen Kulturhauptstadt 2017, hat die Mehrheit der Bewohner für den Brexit gestimmt. Möglich, dass das neue Mural aus politischen Gründen nach zwei Tagen komplett mit weißer Farbe übermalt wurde. Laut BBC hat sich eine Gruppe aus Bürgern der Stadt zusammengetan, um das Kunstwerk zu retten.

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Angeleitet wurde sie von dem Fensterputzer Jason Fanthorpe, der dem BBC-Radio den Hergang schilderte:

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„Ich wollte gerade ins Bett gehen, als ich sah, dass das Kunstwerk zerstört wurde. Es war nicht nur ich, der geholfen hat. Diese Arbeit ist ein prestigeträchtiges Geschenk an die Stadt, ich konnte nicht einfach tatenlos zusehen, wie nichts geschieht. Als Fensterputzer habe ich die Ausrüstung und eine Leiter. Ich versuchte es zunächst mit Wasser. Ich habe verzweifelt gekämpft, dass ich das Werk nicht zerstöre, aber ich musste Testbenzin benutzen, um die Farbe abzubekommen. Es ist jetzt ein verschwommener Banksy, aber das ist besser als der silberne Fleck.“

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Anwohner machten die Stadt verantwortlich dafür, dass sie nichts unternimmt, das Werk zu schützen. Ein Sprecher von Hull hat laut „Guardian“ inzwischen angekündigt, dass das Werk vorerst mit Plexiglas geschützt werden soll, bevor eine endgültige Entscheidung gefällt wird, was damit unternommen werden soll.

Hier geht es zu einem Video der „Daily Mail“ über das Kunstwerk

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>> Banksy-Werk in Kent gerettet <<

Wieder wäre ein Banksy-Werk fast zerstört worden. Am Strand von Dungeness in der Grafschaft Kent wurde es von einem alten Wohncontainer geborgen, auf dem das Graffiti des Künstlers prangt. Es zeigt einen Vogel mit einem Kopf als Benzin-Zapfhahn und ist eine Kritik an der zunehmenden Verschmutzung der Meere.

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Das Unternehmen EDF Energy hatte die Anwohner gewarnt, dass man plane, die Stände zu säubern – und wohl auch den Wohncontainer zu entfernen.

Das Werk stammt aus dem Jahr 2004 und war Teil einer ganzen Sequenz. Ein zweites Werk wurde nur Tage nach der Vollendung von Unbekannten gestohlen.

John Brandler, ein Banksy-Spezialist hatte das übriggebliebene Graffiti von einem Fischer gekauft, dem der Wohncontainer gehört. Brandler sagt dem „Guardian“:

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„It was getting a lot of attention and bringing people on to the beach where the fishermen wanted to sell fish. Just after it was painted, someone threw a can of white household paint over it. The owner, because he was using the container as an office, just left it. Then EDF Energy wanted to tidy up the beach … He knew that if [they] sent a team of men … they would crush and destroy everything.“

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Und weiter:

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„EDF told the fishermen that they were going to tidy up the beach because it’s a nature reserve – which is rather ironic bearing in mind that this picture is all about the petro-chemical industry causing disasters … and birds being killed by petrol.“

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Es habe ihn eine „shedload of money“ gekostet, um das Graffiti zu retten. Aber Brandler ist überzeugt, dass es sich auch finanziell gelohnt habe. Das Werk sei inzwischen wohl einige hunderttausend Pfund wert.

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>> Das Bristol-Museum als Raubkopierer <<

Die Stadt Bristol hat sich dafür entschuldigt, ohne Genehmigung Drucke von Banksy-Werken verkauft zu haben. Fünf Pfund verlangte das Bristol Museum and Art Gallery für Drucke des Werkes „Angel Bust“, eine Skulptur, die der Künstler im Jahr 2009 dem Museum überlassen hat. Der Druck erlangte rasenden Absatz vor allen in den USA und Japan. Er wird berichtet, dass rund 1000 Kopien pro Tag über den Ladentisch gingen.

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Aber dann stellte ich heraus, dass das Museum keine Erlaubnis hatte, die Drucke zu verkaufen. Herausgefunden hat das ein Banksy-Fan aus den USA.

Er sagt:

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“I sent an email to Banksy’s website to find out if the Angel Bust print sold by Bristol Museum was authorised by Banksy. This was their response: ‘Absolutely not, they were printed without our permission‘.“

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Ein Sprecher der Stadt Bristol entschuldigte sich offiziell für den Fehler.

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“This was a mistake on our part. We own the artwork in question and had been granted permission to produce the image in our guide to the art gallery published last autumn. It was assumed that this would allow us to produce prints, however having contacted Banksy’s management we were told that this was not the case.”

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Das Museum hat nun den Verkauf der Drucke eingestellt und möchte alle bereits verkauften offensichtlich wieder einsammeln. Ob das funktioniert, ist fraglich.

Hier wird noch erklärt, wie das Museum überhaupt zu der Skulptur kam. Auch das eine abenteuerliche Geschichte: 

In the summer of 2009 Bristol Museum & Art Gallery was taken over by an extraordinary exhibition of works by the infamous Bristol artist Banksy called Banksy versus Bristol Museum.

Overnight the museum was transformed into a menagerie of Unnatural History – fishfingers swimming in a gold-fish bowl, hot-dogs and chicken nuggets. Paintings were placed in amongst the historic collections of Old Masters, sculptures and other pieces dotted around throughout the museum displays. The main entrance was transformed into a sculpture hall, accompanied by a burnt out ice-cream van that pumped out an eerie sound-track of warped tunes, whilst a giant ice-cream melted on its roof.

Before long, people queued around the block to get into the exhibition, some as long as seven hours just to be part of this unique phenomenon. Over 100 works by the artist – most of which had not been shown before – were displayed.

Banksy left one sculpture behind. Pictured above is the Angel Bust – or the paint-pot angel which is currently on display at the museum. He also gave another work to the museum of a sculpture of Jerusalem, which was made by another artist called Tawfiq Salsaa – you can see it in our online collection.

Watch the trailer that Banksy made for the show on YouTube.

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>> Fragwürdige Banksy-Ausstellung in Auckland <<

Die Ausstellung „Art of Banksy“ im Aotea Centre in Auckland wirft ziemlich viele Fragen auf. Zumindest bei dem Kunstkritiker Dan Rowe, der die Räume besucht hat. Es ist eine ziemlich gut Beschreibung, welche Probleme eine solche Ausstellung für Banksy mit sich bringt.

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Dan Rowe beschreibt die Widersprüche, die im beim Besuch aufgefallen sind.

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„The Art of Banksy at the Aotea Centre in Auckland is so full of contradiction you can’t help but wonder if the joke is really on us. Subversive street art stripped of context, printed and put on display in the highbrow Aotea Centre, all curated by a dude the artist very possibly fucking hates – it’s pretty bizarre stuff.

“Writing graffiti is about the most honest way you can be an artist,” Banksy is quoted proclaiming from the wall at one point near the start. “It takes no money to do it, you don’t need an education to understand it, and there’s no admission fee.”

The admission fee for The Art of Banksy exhibition is $37.50.“

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Der Fakt, dass es sehr viel Eintritt ist für die Ausstellung, ist nicht nur Dan Rowe aufgefallen.

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Überrschend ist auch, die unglaubliche Präsenz der Ausstellung im Internet. Scheinbar unzählige Verkaufsstellen bieten Tickets dafür an. Natürlich kann man die Eintrittskarten auch schon in Deutschland bestellen. Dort bezahlt man dafür 14,50 Euro.

Auch anderen Journalisten ist der Widerspruch zwischen der Kunst von Banksy und der offensichtlichen Kommerzialisierung aufgefallen. Unter der Überschrift „Capitalism rulz!“ steht ein Text in „New Zealand Herald“:

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Auch über das Publikum macht sich der Autor so seine Gedanken. Offensichtlich sind die Sandalen-Träger in der Mehrzahl – zumindest beim Besuch von Dan Rowe.

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„The show will be “scaring the bejesus out of the Government security agencies who will be inevitably monitoring the exhibition”, reckons Daily Bloglord Martyn Bradbury. If so, the spooks will have plenty of notes about people wearing sandals, as were the majority attending at lunchtime yesterday, when it was mostly children and the elderly, with nary an undercut or fringe to be seen.“

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Und schließlich kommt Dan Rowe auf einen entscheidendenden Punkt zu sprechen. Ist Banksys Kunst wirklich „museums-tauglich“? Offensichtlich nicht – bis natürlich auf die Stücke, die Banksy selbst in Museen hinterlassen hat.

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„Opposite “Flower Thrower” is “Flag Wall”, and I mean wall – the piece is displayed in full, taking an entire side of the room. A rehashing of the famous photo “Raising the Flag on Iwo Jima”, with the marines replaced by street kids, whatever meaning is intended to be conveyed seems sterilised to the point of impotence in the basement of an Auckland auditorium.“

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Schließlich stolpern die Besucher am Ausgang noch einmal über die Kommerzialisierung von Banksy. „Re-entry will require another ticket!” steht dort zu lesen. Das alles hinterlässt einen schalen Nachgeschmack. Beim Gang durch den Souveniershop kommt Dan Rowe dann der Gedanke, dass die ganze Ausstellung nur ein langes Warmlaufen für das Eintauchen in den Banksy-Kommerz sein könnte.

Die Ausstellung in Auckland hinterlässt also viele Fragen und der Text ist starker Tobak für alle Banksy-Fans, die sich im Internet auch schon zu Wort gemeldet haben.

Es gibt alledings auch andere Stimen:
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>> Die besten Banksy-Enttarnungen <<

Er wird immer mal wieder enttarnt: Banksy wurde zuletzt in Bethlehem gesichtet – auf frischer Tat. Oder doch nicht? Hier die originellsten Entlarvungen des Street-Art-Phantoms.

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1. Im Oktober 2010 erschien die Doku „Exit Through the Gift Shop“, ein Film über den französischen Street-Art-Künstler Thierry Guetta, mit und von dem unkenntlich gemachten Banksy.  Die amerikanische Website „Creative Loafing“ und andere Medien äußerten daraufhin die Vermutung, Thierry Guetta alias Mr. Brainwash selbst sei mit mit dem eigentlich britischstämmig geglaubten Banksy identisch.

2. Nach zahlreichen Falschmeldungen verbreitete sich im Februar 2013 die Nachricht, die Londoner Polizei hätte Banksy als einen 39-jährigen Mann namens Paul William Horner aus Bristol entlarvt. Das stellte sich kurz darauf als frei erfunden heraus.

3. Im Oktober 2013 veröffentlichte ein Twitter-User Fotos, auf denen Männer in Overalls vor einer New Yorker Lagerhalle mit Banksys Installationen „Sirens Of The Lambs“ und „Waterfall Truck“ zu sehen sind. Aufgrund des britischen Akzents war der Mann offenbar davon überzeugt, in einem der fünf Männer den Street-Artist erkannt zu haben, und postete stolz: „Ich habe Banksy gefunden!“

4. Banksy sei gefasst und in einer Kleinstadt in der Nähe von London verhaftet worden, behauptete die amerikanische Satireseite „National Report“ im Oktober 2014.  Laut der britischen Polizei stecke ein 35-jähriger Mann namens Paul Horner, der in Liverpool geboren sei, hiner dem meistgesuchten Künstler. Moment, den kennen wir ja schon!

5. Dass hinter dem Pseudonym Banksy eine Frau stehen könnte, da sich die Kunst von der restlichen männlichen dominierten Street-Art unterscheide, erwog Ende 2014 die amerikanische Plattform CityLab und erntete für den doch sehr sexistischen Artikel harsche Kritik.

6. Anfang 2015 wurde vermutet, dass Banksys richtiger Name Robin Banks sei. In Cumbria im Nordwesten von England soll sich Banksy im Januar 2015 aufgehalten haben. Gerüchten zufolge habe er sich Graffiti an den Wänden eines Restaurants angeschaut und einem 14-Jährigen eine signierte Zeichnung geschenkt, die – falls ein Original – 20.000 Britische Pfund wert sei. Beide Male habe er sich als Robin Banks vorgestellt. Banksys vermeintlicher Pressesprecher Jo Brooks dementierte die Gerüchte.

7. Von einer endgültigen Entlarvung des Street-Art-Künstlers wurde im September 2015 berichtet: Banksy arbeite als Parkwächter vor dem „Dismaland“, seine Parodie auf Disney-Vergnügungsparks. Einer belgischen Fotografin fiel die Ähnlichkeit mit dem 2004 auf Jamaika mit Spraydosen fotografierten Mann auf, der damals und noch heute für den britischen Street-Artist gehalten wird.

8. Anfang März 2016 wollen Wissenschaftler der Londoner Queen Mary Universität die Identität des Künstlers gelüftet haben. Mithilfe von „geographic profiling“, einer mathematischen Methode, die in der Kriminolgie etwa zur Aufspürung von Verbrechern angewandt wird, wurde herausgefunden, dass es sich bei Banksy um den Künstler Robin Gunningham aus Bristol handeln könnte. Die Boulevardzeitung „Mail on Sunday“ berichtete bereits 2008 von Gunningham, einem aus einer Middleclass-Familie stammenden Künstler und Absolventen einer Privatschule, der offenbar viele Parallelen zu dem britischen Street-Art-Künstler aufweise.

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9. Dass es sich bei Banksy in Wirklichkeit um ein Künstler-Kollektiv handelt, wurde in den vergangenen Jahren schon häufig thematisiert. Im September 2016 schien sich der Verdacht zu erhärten. Hinter Banksy will der schottische Journalist Craig Williams die Band „Massive Attack“, insbesondere Bandmitglied Robert Del Naja als Leader des Street-Art-Kollektivs Banksy erkannt haben. Del Naja bedauerte allerdings daraufhin vor 27.000 Fans, dass an dem Gerücht leider nichts dran sei.

10. Anfang Oktober 2016 tauchte auf YouTube ein Handy-Video auf, mit dem Banksy auf Melbournes Straßen auf frischer Tat ertappt worden sein soll. Leider wirkt dieses alles andere als zufällig aufgenommen und ist daher eher unglaubwürdig.

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>> „Saving Banksy“ auf Netflix <<

So schnell die illegalen Arbeiten von Street-Art-Künstler Banksy an einer Hauswand auftauchen, so schnell sind sie in der Regel auch wieder weg: Die Werke werden aus der Wand gesägt und verkauft. Aber wer besitzt sie eigentlich? Wie lässt sich Street-Art verwerten? Filmemacher Colin Day und Mike Tarrolly haben festgehalten wie Banksy die Mechanismen des Kunstmarktes unterwandert.

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„Der Film handelt von einem Kunstsammler, der eher zufällig in den Banksy-Hype hineinstolpert“,

sagte Colin Day in einen Interview mit dem Kunst-Magazin „Monopol“ über den Film „Saving Banksy“.

Ihn stört, dass die Banksy-Werke alle zerstört und übermalt werden – entweder von der Stadt, die ihre Wände sauber haben will, oder von anderen­ Graffiti-Künstlern. Er versteht das Ökosystem von Graffiti nicht, das immer temporär ist. Er will unbedingt eines dieser Werke retten und es an ein Museum spenden. Er schafft es dann wirklich, das Bild unversehrt von der Wand zu nehmen. Aber das San Francisco Museum­ of Modern Art (SFMOMA) nimmt die Schenkung nicht an. Der Banksy wird dann auf einer Kunstmesse in Miami gezeigt, man reist mit diesem Sammler durch die Kunstwelt – es wird eine Geschichte von Gier und eine Reflexion­ über die Musealisierung von Graffiti.

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>> Banksy in Bethlehem eine kritische Würdigung <<

Banksy ist in der Westbank längst eine feste Größe. Das “Walled Off Hotel” zieht Touristen aus der ganzen Welt an. Der Graffiti-Künstler hat der Sache der Palästinenser einen ganz neuen Spin gegeben. Vor zehn Jahren begann er mit seinen Aktionen – doch reitet Banksy damit nicht einfach eine Welle und nutzt den Konflikt als PR-Aktionen für sich selbst? William Perry hat in „The National“ einen nachdenklichen Artikel geschrieben.

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Eine Aktion von Banksy Weihnachten 2017 in Bethlehem. Hinter dem Hotel wurde ein alternative Weihnachtsgeschichte aufgeführt.

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Der Anfang vor zehn Jahren

“Ten years ago this Christmas, Banksy gathered a group of 14 international “sissy” street artists together in Bethlehem, and a handful of Palestinian ones, to draw the international media’s attention to the plight of Bethlehem – by transforming it over several weeks into a hip, pop-up street art gallery and marketplace.”

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Banky hebt Bethlehem auf die Landkarte für Touristen

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“The Walled Off Hotel has, many claim, single-handedly put Palestine on the international travel map as a top destination: earlier this year the United Nations World Tourism Organisation (UNWTO) ranked Palestine as the fastest growing tourist destination in 2017, with an increase this year of international visitors of 57.8 per cent, according to the UNWTO.”

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Die Frage aber ist: kann Kunst die Realität verändern?

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“But how genuinely effective can protest art be? In the decade since Banksy’s “Santa’s Ghetto” stunt, western leaders’ support for Israel has grown stronger; the proliferation of illegal colonies is booming; Israel’s demolition of Palestinian homes and the annexation of more land is emboldened and relentless, with many key Israeli politicians openly declaring that Israel should unilaterally annex Area C – which comprises 60 per cent – of the West Bank;”

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Kritik kommt auch von Palästinensern:

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“In addition to this, there are many critics within Palestine and abroad who condemn Banksy’s antics, regarding it as “conflict tourism” which exploits Palestinian suffering and normalises Israel’s occupation.”

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Die Touristen interessieren sich allerdings nicht nur für Banksy, sondern bekommen wärend ihrer Reise auch einen tiefen Einblick in die Situation der Menschen in der Westbank.

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“A quick skim through the hotel’s reviews on TripAdvisor – which are overwhelmingly “excellent” – suggests that visitors to The Walled Off Hotel often explore Bethlehem and other areas of the West Bank – Hebron, Jericho, the Dead Sea – and become informed about Palestinian history, witness and learn about the humanitarian impact that Israel’s policies have had, and continue to have, on Palestine, and enjoy the local food, hospitality and entertainment.”

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Karim Kattan, ein Schriftsteller aus Bethlehem ist auch zwiegespalten, doch er schreibt:

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“Banksy has put the Palestinian cause and the Palestinian struggle on a global level. He has globalised art, raised the awareness to a very high level, and we have been lucky as Palestinians to get such an opportunity.”

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>> Banksy – oder wie er Weihnachten sieht <<

Jetzt ist sie da – die Dokumentation über das Banksy-Projekt „The Alternativity“. Nun können alle, die nicht bei der Vorstellung in Bethlehem sein konnten einen Eindruck von dem Stück machen. Zusammen mit dem Regisseur Danny Boyle wurd das Stück auf die Bühne gebacht.

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>> Durchschaubare Werbung für ein Banksy-Buch <<

Weltsensation. Banksy ist enttarnt. Das berichtet das Portal „Mail Online“. Das Problem: es sind aufgewärmte Gerüchte und es bleiben wie immer viele Fragen. Und alles wirkt wieder einmal eher wie ein PR-Gag, um Werbung für ein Buch zu machen.

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Das Portal „Mail Online“ stützt sich bei seinen Enthüllungen auf Fotos aus dem Jahr 2004. Die sind – aus welchen Gründen auch immer – erst jetzt an die Öffentlichkeit geraten. Geschossen hat die Aufnahmen ein Fotograf namens Christopher Wilson. Und natürlich sieht die „Mail“ ihre eigene Theorie bestätigt, dass es sich bei Banksy um den Robert Gunningham aus Bristol handelt.

Schnell aber wir klar, warum „Mail Online“ einen solchen Hype um Banksy macht. Es geht darum, ein Buch zu promoten. Schon die Beschreibungen der Fotos sprechen hier eine deutliche Sprache:

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„For this never-before-seen picture shows elusive street artist Banksy at work on one of his most famous pieces – a giant white rat daubed on to Liverpool’s derelict White Horse pub.“

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Geschrieben ist das Buch von Tony Baxter. Dessen Sincura Group hat in den vergangenen Jahren viele Banksy-Arbeiten restauriert und damit für die Nachwelt gerettet. Dazu gehört auch seine „White Rat“ von 2004.
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Unter der Adresse  www.stealingbanksy.com kann das Buch bestellt werden. Beim Kauf muss man sich allerdings einige „terms of conditions“ beachten:

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By buying this book you agree to the terms and conditions below.

Inside the book we display 2 pictures of the artist creating the piece which clearly identifies him. One of them is the image we have blurred on this website, the other is a closeup image. In buying the book you agree to the following:

  1. That you will not reproduce or share any picture from the book including publishing them in the public domain. Each book has an encrypted pixel that allow us to trace each picture to each book.

  2. That you will not use any picture in a legal or criminal proceeding against the artist.

  3. Should any of the above 2 points be breached you agree to a financial donation of £250,000 to a registered charity.

Created by Sincura Arts Ltd | E: arts@thesincuragroup.com | T: 0844 854 9220

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Es scheint, dass man eben nur ein Geheimnis um ein Geheimnis machen muss – dann verkauft sich alles, vor allem kurz vor Weihnachten.

Und auch die Graffiti-Gemeinde – vielleicht sogar Banksy selbst – scheint einige Probleme mit der Sincura Group zu haben. Jüngst tauchte ein Graffiti in Cheltenham auf, das keine Fragen offen lässt:

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>> BBC-Dokumentation über Banksy-Stück <<

Banksy sorgt im Bethlehem weiter für Aufregung. Nun hat sich die BBC dem Projekt „The Alternativity“ angenommen. Herausgekommen ist eine  Dokumentation, die am 17. Dezember gesendet wird.

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Das Stück von Oscar-Preisträger Danny Boyle und dem palästinensischen Regisseur Riham Isaac wurde vor allen von Leuten aus Bethlehem und sehr vielen Journalisten gesehen. Durch die Dokumentation der BBC wird es nun einem wesentlich breiteren Publikum bekannt werden.

Gezeigt wird auch, wie die Arbeiten entstanden und wie sie sich vom ersten Entwurf weiter entwickelt haben.

Der britische „Guardian“ schreibt dazu:

„Banksy convinced Boyle to fly out to Bethlehem to direct the play, probably one of the smallest productions the Slumdog Millionaire director has worked on in decades.

The Bristol-born artist presumably hoped that the combination of his name, Boyle’s reputation and the unusual nativity show itself would attract the kind of viewers who would not normally settle down to an hour-long programme about the Israel-Palestine conflict on a Sunday evening.“

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>> Banksys – wieder einmal enttarnt <<

Wieder einmal ist Banksy auf frischer Tat ertappt worden. Dieses Mal von Jason Stellios, einem Touristen aus Essex, der gerade Urlaub in Israel macht. Der Graffiti-Künstler sei gerade dabei gewesen, sein neustes Werk in Bethlehem zu vollenden.

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Ihm sei es nicht sofort klar gewesen, wen er da aufgenommen habe, sagt Jason Stellios, erst eine Woche später sei ihm der Gedanke gekommen, dass er Banksy fotografiert haben könnte. Er sagt der „Daily Mail“:

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„Last week I was coming out of the Milk Grotto Church through the courtyard and I saw a guy spray painting a star on a door opposite using a stencil. I just thought it was another one of those street artists that come over to paint the wall so I took a photo of him.  He walked off and was down the road once I had left the courtyard.

Then I spotted the same guy wearing a white hat with a black stripe on it tucked away at the back of the AlterNativity play outside the Walled Off Hotel on Sunday evening (December 3). I was chatting with people after the play and they said that they wanted to go see the new Banksy piece which I didn’t know about and I went in a cab with them up to the church.  I then realised I saw this being spray painted a few days earlier.“

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Eine kurze Suche nach dem Mann in dem Bild ergab allerdings folgendes Ergebnis:  Es scheint sich um den Graffiti-Künstler James Ame zu handeln, der als Ame72 bekannt ist. Seine Werke wurden auch schon mit Arbeiten von Banksy gezeigt. An dieser Stelle gibt die Daily Mail den Hinweis, dass auch vermutet wird, dass es sich bei Banksy eher um ein Künstler-Kollektiv handle und nicht nur um einen einzelnen Menschen.

Tatsache ist, dass er schon vor einigen Monaten bei der Arbeit beobachtet wurde in Herzliya Marina, wo eine Ausstellung stattfand – organisiert von Banksys ehemaligem Agenten. Auf dem Instagram-Account von James Ame ist auch zu sehen, dass er zumindest in der Nähe des The Walled Off Hotel arbeitet, das von Banksy ins Leben gerufen wurde.

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James Ame begann seine Karriere bereist 1985 in Großbritannien, ging dann aber für lange Zeit nach Israel. Dort ist er berühmt für seine Graffitis an der Mauer, die von Israel zu Palästina errichtet wurde.

Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass Banksy „enttarnt“ worden ist. Vor einigen Monaten machte das Gerücht die Runde Robert Del Naja, Sänger von Massive Attack, stecke hinter Banksy. Es wurden sogar die Tourdaten mit dem Aufscheinen von Banksy-Graffitis verglichen.

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Doch auch diese detektivische Fleißarbeit brachte die Fan-Gemeinde der Lösung des Rätsels nicht näher. Banksy bleibt weiter ein Mysterium.

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>> Banksys Weihnachtsangebot <<

Wer einen original Banksy kaufen möchte, kann das bald in New York tun. Das Londoner Auktionshaus Forum Auctions wird 40 Werke des Künstlers in den USA anbieten.

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Nun steht der Termin der Auktion fest! Es ist der 12. Dezember.  Das Interesse an Banksy ist in den USA enorm. In New York hat der Künstler im Jahr 2010 knapp einen Monat für Furore gesorgt, als er während seines Aufenthaltes unter dem Motto  “Better out than in” seine Duftmarken hinterließ.

Die angebotenen Werke sind kommerzielle Arbeiten wie Drucke einmal quer durch sein gesamtes Schaffen. Das reicht von seinem Rude Copper aus dem Jahr 2002 bis hin zu seinen letzten Arbeiten wie dem Box Set, das in seinem „Geschenkeshop“ in seinem Walled Off Hotel in Jerusalem.

Highlights der Auktion sind Girl with Balloon (2004) (rund $80,000-120,000), Bomb Love (Bomb Hugger) (2003) (etwa $30,000-40,000) und Turf War (2003) (geschätzt auf $30,000-40,000).

Die meisten Werke, die in New York zum Verkauf stehen, haben ein Echtheitszertifikat von Pest Control Office, sozusagen der offiziellen Vertretung von Banksy.

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Froum Auctions ist inzwischen das führende Haus für den Verkauf von Banksy-Arbeiten. In den vergangenen zwölf Monaten wurden von ihnen Werke im Wert von rund zwei Millionen Dollar verkauft.

Im Oktober 2016 veranstaltete das Auktionshaus schon einmal eine Auktion und erzielte mehr als 600.000 Pfund. Diese Auktion war die erste für Forum’s Modern & Contemporary art and Editions Abteilung.

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>> Banksys Botschaft zu Weihnachten <<

Banksy mischt sich wieder ein. Dieses Mal war der Graffiti-Künstler einmal mehr in Bethlehem – passend zum bevorstehenden Christfest.

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Zum wurde am 3. Dezember in seinem “Walled Off Hotel” ein feierliches Spektakel aufgeführt. Der Titel: “The Alternativity” von Riham Issac and Danny Boyle.

Aber das ist nicht alles: Banksy hat natürlich auch seine Spuren in Form von Graffitis hinterlassen.

Zum einen hat er sich an der Kirche in Bethlehem verewigt. Dort hat er das Graffiti „Peace on earth“ hinterlassen – nicht ohne es in der ihm eigenen Weise zu brechen. Hinter dem Satz prangt der Stern von Bethlehem, der in diesem Fall aber eine Fußnote markiert. Die lautet: “Terms and conditions apply“ – also ungefähr: es gelten die üblichen Geschäftsbedingungen.

Auf seinem Weg durch das Heilige Land machte er auch einen Abstecher an die Mauer, die von Israel zum Schutz gegen Attentate von palästinensischer Seite gebaut wurde.
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Dort zu sehen sind zwei Engel, die gerade dabei sind, eine Lücke in die Betonmauer zu reißen. Das Graffiti wurde nicht sofort entdeckt, da es durch ein Plakat überdeckt war, das die Aufführung von „The Alternativity“ ankündigte.

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>> Banksy-Schau in Neuseeland <<

Wer sich die Werke von Banksy ansehen will, der kann im Januar nach Auckland fliegen. Zugegeben, Neuseeland ist nicht gerade der nächste Weg, aber zu sehen gibt es immerhin 80 Werke des Streetart-Künstlers. Ausgestellt werden die Stücke unter dem Titel „The art of Banksy“ im Aotea Centre – nachdem sie bereits in Melbourne, Amsterdam, Istanbul und Tel Aviv zu sehen waren.

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Betreut wird die Ausstellung von Banksys ehemaligen Manager Steve Lazarides und gezeigt werden berühmte Werke wie Girl and Balloon oder Laugh Now – das provozierende Bild eines Affen mit einem Schild um den Hals: „Laugh now, but one day we’ll be in charge.“

Der Bürgermeister von Auckland, Phil Goff, beschreibt die Banksy-Schau als große Gelegenheit für das Aotea Centre.

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Alle gezeigten Werke gehören privaten Sammlern und es ist die letzte Gelegenheit, die Kunstausstellung in dieser Zusammenstellung zu sehen.

Und hier noch ein Hinweis des Aotea Centre:

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The Art of Banksy is at Auckland’s Aotea Centre from January 5 to February 6, including Auckland Anniversary Day and Waitangi Day. Tickets are now on sale for $30; after Christmas prices rise to $35.

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>> Banksy – mal nicht an der Wand <<

Banksy ist nicht nur „outdoor“ aktiv. Der Graffiti-Künstler hat auch  „indoor“-Kunstwerke geschaffen. Einige sind nun in Amsterdam im Moco-Museum zu sehen. Der Galerist Buck Kiechel hat sie auf einem Trip durch Europa gesammelt.  

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Buck Kiechel sagt über Banksy:

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“Running around Europe, you see all these Banksys popping up. There was one I wanted to see again, and it was covered over with other graffiti.“

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Der Grund, weshalb der Galerist aus der US-Stadt Lincoln die Banksy-Werke zu sammeln begann, ist also ziemlich einfach. Und schließlich kann man ein Blatt Papier einiges besser verkaufen als ein Stück Mauerwerk – sicher auch ein Grund für die Sammlerwut Kiechels. der Mann ist schließlich Profi.

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“Honestly, he’s so big over there and he’s starting to get big here. What I love about his work is the incredibly clever nature of the work doing social and political commentary. He’s not going to be confused with Rembrandt, but he’s incredibly talented at what he does.”

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Einige der Prints von Kiechel sind schlicht Miniaturversionen von Banksys Streetart. Andere, wie etwa „Kate Moss“, wurde noch nicht an einer Hauswand gesichtet. Der Grund ist wohl, dass die Herstellung zu komplex wäre für ein Graffiti, das in der Regel schnell hergestellt sein muss – bevor die Polizei den „Vandalismus“ bemerkt.

Zu sehen sind die Werke bis Mai 2018 im Moco-Museum in Amsterdam.

Hier die Selbstdefinition des Museums:

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The Modern Contemporary (Moco) Museum Amsterdam wants to make a wide range of modern and contemporary art available to the general public. Moco Museum focuses on proven pioneers and protagonists , the so-called ” Rock Stars of Art” within various art movements. With exciting exhibitions and high-profile guest curators, Moco fulfils the need of a large audience. The wish to take a glance in to the art world which is usually hidden to the public.

The museum is located in Villa Alsberg, which is set in the middle of the Amsterdam Museumplein.

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>> Die Geschichte der „Looters“ <<

Bisweilen die sind Geschichten um Banksy-Kunstwerke verwirrender als das Kunstwerk selbst. So etwa bei dem Graffiti „The Looters“ in New Orleans.

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Das Kunstwerk zeigt zwei Polizisten, die Elektrogeräte stehlen. Banksy hat das Graffiti während eines Besuches nach dem Hurricane Katrina an die Wand im Stadtteil Marigny gesprüht.

Im Laufe der Zeit sprühten allerdings andere „Künstler“ ihre Graffitis über das Banksy-Werk. Als das Gebäude verkauft wurde, entschied sich der Besitzer Seam Cummings, das Graffiti zu retten – er schnitt es einfach aus der Wand und lies es restaurieren. Es sei behandelt worden wie ein Fresco von Piero della Francesca. Zur Geschichte des Werkes sagte Cummings:

“You could say that vandalism got vandalized.“

Über Jahre war das Graffiti abgedeckt. Nun aber wurde es im Rahmen der Prospect New Orleans, einer Kunst-Trienale, wieder enthüllt. Gezeigt wird es im Kunstraum Studio BE und gezeigt. Und weil damit offenbar noch nicht genug PR gemacht wurde, wird auch die Dokumentation von Colin Day gezeigt: “Saving Banksy”.

Über die Restaurierung sagte Sean Cummings:

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“There’s no paint from us on here; we didn’t seek to restore it. It’s not pristine. It’s an architectural artifact that tells a story about the patina of New Orleans.”

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„The Looters“ soll allerdings nicht in einem Museum verschwinden. Cummings sagt, er wolle das Werk im International House ausstellen. Das ist ein Hotel – im Besitz von ihm selbst.

Dass dies allerdings in gewisser Weise reichlich skurril ist, wird natürlich auch von der Banksy-Fan-Gemeinde registiert.

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>> Das Zitat eines Zitates von Banksy <<

Oft kopiert – doch nie erreicht. Immer wieder versuchen Streetart-Künstler sich im Ruhm von Banksy zu sonnen. Dieses Mal hat es der Graffiti-Künstler JPS getan. Das Problem: der Künstler reitet eine Welle, die allerdings nicht die seinige ist.

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JPS hat um die Ecke gedacht. An einer rosafarbenen Hausfassade an der §370 zwischen Weston und Bristol hat JPS ein Schablonengraffiti gemalt, das eines der letzten Banksy-Bild varriert, nämlich seine Basquiat-Hommage in London. Darauf durchsuchen zwei Polizisten eine Figur, die an das Basquiat-Werk „Boy and Dog in a Johnnypump“ von 1982 erinnert.

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https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FJPSstreetart%2Fposts%2F1523597657695383&width=500

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Bei Instagram beschrieb Banksy die Aktion als „inoffizielle Zusammenarbeit mit der neuen Basquiat-Ausstellung“ im Kultur- und Konferenzzentrums Barbican Centre. Banksy integriert also Basquiat und arbeitet inoffiziell mit ihm beziehungsweise der Ausstellung über ihn zusammen, JPS integriert wiederum Banksy.

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17.11.21-Bayouat-Banksy

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JPS sagte in der Bristol Post, er wolle darauf verweisen, wie besessen der US-Präsident vom Thema Nationale Sicherheit sei. „Ich hab’s um sieben Uhr morgens gemalt. Es war verdammt kalt!“, so der 37-Jährige. Und: „Ich glaube, ich habe den Banksy genug verändert, damit sich mein Bild gelohnt hat.“

Und zur Begründung sagte JPS weiter:

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“Recently Banksy’s last piece was in London – two police officers searching a Basquiat and he used Basquiat’s work – he called it an unofficial collaboration with Basquait. So I thought I’d do an unofficial Banksy collaboration and use Banky’s art.“

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>> Banksy und das Tee-Geheimnis <<

Und wieder ein Mysterium. Ist Banksys Spy Booth wieder auferstanden – oder zumindest eine Art ironisches Zitat des zerstörten Werkes? Es gibt allerdings Hinweise, dass das Graffiti kein Banksy ist.

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Das neue Graffiti an einer Mauer in Cheltenham ist markant. Drei Spione, angezogen in braunen Trenchcoats im Stil der 50er Jahre, servieren Tee. Es scheint eine perfekte Kopie des Original-Graffitis von Banksy. Er hatte die drei Männer einst an einem Telefonhäuschen postiert, das von ihnen abgehört wurde. Das alles ein Hinweis auf die britische Abhörzentrale GCHQ nur einige Straßen entfernt. Das orignial Mural wurde allerdings bei Bauarbeiten zerstört.

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So sah das Original von Banksy aus.

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Das neue Graffiti hat wieder einen direkten Bezug zur Nachbarschaft. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein traditioneller Teashop. Die Besitzerin Sophie Lannen erklärte zur Entstehung des Kunstwerks.

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“It appeared this morning. I don’t know who did it. I just had a text with a picture from my business partner and when I came in a man in a painter’s mask was finishing it off. I didn’t really see his face. We gave him some tea and cake and off he went. I really like it but he’s put a coffee machine in the picture and we don’t have one. We are a tea room.“

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Inzwischen pilgern die Menschen zu dem Kunstwerk, um sich damit fotografieren zu lassen. Doch einige Kenner der Szene haben auch schon recherchiert. Sie haben herausgefunden, dass das Graffiti auf der Facebook-Seite des Sprayers John D’Oh zu sehen ist. Seine Werke wurden schon einmal mit denen von Banksy verwechselt.

. 17.11.07-johndo .

Ein kleiner Hinweis von Sophie Lannen könnte ein Hinweis darauf sein, dass es sich bei dem „Banksy“ schlicht um einen Werbegang dreht.

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“I’m not sure who did it. All I can say it wasn’t me but I wouldn’t be surprised if my business partner Lee Martin was somehow involved because although we work well together, he can be very secretative.“

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Tatsache ist: der Teashop von Sophie Lannen hat nach der Entdeckung des Graffitis regen Zulauf. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

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>> Banksy sagt „Er … Sorry“ <<

Zum 100. Jahrestag der Balfour-Erklärung, in der sich Großbritannien für die Gründung eines jüdischen Staates in Palästina ausgesprochen hatte, hat der britische Streetart-Künstler Banksy eine „Entschuldigungs-Party“ für Palästinenser gegeben. In der am 2. November 1917 verabschiedeten Balfour-Deklaration hatte Großbritannien sich mit der Gründung einer „nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes“ in Palästina einverstanden erklärt.

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Ein Double von Königin Elizabeth II. empfing am Mittwoch rund 50 Kinder zu einer Feier vor Banksys Hotel in Bethlehem. Als Party-Hüte trugen die Gäste von Kugeln durchlöcherte Helme, zur Dekoration flatterten ramponierte britische Flaggen. Zur Feier des Tages enthüllte das Queen-Double eine in die umstrittene israelische Grenzmauer gemeißelte Gedenktafel mit den Worten „Er, Sorry“ – ein Wortspiel aus den von der Königin verwendeten Initialen ER für Elizabeth Regina und der britischen Übersetzung für „ähm“. Die Gäste waren Nachkommen von Palästinensern, die im Zuge des Krieges nach der israelischen Staatsgründung 1948 von ihrem Land vertrieben wurden.

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In der am 2. November 1917 verabschiedeten Balfour-Deklaration hatte Großbritannien sich mit der Gründung einer „nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes“ in Palästina einverstanden erklärt. Großbritannien begeht den Jahrestag am Donnerstag mit einem Festessen in London, zu dem der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geladen ist. Banksy erklärte, angesichts des Leids, das der Nahost-Konflikt sowohl Palästinensern als auch Israelis gebracht habe, erscheine es ihm unangemessen, die britische Rolle dabei zu „feiern“:

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„Die Briten haben die ganze Sache nicht gut gehandhabt – wenn man eine Hochzeit organisiert, sollte man besser sichergehen, dass die Braut nicht schon verheiratet ist.“

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Banksy sei allerdings auf der Feierlichkeit nicht anwesend gewesen – zumindest hätte ihn niemand erkannt.

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>> Die Banksy-App <<

Die Stadt Bristol hat natürlich längst erkannt, wie wichtig Banksy für die Vermarktung der Stadt ist. Nun gibt es eine App, mit der die Besucher gezielt zu den noch existierenden Werken von Banksy geführt werden.

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>> Der verborgene Schatz <<

Es ist ein verborgener Schatz. Auf einer Wand eines zum Verkauf stehenden Hauses in Bristol befindet sich ein Banksy-Original. Das Problem: das Werk ist übermalt durch ein neues Graffiti. Der Banksy soll nun freigekratzt werden – und der Preis des Hauses steigt.

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This house in Bristol has a @thereaIbanksy mural on one side #StreetArt #Banksy #graffiti #mural https://t.co/MtwScz4ony pic.twitter.com/idKY0JJHn1

— thisispublicity (@thisispublicity) 25. Oktober 2017

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Die Geschichte geht zurück ins vergangene Jahrtausend – genauer: ins Jahr 1999. Der damalige Besitzer hatte offensichtlich die graue Mauer vor seinem Haus satt und bat den damals einen Kumpel, das Ding mit einem Graffiti zu verschönern. Der Freund war: Banksy.

Der machte sich ans Werk und dekorierte die Wand mit einem Affen, der einen Tresor sprengt. Das gefiel aber nicht jedem. Ein Jahr darauf übermalte ein Nachbar das Graffiti mit rosa Farbe. Er sagt, seine Tochter habe vor dem Bild Angst.
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. Doch da stellte sich ein neues Problem. Immer wieder wurde die Wand von weniger begabten Graffiti-Sprayern heimgesucht. Da entschied die Besitzerin Christine Prior, die Mauer mit einem großen Graffiti zu verzieren – das sollte helfen, die ungewollten Tags zu verhindern. Sie bat Robert del Naja, einen in Bristol bekannten Graffiti-Künstler, die Wand zu verschönern. Der Mann war bekannt als 3D und ist Gründungsmitglied der Band Massive Attack. Zuletzt machten auch Gerüchte die Runde, er sei Banksy persönlich. Kinder halfen damals dem farbenblinden 3D die Mauer zu bemalen. Heraus kamen Comicfiguren wie Rastamouse und Kung Fu Panda. Dieses Mural wird nun allerdings entfernt, damit das Banksy-Werk wieder zum Vorschein kommt. Auf dem Markt ist das Haus für rund 250.000 Pfund. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass das Gebäude nach der Restaurierung des Banksy für mindestens 400.000 Pfund verkauft wird.

Hier geht es zu einem Text im „Guardian“ mit einiges Fotos des Hauses.

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>> Banksy als Forschungsobjekt <<

Die Urban Art hat Konjunktur. Sie ist die neue und kontrovers diskutierte Kunstbewegung des 21. Jahrhunderts. Die Ursprünge der UrbanArt liegen auf der Straße – in der Kultur des Graffiti und der Street Art.

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Heute zeigen Kulturinstitutionen und Museen die Kunst, die sich aus diesen Ursprüngen entwickelt hat. Wie schon 2015 bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte während der „4. UrbanArt Biennale® 2017“ eine kompakte Ringvorlesung zur UrbanArt an. Die Ringvorlesung am Dienstag, dem 24. Oktober 2017 bietet die Gelegenheit, die vielen Facetten und neuen Entwicklungen der zeitgenössischen UrbanArt mit Experten zu diskutieren.

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Zum Start der Ringvorlesung spricht der Kunsthistoriker der Universität Heidelberg Dr. Ulrich Blanché über den Begriff der „UrbanArt“. Tristan Manco, einer der Kuratoren von „Dismaland“, diskutiert Banksys jüngste Projekte wie das „Walled Off Hotel“ in Betlehem – das Hotel mit dem ‚schlimmsten Ausblick‘ der Welt: dem Blick auf die Grenzmauer zwischen Israel und Palästina.

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>> The „Snorting Copper“ is back <<

Der „Snorting Copper“ ist zurück. Das Stencil war einst an einer Londoner Toilette in der 115 Curtain Road in Shoreditch entdeckt worden. Man hielt das Werk für verloren, nachdem Vandalen es heimgesucht hatten. .

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Vor einigen Monaten ist es allerdings entdeckt worden. Das Graffiti wurde aufwändig restauriert und nun wieder an seine ursprüngliche Stelle zurückgebracht. Das allerdings war ein gutes Stück Schwerarbeit. Das Werk wurde aus der Wand geschnitten und zwei Spezialisten in Carlisle benötigten 16 Wochen, das Original zu restaurieren. Der Wert des Stencils wird auf über eine Million Pfund geschätzt.

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Hier geht es zu einer ausführlichen Geschichte des Stencils bei der BBC .


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>> Harald Naegeli statt Banksy <<

Aus gegebenem Anlass an dieser Stelle kein Banksy – sondern Harald Naegeli. Lange war er verschwunden, einer der Ur-Vater der modernen Graffiti-Sprayer. Nun ist er wieder aufgetaucht – vor Gericht. Der Schweizer ist einer neuen Verurteilung wegen Sachbeschädigung zunächst entgangen.

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Harald Naegeli hatte nach jahrelanger Abstinenz 2012 und 2013 in Zürich wieder zum Spray gegriffen, um Ufermauern und Treppenaufgänge mit seinen Fantasiewesen zu verzieren. Stadt- und Kantonsbehörden zeigten ihn an. Das Bezirksgericht in Zürich rief die Kläger nun auf, sich gütlich mit dem 77-Jährigen zu einigen, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. Eine Frist wurde nicht gesetzt. Falls eine Einigung zustande kommt, kommt Naegeli um eine beträchtliche Zahlung herum. Die Anklage hatte 189 000 Franken (rund 165 000 Euro) Geldstrafe beantragt, plus 10 000 Franken Buße.

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„Ich kann nicht eigentlich zufrieden sein“, sagte Naegeli nach der Verhandlung. Es gehe ihm nicht um einen glimpflichen Ausgang, sondern um eine Neuinterpretation des Begriffs „Sachbeschädigung“. Diese sei als Zerstörung und Beschädigung definiert, aber das treffe auf Kunst wohl kaum zu. „Genau vor der Kulturfrage drückt sich der Staat, und da ist ein Freispruch natürlich viel bequemer.“

Das Bezirksgericht verwarf vier Delikte, die der Kanton geltend gemacht hatte, wegen Verjährung. Der Aufruf zur gütlichen Einigung betrifft eine Parallelklage der Stadt Zürich. Naegeli hatte wie früher Strichmännchen und Wasserwesen an Wände gesprüht, ähnlich wie die, die ihn in den 70er Jahren erst berüchtigt, dann berühmt gemacht hatten. Naegeli verteidigt seine Spray-Bilder als Kunst. .


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>> Bomb Hugger wird renoviert <<

Das Werk ist schon etwas mitgenommen – also soll es wieder schön werden. Die Hamburger Kulturbehörde und die Unternehmensgruppe Saga lässt das berühmte Graffiti „Bomb Hugger“ an der Steinwegpassage renovieren.   

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Das Stencil war 2002 bei einem Besuch Banksys im Rahmen des Urban Discipline Festivals entstanden.

Nachdem die Spiegelberg Stiftung eine Plexiglasscheibe vor das Stencil anbringen ließ, hatten vor rund zwei Jahren unbekannte mit einer vermutlich gezielten Intervention das Wort „GRAFITTI“ mit blauer Farbe darüber geschrieben, wovon Teile der Farbe in das Stencil liefen.

Bei der Frage, ob Street Art im öffentlichen Raum oder durch den Transfer ins Museum, künstlich erhalten werden sollte, gehen die Meinungen weit auseinander, schreibt das Magazin „Urbanshit“. Während sich vor allem vermehr Museen und Kunststiftungen für den Erhalt einsetzen, stellt ein großer Teil der Urban Art Szene den künstlichen Schutz in Frage.

Das Hamburger Abendblatt sieht in der Renovierung allerdings den Niedergang der Protestkultur – wohl vor allem, weil die Saga Unternehmensgruppe daran maßgeblich beteiligt ist. Das Blatt schreibt dazu:

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„Wahnsinn! Nur: Wo bleibt der Proteststurm der bürgerlichen Mitte, die Streetart allenfalls für das Werk des therapeutischen Malzirkels Großenkneten hält? Und wo sind die Streetartpuristen, die sich gegen behördliche Vereinnahmung wehren? War euer Slogan nicht mal „Sei Pippi, nicht Annika!“? Oder ist Mama jetzt doch die Beste?“

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>> Millionen für fünf Banksys <<

Fünf Werke von Banksy – inklusive der berühmten weißen Ratte – sind in den Nahen Osten verkauft worden. Der Preis: 5,2 Millionen Dollar! Gekauft wurden die Werke von einem privaten Sammler aus Katar.

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Die Graffitis stammen ursprünglich von einer Wand in Liverpool, wo sie in einer Street-Art-Gallery ausgestellt werden sollten. Doch es kam zum Streit, nachdem das Unternehmen North Point Global (NPG) sich aus dem Projekt zurückgezogen hatte. Ein Sprecher sagte der Liverpooler Zeitung  ECHO :

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“Whilst it is disappointing that this wall art is leaving Liverpool, our client believed that it had become tainted by all of the adverse publicity being aimed at North Point Global Group by both the Liverpool Echo and Liverpool City Council. They have therefore completed a sale to an overseas buyer who will be exhibiting the works, along with many others, across the Middle East very soon.”

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Die „Weiße Ratte“, eines der fünf verkauften Werke, stammt ursprünglich von einer Wand an einem alten Pub. Sie wurde im Jahr 2013 entfernt, sodass das Gebäude saniert werden konnte. Das Werk „Love Plane“ wurde erst im vergangenen Jahr von einem Haus entfernt, das renoviert wurde. Aktualisiert 25.09.2017 .


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>> Banksys Hommage an Basquiat <<

Banksy hat seinen 1988 gestorbenen US-Kollegen Jean-Michel Basquiat mit zwei neuen Wandbildern in London geehrt. Sie tauchten in der Nähe des Kultur- und Konferenzzentrums Barbican Centre auf, in dem in dieser Woche eine Ausstellung zu dem afroamerikanischen Künstler eröffnet wird.

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Fotos der Wandbilder waren seit Sonntag auch auf dem offiziellen Instagram-Profil Banksys zu sehen. Eines davon zeigt eine stark abstrahierte menschliche Figur mit erhobenen Händen, die von zwei Polizisten kontrolliert wird, daneben ein Hund. Die Szene ähnelt Basquiats Werk „Boy and Dog in a Johnnypump“ von 1982. Als Kommentar zu dem Bild schrieb Banksy:

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„Porträt von Basquiat, der von der Metropolitan Police willkommen geheißen wird – eine (inoffizielle) Zusammenarbeit mit der neuen Basquiat-Ausstellung.“

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Der «Guardian» vermutet, Banksy spiele damit darauf an, wie Basquiat, einer der ersten berühmten afroamerikanischen Künstler, heutzutage von der Polizei behandelt werden würde.

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17.09.21-banksy-neu

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Ein anderes Bild zeigt ein Riesenrad, an dem Kronen statt Gondeln befestigt sind, an einem Ticketschalter stehen ein Mann und mehrere Kinder Schlange. „Große neue Basquiat-Ausstellung öffnet im Barbican – ein Ort der normalerweise sehr darauf aus ist, Graffiti von seinen Wänden zu entfernen“, schrieb Banksy.

Aktualisiert 21.09.2017

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>> Banksy verschwindet aus dem Club <<

Die Werke von Banksy werden wohl zerstört werden. Weil ein Nachtclub in Glasgow Pleite angemeldet hat und deshalb kein Geld hat, um sie zu renovieren.

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Die Geschichte reicht zurück ins Jahr 2002. Damals stellte Banksy während einer Ausstellung im Club The Arches drei Graffitis her. Es waren einige der ersten öffentlichen Werke, bevor Banksy die Leiter des Ruhmes erklomm. Es sind ein Affe, der eine Waffe hält am Hinterausgang des Clubs, ein Affe, der ein Tutu trägt und eine Waffe hält und eine Mona Lisa, die hinter einem Rahmen sitzt.

 

Die Clubbesitzer hatten lange gehofft, die Werke erhalten zu können und sie zu verkaufen. Jetzt ist das Unternehmen – die Arches Theatre Company – pleite gegangen. Nun ist unklar war mit den Graffits passiert und wie viel die Werke überhaupt wert sind.

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>> Banksy-Protest gegen den Krieg <<

Als Protest gegen eine Waffenmesse in London zeigen Banksy und andere Künstler politische Arbeiten bei der „Art the Arms Fair“ .

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Die Ausstellung richtet sich gegen die alle zwei Jahre stattfindene „Defence & Security Equipment International“ (DSEI) in den Docklands, eine der größten Waffenbörsen der Welt. Bei dieser Messe „für Verteidigungssysteme und Ausrüstungen“ stellen mehr als 1600 Rüstungsunternehmen ihre Produkte, darunter auch Firmen aus Ländern, die für Menschenrechtsverletzungen bekannt sind, etwa Saudi-Arabien, Katar, Pakistan, den Philippinen, Bahrain and Algerien.

Der anonyme britische Street-Artist Banksy zeigt auf der „Art the Arms Fair“ die Arbeit „Civilian Drone Strike“, mit der er „offensichtlich den militärisch-industriellen Komplex kritisiert, indem er absichtlich eine doch schöne Kinderzeichnung zerstört“, sagt Sam Walton, ein Mitorganisator der „Art the Arms Fair“. Das Bild wird am Freitag versteigert, der Erlös kommt den Organisationen Campaign Against Arms Trade und Reprieve zugute.

Aktualisiert 11.09.2017

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>> Und wieder ein Banksy weniger <<

Ein Graffiti von Banksy ist verschwunden – übermalt von einigen Arbeitern. Der Hausbesitzer hat es überpinseln lassen. Die Begründung: das Haus habe schäbig ausgesehen. 

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Das Stencil war eine Version des Gemäldes „The Raft of the Medusa“  von Théodore Géricault. Es zeigte eine Gruppe Überlebender auf einem Floß. Es war eine kritische Auseinandersetzung mit der Flüchtlingsproblematik, die unsere Gesellschaft im Moment beschäftigt. Jedes Jahr ertrinken Tausende Menschen auf dem Weg nach Europa. Die Flüchtlinge auf dem Floß winken einer Fähre in der Ferne.

Das Graffiti war eine von drei Arbeiten, die Banksy im Jahr 2015 in Calais produziert hat. Und so sieht die Mauer nun aus.

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Georges Lagouge, der Besitzer des Hauses, an dem das Graffiti war, sagte der Zeitung „The Local“:

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„The wall was in a very bad state, and there was graffiti and part of the Banksy work had already been sprayed over. You couldn’t see the ship on the horizon any more. I would have been happy to have it (the mural) preserved but I contacted the town hall to ask them if they wanted to look after it and nobody got back to me. To sell it I would have either have had to sell the whole building (made up of apartments and a pharmacy) or somehow cut out that section of the wall. It would have been too complicated,“ said Lagouge, who lives elsewhere and rents out the building.“

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>> Banksy verkauft Souvenirs <<

Sie wollten schon immer einmal einen echten „Banksy“ besitzen. Nun haben Sie die Gelegenheit dazu. Allerdings müssen sie es bis in die Westbank schaffen.

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Im Herbst soll in der Westbank ein Souverniershop eröffnet werden, der Kunstwerke von Banksy verkauft. Angeboten werden sollen etwa Kreuze in limitierter Auflage mit gebogenen Klingen an den Enden, die aussehen wie Enterhaken. Auch kleine Schlüsselanhänger mit Fragmenten der Mauer in den besetzten Gebieten sollen feil geboten werden.  Der Shop selbst soll in der Nähe des Hotels an der Mauer liegen, das der Graffiti-Künstler vor einigen Monaten in Bethlehem eröffnet hat.

Es ist das erste Mal seit  2013, dass Banksy seine Kunstwerke zum Kauf anbietet. Damals eröffnete er anonym einen kleinen Pop-Up-Laden im Central Park in New York. Dort konnten Passanten originale, signierte Werke für 60 Dollar kaufen. Inzwischen sind die Werke rund 100.000 Euro wert.

Mehr Infos zu dem Souveniershop von Banksy gibt es im „Guardian“ oder bei der Gratiszeitung „Metro“.

Und hier noch ein Eindruck aus dem Mauer-Hotel von Banksy. Überwachungskameras hängen wie Trophäen an den Wänden.

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>> Kein Banksy – das ist die Wirklichkeit<<

Die Kunst von Banksy ist Kritik an der Realität. Er tut eben das, was Künstler tun müssen: wachsam sein. Doch bisweilen wird die Kunst von der Realität überholt, wie etwa am JFK-Flughafen in New York.

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Ein Mann namens Casey Neistat sah eine Säule im Flughafen, an der abstrus viele Überwachungskameras installiert waren. Es sind 14 Stück, die alle in verschiedene Richtungen zeigen. Und als dezenter Hinweis kann das Exit-Schild inmitten der Kameraschar gelesen werden. Aber – wie gesagt – es ist keine Kritik an der um sich greifenden Überwachung des öffentlichen Raumes. Es ist die bittere Realität. Banksy hätte es nicht besser hinbekommen.

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>> Werben um Banksy<<

Die spanische Hafenstadt Ferrol im Nordwesten Spaniens wirbt mit einer Anzeigenkampagne in England um das britische Street-Art-Phantom Banksy.

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In Zeitungen wie dem „Guardian“ war in der vergangenen Woche eine Anzeige mit einer Einladung zu lesen:

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„Dear Banksy, wir haben eine Fläche in einer unserer Straßen für dich reserviert, auf der du dich frei ausdrücken kannst mit einer ganz persönlichen Interpretation von ‚Las Meninas“, womit du uns helfen würdest, unser Viertel zu verschönern.“

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Der Stadtteil Barrio de Canido lädt Street-Art-Künstlern an diesem Wochenende (2.-3. September) ein, mit Neu-Interpretationen des Meisterwerks von Vélazquez die Wände zu bemalen. Die Initiative „Meninas de Canido“ wurde 2008 von Eduardo Hermida, einem Bewohner des Viertels, gegründet, um auf den Leerstand in seiner Nachbarschaft aufmerksam zu machen.

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>> War Banksy in Liverpool?<<

War er es – oder ist es doch nur wieder ein falscher Alarm. Die Leute in  New Ferry  glaube, dass Banksy ein Graffiti bei ihnen hinterlassen hat – fünf Monate, nachdem eine Explosion das Stadtzentrum heimgesucht hat. Die „Liverpool Echo“ haben darüber berichtet.

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Das Kunstwerk, das im Stile von Banksy gemacht wurde, wurde Anfang des Monats in der Bebington Road entdeckt. Es zeigt ein Bild, das Yosser Hughes ähnelt, ein Charakter aus Boys From the Blackstuff. Dabei steht die Botschaft:  „Rebuild New Ferry . I can do that”.

 Doch die Enttäschung ist groß, denn nur wenige Tage, nachdem das Graffiti entdeckt wurde, machte sich ein Vandale daran zu schaffen und übersprühte es.

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Und dann soll es noch einen Beweis geben, dass Banksy in Liverpool war. Den Beweis will John Whitworth, einer von 400  Gästen einer sehr speziellen Buchpräsentation einer sehr speziellen Band: Justified Ancients of Mu Mu – auch bekannt als KLF.
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John Whitworth sagte den „Liverpool Echo“:

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“Me and my wife were outside Constellations on Wednesday lunchtime and we were looking for things. There was a load of plywood leant against a wall and my wife pulled one out and we saw it had this artwork on it. Has Banksy just hit back at the removal of his Liverpool street art?

I immediately recognised the stencil as one of Banksy’s – called the Ghetto Rat, I think one of them went for £100,000 at auction. It would be just the type of thing for the KLF to do to leave something like that lying around – and I know that Jimmy Cauty has worked with Banksy before” (the two worked together on Banksy’s Dismaland attraction in attraction at Weston-super-Mare.)

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>> Das wieder entdeckte Kunstwerk<<

Ein zerstört geglaubtes Graffiti von Banksy ist wieder aufgetaucht. Es hat eine abenteuerliche Geschichte. 

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Der Guardian schreibt dazu:

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A Banksy painting that appeared on a public toilet block in east London, only to disappear after it was vandalised, spray-jetted by the local council and then painted over, has been rediscovered over a decade later. 

Known as the Snorting Copper and considered an exemplary image by the elusive graffiti artist, it shows a uniformed policeman on his hands and knees snorting a line of cocaine.

Although the painting has been valued for insurance purposes at £1.25m, Jonathan Ellis and David Kyte, who uncovered the painting after they bought the disused site, say they have no intention of selling it. Instead, they are restoring it and will return it to its original site in Shoreditch, Hackney, so that the general public can see it. The unveiling will take place on 5 October.“

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>> Das Geschenk <<

Es wäre eine Aktion, die zu Banksy passen würde. Ein Mann schenkte in der kleinen englischen Stadt Crewe einem jungen Obdachlosen einen Burger – und ein kleines Kunstwerk. Nun wird gerätselt, ob das Bild von Banksy ist.

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Ist das ein Banksy?

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Der junge Mann erzählt dem Crewe Chronicle, er sei mit einigen Kumpels in einer Straße abgehangen, als ein großes schwarzes Auto vorfuhr.

Der Obdachlose erzählt dem Crewe Chronicle:

“There were five of us. We were just sat in Crewe about half past 10, 11 o’clock last night, big black car pulled up, give us some cups of coffee, burgers and chips in a bag from McDonalds. Then he pulled out this picture and said ‘I hope this brings you good luck, good spirit’. That was it and he just drove off.”

Der junge Obdachlose hatte noch nie etwas von Banksy gehört. Am nächsten Morgen zeigte der das Bild einem Kumpel, der erkannte den möglichen Ursprung dieses Geschenks.

Nun liegt das Kunstwerk bei einem Sachverständigen, der die Echtheit überprüfen soll.

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>> Nein, es ist kein Banksy<<

Die Graffitis an der Mauer zur Westbank in Israel wurde nicht von Banksy gemacht. Es ist das Werk des Künstlers Lush aus Australien. Die Vermutung, es könnte der Brite sein kam auf, weil er ein Hotel direkt neben der Mauer eröffnet hat. Nach seinen Aussagen das Hotel mit dem hässlichsten Ausblick der Welt.

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Die Graffitis basieren auf einem Foto, das jüngst von Donald Trump gemacht worden ist. Es zeigt den US-Präsidenten, wie er sich etwas linkisch der Gebetsmauer in Jerusalem nähert. Eines der Graffitis ist direkt neben einem Wachturm der israelischen Armee. Es scheint, als würde Trump den Turm liebkosen. Das Werk sei den frühen Werken Banksys sehr ähnlich, schreibt Iyad Moghrabi in einem Artikel der Nachrichtenagentur AP. In diesem Fall scheint aber der Wunsch der Vater des Gedanken gewesen zu sein. Denn diese Aussage ist schlichtweg Unsinn.

ArtnetNews schreibt dazu:

„It isn’t Lush’s first time tackling political content. During the 2016 US presidential campaign, he created several pieces about Trump and his Democratic opponent, Hillary Clinton, including one of her in a revealing bathing suit. The work was censored by Instagram and ultimately removed, even after the artist repainted it with a modest black niqab, revealing only Clinton’s eyes.“

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>> Das Ballon-Mädchen auf Platz Eins<<

Banksy ist ein großer Künstler – zumindest trifft er den Nerv der Menschen. Sein Graffiti Ballon-Mädchen ist von den Briten zum beliebtesten Kunstwerk gewählt worden.

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Das Graffiti tauchte im Jahr 2002 an der Wand eines Geschäftes in Shoreditch auf auf. Zehn Jahre später wurde eine Version auf Karton bei einer Auktion für 73.250 Pfund verkauft. 2014 wurde das Orginal Stencil von der Mauer entfernt, eine Zeit lang in dem Geschäft ausgestellt und dann verkauft.

Es gibt aber auch Stimmen, die die Wahl sehr kritisch sehen. Hier ist ein Beispiel dafür:

Britain’s best-loved artwork is a Banksy. That’s proof of our stupidity

Bei der Umfrage wurde 2000 Menschen befragt. Sie konnten auf einer Liste unter 20 Kunstwerken ihren Favoriten auswählen.  Auf den ersten Plätzen landeten:

  1. Banksy; Balloon Girl
  2. John Constable; The Hay Wain
  3. Jack Vettriano; The Singing Butler
  4. JMW Turner; The Fighting Temeraire
  5. Antony Gormley; The Angel of the North

Aktualisiert 28.07.2017

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>> Also doch nicht! <<

In den vergangenen Wochen verdichtete sich das Gerücht, hinter dem berüchtigten Steetart-Phantom Banksy stecke der Massive Attack-Musiker Robert Del Naja. Nun schreibt das NEON-Magazin, dass er es doch nicht ist. Also: Es bleibt spannend!

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NEON sprach im Westjordanland nach eigenen Angaben mit mehreren Menschen, die nachweislich Banksys wahre Identität kennen. Dort entstand Banksys letztes großes Projekt: „The Walled Off Hotel“, ein funktionsfähiges Boutiquehotel mit Banksy-Kunst.

Der Besitzer des Hotels gabe keine Auskunft. Aber Maha Saca, eine Frau aus Bethlehem, an deren Fassade das berühmte Graffito mit einer Friedenstaube in Schutzweste prangt, war nach Auskunft von NEON gesprächiger. Banksy habe zuvor um Erlaubnis gebeten, an die Mauer sprühen zu dürfen. Zu dem vorgelegten Bild von Robert Del Naja von Massive Attack sagt sie auf Arabisch, das sei „nicht die Person, die das Graffito sprühte“. Auch die deutsche Journalistin Mia Raben, die schon vor Jahren eines der wenigen authentischen Interviews mit Banksy geführt hat, sagt zu NEON: „Banksy ist nicht Robert Del Naja.“

Die Suche geht also weiter!

Aktualisiert 19.07.2017

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>> Banksy zu Besuch auf Malta? <<

Ist es einer – oder ist es keiner? Auf Malta soll ein neues Werk von Banksy aufgetaucht sein. In der High Street von Sliema tauchte über nach ein Graffiti auf, das von vielen für einen „original Banksy“ gehalten wird – zumindest sieht das Werk auf den ersten Blick verdächtig danach aus.

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Das Stencil zeigt ein lachendes Kind, das auf dem Helm eines Londoner Bobby reitet – oder benutzt der Säugling das Teil als Nachttopf? Nun setzen einige ihre Hoffnung in die Auswertung der Video-Aufnahmen der Überwachungskameras in der Umgebung. Schließlich ist die High Street eine der belebtesten Straßen der Stadt.

Und natürlich gibt es auch Menschen, die eine besondere Liebe zum Detail an den Tag legen. Die hier allerdings etwas fehl am Platze ist.
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>> Banksy-Werk in San Francisco? <<

Ist das wirklich ein Banksy?  In San Francisco soll der Künstler eine seiner Ratten zurückgelassen haben. Zweifel bleiben.

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Das Graffiti befindet sich am Gebäude  The Red Victorian (1665 Haight St.). Dort befand sich schon einmal ein solches Werk, das unter dem Namen „Haight Street Rat“ die Runde machte. Das Graffiti war dann für rund 40.000 Dollar von dem Sammler Brian Greif entfernt und nach einer kleinen Rundreise durch verschiedene Galerien schließlich an einen Sammler verkauft worden.

Wie lange das neue Bild schon an der Stelle prangt, weiß keiner zu sagen. Es war nicht einmal den Angestellten des Red Vic aufgefallen. Erst ein Reporter machte sie darauf aufmerksam. Wenn es ein echter Banksy ist, dann wäre es ein einiger anderer Graffitis des Künstlers in der Stadt.

Die Kokomo-Howard County Public Library wird unterdessen ab dem 4. August die original  „Haight Street Rat“ ausstellen. Die Ratte zieht eine rote Linie und am anderen Ende der Linie ist zu lesen:

“This is Where I Draw the Line.”

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>> Banksy-Doku bei Netflix <<

Über Banksy ist schon viel gesagt worden – obwohl es über ihn kaum Informationen gibt. Nun gesellt sich zu den vielen Beiträgen noch eine Dokumentation auf Netflix. Und weil es – eben – über den Künstler nichts mehr zu sagen gibt, erzählt das TV-Stück die Geschichte eines Mannes, der ein Banksy-Werk in San Francisco vor der Zerstörung rettet.

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Hier geht es zum Trailer des Films!

Brian Greif heißt der Held der Dokumentation. Er spricht darüber, warum er das Graffiti unbedingt retten will, das Desinteresse der Museen und warum er Kaufangebote von über zwei Millionen Dollar für das Werk ausgeschlagen hat.

Und das sagt Brian Greif zu der Dokumentation:

„The message of the movie is recognise this art form as an incredibly important art movement, appreciate what these artists are doing for the public and try and protect and preserve it.“

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>> Ist Banksy enttarnt? <<

Ist er es also doch?! Wieder macht das Gerücht die Runde, dass sich hinter Street-Art-Enigma Banksy niemand geringeres als Robert Del Naja von Massive Attack verbergen soll. Jungle- und Drum-’n’-Bass-Ikone Goldie könnte im Zuge eines Interviews versehentlich die Identität von Banksy enthüllt haben.

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Das Gerücht machte immer wieder die Runde. Erst im vergangenen Jahr zog ein britischer Journalist eine Verbindung zwischen Konzerten der TripHop-Formation und kurz darauf in den entsprechenden Städten erscheinenden Werken des Künstlers. Doch Del Naja höchst persönlich zerstreute die Vermutungen – und sie verschwanden im Nebel der anderen Spekulationen um die Identität von Banksy.

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In der aktuellen Folge von Scroobius Pips »Disctraction Pieces«-Podcast hat sich dieser Verdacht nun wieder überraschend erhärtet, spricht Goldie hier doch beim Thema Banksy plötzlich von einem gewissen Robert: »No disrespect to Robert, I think he is a brilliant artist. I think he has flipped the world of art over«, rutscht es ihm heraus, nachdem er kurz davor die negativen Seiten des Hypes um Banksy thematisierte. Die Stelle ist hier ab Minute 34:46 zu hören.

Ob es sich dabei tatsächlich um einen unglücklichen Versprecher oder eine bewusst gelegte, falsche Fährte handelt, lässt sich natürlich nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Öffentlich geäußert hat sich bisher nur Goldie, der erwartungsgemäß zurückrudert und nun probiert, die Sache ein wenig ins Lächerliche zu ziehen:
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Das Thema scheint die Welt zu bewegen, sehr viele Medien haben es aufgegriffen. Hier noch einige Links zu Berichten:

Ein Text bei heute.at

Deutschlandfunk

Musikexpress

SWR3

Rolling Stone

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>> Banksy-Schau in Berlin <<

Darf man Street Art, die wie der Name schon sagt für den öffentlichen Raum entstanden ist, in einer Ausstellung an die Wand hängen? Noch dazu, wenn diese eindeutig kommerzielle Zwecke verfolgt?

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Diese Fragen wirft gerade wieder einmal ein Projekt auf, das sich mit dem Namen des bekanntesten Street-Art-Künstlers überhaupt schmückt: „The Art of Banksy“ heißt die Schau, die zuvor auch schon in Istanbul, Melbourne, Antwerpen und Amsterdam gezeigt wurde und seit Freitag im ehemaligen Nobel-Club Felix auf der Rückseite des Hotels Adlon gastiert.

Mehr als 80 Motive des Künstlers im Gesamtwert von mehr als 20 Millionen Pfund  werden, gerahmt oder auf Leinwand, in der Berliner Ausstellung „The Art of Banksy“ gezeigt – darunter das ikonische „Girl with Balloon“ und das politisch aufgeladene „Media“, das Bild eines blutenden Mädchens mit Teddybär,  das umringt von Kameramännern in einer zerbombten Stadt steht.

Alle Werke  sind Leihgaben von 40 internationalen Sammlern  und wurden von dem britischen Galeristen Steve Lazarides ausgewählt, der Banksy bis 2008 gemanagt haben soll. „In dieser Zusammenstellung werden die Kunstwerke danach nicht mehr zu sehen sein“, sagt er über die rätselhafte Berliner Schau, die nicht einmal einen offiziellen Internetauftritt hat.

Nicht von Banksy autorisiert

Auch die aktuelle Ausstellung findet ohne Genehmigung des Künstlers statt – was den Hype nur noch verstärken dürfte. Wie fragwürdig das ganze Unterfangen ist, zeigt auch die Wahl des Ausstellungsortes. Statt in einer renommierten Galerie oder im Museum ist sie in den dafür angemieteten Räumlichkeiten des seit Mitte Mai geschlossenen Clubrestaurants Felix  zu sehen. Der Laden war einst beliebt bei Zehlendorfer Jugendlichen, die hier in abgetrennten VIP-Lounges Edel-Vodka  fließen ließen.
Ein Party-Image, das wohl eher nach München als ins runtergerockt-coole Berlin passt – und auch nicht zu einem Künstler, der mit konsumkritischen Motiven berühmt geworden ist. Der Eintritt  für die Banksy-Schau kostet stolze 18,25 Euro. Gefragt ist sie trotzdem – vielleicht auch, weil Street Art nach dem Erfolg der Gratis-Schau „The Haus“ in aller Munde ist: Die über das Tourismus-Portal Visit Berlin verkauften Tickets sind für die ersten beiden Tage nach der Eröffnung bereits ausverkauft.

„The Art of Banksy“, Behrenstr. 72, bis 15.9., Mo-So 10-20 Uhr, Eintritt 18,25 Euro, ermäßigt 15 Euro

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>> Banksy macht Politik <<

Banksy geht in die Politik – natürlich nicht direkt! Aber der Künstler will offensichtlich den Sieg der Konservativen bei den vorgezogenen Parlamentswahlen am 08. Juni 2017 in Großbritannien verhindern.

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Banksy will jenen Wählern ein Gratis-Print-Kunstwerk schenken, die NICHT für die Konservativen stimmen. Das gilt allerdings nicht für ganz Großbritannien, sondern nur für Bristol North West, Bristol West, North Somerset, Thornbury and Yate, Kingswood, und Filton und Bradley Stoke. Das Angebot war auf der Website des Künstlers zu finden.

Er schreibt:

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“Simply send in a photo of your ballot paper from polling day showing you voted against the Conservative incumbent and this complimentary gift will be mailed to you.”

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Eine Notiz unter dem Post sagt, dass dieses Angebot natürlich nicht als Bestechungsangebot für potentielle Wähler zu sehen sei.

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Es heißt weiter:

“This print is a souvenir piece of campaign material, it is in no way meant to influence the choices of the electorate, has no monetary value, is for amusement purposes only and is strictly not for resale. Terms and conditions to follow, postage not included.”

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Allerdings warnte Banksy nicht, dass sie mit einem Foto ihres Wahlzettels gegen das Gesetz  verstoßen könnten. Denn es gibt sehr strikte Regeln, die in der Representation of the People Act Zusammengefasst sind.

Dort heißt es:

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“No person shall directly or indirectly induce a voter to display his ballot paper after he has marked it so as to make known to any person the name of the candidate for whom he has or has not voted or as to the number on the back of the ballot paper given to the voter at that station.”

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Banksy is offering a free print for Bristolians but only if they vote against the Tories in the General Election https://t.co/FajrM5co8R

— Bristol Post (@BristolPost) 3. Juni 2017

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Aktualisiert 04.06.2017

NACHTRAG:

Banksy musste seine Aktion vor der Wahl abbrechen. Die Wahlkommission habe ihn gewarnt, seine geplante Aktion stelle eine Beeinflussung der Parlamentswahl am Donnerstag dar, teilte der Künstler mit der unbekannten Identität am Montagabend auf seiner Website mit. „Ich bedauere es, erklären zu müssen, dass diese unbedachte und rechtlich zweifelhafte Aktion abgesagt worden ist“, fügte Banksy hinzu.

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>> Zugpferd für ein Millionenprojekt <<

Was Banksy dazu wohl sagt? Eines seiner Werke wird zum zentralen Bestandteil eines Millionenprojektes für Luxuswohnungen in dem trendigen Londoner Stadtteil Notting Hill.

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Das Werk ist einer der ältesten erhaltenen Graffitis von Banksy. Wofür er vor Jahren noch bestraft worden wäre, wird nun zu einem der Hauptargument umfunktioniert, in dem „beschmierten“ Haus eine Wohnung zu kaufen. Die Arbeit in Notting Hill ist bekannt als Der Maler, Der Graffiti-Künstler oder Velazquez. Es zeigt einen Künstler in typischer Pose mit Palette und Pinsel, der das Banksy-Tag malt. Entdeckt wurde es 2008 in der Portobello Road. Als man den Wert der Arbeit erkannte, wurde es von den Verantwortlichen durch eine Glasscheibe geschützt.

Der neue Besitzer des dreistöckigen Hauses hat von der Stadt die Erlaubnis bekommen, die Wohnungen in dem Gebäude in Luxusappartements und Restaurants zu verwandeln.

Das Unternehmen Enstar Capital plant, das mehrere Meter große Banksy-Werk – dessen Wert auf über zwei Millionen Pfund geschätzt wird –  auf eine höhere Ebene zu heben und es anzustrahlen, sodass es von den Besuchern des Portobello-Marktes besser bestaunt werden kann.

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Wer sich für die Preise in dem Haus interessiert: die Wohnungen sollen am Ende für rund 1000 Pfund die Woche vermietet werden. Eine stolze Summe, dafür kann man aber behaupten, neben einem echten Banksy zu schlafen.

Allerdings gefällt nicht allen diese Vorstellung. Huey Walker aus Nottinghill, der den „Ausverkauf“ des Stadtteils seit Jahren kritisiert, sagt dazu:

“Who puts the value on street art? It’s a bit weird it’s going to be used as a feature to sell really expensive housing. We need housing for ordinary people.”

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>> Höchstpreise für Banksy-Kunst <<

Ein Pappplakat mit einem Graffiti von Banksy ist auf einer Auktion in Newmarket für 10.000 Pfund über den Tisch gegangen. Das Werk zeigt ein Mädchen, das eine Bombe umarmt.

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Wie immer bei Banksy ranken sich aber einige Geheimnisse um das Werk. Es heißt, der Graffiti-Künstler habe ein Dutzend davon hergestellt, die dann auf einer Demo gegen den Irak-Krieg im Jahr 2003 zum Einsatz kamen. Einer der Demonstranten habe das Plakat bis 2016 in seiner Wohnung aufbewahrt, bevor er es an den heutigen Besitzer verkaufte.

Banksy hat 2003 offensichtlich einige Werke für Demos hergestellt. Viele haben allerdings nicht überlebt. Einige wurden damals schlicht weggeworfen, anderen von der Polizei konfisziert.

Will Axon vom Auktionshaus  Rowley’s sagte zu dem Bild:

„It is one of those rare occasions when you can genuinely call a picture iconic.“

Aktualisiert 02.06.2017

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>> Banksy-Werk in Dover <<

Er war es: Banksy hat bestätigt, dass ein riesiges Graffiti in Dover von ihm ist. Es zeigt eine Europa-Flagge, auf der einer der zwölf Sterne von einem Arbeiter heraus gemeißelt wird.

 

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Das Werk erschien über Nacht an einem Gebäude nahe der A20, nahe dem Fährterminal. Die Zeitung „The Independent“ hat die Bestätigung des Künstlers erhalten, der auf den Instagram-Feed des Künstlers verwiesen hat.

Die Arbeit ist eine weitere Äußerung Banksys zu Europa-Politik. In Großbritannien wird im Moment über den Brexit verhandelt und in Frankreich erreichte die rechtspopulistische Marine Le Pen die Stichwahl um das Präsidentenamt. Banksy war schon einmal in Dover und hat mit einem Graffiti gegen die Flüchtlingspolitik Europas demonstriert.

Nachtrag: 

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Schon kurz nach Entdeckung des Graffitis von Banksy auf der Hauswand in Dover hat sich aber auch ein anderer Sprayer an derselben Stelle verewigt. Nur wird dieses Graffiti von den Offiziellen nun als purer „Vandalismus“ angesehen. Ein Unbekannter hat die Worte „THE CLASH“ mit schwarzer Farbe auf die Wand gesprüht – genau zwischen die Sprossen der Leiter, auf der der Arbeiter steht, der den Stern aus der EU-Fahne hämmert. 

Ein Sprecher der Stadt Dover erklärte auf Nachfrage der BBC:

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„We are aware of the continuing interest around the artwork attributed to Banksy. The building is not owned by Dover District Council, and we have no other plans to take action to protect the artwork at this time.“

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Der Sprecher des Dover District Councils sagte allerdings auch, dass das Kunstwerk an der York Street nun mit Videokameras überwacht werde.

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>> Banksy ertappt – wieder einmal <<

Ist er es – oder doch nicht. Eine Frau in Israel ist überzeugt, Banksy bei der Arbeit überrascht zu haben, als er gerade eine Ausstellung seiner Werke vorbereitete. 

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Die Frau, die das Video gemacht hat, erzählt in der britischen „Sun“, dass sie Banksy in einer Shopping Mall in Israel gesehen habe, die einem früheren Manager des Künstlers gehöre.  Sie sagt weiter:

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„The mall opens at 10am but if you need to be there earlier you have to sign your name.  What was really weird was that when I came in and I had to sign my name, I noticed an English name and said to the security guard ‘who is that?’ He said it was an artist from England.”

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Die Ausstellung „The Art of Banksy“ wird in der Arena Mall in Herzliya Marina, nicht weit entfernt von Tel Aviv. Ob der Mann Banksy ist oder nicht, kann wohl nicht geklärt werden – auf jeden Fall hat die Ausstellung nun einige Aufmerksamkeit bekommen.

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>> Banksy-Werk von Arbeitern übermalt <<

Sehr dumm gelaufen! Arbeiter haben in einem Fünf-Sterne-Hotel auf Jamaika einen Original-Banksy übermalt.

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Ein Eindruck der Arbeiten von Banksy in dem Hotel

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Der Graffiti-Künstler war 2006 in dem exklusiven Geejam Hotel zu Genge, kurz bevor es für die Gäste geöffnet worden war. Dabei hat er eine Serie von Stencils hinterlassen, die die Gäste bis heute inspiriert haben. Darunter Beyonce, Scarlett Johansson and Tom Cruise. Aber das ist Geschichte.

Die Daily Mail berichtet nun aber, dass einige der Bilder übermal worden sind.

Und hier noch ein kleiner Service – für diejenigen Leser, die sich einen Aufenthalt leisten können. Eine kurze Review zu dem Hotel. 

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>> Banksy als der Hotelier <<

Banksy eröffnet das Hotel „The Walled Off Hotel“ in Bethlehem direkt an der Sperrmauer zwischen Israel und dem Westjordanland. Israel hat die Mauer zum Westjordanland gebaut, um sich vor palästinensischen Attentätern zu schützen.

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Banksy wirbt auf seine Art für das Hotel: „Es hat den schlechtesten Ausblick aller Hotels in der Welt“, sagt er laut einer Mitteilung. Bei seinem neuesten Projekt gehe es darum, „die Geschichte der Mauer von allen Seiten erzählen und den Besuchern die Möglichkeit geben, sie selbst zu entdecken“, heißt es auf der Internetseite des Hotels.

Hier einige Links zum Thema:

Die Stuttgarter Zeitung über das Projekt

Auch das Deutschlandradio berichtet

Die Deutsche Welle Kultur

Aktualisiert 12.03.2017

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>> Banksy in Dresden <<

Mit einer “langen Nacht“ samt Filmpremiere ehrt die Dresdner Streetart-Ausstellung “Magic City” im Februar das britische Künstler-Phantom „Banksy“.

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In der Dresdner Zeitenströmung dreht sich am 18. Und 19. Februar alles um den Briten. Unter anderem zeigt die Schau dann mehrere Banksy-Werke, darunter ein Mauerstück mit einer Original „Banksy Ratte“. Drumherum sind Vorträge, Diskussionen, Führungen und ein Sonderworkshop des Spike-Lab geplant. Höhepunkt ist die Europapremiere des Dokumentarfilms „Saving Banksy“, die zusammen mit der Reportage „One Day in Dismaland“.

Hier geht es zu einem Bericht der Deutschen Welle über das Event

Aktualisiert 09.02.2017

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>> Banksy bei der Arbeit – wirklich? <<

Das ist er also, auf frischer Tat ertappt: Banksy. Auf dem Video arbeitet er an dem berühmten Graffiti „Flying Balloon Girl“ aus dem Jahr 2005. Das Werk befindet sich an der Mauer zur Westbank. Zu sehen ist es auf der Facebook-Seite Von StreetArtGlobe.

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Hier geht es zum Video
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Doch ist das wirklich Banksy? Wohl kaum! Diesen Zweifel hegen auch die meisten Kommentatoren unter dem Post. Unwahrscheinlich ist, dass Banksy am helllichten Tage seiner Arbeit nachgeht. Zudem wird bezweifelt, dass es sich wirklich um das Ballon-Mädchen handelt. Fotos des Originals lassen das bezweifeln. Und wieso kommt das Video nun, über zehn Jahre nach dem Besuch von Banksy in Israel an den Tag?

Ein Kommentator gibt zu bedenken, dass sich das Graffiti – wohl nicht ganz zufällig -direkt gegenüber einem Banksy-Shop befindet. Die Aktion ist wohl eher ein gut gemachter Werbegag.

Aktualisiert 09.01.2017

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>> A must-visit new gallery in London <<

Banksy nimmt unaufhaltsam den Weg von der Straße ins Museum. Nur noch selten sind Werke von ihm öffentlich an original Plätzen auf original Mauern zu sehen. Tabish Khan, Macher der Internet-Seite „Londonist“ hat nun jene Plätze zusammengefasst, wo Banksy zumindest in London noch in „freier Wildbahn“ zu bewundern ist. Zudem gibt es Werke von ihm in Stoke Newington zu sehen.

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Neue Gallery in South Bank

Zudem haben die Banksy-Fans eine neue Gelegenheit, die Arbeit ihres Idols in der South Bank zu bewundern. Die zentral gelegene Gallery ist die Idee von Steve Lazarides, der schon seit Jahren Werke von Banksy verkauft. Das Fazit von Tabish Khan: „For fans of Banksy and street art in general this feels like a must-visit new gallery.“

The Banksy Print Gallery is at 22 Upper Ground (inside the Mondrian London hotel), SE1 9PD. It’s open Tuesday to Saturday, 11am-7pm, and is free to visit.

Aktualisiert 30.12.2016

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>> Interessante Info-Grafik zu Banksy <<

Da hat sich jemand große Mühe gemacht! In der britischen Zeitung „Daily Mail“ wird eine schöne Info-Grafik zur Arbeit von Banksy präsentiert. Die Tour führt den Betrachter um die ganze Welt, an viele Orte, wo der Graffiti-Künstler seine Spuren hinterlassen hat.

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Der Start ins Banksy-Universum

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Die Kunstfreunde werden auf der globalen Reise zu 16 Locations geführt – inklusive London, New York, Boston und Jerusalem. Dazwischen wird von der Zeitung immer wieder erklärt, warum Banksy überhaupt solche Berühmtheit erlangt hat und wie seine Werke zu lesen sind. Das ganze ist also nicht nur für Insider ein Spaß, sondern auch für Interessierte, die sich mit Streetart nicht wirklich auskennen.

Hier geht es zu der Info-Grafik in der „Daily Mail“ 

Aktualisiert 20.12.2016

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>> Neuseeland rätselt über Banksy-Arbeit <<

War Banksy in Tauranga? Wer bis jetzt noch nichts von der Stadt gehört hat: sie liegt in Neuseeland.

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Dort sind zwei Arbeiten entdeckt worden, die von dem Graffiti-Künstler stammen könnten.  Sie sind über Nacht zwischen Goddards Centre and 46 Spring St. Aufgetaucht. Die beiden Arbeiten ähneln dem Stil Banksys, der immer wieder politische oder soziale Fragen aufgreift.

Hier geht es zu einem Bericht über den Fund

Anders als in früheren Zeiten, als die Arbeiten des Straßenkünstlers noch achtlos überpinselt wurden, bemüht sich die Stadtverwaltung in Tauranga darum, die Echtheit der Graffitis zu verifizieren, sagt die Pressesprecherin Viktoria Ermes. Sie erklärte auch, dass zumindest eines der Werke eine Neuauflage einer Arbeit aus Bristol ist, die dort vor einigen Jahren auftauchte. Und sie ergänzte fast schon philosophisch:  „It’s very exciting, the not knowing, but that is what street art is all about. We really don’t know who did it.“

Der Hausbesitzer freut sich

Das Gebäude, an dem das Graffiti prangt gehört der Pacific Property Fund und wird von der Property Managers Group verwaltet. Auch die sind nicht gerade erbost darüber, dass sich womöglich der Welt bekanntester Sprayer auf dem Gebäude verewigt hat.

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Mystery works spark Banksy speculation in Tauranga CBD https://t.co/jhD8aEuP0i via @nzherald

— Jamie Kahn Genet (@Wizardling) 2. Dezember 2016

Unternehmenschef Scott McKenzie hat die Werke als erster gesehen. Er sagte: „It’s brilliant for Tauranga and New Zealand to have Banksy’s work coming to the city and even more exciting to think he may actually be here in person right now.“  So ändern sich die Zeiten: früher wäre Banksy verfolgt worden. Nun freuen sich sogar schon die Hausbesitzer.

Aktualisiert 06.12.2016

Nachtrag (08.12.2016):

Nun hat sich Joanna Brooks zu Wort gemeldet. Die Banksy-Herausgeberin aus London erklärte, dass der Künstler in der jüngsten Vergangenheit nicht in Neuseeland gewesen sei. So zerplatzen die Träume, Teil eines weltumspannenden Kunstwerkes zu werden.

Hier der Link zur Berichterstattung

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>> Banksy in Londoner Gallery <<

Banksy ist nun endgültig im Museum angekommen. Der Künstler hat nun eine eigene, permanente Ausstellung im Osten von London. Die Hang-Up Gallery hat einen „Banksy Bunker“ eröffnet. Zu sehen sind Gemälde, Prints und Skulpturen.

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East London Art Space! The ‚Banksy Bunker‘ Opens At The Hang-Up https://t.co/p2yQVfMl6Q #stupidDOPE #GetCultured pic.twitter.com/q3mdDQzS3U

— stupidDOPEMusic (@stupidDOPEMusic) 27. Oktober 2016

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Ben Cotton, Direktor der Gallery, sagte dem Magazin “Time Out”:

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„There’s currently nowhere in the capital to view a permanent Banksy collection. So we thought we’d change that. It’s an intimate space packed full of a broad cross-section of his work from the start of his career to the present day – so whether you’re a Bansky aficionado or a seasoned collector it’s certainly worth a look.”

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Es gibt im Moment 15 Arbeiten des Künstlers zu sehen. Die Zahl wird sic him laufe der Zeit allerdings veränern, denn die Werke sind alle zum Verkauf gedacht.

Hang-Up Gallery is at 81 Stoke Newington Rd, N16 8AD. Open Tuesday to Sunday from noon until 6pm. Free.

Aktualisiert 25.11.2016

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>> Wer ist Gonefellow? <<

Der unbekannte Künstler produzierte zusammen mit der bekannten Grafikstudio Modern Multiples in Los Angeles ein bemerkenswertes Werk. Nun gibt es Gerüchte, dass dahinter mehr stecken könnte, als die Arbeit eines bisher völlig unbekannten Künstlers.

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Eine Banksy-Interpretation

Die 190 Pfund teure, nur 75 Mal reproduzierte Grafik  mit dem Titel „Graffiti Truck“  ist eine Interpretation eines bekannten Banksy-Werkes “meat truck” – das selbst eine Zeichnung seiner aufsehenerregenden Installation “Sirens of the Lambs” ist. Ein interessantes Detail: Auf der Tür des kleinen Lasters ist der Schriftzug “Sincura” zu sehen. Das ist ein Unternehmen, das – offensichtlich sehr zum Ärger von Banksy –  immer wieder seine Werke entfernt und auch zu horrenden Preisen verkauft hat.

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Das befeuert nun die Fantasie der Sammler. Die und die Banksy-Fans suchen nun nach Hinweisen, dass das Werk von dem berühmten Graffiti-Künstler stammen könnte. John Tallacksen, Grafiker bei Modern Multiples, bestätigt das internationale Interesse an dem Werk, will aber nicht weiter zu den Spekulationen beitragen.

Was Gonefellow besonders interessant macht, ist seine Unsichtbarkeit. Er ist im Internet praktisch  nicht zu finden. Zwar besitzt er einen Account auf Instagram, der ist allerdings nur spärlich bespielt. Hier geht es zu Gonefellows auf Instagram.

Dann gibt es noch einen leeren Twitter-Account und einen verwaisten Account im Online-Forum Urban Art Association. Das ist alles!

Hier geht es zu einer ausführlichen Berichterstattung über Gonefellow aus dem Los Angeles Magazine


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>> Banksy-Werke zum Verkauf in Köln <<

Über Monate hingen die Werke von Banksy in München – aber nur zum Ansehen. Jetzt werden sie in Köln gezeigt und sollen Geld bringen.

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Ausriss aus dem Online-Katalog der Art-Fair

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Erst sehen – nun kaufen

Jetzt wird kassiert! 47 Werke von Banksy aus der privaten Sammlung des Galeristen und Kunstsammlers Dirk G. Kronsbein wird die Münchner Galerie Kronsbein an der Art Fair Cologne vom 27. bis 30. Oktober in Köln ausstellen. Die Präsentation «Banksy – King of Urban Art» war von April bis September 2016 bereits in der Münchner Galerie zu sehen – damals als reine Museumsausstellung.

In Köln werden die Werke nun zum Verkauf stehen, darunter so bekannte Motive wie «Girl with Balloon», «Toxic Mary Double» und «Choose Your Weapon». Ausgesuchte Originale und Editionen treffen aufeinander. In der Ausstellung gibt es etwa die Hommage an den grossen Vorgänger Keith Haring und dessen Hund zu sehen – unter dem Titel « Choose Your Weapon». Es werden aber auch komplexere Arbeiten gezeigt wie die beiden Versionen von « Toxic Mary», die den Jesusknaben mit einem Giftfläschchen füttert.

Hier geht es zur Galerie Kronsbein

Hier geht es zu ART.FAIR

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>> Banksy bei der Arbeit? <<

Banksy ist wieder einmal enttarnt worden. Eine Frau mit Namen Mia behauptet, den Künstler auf frischer Tat in Melbourne ertappt zu haben.

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Zu sehen ist wackeliges Video, auf genommen mit einem Smartphone. Ein Mann sprüht etwas auf eine Wand in einer dunklen Straße – was man allerdings eher erahnen als sehen kann. Die Figur zieht dann eine Kapuze über den Kopf und entfernt sich. In dem Video nähert sich die Frau dem Mann, der dann davonläuft und laut ruft: „F*** off!“

Hier das Video der Frau aus Australien:
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Mia entdeckt dann ein Graffiti, das sich gegen die Anti-Einwanderungspolitik der Politikerin Pauline Hanson in Australien richtet. Direkt daneben: die Signatur von Banksy.  Das behauptet zumindest Mia.

Sicher ist allerdings nicht, ob das Graffiti wirklich von Banksy ist. Der Künstler „signiert“ nicht alle seine Werke. Was gegen die Echtheit spricht ist, dass die Signatur in dem Video nicht dieselbe ist, die Banksy zuletzt immer wieder benutzt hat.

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>> Ein Banksy fürs Museum <<

In Liverpool ist ein Graffiti von Banksy entfernt worden. Der Grund: es soll in ein Museum, zusammen mit einigen anderen Werken des Künstlers.

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Gehören die Graffitis von Banksy in ein Museum? Werden sie dort nicht ihrer eigentlichen Bestimmung beraubt? Sind sie dann überhaupt noch Kunst? Das sind Fragen, die sich die Macher des neuen Street Art Museums in Liverpool beantwortet habe. Denn das Graffiti „Love Plane“ ist über Nacht entfernt worden. In Zettel an der Stelle, wo das Flugzeug seine Bahn zog ist nun zu lesen, dass das Kunstwerk in der Nähe eines Parkplatzes im Stadtzentrum entfernt wurde, restauriert wird und dann ins Museum kommt.

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“Dear Liverpool, the Banksy Love Plane artwork has been removed. It is being restored and will return to Liverpool to feature in your new Street Art museum.“

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Die Verantwortlichen von North Point Global machten ihre Pläne für ein Banksy-Museum im vergangenen Jahr öffentlich. Das Love Plane soll dann zu sehen sein zusammen mit der berühmten Liverpool Ratte, die an einer Wand am White Horse Pub in der Berry Street aufgesprüht war – oder auch dem Werk „Never Liked The Beatles“.

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„Street art should stay on the streets“ ECHO readers have their say after Banksy artwork removed – Liverpool Echo https://t.co/NbKzxoyK7J

— Liverpool1207 (@Liverpool1207) 18. September 2016

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Die Sammlung soll in Zusammenarbeit mit Sincura Arts Club und Bankrobber London entstehen, zwei der führenden Händler für die Kunst von Banksy. Peter McInnes, Kunstsammler und Vorsitzender von North Point Global, dem Unternehmen hinter dem Museumsprojekt in Liverpool, zu dem Verschwinden des Graffitis:

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”We’re delighted to be gathering together and restoring all of Banksy’s Liverpool works. Banksy gave them to Liverpool and we’re bringing them back and putting them somewhere where they can be enjoyed by the people of the city.”

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Ob Banksy die Sache wirklich gefällt ist natürlich unbekannt. Allerdings hat er in der Vergangenheit immer wieder Wege gefunden, gerade gegen diese Art von Stadtentwicklung zu protestieren, die North Point Global plant. Das Museum wäre dann Teil des Baltic Triangle in Liverpool. Dazu gehören 125 Apartments, Büros, Geschäftsräume und andere Räume für kreative Startups.

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>> Banksy bleibt ein Geheimnis <<

Gott sei es gedankt, Banksy ist nicht enttarnt. Massive-Attack-Sänger Robert Del Naja ist doch nicht der berühmte Streetart-Künstler.

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Die Daily Mail spekuliert über Banksys Identität

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Das  Gründungsmitglied der Band bestreitet Gerüchte, wonach er der anonyme Street-Art-Künstler Banksy sei. Auf einem Konzert am Wochenende in seiner Heimatstadt Bristol bedauerte Del Naja alias 3D vor 27.000 Fans, dass er nicht mit Banksy identisch sei. Er gab aber zu, mit dem Künstler befreundet zu sein und rief seinen Fans zu: „We are all Banksy!“

Vor wenigen Tagen gab der schottische Journalist Craig Williams bekannt, Robert Del Naja als Banksy entlarvt zu haben. Neue Banksy-Werke seien offenbar kurz vor oder nach Massive-Attack-Konzerten in San Francisco, Boston und Toronto entstanden. Außerdem sei Del Naja bekannterweise selbst als Graffiti-Writer aktiv gewesen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Banksys Identität angeblich entlarvt wurde. Die „Daily Mail“ etwa berichtete vor einem Jahr von einem Parkwächter, der in der westenglischen Küstenstadt Weston-super-Mare vor dem „Dismaland“ arbeitet und dem Künstler offenbar verblüffend ähnlich sehe.

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Am Dienstag wurde der zweite Trailer des Dokumentarfilms „Saving Banksy“ veröffentlicht. Die Doku, die im April auf dem Nashville Film Festival Premiere feierte, wurde von Colin Day gedreht.

Hier geht es zu einem Artikel der Daily Mail, die immer wieder einmal die wahre Identität von Banksy aufzudecken glaubt.

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>> Banksy-Werk in Melbourne zerstört <<

Der Fortschritt fordert seine Opfer. Dieses Mal hat es ein Graffiti Banksy getroffen. Mehrere berühmte Stencils in der AC/DC-Lane in Melbourne wurden von Arbeitern zerstört, die eine Tür installieren wollten.

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Dieses Banksy-Werk gibt es nun nicht mehr.

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Die Arbeiten des Streetart-Künstlers gehörten zu einer ganzen Gruppe von Werken, die Banksy bei einem besuch im Jahr 2003 in Melbourne hinterlassen hat.Meyer Eidelson, der das Blog Melbournewaoks.com betreibt, schreibt, dass die Reste der Stencils in einer Mülltonne gelandet sind.

Eidelson schreibt in seinem  company blog: 

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„These Australian and international stencils recently destroyed were as seminal to the modern street art movement as the Aboriginal paintings destroyed on the Papunya school wall in 1973.“

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Weiter schreibt er, dass er den Schaden vor etwa einer Woche entdeckt habe. Melbourne scheint allgemein kein guter Platz für Banksy zu sein.  Es ist nicht das erste Mal, dass seine Werke dort zerstört worden sind. Vor zwei Jahren wurden in derselben Straße zwei Werke vernichtet. 2013 traf es ein Graffiti in Fitzroy und 2010 wurde das Bild einer Ratte in der Hosier Lane bei Aufräumarbeiten überpinselt.

Hier ein Bericht über einige schon vor Jahren im Melbourne zerstörte Banksy-Werke.

Die Stadt bedauert den Verlust

Die Stadtväter von Melbourne haben aber auch versucht, die Arbeiten von Banksy zu schützen. So wurde schon Plexiglasscheiben vor den Bilder angebracht. 2008 schütteten aber Unbekannte Akrylfarbe zwischen Glas und Wand und zerstörten auf diese Weise ein Graffiti.

Eine Sprecherin der Stadt bedauerte natürlich, dass die Werke bei den aktuellen Bauarbeiten zerstört wurden. Sie fügte aber hinzu: „Es liegt in der Natur von Streetart, dass die Arbeiten von zeitlich begrenzter Haltbarkeit sind.“ Recht hat sie!

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>> Eine Viertel Million Euro für einen Banksy <<

Banksy hat einst einen SWAT-Bus der US-Polizei verschönert. Jetzt kam das rollende Kunstwerk beim Auktionshaus Bonhams unter den Hammer und erzielte einen stattlichen Preis.

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Im Jahr 2006 hat der weltweit bekannte Street-Art-Künstler Banksy für das renommierte Auktionshaus Bonhams einen alten Polizei-Bus der SWAT-Spezialeinheit in ein Kunstwerk verwandelt. Genau dieses einzigartige Gefährt kam jetzt unter den Hammer. Während das Objekt der Begierde im Vorfeld von Experten auf einen Wert von 200.000 bis 300.000 Pfund geschätzt wurde, wechselte der Banksy SWAT-Bus am Ende für stolze 218.500 Pfund den Besitzer – umgerechnet rund 264.000 Euro.

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>> Banksy schenkt Grundschülern ein Graffiti <<

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Der britische Streetart-Künstler Banksy hat heimlich die Wand einer Grundschule im englischen Bristol besprüht. Die Schulleitung hatte zuvor ein Gebäude nach ihm benannt.

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Es sieht aus wie einen Kinderzeichnung, ist aber echte Kunst. Ein skizziertes Mädchen spielt mit einem brennenden Autoreifen. Der Streetart-Künstler Banksy hat mit diesem Graffiti den Schulhof der Bridge Farm School im englischen Bristol verschönert. Damit bedankt er sich auf seine Art dafür, dass ein Teil des Schulgebäudes nach ihm benannt wurde.

In einem Brief schreibt er:

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„Danke, dass ihr ein Haus nach mir benannt habt. Hier habt ihr ein Bild. Wenn es euch nicht gefällt, könnt ihr gerne was hinzufügen – ich bin sicher, eure Lehrer haben nichts dagegen.“

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Die Kinder musste aber dennoch die Finger von dem Kunstwerk lassen. Geoff Mason, der Schuldirektor, freut sich über das „inspirierende“ Kunstwerk. Seinen Schülern erlaubte er nicht, das neue Wandgemälde fortzuführen. Ist schließlich ein echter Banksy. Das hat Pest Control, die Agentur des Künstlers, auf Anfrage des Guardian bereits bestätigt. Den Brief haben sie in Bridge Farm übrigens auch gleich eingerahmt. Man weiß ja nie, wie viel der einmal wert sein wird.

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>> Banksy und ein anderer großer Name <<

In Amsterdam hat ein neues Museum seine Türen geöffnet. Das Moco – die Abkürzung für Modern Contemporary – will zeitgenössische Kunst zeigen und setzt auf große Namen.

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Banksy neben Andy Warhol

Das Museum startete mit einem Paukenschlag: Die Eröffnungsausstellung zeigt 50 Arbeiten des Street-Art-Stars Banksy zusammen mit 40 Werken des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol. Moderne und zeitgenössische Kunst soll das Ausstellungsprogramm prägen. Das Moca möchte die „Rockstars der Kunst“ zeigen, kuratiert jeweils von profilierten Kuratoren. Im Blick hat man die Sehlust eines „großen Publikums“. „Banksy kommt nach Amsterdam“ jubelte denn auch eine niederländische Zeitung.

Beeindruckend sind aber nicht nur die Kunstwerke – auch das Museum selbst ist ein Juewl. Die Villa Alsberg wurde 1906 zur Blütezeit des Jugendstil errichtet. Sie steht stolz am Amsterdamer Museumplein – in Sichtweite von Stedelijk Museum, Van Gogh Museum, Diamanten-Museum und Rijks-Museum. In bester Museumslage also. Kein Wunder, dass das Auktionshaus Christie’s die Villa noch vor gar nicht langer Zeit in seiner Immobiliensparte für 26 Millionen Euro anpries.

Jetzt residiert das Moco am Museumplein, ein von dem Galeristenpaar Lionel und Kim Logchies privat initiiertes Museum. Als Museumschefin fungiert Kim Logchies. Beide Kunsthändler betreiben die – ebenfalls in Amsterdam ansässige – Lionel Gallery.

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>> Banksy in München <<

Banksy ist derzeit das Nonplusultra der Street Art Szene, schreibt die Stadt München auf ihrer Internet-Seite. Seine Werke seien mal ironisch, böse, kritisch, witzig – und vor allem: weltweit begehrt. Dann darf eine Ausstellung mit den Werken Banksys natürlich in München nicht fehlen, schließlich gehören Stars wie Brad Pitt und Leonardo DiCaprio zu seinen Bewunderern.

In der Haupstadt Bayerns war eine umfassendere Werkschau des Straßenkünstlers zu sehen ist. Unter den 45 Exponaten befinden sich viele seiner bekanntesten Motive, darunter „Chose Your Weapon“, in dem ein Straßengangster seinen Hund Gassi führt. Aber auch komplexere Arbeiten sind in München mit von der Partie, etwa die „Toxic Mary“, wo die Jungfrau das Jesuskind mit einer scheinbar gifthaltigen Flasche füttert.

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Interessante Echtheitszertifikate

Die Siebdruckblätter – denn um solche handelt es sich überwiegend – verfügten über Echtheitszertifikate, sogenannte „Pest Control Certificate of Authenticity“. Die Blätter stammen aus der Privatsammlung des früheren Unternehmers Dirk Kronsbein, der seit Jahren Banksy sammelt und zusammen mit seiner Tochter Sarah vor etwa drei Jahren die Galerie gegründet hat. Und sie stehen nicht zum Verkauf – derzeit jedenfalls.

Über seine Website erhielt man auf Anfrage nur den Hinweis, dass das „Pest Control“-Zertifikat für die Echtheit einer Arbeit stehe. Darauf ist eine Hälfte einer mit einer durchlaufenden Nummer versehenen, dann durchgerissenen 10-Pfund-Note mit Diana-Konterfei getuckert. Dessen Kopie erregt beim Fachpublikum fast mehr Aufmerksamkeit als der 49. Abzug von 600des Mädchens mit dem Ballon.

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In der Münchner Abendzeitung war allerdings ein bitterböser Artikel über die „Banksy-Abzocke in München“   zu lesen.

Dort heißt es:

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„Denn wer eben mal einen Blick auf die Siebdrucke des Künstlers werfen möchte, wird zur Kasse gebeten. 20 Euro kostet der Eintritt in die Galerie Kronsbein. Das muss man nicht einmal für große Ausstellungen im Haus der Kunst oder in der Kunsthalle München hinlegen. Die nehmen von ihren Besuchern derzeit 12 Euro.“

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Der Schreiber vermuten, dass es bei der Ausstellung vor allem um einen PR-Gag ging, die Galerie in die Schlagzeilen zu bringen. Das zumindest ist geglückt.

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>> Banksys Botschaft für die französische Botschaft <<

Banksy schlägt wieder zu. Ziel der Kritik des Street-Art-Künstlers ist das Vorgehen der französischen Polizei im provisorischen Flüchtlingscamp in Calais. Dazu hat er ein Wandbild auf eine Holzwand gesprüht gegenüber der französischen Botschaft in London.

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Das Werk gefällt nicht allen

Das Werk gefiel aber nicht allen. Arbeiter versuchten zuerst, das Werk zu entfernen, ließen dann aber davon ab, da sie offensichtlich Angst hatten es zu beschädigen. Schließlich wurde das Graffiti von ihnen abgedeckt. Andere Kunstliebhaber sehen das offensichtlich anders: Scotland Yard teilte mit, dass am Sonntagabend Unbekannte versucht hätten, das neue Bild in London zu stehlen.

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Banksy zitiert in seiner Arbeit eine Illustration des Buchs und des Musicals „Les Misérables“. Zu sehen ist ein junges Mädchen vor der französischen Fahne, dem Tränen aus den Augen laufen. Am Boden liegt eine Dose Tränengas.

Dieses Mal mit einem QR-Code

Banksy hat sich auch dieses Mal etwas Besonderes einfallen lassen. Zum ersten Mal hat er sein Werk mit einem QR-Code versehen, den man mit dem Handy scannen kann. Er führt nach Angaben der Nachrichtenagentur PA zu einem Video, das den Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen im „Dschungel“ genannten Lager bei Calais zeigen soll. Dort leben Tausende Flüchtlinge teils unter elenden Bedingungen.

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Banksy bestätigte auf seiner Website, dass das Bild echt sei. Er hatte auch im Lager bei Calais ein Bild gemalt, das Apple-Gründer Steve Jobs als Flüchtling zeigt. Jobs’ Vater war aus Syrien in die USA gekommen.

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>> Banksy-Graffiti: Steve Jobs, Sohn eines Migranten <<

Banksy legt wieder den Finger in eine schwärende Wunde unserer Gesellschaft. Im Flüchtlingscamp von Calais ziert ein Werk des Graffiti-Künstlers eine Wand. Es zeigt Apple-Gründer Steve Jobs. Für Banksy ist er ein sehr plakatives Beispiel dafür, wie diese Menschen eine Gesellschaft bereichern können.

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Steve Jobs – der Dieb

Wie ein Dieb schleicht sich Steve Jobs davon. Der Apple-Gründer trägt einen Müllbeutel auf dem Rücken und einen Computer in der Hand. Er scheint auf der Flucht. Das Graffiti prangt am Eingang zum „Dschungel“, jenes Ortes der europäischen Schande, wo mehrere Tausend Flüchtlinge in Verschlägen hausen – in der Hoffnung eines Tages mit einer Fähre oder durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen. Bei den Versuchen, auf Züge aufzuspringen sind schon mehrere Menschen gestorben. Der „Dschungel“ ist ein Symbol für das Scheitern der europäischen Flüchtlingspolitik.

Geschichte mit großer Symbolik

Die ganze Symbolik des Bildes wird erst deutlich, wenn man die Geschichte kenne. Das Bild bezieht sich auf den Migrationshintergrund von Steve Jobs. Der verstorbene Apple-Chef war nämlich der Sohn syrischer Einwanderer, die nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA kamen.

Wie der „Guardian“ berichtet, äußerte sich Banksy in einem seiner raren Statements zu dem Graffito: Hier ist der Link zum Guardian

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„Wir sind oft geneigt zu denken, dass Migration eine Belastung für den Staat ist. Aber Steve Jobs war auch Sohn von Migranten. Apple ist das erfolgreichste Unternehmen der Welt. Es bringt jedes Jahr sieben Milliarden Dollar an Steuergeldern ein – und es existiert nur, weil man einem jungen Mann aus Homs einzureisen erlaubt hat.“

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Das neue Werk ist Teil einer Reihe von Graffiti und Aktionen des Künstlers, die die gegenwärtige Lage von Flüchtlingen im Fokus haben: Während eines Aufenthalts in Calais besprühte Banksy mehrere Wände rund um den französischen Hafen mit ähnlichen Motiven.

Das Graffito ist nicht das erste Werk Banksys, das sich mit der Flüchtlingskrise beschäftigt. In„Dismaland“, Banksys Parodie des Disneylands, hatte der Künstler bereits eine Installation mit Flüchtlingsbooten und Leichen ausgestellt. Nach der Schließung im September hat Banksy Ausstattungsgegenstände aus dem Park gespendet, damit davon Notunterkünfte für Flüchtlinge gebaut werden konnten.

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>> Ein Albtraum in Banksy-Format <<

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Der geheimnisvolle Künstler Banksy stellt in einer westenglischen Küstenstadt Skulpturen und satirische Kunst in einem ehemaligen Freibad aus. Fünf Wochen wird „Dismaland“ in Weston-super-Mare zu sehen sein. Hier geht es zum offiziellen Trailer für Dismaland.

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Lieblingsort Tropicana

„Ich habe das Tropicana als Kind geliebt, deswegen ist es eine echte Ehre, die Türen wieder öffnen zu können“, zitierte die Mitteilung der Regionalverwaltung North Somerset Council den weltbekannten Street-Art-Künstler, dessen Identität geheim ist. „Dismaland“ ist eine Parodie auf die Disney-Freizeitparks – dismal heißt auf Deutsch trostlos.Und der Name ist Programm: Dismaland verkauft sich selbst als „die enttäuschendste neue Besucher-Attraktion im ganzen Vereinigten Königreich“.

Für Kinder ungeeignet

Es sieht sich als einen „Familien-Freizeitpark, der für Kinder ungeeignet ist“ im Grunde. Seine in rosa Warnwesten gekleideten Helfer begrüssen die Kundschaft in tiefer Depression statt mit professionellem Enthusiasmus – gleichsam als Billiglohn-Mäuse im Unterhaltungs-Käfig, ohne Hoffnung auf eine bessere Zeit. Und die Depression teilt sich dem Besucher des ummauerten Geländes schnell mit. Hier ein verrottetes Schloss, vor dem das Zerrbild der Kleinen Seejungfrau verloren vor sich hin starrt. Dort ein Burggraben, in dem Abfall treibt und ein zur Rutsche umgebauter Armee-Panzerwagen aus den Zeiten der nordirischen Troubles abgestellt ist. Ein kleines „spaßiges Modell-Städtchen“ mit 3000 Polizisten ist zu bewundern, nach innerstädtischen Krawallen. In einem Kaspertheater geht es bei der Punch-and-Judy-Show vor allem um Porn und Kindesmissbrauch. Und schwarze Ballons gibt es, deren weisse Aufschrift verkündet: „Ich muss ein totaler Idiot sein.“ Das Ganze, wird schnell klar, ist nicht nur eine Parodie auf Disney – dessen Anwälten der Zutritt zu Dismaland auf einem Info-Schild ausdrücklich verboten ist.

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Von Hirst bis Holzer

Es sei eine große Erleichterung, endlich über die Ausstellung sprechen zu dürfen, sagte Nigel Ashton vom North Somerset Council nach der Eröffnung. Die Schau sei unterhaltsam und mache nachdenklich. Neben Banksys Arbeiten sind auch Werke von knapp 60 weiteren Künstlern aus 17 Ländern zu sehen, darunter von Damien Hirst und Jenny Holzer.

 Höchste Geheimhaltungsstufe

Banksy habe bei einem Spaziergang das fast achtzig Jahre alte, vor längerem aber stillgelegte Freizeitbad Tropicana, den örtlichen Lido, wieder entdeckt  und die Künstler zu einer gemeinsamen Aktion gewonnen. Die Arbeiten wurden in den letzten Monaten klammheimlich ausgeführt. Ein Gerücht wurde ausgestreut, man baue das Gelände für Filmarbeiten um. Selbst im Gemeinderat von Weston wusste offenbar nicht einmal eine Handvoll Räte Bescheid

Die Ausstellung ist von 22. August bis 27. September jeden Tag geöffnet, Tickets für drei Pfund (4,20 Euro) müssen Besucher vorab im Internet kaufen, um garantiert Zutritt zu haben.

Hier ein Bericht von Channel4News zu Dismaland

Link zur Homepage von Dismaland

Hier ein Bericht der Deutschen Welle

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>> Kleiner Service für Schüler <<

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Wer in der 7. Klasse in Englisch ein kurzes Referat über Banksy halten möchte, hier folgt eine kleine Grundlage. Die passenden Illustrationen dazu müssen allerdings selbst ausgesucht werden – aber das dürfte ja kein Problem sein.

Die These: Banksy is the most famous graffiti artist in the world

What does graffiti mean?

Let me first explain what graffiti means. I am sure that everyone has seen a Graffiti.

Graffiti are writings or drawings that have been painted on a wall. Graffiti can be simple written words or real paintings. The first graffiti were painted more than 2000 years ago – during  the Roman Empire.

Today the graffiti artists often use spray paint and marker pens. In most countries painting on walls is forbidden and is a crime.

Back to Banksy!

The street artist Banksy lives in England. I can NOT show you a photo of Banksy because nobody knows who he is!

Most people think Banksy is from Bristol, a city in the east of England. Because there we could find his first works. These old grafitti don’t exist anymore because they were cleaned up. Banksy started his work 20 years ago.

One of the most popular theory is, that Banksy`s name is Robin Gunningham, born in 1973. The Britisch newspaper „Daily Mail“ published an interview with a man, saying that Banksy was one of his schoolmates in Bristol Cathedral Choir School.

Another theory is, that Banksy is a group of artists, led by a woman. That is because many of his works stand for the equality of women.

It´s more likely that Banksy is a male artist, because there are photos of him – but his face is unrecognizable.

But it is good, that nobody knows his identity, because for a graffiti-artist it is important to be unknown – otherwise he would go to jail.

The locations

Banksy often  paints his art on walls or bridges. Sometimes he even paints on animals.

People can find his graffiti in many cities – like London, Madrid, New York, Gaza-City and many others. His paintings are often political and social comments on the current situation of a country.

We can find several graffiti of Banksy even in Germany. One of the most famous ist the „Bomb-hugger“ in Hamburg. It became known in the whole world because somebody tried to destroy the graffiti.

The problem to sell the art

Banksy does NOT sell his street graffiti. But many art-dealers try to sell his art. The problem is: often nobody knows who owns the graffiti and – much more importantly – how to remove a graffiti from a wall or a bridge. For an original work of Banksy one has to pay up to a million euros!

And now a video with the title: „Make this year YOU discover a new destination“. It was published last year. It is a video about the Gaza-Strip. Banksy shows in a very ironical way that normal life is not possible there because so much was destroyed there.

Die Quellen:

Book: 

Banksy: Wall and Piece, Century, 2005

Internet:

https://en.wikipedia.org/wiki/Banksy

https://en.wikipedia.org/wiki/Graffiti

http://www.economist.com/news/science-and-technology/21693978-analysis-developed-crime-fighting-and-disease-tracking-points-artists

http://www.stencilrevolution.com/profiles/about-banksy/

http://www.dailymail.co.uk/news/article-3478606/Scientists-say-Mail-Sunday-got-Banksy-s-identity-right-Hi-tech-tools-confirm-discovery-graffiti-artist-Robin-Gunningham.html