Die gute Nachricht aus Tschernobyl

Mit dem Namen Tschernobyl verbindet jeder vor allem Tod und Verderben. Nun ist in der Ukraine nahe der Atomruine die erste Solaranlage in der Sperrzone offiziell ans Netz gegangen.

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Bei der feierlichen Eröffnung hätten auch Vertreter des deutschen Investoren Enerparc AG aus Hamburg teilgenommen, teilten die Betreiber am Freitag in Kiew mit. Die Montage der Anlage mit einer Leistung von einem Megawatt war im Dezember 2017 abgeschlossen worden; sie liefert bereits seit Juli Strom ins allgemeine Netz. Die Ex-Sowjetrepublik deckt mehr als 50 Prozent ihres Elektroenergiebedarfs aus Atomkraft.

1986 war während eines Experiments der vierte Block des sowjetischen Atomkraftwerks Tschernobyl explodiert und komplett zerstört worden. Die entstandene radioaktive Wolke verstrahlte große Gebiete im heutigen Weißrussland, der Ukraine und Russland. Zehntausende Anwohner im Umkreis von 30 Kilometern wurden umgesiedelt.

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2016 wurde ein 100 Meter hoher Stahlbogen über den Unglücksreaktor geschoben. Er ersetzt einen nach der Katastrophe eilig errichteten und brüchig gewordenen Beton-Sarkophag. Trotz der Reststrahlung will die Ukraine die 2600 Quadratkilometer große Sperrzone um Tschernobyl auch wieder nutzen. Die Regierung in Kiew plant zur Wiederbewirtschaftung der radioaktiv verseuchten Sperrzone weitere Solar- und Windkraftwerke.