Corona Frankreich: Maskenpflicht in Paris – die Liste der Straßen

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt in Teilen von Paris auch im Freien eine Maskenpflicht. Die Vorgabe gelte für alle Menschen ab elf Jahren, teilte die Stadtverwaltung am Samstag mit.

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Betroffen sind bei Touristen beliebte Orte wie der Hügel Montmartre, die Ufer der Seine und des Canal Saint-Martin sowie Straßenmärkte und Einkaufsmeilen. Insgesamt gilt die Maskenpflicht im Freien in mehr als hundert Straßen in fast allen Bezirken der französischen Hauptstadt.

Hier ist die Liste der Straßen in Paris, in denen eine Maske getragen werden muss:

Arrondissements du centre

– rue Montorgueil

– marché des Enfants Rouges

– rue Rambuteau

– rue de Bretagne

– rue des Francs Bourgeois

– rue Saint-Honoré

– rue de Montmartre

5ème et 6ème arrondissements

– rue Mouffetard

– rue de Buci

– rue de Seine

– rue Mazarine

– rue Jacques Callot

– rue Princesse

– rue des Canettes

– rue Guisarde

– marché Saint-Germain

– jardin Tino Rossi

7ème arrondissement

– rue Clerc

– marché de l’avenue de Saxe

9ème arrondissement

– rue des Martyrs

– rue Cadet

– marché alimentaire d’Anvers

10ème arrondissement

– rue de Metz

– boulevard de Strasbourg

– rue du Château d’Eau entre Faubourg St Martin et Faubourg St Denis

– rue Cail

– rue Perdonnet

– rue Philippe de Girard

– place Ian Karski

– rue Louis Blanc dans sa portion entre la place Karski et le Faubourg Saint-Denis

– rue du Faubourg Saint-Denis

– rue Lucien Sampaix

– rue de Lancry

– rue des Vinaigriers

– quais du Canal Saint-Martin (Jemmapes et Valmy)

11ème arrondissement

– rue de la Roquette

– rue de Lappe

– rue Keller

– rue Daval

– rue Jean-Pierre Timbaud

– marché de Belleville

– rue Oberkampf

12ème arrondissement

– Bercy-Village

– Cour Saint-Emilion

– marché d’Aligre

13ème arrondissement

– quai François Mauriac

– quai de la gare

– Bibliothèque Nationale de France (parvis, marchés et quai)

– marché Maison-Blanche sur l’avenue d’Italie

14ème arrondissement

– rue Daguerre

– rue Raymond Losserand (entre rue d’Alésia et avenue du Maine)

15ème arrondissement

– rue du Commerce

– rue Linois

16ème arrondissement

– rue de Passy

– rue de l’Annonciation

17ème arrondissement

– avenue de Saint-Ouen

– rue de Lévis

– rue Poncelet

– rue Bayen

18ème arrondissement

– marché Barbès

– marché Lariboisière

– marché Ornano

– boulevard de la Chapelle (entre Tombouctou et boulevard Barbès)

– rue des Islettes

– rue de la Goutte d’or

– rue des Poissonniers

– rue Dejean

– rue de Suez

– rue de Panama

– marché Dejean (triangle des rues Poulet, Poissonniers et Dejean)

– marché Porte Montmartre (y compris carré aux biffins)

– marché Ordener

– rue de Steinkerque

– avenue de Saint-Ouen

– boulevard de Clichy

– boulevard du Rochechouart

– marché Poteau (Rue Duhesme – entre Ordener et Poteau)

– marché aux puces de Paris

– rue Riquet (entre Marx Dormoy et Pajol)

– rue de l’Olive

– butte Montmartre (place du Tertre, parvis et marché du Sacré-Coeur, rue Norvins, rue du Mont Cenis)

19ème arrondissement

– quai de la Loire

– quai de Seine

– quai de Marne

– quai de l’Oise jusqu’à l’entrée du parc de la Villette

– rue de Bellevillle

– marché de Joinville

– place des Fêtes

– avenue Secrétan

– avenue Mathurin Moreau

– rue Manin

– avenue Jean Jaurès entre rue de l’Ourcq et Porte de Pantin

20ème arrondissement

– rue des Panoyaux

– rue Victor Letalle

– rue Sorbier (entre la rue Ménilmontant et la rue Juillet)

– belvédère du Parc de Belleville

– boulevard de Belleville

– boulevard de Ménilmontant

– rue de Ménilmontant

– rue des Pyrénées

– rue de Bagnolet

– rue d’Avron

– marché aux puces de la porte de Montreuil

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Maskenpflicht auch in anderen Städten

Frankreich hatte die allgemeine Maskenpflicht, die zunächst nur in öffentlichen Verkehrsmitteln galt, am 20. Juli auf Geschäfte, Einkaufszentren, Banken, geschlossene Markthallen und Verwaltungsgebäude ausgeweitet. Seit der vergangenen Woche können die örtlichen Behörden auch anordnen, den Mund-Nasen-Schutz im Freien zu tragen. Vor Paris hatten bereits mehrere Städte wie Nizza, Lille und Marseille diesen Schritt vollzogen.

Corona Frankreich: Experten rechnen mit einer zweiten Welle im Herbst – Bald Maskenpflicht in Paris?

Zuerst die gute Nachricht: Frankreich habe die Corona-Lage unter Kontrolle. Doch Mitglieder des Wissenschaftsrates geben keine Entwarnung – im Gegenteil. Sie warnen vor einer zweite Corona-Welle im Herbst. Inzwischen reagiert auch Paris: dort soll das Tragen von Masken in bestimmten Bereichen auch im Freien zur Pflicht werden. 

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Lage könne „jederzeit kippen“

Die Experten warnen vor allem vor einem erneuten unkontrollierten Anstieg der Corona-Fallzahlen in Frankreich. Die Lage könne „jederzeit kippen“, erklärte der Wissenschaftsrat, ein Beratergremium der französischen Regierung, in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme. Die Situation sei zwar derzeit „unter Kontrolle, aber fragil“.

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Bürger haben es selbst in der Hand

Das Expertenteam unterstrich die Bedeutung von Abstands- und Hygieneregeln. „Die Bürger haben die kurzfristige Entwicklung der Epidemie zu großen Teilen selbst in der Hand“, heißt es in einer Stellungnahme des Rats, die der Regierung am 27. Juli zuging. Langfristig sei eine zweite Welle im Herbst oder Winter „sehr wahrscheinlich“. Um dies zu verhindern, empfahl der Rat den Behörden, insbesondere für die Großstädte Präventionspläne zu erstellen und die Corona-Tests zu beschleunigen.

Seit dem Ende der Ausgangssperre in Frankreich vor drei Monaten sind die Corona-Fallzahlen wieder gestiegen. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde wurden Ende Juli erneut im Schnitt rund 1000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet. Auch die Zahl der Corona-Intensivpatienten stieg erstmals seit April wieder an.

Paris reagiert auf steigende Corona-Zahlen

In Paris wird das Tragen von Masken in bestimmten Bereichen obligatorisch, um die besorgniserregende Wiederaufnahme der Covid-19-Epidemie einzudämmen. das zumindest ist die Absicht der Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Sie hat eine entsprechende Anfrage an Didier Lallement, den Pariser Polizeipräfekten, geschickt.

„Das Tragen der Maske ist unangenehm, besonders bei heißem Wetter, aber es ist eine sehr notwendige Sache, will man die Epidemie eindämmen“, argumentiert Anne Souyris, stellvertretende Bürgermeisterin von Paris und zuständig für Gesundheit.

Die Liste der betroffenen Gebiete in Paris ist offensichtlich noch nicht vollständig festgelegt. Betroffen seien auf jeden Fall Fußgängerzonen, die Kais der Seine, die Parks und Gärten sowie die in Frankreich sehr beliebten offenen Märkte.

In Frankreich gilt schon jetzt die Regelung, dass Masken in allen geschlossenen öffentlichen Räumen getragen werden müssen. Auch im öffentlichen Nahverkehr ist ein Mund-Nasen-Schutz Pflicht.

Maskenpflicht in vielen Städten des Landes

In Frankreich geht seit einigen Wochen bereits die Angst vor einer zweiten Welle um. Vor allem im Nordwesten des Landes steigen die Zahlen der Infektionen inzwischen wieder deutlich an. Viele Verwaltungen haben aus diesem Grund eine Maskenpflicht in den Innenstädten, Fußgängerzonen oder Parks angeordnet.

Hier eine Grafik, in welchen größeren Städten eine Maske auch im Freien getragen werden muss:

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Deutlich ist, dass vor allem die Region Bretagne sehr viele Städte die Corona-Maßnahmen verschärft haben. Als eine Art „Hotspot“ gilt im Moment das Département Mayenne, wo besonders viele Infektionen gezählt werden. Die Verantwortlichen dort beschweren sich allerdings schon darüber, dass sie ungerechtfertigt an den Pranger gestellt würden. Die Touristenzahlen in der Region sind angesichts der Berichte über viele Corona-Fälle dramatisch eingebrochen.

Entspannt ist die Lage in der Normandie. Dort sind nur wenige neue Fälle bekannt geworden.

Belgien reagiert auf Lage in Frankreich

Die Regierung in Belgien hat aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus im eigenen Land die Maßnahmen verschärft – und vor Reisen in bestimmte Regionen nach Frankreich gewarnt.

Genannt wird ausdrücklich das Département Mayenne. Nach einer Empfehlung aus Brüssel sind aber auch die Region Paris mit Ausnahme des Départements Seine-et-Marne, die Pays de la Loire in Westfrankreich sowie die Départements Nord, Haut-Rhin, Haute-Savoie, Meurthe-et-Moselle und Vosges. Wer dort war, solle sich auf jeden Fall für einige Tage in Isolation begeben.

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Kompakt-Info für Touristen aus Deutschland:

Touristen aus Deutschland können ohne Probleme einreisen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt wieder leicht gestiegen, Behörden rufen im ganzen Land zur Einhaltung der Corona-Regeln auf. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften und Markthallen gilt eine Maskenpflicht.

In mehreren Touristenorten in der Bretagne ist die Corona-Schutzmaske auch auf der Straße Pflicht.

In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten geöffnet. Tickets für viele Sehenswürdigkeiten sind jedoch begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Eintrittskarten müssen in den meisten Fällen schon vorab online reserviert oder gekauft werden. Viele Restaurants haben ihre Terrassen erweitert, um mehr Gäste im Freien bewirten zu können.

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Weiter Lageberichte über:

Corona Frankreich: Die Liste der Städte mit Masken-Pflicht wird immer länger

Es gilt keine generelle Masken-Pflicht in Frankreich. Das heißt für Urlauber, dass sie sich genau informieren müssen, wie die Regelungen vor Ort sind. Das ist dringend geboten, denn die Strafen sind mit 135 Euro sehr hoch und werden auch rigoros eingezogen. Diskussionen mit Polizisten oder anderen Ordnungskräften sind in der Regel sinnlos!

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Grafik aus der Tageszeitung „Le Parisien“ – ohne Garantie auf Vollständigkeit

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Vor Ort über Corona-Regeln informieren

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran betont: „Die Präfekten können nun per Dekret die Verpflichtung zum Tragen einer Maske auf öffentliche Plätze ausweiten. Diese Entscheidung kann je nach Entwicklung der Epidemie in jedem Gebiet vor Ort getroffen werden.“

Das heißt: kurz im Internet nachsehen, welche speziellen Regelungen gelten, da sie von Gemeinde zu Gemeinde abweichen können! Sich eventuell auf dem Tourismus-Büro erkundigen. Oder ganz einfach: Wenn alle eine Maske tragen – Maske auf!!

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Kompakt-Info für Touristen aus Deutschland:

Touristen aus Deutschland können ohne Probleme einreisen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt wieder leicht gestiegen, Behörden riefen zur Einhaltung der Corona-Regeln auf. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften und Markthallen gilt eine Maskenpflicht.

In mehreren Touristenorten in der Bretagne ist die Corona-Schutzmaske auch auf der Straße Pflicht.

In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten geöffnet. Tickets für viele Sehenswürdigkeiten sind jedoch begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Eintrittskarten müssen in den meisten Fällen schon vorab online reserviert oder gekauft werden. Viele Restaurants haben ihre Terrassen erweitert, um mehr Gäste im Freien bewirten zu können.

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Angespannte Corona-Lage im Département Mayenne

Natürlich gibt es auch in Frankreich eine Diskussion über das Tragen von Masken. So hat Jérôme Salomon, Generaldirektor für Gesundheit, die Schutzmaßnahme auf offener Straße für „nutzlos“ erklärt. Gesundheitsminister Véran „empfiehlt“ allerdings: „Wenn Sie in einer Straße sind, in der mehrere Leute spazieren gehen und nicht sicher sind, ob Sie Abstand halten können, empfehle ich es.“

Vor allem im Nordwesten von Frankreich wurde eine vermehrte Aktivität des Virus registriert. Das betrifft vor allem das Département Mayenne. Dort muss nun in 69 Gemeinden auf der offenen Straße eine Maske getragen werden. Die dortige Präfektur erklärte, dass in den vergangenen Wochen „mehrere epidemische Ausbrüche festgestellt“ worden sind.

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Die Urlauber und das Corona-Virus

Befürchtet wird, dass diese Zahl mit der Ankunft von Urlaubern sich noch weiter erhöhen könnte, weshalb das Tragen einer Maske auch in kleineren Städten angesagt war. Die Präfektur in Mayenne rechnet vor, dass von der neuen Maßnahme zwar nur 30 Prozent der Gemeinden in der Region betroffen sind, aber 70 Prozent der Bevölkerung damit erreicht werden.

Auch hier heißt es für Touristen, sich vor Ort über den Stand der Dinge in den einzelnen Gemeinden im Département Mayenne zu erkundigen.

Inzwischen haben auch die folgenden Städte nachgezogen und in ihren Stadtzentren und Touristengebieten das Tragen von Masken angeordnet:

  • Biarritz
  • Bayonne
  • Saint-Malo
  • Le Touquet
  • Perros-Guirec (Côtes-d´Armor)
  • Lille

Das sei eine „notwendige Maßnahme zum Schutz der Sommerbesucher von Biarritz“, sagt Maider Arosteguy, Bürgermeister von Biarritz. „Die Besucherzahlen für den Monat Juli waren sehr hoch und wir befürchten, dass der August angesichts der Gesundheitskrise noch schwieriger zu bewältigen sein wird.“

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Bürgermeister entscheiden von Fall zu Fall

Der Bürgermeister von Tours, Emmanuel Denis, war anfangs skeptisch, hat sich dann aber doch dazu entschlossen, das Tragen von Masken im Zentrum der Stadt zu empfehlen. Der Präfekt des Départements Indre-et-Loire legte fest, dass auch an der Ufer der Loire ein Schutz getragen werden muss.

In Nizza müssen in den belebtesten Straßen der Innenstadt Masken getragen werden. Über Lautsprecher werden die Besucher an den Stränden immer wieder daran erinnert, das Abstandsgebot einzuhalten und auf den Konsum von Alkohol zu verzichten.

In anderen Städten werden die restriktive Maßnahmen nur auf wenige Stunden am Tag beschränkt. So sind etwa die Strände von Sables d’Olonne bei Flut geschlossen. Der Grund: dann ist für die vielen Badenden schlicht zu wenig Platz, um die entsprechenden Abstände einzuhalten.

In Orléans hat man sich dazu entschlossen, dass in der Fußgängerzone von 18 Uhr bis 21 Uhr eine Maske getragen werden muss.

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In der Regel sind die in Frankreich sehr beliebten offenen Märkte seit 11. Mai wieder geöffnet. Aber auch dort gelten die Abstandsregeln. In Blanquefort, Caen, Cannes, Carpentras und Lorient können die Besucher Obst und Gemüse kaufen, sofern sie eine Maske tragen.

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Zu den Strafen:

Wer das obligatorische Tragen einer Maske im Freien nicht einhält, muss mit einer Geldstrafe von 135 Euro rechnen. Das gilt generell in ganz Frankreich für alle geschlossenen, öffentlichen Räume und für alle öffentlichen Verkehrsmitteln. Wird jemand wiederholt erwischt, erhöht sich die Geldstrafe auf 1500 Euro. Und wer sich dann noch immer weigert, wird die Straße erhöht. Wird man drei Mal innerhalb von weniger als dreißig Tagen erwischt, riskiert man sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 3750 Euro.

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Furcht vor einer zweiten Corona-Welle

In Frankreich wächst die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle. Die steigenden Temperaturen im Sommer und der Urlaub, verleite viele Franzosen dazu, weniger vorsichtig zu agieren, warnt die staatliche Gesundheitsbehörde. Dort wird am 1. August auch von einem Anstieg der Neuerkrankungen um 54 Prozent gegenüber der Vorwoche berichtet – insbesondere von jüngeren Menschen zwischen 20 und 30 Jahren. Man beobachte die Zahlen sehr genau, die auf eine Wiederaufnahme der Epidemie hindeuten könnten, heißt es von der Behörde.

Weiter Lageberichte über:

 

Corona Frankreich: Das Tragen von Masken wird in vielen Gemeinden zur Plicht

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Infektionen weiter an. Inzwischen wurde in ganz Frankreich die sogenannte „Wachsamkeitsschwelle“ überschritten. Das heißt, dass von 100.000 Menschen mehr als 10 infiziert sind. Über die genaue Corona-Situation sollte man sich vor Ort erkundigen. 

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Die Zahl der Ansteckungsherde steigt an

Besonders betroffen ist das Département Mayenne, im Nordwesten des Landes. Dort stieg die Zahl auf 143 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Auch die Zahl der „Cluster“, das sind die Stellen, an denen das Virus nachgewiesen werden konnte, stieg steil an. Inzwischen wurden weit über 600 identifiziert. Das französische Gesundheitsamt ist besorgt. „Wir sehen derzeit eine Beschleunigung der Anzahl neuer Fälle, der Anzahl neuer identifizierter Cluster, was ein besorgniserregendes Signal ist. All dies zeigt, dass die Zirkulation des Virus zunimmt “, erklärt die Epidemologin Sibylle Bernard-Stoecklin.

Inzwischen sind auch Erkenntnisse vorhanden, wo die meisten Ansteckungen stattfinden. Der „gefährlichste“ Ort ist demzufolge der Arbeitsplatz, gefolgt von privaten und öffentlichen Treffen.

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Viele Gemeinden reagieren auf den Corona-Anstieg

Im Kampf gegen das Virus haben mehrere Städte das Tragen von Masken im Freien angeordnet. Dazu zählen unter anderem

  • Biarritz
  • Bayonne
  • Saint-Malo
  • Orléans
  • Lille

Das heißt, dass dort in Fußgängerzonen, Grünflächen, auf Märkten und an bestimmten Stränden ein Schutz getragen werden muss. In manchen Atlantik-Gemeinden wird der Strand während der Flut gesperrt, da sich die Menschen sonst zu dicht drängen.

Beunruhigende Situation in Mayenne

Vor allem im Département Mayenne greifen die Behörden zu drastischen Maßnahmen. Inzwischen gilt dort in 69 Gemeinden das Tragen von Masken als Pflicht. Sie müssen an allen öffentlichen Orten benutzt werden. Betroffen sind vor allem die Gemeinden von Laval, Pays de Château-Gontier, Ernée, Mayenne, Evron, Craon und Renazé.
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Es sei dringend erforderlich zu handeln, erklärt der Präfekten Jean-François Treffel, da man einen erneuten allgemeinen Lockdown auf jeden Fall verhindern wolle.
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Maskenplicht in der Bretagne

Hier ein kurzer Überblick über die Städte in der Bretagne, die eine strengere Masken-Pflicht eingeführt haben:

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  • À Saint-Brieuc, le masque est obligatoire dans le cœur de ville.  Le masque doit être porté en extérieur lors des animations culturelles et des regroupements de plus de dix personnes.
  • À Plérin également dans les Côtes d’Armor, le port du masque est obligatoire sur les marchés, sur l’esplanade et la digue des Rosaires, sur l’esplanade de Martin-Plage, sur la digue des Bleuets, sur les quais du Légué et lors des fêtes.
  • À Concarneau, dans la ville close, de 10 heures à 22 heures.
  • Dans le très touristique village de Locronan, jusqu’au 30 octobre.
  • À Saint-Malo, le port du masque sera obligatoire dès vendredi 31 juillet dans l’intra-muros.
  • À La Trinité-sur-mer, le port du masque est désormais indispensable sur le cours des quais et rue et place du Voulien.
  • Au Guilvinec, le masque est obligatoire sur le belvédère.
  • À Perros-Guirec, la communication de la ville est plus floue : „en cas de forte affluence, port du masque indispensable“, précise sa page Facebook, en centre-ville, sur la promenade de Trestaou, sur le sentier des douaniers.

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Corona-Tests an Flughäfen haben begonnen

Inzwischen müssten sich Einreisende nach Frankreich aus 16 Ländern an Flughäfen und Häfen einem Coronavirus-Test unterziehen. Diejenigen, die positiv in Frankreich getestet werden, müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Der Premierminister Jean Castex hatte die vorgeschriebenen Tests im Juli angekündigt. Ausnahmen gelten nur für Personen aus den aufgelisteten Ländern, wenn sie nachweisen, dass innerhalb von 72 Stunden vor ihrer Abreise ein Test negativ war.

Bei den 16 Ländern handelt es sich um unter anderem die USA und Brasilien. Frankreich erlaubt nicht alle Einreisenden aus den Ländern. Es genehmigt nur „französische Staatsbürger, die in diesen Ländern leben oder Staatsbürger dieser Länder mit einem etablierten Wohnsitz in Frankreich“, wie Castex gesagt hat. Daher bezieht sich die Testvorschrift nur auf diese Personen.

Belgien reagiert auf die Situation in Frankreich

Wegen des starken Anstiegs bei den Corona-Infektionsfällen hat die belgische Regierung touristische Reisen in mehrere EU-Regionen verboten.

„Nicht unbedingt notwendige Reisen“ in die spanischen Regionen Navarra, Aragon, Barcelona und Lleida in Katalonien seien nicht mehr erlaubt, teilte das Außenministerium in Brüssel mit. Auch Gebiete in Bulgarien, Rumänien, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz stehen auf einer „roten Liste“. Wer von dort nach Belgien zurückkehrt, muss in Quarantäne.

Von den Reisebeschränkungen betroffen sind in der Schweiz die Kantone Waadt, Wallis und Genf, in Frankreich das Département Mayenne und in Großbritannien die Stadt Leicester. Zudem müssen aus dem Ausland nach Belgien zurückkehrende Reisende, die länger als 48 Stunden in Belgien bleiben, Formulare zur Identifizierung ausfüllen. Sie müssen unter anderem angeben, wo sie sich in den vergangenen 14 Tagen aufgehalten haben.

Wer in einer Reihe weiterer Regionen in Frankreich Urlaub gemacht hat, soll sich gemäß einer Empfehlung der belgischen Behörden ebenfalls isolieren oder sich auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Betroffen sind die Region Paris mit Ausnahme des Départements Seine-et-Marne, die Pays de la Loire in Westfrankreich sowie die Départements Nord, Haut-Rhin, Haute-Savoie, Meurthe-et-Moselle und Vosges.

Corona Frankreich: Entspannung in der Bretagne – Ruhe in der Normandie

Frankreich befürchtet eine zweite Corona-Welle. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen ist binnen 24 Stunden um 1377 gestiegen. Im Sieben-Tage-Durchschnitt liegt der Wert erstmals sei der ersten Mai-Hälfte wieder über 1000. Damals hat Frankreich die Beschränkungen gelockert.

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Die Corona-Gebiete in Frankreich. Nur in der Normandie ist die Lage entspannt.

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Zahl der Infektionen steigt deutlich

Insgesamt steigt die Zahl der Infektionen nach Angaben der Gesundheitsbehörden auf 186.573. Zudem füllen sich erstmals seit 16 Wochen wieder die Intensivstationen; insgesamt mussten dort 381 Menschen behandelt werden. 30.254 Menschen starben nach einer Corona-Infektion, 16 mehr als am Vortag.

Vier Regionen sind von Corona besonders gefährdet

Die Reproduktionsrate (R-Faktor) des Virus liegt sie über 1,3 und nimmt seit dem 1. Juli stetig zu. Zur Erinnerung, Mitte Mai war es auf 0,6 gefallen.

Derzeit sind vier Regionen rot – sie weisen seit dem 25. Juli einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen auf. Dies sind Centre-Val-de-Loire, Auvergne-Rhône-Alpes sowie Occitanie und Guadeloupe. Wie schnell sich die Situation in einer Region ändern kann, zeigt sich in Centre-Val-de-Loire, das vor einer Woche von grün war und nun als rot eingestuft wird.

Entspannung in der Bretagne – Normandie bleibt grün

Der Rest von Frankreich ist in Orange, mit Ausnahme der Normandie, die in Grün bleibt. Die Bretagne, die Mitte Juli einen R-Faktor von 2,62 aufwiese und deshalb als rot eingestuft war, ist nun wieder mit orange bewertet worden. Der R-Faktor beträgt dort in der Region im Moment 1,15. Die Region Finistère wurde ebenfalls besser eingestuft. Dort wurden offensichtlich in den vergangenen Tagen einige Patienten irrtümlich als positiv getestet.
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Sehr viele jungen Menschen infiziert

Vor allem in der Bretagne zeigt sich ein neuer „Trend“ bei den Infektionen. Nach angaben der staatlichen Gesundheitsbehörde sind fast die Hälfte der neuen Corona-Infektionen bei Personen festgestellt worden, die zwischen 18 und 25 Jahre alt sind. Das ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass diese Altersgruppe sozial sehr mobil ist. Im Klartext: sie feiern Partys in Clubs oder am Stand und bewegen sich in Gruppen, ohne die Corona-Regeln zu beachten. Aus diesem Grund appellieren die Behörden vor allem an die jungen Menschen, sich an die Vorgaben zu halten. Das sind vor allem, das Tragen von Masken und die Abstandsregeln.

Ein Problem ist auch, dass diese Altersgruppe nicht immer die typischen Corona-Symptome zeigt. Das heißt, dass ein Infizierter junger Mensch das Virus weitergibt, ohne zu wissen, dass er die Krankheit in sich trägt. Das sei besonders gefährlich für ältere Menschen, die häufiger an dem Virus sterben als die Jungen. Gefragt sei hier ein großes Verantwortungsbewusstsein.

Département Mayenne bleibt das Corona-Sorgenkind

Laut der französischen Gesundheitsbehörde sind drei französische Regionen besonders gefährdet: das Département Mayenne und die beiden überseeischen Regionen Mayotte und Guyana. Sieben Regionen sind im Moment als mäßig gefährdet gelistet. Zur Gironde und den Vogesen kommen diese Woche – verglichen mit den Daten vom 23. Juli – fünf neue Regionen hinzu: der Norden, das Val d’Oise, die Haute-Garonne, die Haute-Savoie und die Ille-et-Vilaine.

Tragen von Masken im Freien

Inzwischen hat die Regierung in Paris den Präfekten in den Regionen erlaubt, das Tragen von Masken im Freien anzuordnen. Bisher muss in ganz Frankreich in geschlossenen öffentlichen Räumen eine Maske getragen werden. In den vom Corona-Virus stärker betroffenen Gebieten – vor allem im Nordwesten des Landes – muss aber auch auf Märkten oder in Fußgängerzonen ein Schutz getragen werden.
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Maskenplicht in der Bretagne

Hier ein kurzer Überblick über die Städte in der Bretagne, die eine strengere Masken-Pflicht eingeführt haben:

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  • À Saint-Brieuc, le masque est obligatoire dans le cœur de ville.  Le masque doit être porté en extérieur lors des animations culturelles et des regroupements de plus de dix personnes.
  • À Plérin également dans les Côtes d’Armor, le port du masque est obligatoire sur les marchés, sur l’esplanade et la digue des Rosaires, sur l’esplanade de Martin-Plage, sur la digue des Bleuets, sur les quais du Légué et lors des fêtes.
  • À Concarneau, dans la ville close, de 10 heures à 22 heures.
  • Dans le très touristique village de Locronan, jusqu’au 30 octobre.
  • À Saint-Malo, le port du masque sera obligatoire dès vendredi 31 juillet dans l’intra-muros.
  • À La Trinité-sur-mer, le port du masque est désormais indispensable sur le cours des quais et rue et place du Voulien.
  • Au Guilvinec, le masque est obligatoire sur le belvédère.
  • À Perros-Guirec, la communication de la ville est plus floue : „en cas de forte affluence, port du masque indispensable“, précise sa page Facebook, en centre-ville, sur la promenade de Trestaou, sur le sentier des douaniers.

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NACHTRAG zur Region Lille:

Inzwischen hat auch die Präfektur der Region um die Stadt Lille bekanntgegeben, dass in manchen Teilen der Stadt das Tragen von Masken zur Pflicht wird.

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Genauer Informationen sind auf der Seite der Präfektur zu finden (Französisch)

Covid-19 – Imposer pour ne pas reconfiner, les mesures sanitaires locales renforcées

Die Orte, an denen Masken getragen werden müssen sind:

– des zones piétonnes, permanentes ou temporaires (ex : Mc Arthur Glen à Roubaix, rue de Béthune ou rue Neuve de Lille) ;

– des zones où la circulation routière est limitée à 20 km/h considérant qu’il s’agit d’un ensemble de voies où les piétons ont la priorité absolue et sont autorisés à circuler sur la chaussée , même si des trottoirs sont présents, caractérisant les quartiers commerciaux, les centre-villes et les centres historiques ( ex centre-ville de Tourcoing, Grand-Place de Lille ) ;

– des zones caractérisées par une forte fréquentation du public ;

– des galeries commerciales, des espaces assimilés et des espaces de stationnement attenants des grandes et moyennes surfaces (ex : promenade de Flandres à Roncq, espace commercial Saint-Christophe à Tourcoing, centre commercial V2, Heron Park, espaces commerciaux de Seclin l’Epinette…) ;

– des marchés publics de plein air (ex : marché d’Annape à Villeneuve d’Ascq, marché d’Armentières ou marché de Wazemmes…) ;

– des emprises et abords, dont les espaces de stationnement, des infrastructures de mobilité et de transports (gares, métro, gares routières, aéroports, aérodromes) ;

des espaces verts urbains (parcs, jardins et espaces aménagés en bord de cours d’eau). A titre d’exemple, le parc Barbieux à Roubaix, le parc du Héron à Villeneuve-d’Ascq, le parc du Lion à Wattrelos ou encore le canal de Roubaix, les berges de la Deûle et le parc de la Citadelle.

Corona-Update: Sorgen über Entwicklung in der Bretagne und im Département Mayenne

In Frankreich bereitet die schnelle Ausbreitung des Corona-Virus weiter große Sorge. Vor allem in der Bretagne werden viele neue Fälle gemeldet. Im Département Mayenne werden die Regeln nun verschärft. 

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In einigen Städten in der Bretagne müssen nun Masken auch im Stadtzentrum getragen werden.

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Corona-Virus wieder auf dem Vormarsch

Man kann die Corona-Situation in Frankreich positiv darstellen. Dann liest sich die Entwicklung folgendermaßen: In Frankreich leeren sich die Krankenhäuser weiter. Derzeit müssten 5551 Menschen wegen der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 behandelt werden, gut 100 weniger als zu Beginn der Woche. Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, liegen im Moment 385 Patienten Intensivstation, nach 398 am Vortag.

Es gibt aber auch eine bedenkliche Entwicklung. Es starben 14 Menschen an dem Erreger, mehr als an den Vortagen. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen liegt derzeit bei 183.804 und damit 725 höher als am Wochenauftakt. „Jeden Tag werden mehr als hundert Menschen mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert“, warnt die Generaldirektion Gesundheit. Die Gesamtzahl der Opfer hat sich seit Beginn der Epidemie auf 30.223 Todesfälle erhöht.

Bretagne und Mayenne stark betroffen

Wieder wird vor einer bedenklichen Entwicklung im Nordwesten Frankreichs gewarnt. Das betrifft vor allem die Bretagne, das daran angrenzende Département Mayenne und inzwischen auch die an benachbarte Region Pays de la Loire.

Der Präfekt von Mayenne forderte die Menschen zu erhöhter Wachsamkeit auf, da dort neue Ausbrüche von Covid-19 festgestellt wurden. Laut dem Direktor des Regionalen Gesundheitsamtes (ARS) von Pays-de-Loire, Jean-Jacques Coiplet, wurden in Mayenne bisher 15 Cluster (Schwerpunkte) identifiziert. Diese Cluster betreffen nach seinen Angaben hauptsächlich Firmen, wo viele Menschen zusammen arbeiten und einige soziale Einrichtungen.

 

Verschärfte Corona-Regeln im Département Mayenne

Um der Pandemie zu begegnen hat der Präfekt alle Versammlungen von mehr als 10 Personen“ verboten. Zudem wurden das Tragen von Masken in allen geschlossenen öffentlichen Orten angeordnet. In einigen Städten in Mayenne muss auch in den Straßen und im Stadtzentrum eine Maske getragen werden. Das betrifft im Moment vier Gemeinden des Départements: Laval, Mayenne, Château-Gontier-on-Mayenne und Évron.

Einschränkungen auch in La Rochelle und Concarneau

Auch in einigen anderen Städten im Nordwesten des Landes müssen die Menschen mit Einschränkungen rechnen. In der Küstenstadt La Rochelle ist die Maske im Alten Hafen und im Stadtzentrum verpflichtend. Auch in Concarneau und Saint-Brieuc in der Bretagne ist die Maske im Zentrum vorgeschrieben. In Saint-Brieuc gilt auch Maskenpflicht auf Spielplätzen, Parks oder am Hafen. Ausnahmen gelten für Sportler oder Menschen mit Behinderung. In einigen Gemeinden wurden die Strände am Atlantik ganz geschlossen oder es gelten auch dort Einschränkungen.

In der Bretagne wurden innerhalb von 24 Stunden 75 neue Fälle registriert, hauptsächlich in Ille-et-Vilaine (+37), 6 in Morbihan, 5 in Côtes-d’Armor und 3 in Finistère.

 

 

 

Neue Cluster auch im Süden von Frankreich

Im Süden Frankreichs ist die Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur um Marseille und Nizza besonders betroffen. Eine angespannte Situation herrscht auch in der Region Paris. Dies sei wegen der Millionen Menschen, die dicht gedrängt in dem Ballungsraum leben allerdings nicht verwunderlich, erklärten Experten.

Strengere Regelungen in ganz Frankreich erlassen

Generell gilt im ganzen Land die Regel, dass in öffentlichen geschlossenen Räumen eine Schutzmaske getragen werden muss. Die neuen Regeln gelten unter anderem für Geschäfte, Banken, Markthallen, aber auch in Museen und Sehenswürdigkeiten. In Restaurants, Cafés oder Kinos gelten weiter spezielle Regeln. Dort muss die Maske am Platz nicht getragen werden – nur dann, wenn sich jemand durch den Raum bewegt. Bisher konnten Betreiber selbst entscheiden, ob Kunden und Besucher eine Maske tragen müssen. Bei Nichteinhaltung der Maskenpflicht droht ein Bußgeld von 135 Euro. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt in Frankreich landesweit bereits seit Mai eine Maskenpflicht. Auch viele Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm oder der Louvre in Paris konnten nur mit Maske besucht werden.

Corona-Update: Mehr Infektionen in Frankreich – Bretagne im Fokus

In Frankreich wächst die Sorge vor einer zweiten Corona-Welle. Der Grund: die tägliche Zahl der Neuinfektionen steigt wieder deutlich an – auf mehr als 1130 pro Tag. Der R-Wert beträgt nun 1,3, was bedeutet, dass jeder Infizierte durchschnittlich 1,3 weitere Personen ansteckt.

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In der Betagne müssen wegen der steigenden Zahlen auf vielen Märkten und auch oft in den Fußgängerzonen Masken getragen werden.

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Kostenlose Corona-Tests in Frankreich

Die Regierung reagiert nun auf die steigende Zahl an Corona-Infektionen und will kostenlose Tests bereitstellen. Diese sollen zudem rezeptfrei erhältlich sein, wie die Regierung mitteilte. „Wir würden dies nicht als eine zweite Welle bezeichnen, aber es ist klar, dass wir seit einigen Tagen einen spürbaren Anstieg der Zahl der bestätigten Fälle beobachten“, sagte Gesundheitsminister Olivier Veran der Zeitung „Le Parisien“ (Sonntagsausgabe).

Frankreich hat bislang offiziell 30.192 Todesfälle verzeichnet, die dem Coronavirus zugeschrieben werden. Insgesamt wurden 180.528 Infektionen festgestellt.

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Viele junge Menschen mit Corona infiziert

Der Gesundheitsminister zeigt sich auch sehr besorgt, dass sich zuletzt sehr viele junge Menschen mit dem Virus anstecken – und keiner kann sich wirklich erklären weshalb. Zudem würden die jungen Patienten, die vor allem in der Großregion Paris lebten, sehr oft atypische Symptome zeigen. Im Interview mit „Le Parisien“ sagt er wörtlich:

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„Lors des campagnes de dépistage massif, on remarque que les patients sont jeunes, plus jeunes que lors de la précédente vague. Le taux d’asymptomatiques est, lui, extrêmement élevé. C’est le cas particulièrement en Île-de-France où l’on voit arriver des jeunes qui ont été infectés sans qu’on sache comment.”

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Corona-Tests an Flughäfen in Frankreich

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat sich die Regierung auch dazu entschlossen, Flughäfen verpflichtende Coronavirus-Tests einzuführen. Getestet werden allerdings nicht alle Reisende, betroffen sind nur Rückkehrer aus insgesamt 16 Risikoländern. Darunter sind neben den USA unter anderem auch Brasilien, die Türkei, Algerien und Israel. Besucher aus Deutschland können weiter ohne Probleme einreisen.

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Große Sorge wegen Infektionen in Spanien

Eine weitere Sorge gilt in Paris der Entwicklung in Spanien – ein beliebtes Urlaubsziel für viele Franzosen. Dort scheint sich das Virus wieder stark zu verbreiten. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Katalonien inzwischen eine Schließung von Diskotheken für 15 Tage angeordnet. Die Region im Nordosten Spaniens wies zudem Bars im Großraum Barcelona und um Lleida an, um Mitternacht zu schließen. Diese Regionen haben sich zu Epizentren der Pandemie entwickelt. Behörden warnen, dass dem Land ein zweiter großer Corona-Ausbruch bevorstehen könnte.

Frankreichs Regierungschef Jean Castex riet seinen Landleuten, nicht in die spanische Region Katalonien zu reisen, „solange sich die gesundheitliche Situation dort nicht verbessert“. Mit der Regierung in Madrid werde besprochen, wie man den Grenzverkehr nach Frankreich soweit wie möglich herunterfahren könne. Spanien hatte erklärt, trotz der steigenden Zahlen eine erneute Schließung der Grenze zu Frankreich vermeiden zu wollen.

Die Bretagne reagiert auf die steigende Zahl der Infektionen

Vor allem in der Bretagne spitzt sich die Lage in Sachen Corona immer weiter zu. Dort wurde in mehreren Gemeinden – und auch dem angrenzenden Département Mayenne  – wegen der steigenden Infektionszahlen bereits vor einigen Tagen eine allgemeine Maskenpflicht in allen geschlossenen öffentlichen Räumen verhängt.

Einigen Orten reichen die Verschärfungen aber nicht aus. In der Küstenstadt La Rochelle in Westfrankreich ist die Maske seit Mittwoch im Alten Hafen und im Stadtzentrum verpflichtend. Die Regel ziele darauf ab, ein Wiederaufflammen der Epidemie in Zeiten mit viel Touristen zu verhindern, hieß es. Auch in Concarneau und Saint-Brieuc in der Bretagne ist die Maske im Zentrum vorgeschrieben. In Saint-Brieuc gilt auch Maskenpflicht auf Spielplätzen, Parks oder am Hafen. Ausnahmen gelten für Sportler oder Menschen mit Behinderung.

Zusammenhang mit Familienfesten

Experten sehen einen Zusammenhang mit der wachsenden Zahl von Urlaubern in der Region und den vermehrten Gruppenaktivitäten. Gesundheitsminister Véran sagte, eine neue Infektionsquelle seien offenbar Familientreffen während des Sommerurlaubs.

Auch die der Bretagne benachbarte Region Pays de la Loire meldet höhere Infektionszahlen. Im Süden Frankreichs ist die Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur um Marseille und Nizza besonders betroffen. Eine angespannte Situation herrscht auch in der Region Paris. Dies sei wegen der Millionen Menschen, die dicht gedrängt in dem Ballungsraum leben allerdings nicht verwunderlich, erklärten Experten.

Appelle an die Bürger im Elsass

Zudem haben die Behörden in Ostfrankreich angesichts eines leichten Anstiegs der Corona-Infektionen zu mehr Wachsamkeit aufgerufen. Die Abstandsregeln müssten unbedingt eingehalten werden, sagte die Leiterin der regionalen Gesundheitsbehörde ARS von Grand Est, Marie-Ange Desailly-Chanson. Sie riet davon ab, sich zu umarmen oder Küsse auszutauschen. Die Ansteckungsherde hätten sich verändert, ergänzte die Präfektin der an Deutschland grenzenden Region, Josiane Chevalier. Derzeit seien neue Cluster vor allem im beruflichen Umfeld und nach Familienfeiern erkennbar.

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Strengere Regelungen in ganz Frankreich erlassen

Generell gilt im ganzen Land die Regel, dass in öffentlichen geschlossenen Räumen eine Schutzmaske getragen werden muss. Die neuen Regeln gelten unter anderem für Geschäfte, Banken, Markthallen, aber auch in Museen und Sehenswürdigkeiten. In Restaurants, Cafés oder Kinos gelten weiter spezielle Regeln. Dort muss die Maske am Platz nicht getragen werden – nur dann, wenn sich jemand durch den Raum bewegt. Bisher konnten Betreiber selbst entscheiden, ob Kunden und Besucher eine Maske tragen müssen. Bei Nichteinhaltung der Maskenpflicht droht ein Bußgeld von 135 Euro. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt in Frankreich landesweit bereits seit Mai eine Maskenpflicht. Auch viele Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm oder der Louvre in Paris konnten nur mit Maske besucht werden.

Corona: Frankreich führt verpflichtende Tests an Flughäfen ein

Frankreich geht im Kampf gegen ein Wiederaufflammen der Corona-Pandemie einen Schritt voran. An Flughäfen werden nun verpflichtende Coronavirus-Tests eingeführt. Getestet werden allerdings nicht alle Reisende, betroffen sind nur Rückkehrer aus insgesamt 16 Risikoländern. Darunter sind neben den USA unter anderem auch Brasilien, die Türkei, Algerien und Israel.

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Tests für Besucher aus Risikogebieten

In bestimmten Ländern sei der Zugang zu Corona-Tests schwierig, sagte der neue Premierminister Jean Castex bei einem Besuch am Pariser Flughafen Charles de Gaulle zur Begründung des neuen Schrittes. Nach Angaben von Castex‘ Büro sind unter anderem auch Serbien, Südafrika, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien betroffen. Da die EU die Grenzen zu den meisten der Risikoländer bisher geschlossen hält, betrifft die Maßnahme dem Premier zufolge zunächst nur französische Staatsbürger oder Menschen aus Drittländern mit einer Aufenthaltserlaubnis in Frankreich. In Deutschland hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern zuvor auf freiwillige Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten an Flughäfen geeinigt.

Warnung für Katalonien ausgesprochen

Zugleich riet der Regierungschef den Franzosen davon ab, in die spanische Region Katalonien zu reisen, „solange sich die gesundheitliche Situation dort nicht verbessert“. Mit der Regierung in Madrid werde besprochen, wie man den Grenzverkehr nach Frankreich soweit wie möglich herunterfahren könne. Spanien hatte am Mittwoch erklärt, eine erneute Schließung der Grenze zu Frankreich vermeiden zu wollen. Unter anderem in der Hauptstadt Barcelona hatten die Behörden zuletzt wieder strenge Ausgangsbeschränkungen eingeführt.
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Sorge wegen Corona-Anstieg im Elsass

Zudem haben die Behörden in Ostfrankreich angesichts eines leichten Anstiegs der Corona-Infektionen zu mehr Wachsamkeit aufgerufen. Die Abstandsregeln müssten unbedingt eingehalten werden, sagte die Leiterin der regionalen Gesundheitsbehörde ARS von Grand Est, Marie-Ange Desailly-Chanson. Sie riet davon ab, sich zu umarmen oder Küsse auszutauschen. Die Ansteckungsherde hätten sich verändert, ergänzte die Präfektin der an Deutschland grenzenden Region, Josiane Chevalier. Derzeit seien neue Cluster vor allem im beruflichen Umfeld und nach Familienfeiern erkennbar.

 

 

Grand Est schwer getroffen von der Pandemie

In Grand Est seien seit Anfang Juli etwa 30 neue Ansteckungsherde festgestellt worden, erklärte Chevalier. Derzeit müsse deshalb aber nicht Alarm geschlagen werden. Das südelsässische Département Haut-Rhin sowie die Départements Moselle und Vosges stünden unter genauerer Beobachtung. Die Zahl der Neuinfektionen in Grand Est hatte sich demnach in der vergangenen Woche verdoppelt. In den Wochen zuvor habe es durchschnittlich 150 neue Fälle gegeben, in der vergangenen Woche seien es fast 300 gewesen.

Die Region war von der Coronavirus-Pandemie hart getroffen worden. Seit Beginn der Gesundheitskrise wurden dort fast 4000 Todesfälle registriert, in ganz Frankreich sind es bisher knapp mehr als 30 000. Vor dem Krankenhaus im südelsässischen Mülhausen musste zeitweise eine Militärklinik aufgebaut werden, um die Intensivstationen zu entlasten.
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Eine gewissen „Dynamik“ der Ausbreitung von Corona

Es gebe beunruhigende Zeichen, dass die Pandemie in einigen Gebieten wieder aufflammen könnte, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran im Nachrichtensender „Franceinfo“. Es zeige sich eine gewisse „Dynamik“ bei der Ausbreitung. Von einer zweiten Welle sprach er jedoch nicht. In mehreren Gemeinden in der westfranzösischen Bretagne und im Département Mayenne war zuletzt wegen steigender Infektionszahlen bereits eine allgemeine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen und Geschäften eingeführt worden. Landesweit gilt diese in Frankreich seit Montag. Zuvor galt sie unter anderem in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Corona: Frankreich verschärft Maskenpflicht – Bretagne besonders betroffen

In Frankreich gilt im Kampf gegen das Coronavirus wieder eine verschärfte Maskenpflicht. Grund sind steigende Infektionszahlen in einigen Départements und die damit einhergehende Furcht vor einer erneuten unkontrollierten Ausbreitung der Krankheit. In einigen Städten in Frankreich ist die Corona-Schutzmaske nun auch auf der Straße Pflicht.

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In Saint-Brieuc herrscht nun Maskenpflicht auch in der Fußgängerzone des Stadt

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Schutzmasken in allen öffentlichen Räumen

Im ganzen Land muss nun in öffentlichen geschlossenen Räumen eine Schutzmaske getragen werden. Die neuen Regeln gelten unter anderem für Geschäfte, Banken, Markthallen, aber auch in Museen und Sehenswürdigkeiten. In Restaurants, Cafés oder Kinos gelten weiter spezielle Regeln. Dort muss die Maske am Platz nicht getragen werden – nur dann, wenn sich jemand durch den Raum bewegt. Bisher konnten Betreiber selbst entscheiden, ob Kunden und Besucher eine Maske tragen müssen. Bei Nichteinhaltung der Maskenpflicht droht ein Bußgeld von 135 Euro. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt in Frankreich landesweit bereits seit Mai eine Maskenpflicht. Auch viele Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm oder der Louvre in Paris konnten nur mit Maske besucht werden.

In der Bretagne gelten besonders strenge Regeln

Einigen Orten reichen die Verschärfungen aber nicht aus. In der Küstenstadt La Rochelle in Westfrankreich ist die Maske seit Mittwoch im Alten Hafen und im Stadtzentrum verpflichtend. Die Regel ziele darauf ab, ein Wiederaufflammen der Epidemie in Zeiten mit viel Touristen zu verhindern, hieß es. Auch in Concarneau und Saint-Brieuc in der Bretagne ist die Maske im Zentrum vorgeschrieben. In Saint-Brieuc gilt auch Maskenpflicht auf Spielplätzen, Parks oder am Hafen. Ausnahmen gelten für Sportler oder Menschen mit Behinderung.

Touristen können ohne Probleme einreisen

Touristen aus Deutschland können trotz der nun verschärften Bedingungen ohne Probleme nach Frankreich einreisen, spezielle Unterlagen sind nicht nötig. Auch eine Quarantäne ist nicht notwendig. Zu den Beschränkungen zählt allerdings, dass Eintrittskarten für Sehenswürdigkeiten in der Regel vorher online gebucht werden müssen. Damit soll die Zahl der Besucher reguliert und gewährleistet werden, dass die Menschen genug Abstand halten können.

 

Angst vor einem neuen Aufflammen der Pandemie

„Es gibt beunruhigende Zeichen, dass die Pandemie in einigen Gebieten wieder aufflammen könnte“, erklärte Gesundheitsminister Olivier Véran am Montag im Nachrichtensender „France-Info“. Er wolle nicht von einer neuen „Welle“ sprechen, aber es zeige sich eine gewisse „Dynamik“ bei der Ausbreitung. Frankreich ist von der Corona-Krise mit mehr als 30 000 Toten hart getroffen geworden. Der Minister versicherte auch, dass das Land inzwischen genügend Masken vorrätig habe, um die Maßnahme durchzusetzen. Zu Beginn der Corona-Pandemie war es, ähnlich wie in den meisten anderen Ländern, zu Lieferengpässen bei der Versorgung mit Schutzausrüstung gekommen.

Besonders betroffen ist die Bretagne

In mehreren Gemeinden in der Bretagne und dem angrenzenden Département Mayenne wurde wegen der steigenden Infektionszahlen bereits vor einigen Tagen eine allgemeine Maskenpflicht in allen geschlossenen öffentlichen Räumen verhängt. Experten sehen einen Zusammenhang mit der wachsenden Zahl von Urlaubern in der Region und den vermehrten Gruppenaktivitäten. Gesundheitsminister Véran sagte, eine neue Infektionsquelle seien offenbar Familientreffen während des Sommerurlaubs.

Auch die der Bretagne benachbarte Region Pays de la Loire meldet höhere Infektionszahlen. Im Süden Frankreichs ist die Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur um Marseille und Nizza besonders betroffen. Eine leicht angespannte Situation herrscht auch in der Region Paris. Dies sei wegen der Millionen Menschen, die dicht gedrängt in dem Ballungsraum leben allerdings nicht verwunderlich, erklärten Experten.

 

 

 

Der Premier appelliert an den „Bürgersinn“

Gesundheitsminister Véran sprach von 400 bis 500 Infektionsherden im ganzen Land. Der sogenannte R-Faktor liegt in Frankreich seit Anfang Juli bei 1,2. Das heißt, jeder Infizierte steckt mehr als einen Menschen an. Auch Premierminister Jean Castex hat sich auf Twitter zu Wort gemeldet und an den „Bürgersinn“ der Franzosen appelliert. Virologen beklagen, dass sich in der Urlaubszeit kaum noch jemand an Schutzmaßnahmen hält. Dazu zählt ein Mindestabstand von einem Meter und der Verzicht auf den in Frankreich üblichen Wangenkuss zur Begrüßung.

SNCF testet Temperaturmessung bei Bahnreisenden

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Infektionen wieder an. Inzwischen müssen in allen öffentlichen geschlossenen Räumen Masken getragen werden. Die staatlichen Bahn SNCF geht einen Schritt weiter. Sie testet die Temperaturmessung bei Reisenden.

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Die Passagiere am Pariser Bahnhof Gare de Lyon können auf freiwilliger Basis an dem Versuch teilnehmen, wie die Bahngesellschaft SNCF mitteilte. Vor ihrer Reise mit einem TGV-Hochgeschwindigkeitszug können sie am Gleis mit einer Wärmebildkamera ihre Körpertemperatur messen lassen.

Damit will die französische Bahn nach eigenen Angaben „unter realen Bedingungen“ testen, wie flüssig das Einsteigen vonstatten gehen könnte, sollte die Regierung Temperaturmessungen für Reisende verpflichtend machen. Frankreich ist von den Corona-Pandemie besonders betroffen, inzwischen sind über 30.000 Menschen gestorben.

Für die Passagiere habe der Test keine negativen Folgen, versicherte die SNCF: Bei einer Temperatur von über 38,5 Grad werde ihnen lediglich eine chirurgische Gesichtsmaske sowie Handgel ausgehändigt. Zudem könne der Kunde die Reise kostenlos verschieben oder stornieren, wenn er dies wünsche.