Depardieu muss draußen bleiben

Neues von Obelix. Nachdem Filmstar und Wahlrusse Gérard Depardieu sich vom weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko das Grasmähen mit der Sense beibringen ließ, darf er nun nicht mehr in die Ukraine einreisen. Ob das eine mit dem anderen direkt zusammenhängt ist allerdings nicht überliefert. Aus Kiew gibt es nur Andeutungen.

15.0724-luka-senseZiemlich beste Freunde! (Entschuldigung für diesen lahmen Witz) Depardieu zeigt sich gerne an der Seite von starken Männern.

Bedrohung für die Ukraine

Fünf Jahre wird Depardieu keinen ukrainischen Boden betreten dürfen. Das Verbot sei diese Woche erlassen worden und gelte für fünf Jahre, sagte eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsdienstes der Ukraine in Kiew. Zu den Gründen wollte sie sich nicht äußern. Zuvor hatte das ukrainische Kulturministerium Depardieu und andere Russland-freundliche Filmstars als Bedrohung für die nationale Sicherheit bezeichnet.

Ein Teil von Russland

Depardieu war der ukrainischen Führung bereits wegen seines freundschaftlichen Verhältnisses zu Russlands Staatschef Wladimir Putin suspekt. Außerdem sorgten Berichte für Verstimmung, der Schauspieler erkenne die Ukraine nicht als eigenständigen Staat an. „Ich liebe Russland und die Ukraine, die Teil von Russland ist“, soll Depardieu nach Angaben mehrerer Medien vergangenes Jahr bei einem Filmfestival in Riga gesagt haben. Ein Dementi dieser Darstellung gab es von seiner Seite nicht.

Auf der Flucht vor der Steuer

Um einem drohenden Spitzensteuersatz von 75 Prozent in Frankreich zu entkommen, war Depardieu Ende 2012 zunächst nach Belgien umgezogen. 2013 nahm er die russische Staatsbürgerschaft an, die ihm Putin persönlich angeboten hatte. Seine Steuererklärung soll der Schauspieler im vergangenen Jahr in der russischen Teilrepublik Mordowien abgegeben haben, wo er offiziell gemeldet ist.

Die lustigen Sensen-Männer

Neues von Obelix. Der französische Filmstar und Wahlrusse Gérard Depardieu hat ein Faible für starke Männer. Nun hat er den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko besucht. Beide haben sich offensichtlich köstlich amüsiert und sind nun ganz dicke Kumpel.

15.0724-luka-sense Gelegenheit, sich über zwei klasse Kumpel etwas lustig zu machen – hier ein Ausriss aus dem „Stern“.

Zu Besuch auf Lukaschenkos Anwesen

Depardieu hat von seiner Visite in Weißrussland einiges in seine russische Wahlheimat mitgenommen. Ihm wurde gezeigt, wie man Gras auf einer Wiese mit einer Sense mäht – und das von Lukaschenko persönlich. Und noch mehr: die beiden hätten Depardieus Besuch auf Lukaschenkos Anwesen außerhalb der Hauptstadt Minsk dazu genutzt, sich über Landwirtschaft und den Anbau organischer Nahrungsmittel auszutauschen, teilte das Präsidentenamt mit.

„Schöne Frauen, gute Milch“

Depardieu nutzt die Gelegenheit natürlich, um einige seiner unnachahmlichen Sprüche loszuwerden. „Ihr habt schöne Frauen, gute Milch und gutes Fleisch. Das ist es, was ein kleiner Bulle wie ich braucht“, sagte der 66-jährige französische Bonvivant laut weißrussischen Medien. Unter dem zufriedenen Blick des autoritären Machthabers Lukaschenko fügte er hinzu: „Ich sehe, dass die Menschen hier glücklich sind. Es muss sehr angenehm sein, in diesem Land zu leben.“ Lukaschenko, der im August 61 Jahre alt wird, regiert Weißrussland seit 1994. Es wird erwartet, dass er bei der Präsidentschaftswahl im Oktober erneut antritt.

Der Neu-Russe Depardieu

Um einem drohenden Spitzensteuersatz von 75 Prozent in Frankreich zu entkommen, war Depardieu Ende 2012 zunächst nach Belgien umgezogen. 2013 nahm er die russische Staatsbürgerschaft an, die ihm Russlands Staatschef Wladimir Putin persönlich angeboten hatte. Seine Steuererklärung soll der Schauspieler im vergangenen Jahr in der russischen Teilrepublik Mordowien abgegeben haben, wo er offiziell gemeldet ist. In seiner neuen Wahlheimat will Depardieu nach eigenen Angaben in drei Städten Restaurants eröffnen.