Keine Macht dem Hass!

Im Internet tobte nach der Todesfahrt in Heidelberg der virtuelle Mob. Diese Hetze kann nicht hingenommen werden.

17-02-27-twitter-polizei

Die Polizei kontert falsche Meldungen im Internet

Es tobt der virtuelle Mob

Ist das die neue Normalität? Nach der Todesfahrt von Heidelberg tobte der virtuelle Mob durch alle Kanäle der sozialen Medien. Es wurde hemmungslos beleidigt, gehasst, geschmäht, verleumdet – was fehlte, waren durch Fakten untermauerte Behauptungen. Auffallend ist, dass sich viele der Pöbler auf Facebook und Twitter nicht einmal mehr in der Anonymität des Internets verstecken. Sie fühlen sich sicher. Immer mehr Nutzer  haben inzwischen offensichtlich das Gefühl, mit ihrem Hass gegen Flüchtlinge, Asylbewerber oder Fremde im Allgemeinen in der Mehrheit zu sein. In den verschiedenen Internetforen schaukeln sich die sogenannten Kommentatoren dann noch gegenseitig hoch. Das hat bei erschreckend vielen Nutzen die zivilisatorischen Schranken gelockert.

Die Polizei hat gut reagiert

In dieser Situation der virtuellen Aufruhr hat die zuständige Polizei das einzig richtige getan: sie hielt massiv dagegen. In scharfem Ton, bisweilen auch witzig, stellte das Social-Media-Team unermüdlich Lügen richtig, konterte radikale Hetze und versuchte, die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen. Richtig ist auch, dass die Polizei prüft, ob sie juristisch gegen besonders beleidigende und anstößige Beiträge vorgehen kann.

Gegen die Hetzer

Den Hetzern darf nicht die Deutungshoheit im Netz überlassen werden. Dabei reicht es nicht, auf Facebook, Google oder Twitter zu warten, dass sie ihre Kanäle vom Schmutz säubern.  Anschuldigungen und Lügen müssen Fakten entgegen gestellt werden, das ist die Aufgabe jedes Internetnutzers, der in den sozialen Medien unterwegs ist. Was nach der Tat von Heidelberg ablief, darf  nicht zur Normalität im Umgang werden.  Denn eines Tages glauben die Pöbler womöglich, dass sie mit ihrem Hass nicht nur das Internet beherrschen, sondern auch die Straße.