Mehr Ehrlichkeit!

Den Flüchtlingen in Deutschland muss geholfen werden. Hysterie ist dabei völlig fehl am Platz.

15.07.19-flucht Flüchtlinge in Deutschland – nicht willkommen!

Ein ärmliches Bild

Deutschland gibt in diesen Tagen ein ärmliches Bild ab. In den reichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern werden Flüchtlingsheime angezündet. Im weniger wohlhabenden Sachsen-Anhalt werden DRK-Helfer mit Steinen beworfen, die Zelte für Asylbewerber aufbauen. Auf der anderen Seite ergießt sich die hysterische Empörung der Internetgemeinde über Bundeskanzlerin Angela Merkel, die eine 14-jährige palästinensische Schülerin mit einer ehrlichen Antwort über die viel zu langen Asylverfahren zum Weinen bringt.

Brandsätze in Flüchtlingsheime

Die große Zahl der Flüchtlinge ist eine Herausforderung für Deutschland, die lange verdrängt wurde und nun schnell angegangen werden muss. Das heißt, dass die Verbrecher, die Brandsätze in Flüchtlingsheime werfen, auf keinerlei Verständnis hoffen dürfen. Die Mehrheit der Gesellschaft muss klarmachen, dass diese Menschen in ihrer Not willkommen sind. Dazu zählt auch, dass ihnen eine Perspektive gegeben wird. Ein guter Schritt ist der Vorschlag, die Blue Card auch an hochqualifizierte Flüchtlinge zu vergeben. Eine anständige Arbeit ist der erste Schritt zur Integration. In diesem Sinne sind die aktuellen Regelungen nicht mehr zeitgemäß. Diese Hürden müssen abgebaut werden. Das hilft den Flüchtlingen und dem Standort Deutschland, der nach Fachkräften sucht.

Merkel und die Vernichtung des Alexis Tsipras – Aus Sicht von Magyar Nemzet

Berlin arbeite an der Vernichtung des griechischen Regierungschefs Tsipras. Die konservative ungarische Tageszeitung „Magyar Nemzet“ geht in einem Kommentar mit der Rolle Deutschlands in der Griechenlandkrise sehr hart und auch polemisch ins Gericht. Die Rede ist von Radikalismus, Populismus und Pistolen. Das sagt viel aus – über das Verhältnis Ungarns zu Europa und auch zu Deutschland.

15.07.14-magyar

„Tsipras hat sich verkalkuliert, und das nutzen jetzt jene aus, die – zwar ohne es auszusprechen, aber dennoch – vom ersten Augenblick an seine (Tsipras’) politische Vernichtung angestrebt haben. Allen voran Deutschland. In Berlin – wo Tsipras in den Medien ausschließlich mit Attributen des Populismus, Marxismus und Rechtsradikalismus bedacht wird – vertritt Angela Merkel in der Griechenlandfrage seit Jahren einen lupenreinen Populismus. (…)

Nun gibt es eine Vereinbarung, bei der es nur um die momentane Beruhigung der Märkte geht. Die Tsipras-Regierung kann Luft holen, bis sie sich entschließt, wann sie die Pistole an den eigenen Kopf drückt. Und wenn sich die Waffe entlädt, wird leiser, teilnahmsvoller Beifall aus Berlin dies begleiten. Danach kann die Sintflut kommen, mit oder ohne Grexit, Russland tritt auf den Plan, oder ein anders unerwartetes Drehbuch.“

Link zu Magyar Nemzet