Frankreich schließt wegen Corona wieder einige Strände

Kaum sind die Strände in Zeiten von Corona geöffnet, sind sie auch schon wieder geschlossen. Der Grund: die Besucher halten sich nicht an die Regeln.  

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20.05.20-Stärnde

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Die Menschen halten sich nicht an die Corona-Regeln

Im Département Morbihan waren die Strände bei Damgan, Erdeven und Billiers nur wenige Tage für die Besucher zugänglich. Nun hat die Präfektur einen Erlass veröffentlicht, der die Öffnung wieder rückgängig macht. In einem auf der Website der Stadt veröffentlichten Brief begründet der Bürgermeister seine Entscheidung, den großen Strand zu schließen.

Jean-Marie Labesse schreibt, dass „Beamte, die die Besucher aufforderten, die Regeln einzuhalten beleidigt wurden. Die Anweisungen im Rahmen der Corona-Vorschriften wurden nicht eingehalten. Trotz eines Verbotes gingen die Leute schwimmen, angelten oder legten sich in der Sonne an den Strand.“

Der Bürgermeister bedauert die Entscheidung.

„Ich weiß, dass ich einen großen Teil der Bevölkerung bestrafe, der die Regeln einhält. Aber es ist deutlich geworden, dass wie die von der Regierung festgelegten Regeln an den Stränden nicht durchsetzen können“.

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Und er ergänzt:

„Wir sollten keine zweite Corona-Welle riskieren. Aus gesundheitlicher Sicht wäre dies dramatisch und für die Touristensaison katastrophal. Am Wochenende wird die Polizei aufpassen, damit die Verbote durchgesetzt werden.“

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In Saint-Malo schließen wir die offenen Strände nicht. Die Verantwortlichen fordern jedoch von den Besuchern mit Nachdruck, sich an die Regeln zu halten. Zudem muss nun auch in der Innenstadt eine Maske getragen werden. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 2. Juni.

Carnaval Tropical in Paris

Ausgelassene Stimmung und super Wetter beim Carnaval Tropical in Paris. Mehrere Dutzend südamerikanische Gruppen ziehen an zehntausenden Zuschauern vorbei über die Champs-Élysées.

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In Paris herrscht für einige Stunden Stimmung wie an der Copacabana. Der Grund: Jedes Jahr im Juli findet auf den Champs-Élysées der Carnaval Tropical statt. Die Straße ist zwar nicht das Sambadrom, aber Teilnehmer und Zuschauer haben dennoch großen Spaß an der Sache.

Monatelang bereiten sich die Gruppen für den Auftritt auf der Pariser Flaniermeile vor. Das heißt vor allem: Kostüme nähen und Tanzschritte üben. Wie jeden ersten Sonntag im Monat ist auch dieses Mal die Straße für den Autoverkehr gesperrt. Und wieder einmal wird deutlich, wie viel Lebensqualität eine Stadt ohne Fahrzeuge bringt. Die Menschen flanieren entspannt auf den Champs-Élysées, haben Spaß, machen Fotos und begutachten ihre Einkäufe.

Schwimmbad im Hafenbecken von Paris

Paris stöhnt unter der Hitze. Im Stadtteil La Villette können sich die Menschen in die Fluten stürzen. Dort wird seit drei Jahren jeden Sommer ein provisorisches Schwimmbad aufgebaut. Alles gratis: Eintritt, Wasser, Sonne, Spaß! 

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Vier Becken hat das 100 Meter lange Schwimmbad. Für die Nichtschwimmer gibt es ein Becken mit 40 Zentimeter Wassertiefe, auf die Schwimmer warten über zwei Meter. Die gesamte Konstruktion ist aus Holz und lagert im Winter in einer Fabrikhalle.

Vor drei Jahren wurde das Schwimmbecken zum ersten Mal aufgebaut und es war sofort ein großer Erfolg. Rund 100.000 Gäste kamen zum Schwimmen. Es hätte wahrscheinlich auch mehr sein können, aber es dürfen aus Sicherheitsgründen nur einige Hundert Badende gleichzeitig ins Schwimmbad. Geboten werden Umkleidekabinen, Duschen, sanitäre Anlagen und natürlich eine Liegewiese mit Liegestühlen.

Und die Qualität des Wassers? Die ist auch nicht schlechter als an den Stränden im Mittelmeer erklärt einer der Verantwortlichen lakonisch. Allerdings werden jeden Tag Proben genommen und analysiert. Also alles im grünen Bereich. Allerdings kann es auch vorkommen, dass das Baden wegen der ungenügenden Wasserqualität verboten wird.

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