Ein Corona-Knigge für Frankreich

Was geht – und was geht nicht? Das ist im Moment die bange Frage vieler Frankreich-Urlauber. Da immer wieder Anfragen kommen, ist hier einmal in Stichpunkten zusammengefasst, wie die Regeln vor Ort aussehen. Dies bezieht sich vor allem auf die Bretagne, die Maßnahmen gelten allerdings auch in allen anderen Regionen. Ratsam ist es allerdings, sich immer zu erkundigen, wie die jeweiligen Regelungen aussehen – die können nämlich von Stadt zu Stadt anders sein. Aber immer gilt: Vorsichtig sein – und sich den Spaß am Urlaub nicht verderben lassen! 

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In Saint-Brieuc müssen in der Fußgängerzone Masken getragen werden – das gilt inzwischen auch in vielen anderen Gemeinden in Frankreich

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Zusammengestellt hat die Regelungen der Tourismusverband für die Bretagne. Dort können auch weitere Infos abgerufen werden. Das gilt auch für alle anderen Regionen in Frankreich.

 

Welche Regeln gelten allgemein für Frankreich?

Welche Abstandsregeln sind zu beachten?

Social Distancing und Kontaktbeschränkung zu außenstehenden Personen ist auch in Frankreich das Motto des Augenblicks: Zur Begrüßung verzichten wir auf Händeschütteln, Wangenküsse oder Umarmungen. Eine Distanz von mindestens 1 Meter (d. h. 4 m² um Sie herum) ist überall einzuhalten: auf der Straße, beim Spazierengehen und in allen öffentlichen Bereichen.

Wo gilt die Maskenpflicht?

Das Tragen einer Einweg- oder Stoffmaske ist in allen öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend: in Fern- und Nahverkehrszügen, in der Metro, in Bussen und auf den Fähren zu den Inseln. In Taxis müssen Masken getragen werden, falls das Fahrzeug nicht über eine Plexiglasscheibe verfügt. Seit 20. Juli 2020 gilt in Frankreich ebenfalls eine Maskenpflicht an allen öffentlichen geschlossenen Räumen wie z.B. in Supermärkten, Geschäften, Markthallen, Hotels und Museen. Einige Orte haben außerdem eine Maskenpflicht draußen eingeführt – dort, wo sich viele Menschen aufhalten wie z.B. im Außengelände der Häfen, auf Freiluft-Märkten oder in der Altstadt. In der Bretagne betrifft das zurzeit z.B. die Orte Concarneau, Locronan, Fouesnant, Quimper, Crozon und Saint-Brieuc. Informieren Sie sich am besten bei Ihrer Ankunft in Ihrem Hotel bzw. in der Tourist-Information über die aktuellen Gegebenheiten vor Ort.

 

Welche allgemeinen Regeln gelten für:

 Unterkünfte

Da die Kapazitäten in den Unterkünften beschränkt sind, um die Abstandsregelungen einzuhalten, empfehlen wir Ihnen eine Buchung im Voraus. Alle Zimmer und Räumer werden vor und während der Reinigung immer gelüftet (bitte lassen Sie daher Ihre Fenster angekippt, wenn Sie Ihr Zimmer verlassen). Außerdem werden alle Oberflächen nach der Reinigung desinfiziert. Haushaltswäsche wird bei höheren Temperaturen gewaschen, das Geschirr heißer gespült. Verzichtbare Unterlagen in Papierform und Zubehör wurden entfernt, ein Gepäckträgerservice steht aktuell nicht zur Verfügung, Die Empfangsbereiche sind reduziert. Kontaktlose Bezahlung wird wie auch in Deutschland bevorzugt.

Campingplätze

Die sanitären Einrichtungen und öffentlichen Bereiche aller Campingplätze wurden neu organisiert, wobei ein „Einbahnstraßensystem“, vorheriges Händewaschen und bestimmte Sicherheitsvorkehrungen umgesetzt wurden. Themenabende und andere Animationsangebote wurden neu gestaltet. Reinigungen finden verstärkt und häufiger statt, einschließlich von Desinfektionsmaßnahmen und der Bereitstellung von Desinfektionsgel für alle Gäste. Camper werden gebeten, eigene Oberflächen vor jedem Gebrauch selbst zu reinigen. Chlorierte Innen- und Außenpools sind zugänglich, die maximale Nutzung zu jedem Zeitpunkt darf jedoch 3 Personen pro zwei Quadratmeter Wasserfläche im Freien und eine Person pro 1 Quadratmeter bei Innenpools nicht überschreiten. Um den erforderlichen Abstand zu gewährleisten, ist es möglich, dass weniger Möbel im Poolbereich, wie zum Beispiel Liegen, zur Verfügung stehen. So können Sie immer sicher sein, dass alle Regeln eingehalten werden.

Cafès und Restaurants

Seit dem 15. Juni sind Restaurants und Cafés überall in Frankreich wieder geöffnet. Ein Abstand von einem Meter zwischen den einzelnen Tischen ist Vorschrift. Außerdem dürfen nicht mehr als 10 Gäste an einem Tisch sitzen. Das Tragen einer Maske ist für alle Mitarbeitenden Vorschrift, ebenso für die Gäste, während sie sich im Restaurant bewegen. Selbstbedienung ist zurzeit nicht möglich. In Buffetform angebotene Speisen sind geschützt. In Cafés und Bars können nur Gäste mit Sitzplatz bewirtet werden (nicht stehend an der Bar).

Tourismus-Informationen vor Ort

Hier werden folgende Hygieneregeln umgesetzt: Am Eingang steht Ihnen Desinfektionsgel zur Verfügung. Das Tragen einer Maske ist verpflichtend, im Empfangsbereich sind Wege nach dem „Einbahnstraßensystem“ vorgegeben und es darf sich nur eine begrenzte Besucherzahl in den Räumlichkeiten aufhalten. Maßnahmen zum Abstandhalten und richtiges Hygieneverhalten sind verpflichtend.

Freizeiteinrichtung, Museen usw.

Wie in anderen Einrichtungen ist das Tragen einer Maske Pflicht. Desinfektionsgel steht zur Verfügung, die Ausstellungen werden ständig gereinigt, auf wichtige Hygieneregeln wird durch Aushang hingewiesen. Oftmals ist ein Besichtigungsweg vorgegeben, um ein Kreuzen von Wegen oder Gegenverkehr zu vermeiden, Markierungen auf dem Boden ermöglichen es, die Abstandsregeln zu wahren. Die Anzahl der Buchungen ist begrenzt.

Wassersport

Wassersport wird im Freien mitten in der Natur betrieben – mit viel Luftzirkulation und Platz um Sie herum. In den Wassersportzentren und -verleihen gelten ebenfalls verschiedene Maßnahmen, um Ihnen optimale Bedingungen zu bieten: regelmäßiges Desinfizieren von Kontaktstellen mit Händen und Anzügen/Schwimmwesten zwischen jedem Benutzer, verstärkte Reinigung von Wassersportausrüstung, Abschirmeinrichtungen und Einhalten der Abstandsregeln zu Land und zu Wasser. Wer möchte, kann mit der Familie oder mit Freunden Stunden mit einem privaten Trainer buchen.

 

Welche Regeln gelten im öffentlichen Raum?

 Strände

Die Bretagne verfügt über 2.700 Kilometer Küste und zahlreiche Buchten, Strände und Platz, um Sie unter idealen Bedingungen willkommen zu heißen. An jedem Strandzugang finden Sie die einzuhaltenden Vorschriften: Richtungsvorgaben zum Betreten und Verlassen des Strandes, Abstandsregeln und alle Aktivitäten, die an diesem Strand möglich sind.

Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte

Die Hygieneregeln sind vom jeweiligen Geschäft abhängig. Grundsätzlich sollten Sie sich die Hände am Eingang mit Desinfektionsgel reinigen. Das Tragen einer Maske ist seit 20. Juli 2020 Pflicht.

Öffentliche Verkehrsmittel

Das Tragen einer Maske ist auf Fähren, in Überland- und Stadtbussen sowie in Zügen Pflicht. Zum Bezahlen in Fernbussen ist es wichtig, den passenden Betrag parat zu haben, um Rückgeld zu vermeiden. Die Verkehrsmittel werden täglich gereinigt und desinfiziert. In Bussen erfolgt der Einstieg nicht mehr durch die Vordertür, sondern, wie beim Ausstieg, durch die Hintertür.

In Bezug auf Fähren ist das Tragen einer Maske im Hafen und an Bord verpflichtend (ab 11 Jahren). In Warteschlangen und an Bord muss ein Abstand von einem Meter eingehalten werden. Halten Sie Kontaktzeiten beim Ticketkauf und der Ticketkontrolle so kurz wie möglich und beachten Sie alle Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung. Reservierungen werden dringend empfohlen.

 

Informationen zur Einreise nach Frankreich

 Darf man aus dem Ausland in die Bretagne reisen

Seit dem 15. Juni sind die Grenzen zwischen Frankreich und den Ländern Europas wieder für den Reiseverkehr geöffnet. Wenn Sie aus einem EU-Land kommen, können Sie wie gewohnt individuell und ohne Formular oder Quarantäne nach Frankreich einreisen und die Bretagne besuchen. Ausnahme: Reisende aus Großbritannien, die zu einer 14-tägigen Quarantäne verpflichtet sind. Die Grenzen Frankreichs zum Rest der Welt werden ab dem 1. Juli schrittweise und differenziert geöffnet.

Was ist auf Reisen zu beachten?

Das Tragen einer Schutzmaske ist für alle Personen ab 11 Jahren in Bahnhöfen, Flughäfen und in Flugzeugen Pflicht. Die Fernverkehrszüge TGV sowie die Regionalzüge TER und die S-Bahnen RER-Angebot fahren im gewohnten Takt.

 

Genauere Informationen zur Situation in den einzelnen Gemeinden in der Bretagne sind unter diesen Adressen zu finden:

Corona Frankreich: Die Liste der Städte mit Masken-Pflicht wird immer länger

Es gilt keine generelle Masken-Pflicht in Frankreich. Das heißt für Urlauber, dass sie sich genau informieren müssen, wie die Regelungen vor Ort sind. Das ist dringend geboten, denn die Strafen sind mit 135 Euro sehr hoch und werden auch rigoros eingezogen. Diskussionen mit Polizisten oder anderen Ordnungskräften sind in der Regel sinnlos!

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Grafik aus der Tageszeitung „Le Parisien“ – ohne Garantie auf Vollständigkeit

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Vor Ort über Corona-Regeln informieren

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran betont: „Die Präfekten können nun per Dekret die Verpflichtung zum Tragen einer Maske auf öffentliche Plätze ausweiten. Diese Entscheidung kann je nach Entwicklung der Epidemie in jedem Gebiet vor Ort getroffen werden.“

Das heißt: kurz im Internet nachsehen, welche speziellen Regelungen gelten, da sie von Gemeinde zu Gemeinde abweichen können! Sich eventuell auf dem Tourismus-Büro erkundigen. Oder ganz einfach: Wenn alle eine Maske tragen – Maske auf!!

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Kompakt-Info für Touristen aus Deutschland:

Touristen aus Deutschland können ohne Probleme einreisen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt wieder leicht gestiegen, Behörden riefen zur Einhaltung der Corona-Regeln auf. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften und Markthallen gilt eine Maskenpflicht.

In mehreren Touristenorten in der Bretagne ist die Corona-Schutzmaske auch auf der Straße Pflicht.

In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten geöffnet. Tickets für viele Sehenswürdigkeiten sind jedoch begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Eintrittskarten müssen in den meisten Fällen schon vorab online reserviert oder gekauft werden. Viele Restaurants haben ihre Terrassen erweitert, um mehr Gäste im Freien bewirten zu können.

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Angespannte Corona-Lage im Département Mayenne

Natürlich gibt es auch in Frankreich eine Diskussion über das Tragen von Masken. So hat Jérôme Salomon, Generaldirektor für Gesundheit, die Schutzmaßnahme auf offener Straße für „nutzlos“ erklärt. Gesundheitsminister Véran „empfiehlt“ allerdings: „Wenn Sie in einer Straße sind, in der mehrere Leute spazieren gehen und nicht sicher sind, ob Sie Abstand halten können, empfehle ich es.“

Vor allem im Nordwesten von Frankreich wurde eine vermehrte Aktivität des Virus registriert. Das betrifft vor allem das Département Mayenne. Dort muss nun in 69 Gemeinden auf der offenen Straße eine Maske getragen werden. Die dortige Präfektur erklärte, dass in den vergangenen Wochen „mehrere epidemische Ausbrüche festgestellt“ worden sind.

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Die Urlauber und das Corona-Virus

Befürchtet wird, dass diese Zahl mit der Ankunft von Urlaubern sich noch weiter erhöhen könnte, weshalb das Tragen einer Maske auch in kleineren Städten angesagt war. Die Präfektur in Mayenne rechnet vor, dass von der neuen Maßnahme zwar nur 30 Prozent der Gemeinden in der Region betroffen sind, aber 70 Prozent der Bevölkerung damit erreicht werden.

Auch hier heißt es für Touristen, sich vor Ort über den Stand der Dinge in den einzelnen Gemeinden im Département Mayenne zu erkundigen.

Inzwischen haben auch die folgenden Städte nachgezogen und in ihren Stadtzentren und Touristengebieten das Tragen von Masken angeordnet:

  • Biarritz
  • Bayonne
  • Saint-Malo
  • Le Touquet
  • Perros-Guirec (Côtes-d´Armor)
  • Lille

Das sei eine „notwendige Maßnahme zum Schutz der Sommerbesucher von Biarritz“, sagt Maider Arosteguy, Bürgermeister von Biarritz. „Die Besucherzahlen für den Monat Juli waren sehr hoch und wir befürchten, dass der August angesichts der Gesundheitskrise noch schwieriger zu bewältigen sein wird.“

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Bürgermeister entscheiden von Fall zu Fall

Der Bürgermeister von Tours, Emmanuel Denis, war anfangs skeptisch, hat sich dann aber doch dazu entschlossen, das Tragen von Masken im Zentrum der Stadt zu empfehlen. Der Präfekt des Départements Indre-et-Loire legte fest, dass auch an der Ufer der Loire ein Schutz getragen werden muss.

In Nizza müssen in den belebtesten Straßen der Innenstadt Masken getragen werden. Über Lautsprecher werden die Besucher an den Stränden immer wieder daran erinnert, das Abstandsgebot einzuhalten und auf den Konsum von Alkohol zu verzichten.

In anderen Städten werden die restriktive Maßnahmen nur auf wenige Stunden am Tag beschränkt. So sind etwa die Strände von Sables d’Olonne bei Flut geschlossen. Der Grund: dann ist für die vielen Badenden schlicht zu wenig Platz, um die entsprechenden Abstände einzuhalten.

In Orléans hat man sich dazu entschlossen, dass in der Fußgängerzone von 18 Uhr bis 21 Uhr eine Maske getragen werden muss.

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In der Regel sind die in Frankreich sehr beliebten offenen Märkte seit 11. Mai wieder geöffnet. Aber auch dort gelten die Abstandsregeln. In Blanquefort, Caen, Cannes, Carpentras und Lorient können die Besucher Obst und Gemüse kaufen, sofern sie eine Maske tragen.

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Zu den Strafen:

Wer das obligatorische Tragen einer Maske im Freien nicht einhält, muss mit einer Geldstrafe von 135 Euro rechnen. Das gilt generell in ganz Frankreich für alle geschlossenen, öffentlichen Räume und für alle öffentlichen Verkehrsmitteln. Wird jemand wiederholt erwischt, erhöht sich die Geldstrafe auf 1500 Euro. Und wer sich dann noch immer weigert, wird die Straße erhöht. Wird man drei Mal innerhalb von weniger als dreißig Tagen erwischt, riskiert man sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 3750 Euro.

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Furcht vor einer zweiten Corona-Welle

In Frankreich wächst die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle. Die steigenden Temperaturen im Sommer und der Urlaub, verleite viele Franzosen dazu, weniger vorsichtig zu agieren, warnt die staatliche Gesundheitsbehörde. Dort wird am 1. August auch von einem Anstieg der Neuerkrankungen um 54 Prozent gegenüber der Vorwoche berichtet – insbesondere von jüngeren Menschen zwischen 20 und 30 Jahren. Man beobachte die Zahlen sehr genau, die auf eine Wiederaufnahme der Epidemie hindeuten könnten, heißt es von der Behörde.

Weiter Lageberichte über:

 

Pilgern auf dem Jacobsweg ist wieder möglich

Urlaub in Frankreich und Spanien ist wieder möglich. Noch vor wenigen Wochen hätten das viele nicht für möglich gehalten. Aber am 15. Juni sind die Grenzkontrollen nach Frankreich wieder aufgehoben worden. Das heißt, dass deutsche Urlauber ab diesem Datum nach Frankreich reisen können. In Frankreich haben Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber wieder geöffnet.

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Die Hauptrouten des Jacobsweges. Eine Karte der Stadt Wendlingen am Neckar

Madrid öffnet die Grenze am 1. Juli

Das heißt auch, dass auf dem Jakobsweg wieder gepilgert werden kann – zumindest in Frankreich. Die Strecke war seit Mitte März wegen der Corona-Sperren komplett nicht begehbar. Die Regierung in Madrid hat angesichts des Abflauens der Pandemie einen Stufenplan beschlossen, danach ist die Einreise aus der EU ab dem 1. Juli wieder möglich. Zudem müssen die Einreisenden nicht mehr in Quarantäne. Praktisch bedeutet das, dass nun die gesamte Strecke wieder frei ist. Frankreich und Spanien waren beide sehr stark von dem Virus betroffen. Es sind rund 60.000 Menschen daran gestorben.

Wer nicht schon auf den vier Strecken in Frankreich mit der Pilgerreise beginnen will, der kann ab dem 1. Juli auch mit dem Flugzeug wieder etwa in das nordspanische Bilbao fliegen. Von dort begeben sich viele Pilger auf die Küstenroute oder fahren mit dem Linienbus ins Landesinnere, wo wie auf der Hauptroute weiterwandern.

Strenge Hygiene-Regeln auf dem Jocobsweg

Natürlich wird nicht sofort der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden können. Noch immer sind einige Corona-Regeln zu beachten. „Etwa zwei Drittel der Herbergen werden Anfang Juli, wie auch die Kathedrale in Santiago, wieder öffnen“, sagt Enrique Valentin, der Vorsitzende der „Asociacion Red de Albergues privados del Camino de Santiago“, der Vereinigung privater Pilgerherbergen am Jakobsweg. Allerdings müssen auch die geöffneten Herbergen wegen der neuen Hygiene- und Abstandsregeln ihre Kapazitäten reduzieren. Die Pilger müssen damit rechnen, dass nur 70 Prozent der Plätze belegt werden können.

Betreiber müssen sich mit Schutzmasken eindecken

Auch für die Betreiber der Unterkünfte müssen sich auf einige Änderungen einstellen. Vor der Öffnung müssen sie sich mit genügend Desinfektionsgel und Schutzmasken eindecken. Zudem müssen angesichts der Vorgaben durch die Behörden die Betten mit Wegwerflaken und auch die Kopfkissen mit Hüllen zur einmaligen Benutzung überzogen sein. Auch müssen die Duschen nach jeder Benutzung desinfiziert werden.

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Viele Wege führen ans Ziel. Dieser wird vorgeschlagen von der Jacobusbrüderschaft in Köln

Es ist davon anzugehen, dass die Mehrkosten auf die Besucher umgelegt werden, da die meisten Herbergen am unteren Limit kalkulieren. Signifikante Preiserhöhungen dürfte es aber dennoch nicht geben. Konkret heißt das etwa, dass die Herbergen den Übernachtungspreis von elf auf zwölf Euro anheben werden.

 

Run auf den Jacobsweg nach Corona?

Enrique Valentin, der Vorsitzende der „Asociacion Red de Albergues privados del Camino de Santiago“, hofft dass sich der Pilgerbetrieb im Laufe des Sommers wieder normalisiert. Ein neuer Rekord wie 2019, als das Pilgerbüro von Santiago de Compostela insgesamt 347.578 Ankömmlinge registrierte, wird in diesem Jahr gewiss nicht fallen. Doch es herrscht Nachholbedarf. Gerade jetzt werden viele Pilger auf dem Weg Glaube, Hoffnung, spirituellem Trost und ein neues Freiheitsgefühl suchen. Jesus Fernandez Gonzalez, Weihbischof in Santiago de Compostela, drückte das in einem Interview mit der galicischen Zeitung „La Voz de Galicia“ unlängst so aus: „Ich habe den Eindruck, dass sich der Pilger regelrecht auf den Jakobsweg stürzen wird.“

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INFO:

Der Jakobsweg ist ein europaweites Netz von Straßen und Wegen. Seit dem neunten Jahrhundert führt er Pilger vom Baltikum über Polen, Deutschland, die Schweiz und Frankreich zum angeblichen Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela im äußersten Nordwesten Spaniens. Im Mittelalter erstreckten sich die Tagesetappen meist von einem „heiligen Ort“, an dem Reliquien verehrt wurden, zum nächsten.

Neben den fast zahllosen Verästelungen und Zubringern gab es je nach Zählung vier bis sechs Hauptrouten durch Frankreich. Der „Weg der Deutschen“, die „Via Lemovicensis“, ging von Vezelay in Burgund aus und war der Hauptweg für Pilger aus Nord- und Westdeutschland sowie aus Osteuropa. Der sogenannte Küstenweg für Engländer und Iren verlief entlang der französischen Atlantikküste bis nach Spanien. Weiter östlich verliefen die „Via Turonensis“ über Paris, Tours und Bordeaux, die „Podiensis“ über Le Puy und Conques, die „Tolosana“ über Arles und Toulouse sowie der sogenannte Pyrenäenweg über Beziers und Foix.

Die angebliche Grabstätte des heiligen Jakobus entwickelte sich neben Rom und Jerusalem im Mittelalter zu einem der drei Hauptziele der christlichen Pilgerfahrt. Seit 1982 Papst Johannes Paul II. und 1987 der Europarat zur Wiederbelebung der Jakobswege aufriefen, hat eine Renaissance dieser „europäischen Kulturbewegung“ eingesetzt, wie die zuletzt immer weiter steigende Zahl von Pilgern belegt. Die Corona-Pandemie dürfte allerdings für deutliche Einbrüche in der Statistik sorgen.

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Hier gibt es weitere Infos zum Pilgern auf dem Jacobsweg:

Deutsche St. Jacobus-Gesellschaft

Zum Planen für den Jacobgsweg

Einige Infos zum Jacobsweg

Uns hier noch die 16 wichtigsten Tipps für den Weg von Travelbook

Und die sieben besten Bücher zum Jacobsweg nach Ansicht von Hillwalk Tours

Und hier die besten Hörbücher zum Jacobsweg

 

Grenze zu Frankreich für Urlauber wieder offen

Die Zeit der Grenzkontrollen bei der Einreise aus Frankreich ist vorbei: „Mit Ablauf des Sonntags enden die Kontrollen“, heißt es von der Polizei. Am Wochenende des 13./14. Juni laufen die Kontrollen, die seit rund einem Monat nur noch stichprobenartig stattfinden, aus. In den beiden Monaten davor – also vom 16. März bis zum 16. Mai – hatte es dagegen systematische Kontrollen an der Grenze zu Frankreich, und auch zu Luxemburg, an überwachten Übergängen gegeben.

 

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In Paris haben die Bistros wieder geöffnet – allerdings mit einigen Einschränkungen

Lange Zeit ging fast nichts an der Grenze

Etliche, vor allem kleine Übergänge waren in dieser Zeit gesperrt gewesen. Mit den Grenzkontrollen sollte die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. Einreisen durfte nur, wer einen triftigen Grund nachweisen konnte. Die Kontrollen bei der Einreise aus Luxemburg waren bereits am 16. Mai komplett weggefallen. Auch für den Zugverkehr heißt das, dass er nach und nach wieder normalisiert wird.

 

Welche Einschränkungen in Frankreich?

Auch wenn die Einreise nach Frankreich nun wieder problemlos möglich ist, sind im Land selbst doch einige Einschränkungen zu beachten. Noch bis vor wenigen Tagen durften auch Franzosen sich nur in einem Umkreis von 100 Kilometern bewegen. Diese Regelung wurde am 2. Juni aufgehoben. Inzwischen haben in weiten Teilen des Landes Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber nun wieder geöffnet. Auch die Restaurants empfangen seit Anfang dieser Woche im ganzen Land wieder Gäste – alles natürlich mit strengen Hygieneregeln. Auch Freizeitangebote sind nun wieder verstärkt möglich. So sind alle Strände wieder zugänglich. Große Museen und Monumente dürfen ebenfalls wieder Besucher empfangen.

Eine spezielle Situation in Paris

Etwas anders ist die Lage in Paris, das schwerer von den Folgen des Virus getroffen wurde. Das heißt: in der Hauptstadt geht die Öffnung wesentlich langsamer voran und wird noch bis Ende Juni dauern. Das heißt, dass die Hotels noch geschlossen haben und auch in den Restaurants und Bistros herrschen strenge Regeln. So darf nur auf den Terrassen gegessen und getrunken werden.

Die Museen öffnen wieder

Für die Museen in Paris bedeutet das: Der Louvre oder das Musee d’Orsay öffnen erst in ein paar Wochen. Das Versailler Schloss öffnete nach der coronabedingten Zwangspause am 6. Juni wieder seine Türen. Zugänglich sind das Schloss, die Gärten, Parkanlagen und das von Ludwig XV. für seine Mätresse Madame de Pompadour errichtete Trianon, teilte die Schlossleitung mit. Der Besuch kann nur mit vorheriger Reservierung eines Zeitfenster-Tickets und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erfolgen. Das Loire-Schloss Chambord soll ab dem 5. Juni wieder zu besichtigen sein, das Schloss von Fontainebleau ab dem 1. Juli.

 

 

 

Der Eiffelturm macht (fast) auf

Ab dem 25. Juni soll der seit Mitte März geschlossene Eiffelturm in Paris wieder geöffnet werden. Allerdings können Besucher dem Betreiber zufolge nur über die Treppen bis in den zweiten Stock des weltberühmten Bauwerks. Die Spitze und Aufzüge sollen zunächst geschlossen bleiben.

 

 

Das Pariser Grand Palais öffnet mit der Ausstellung „Pompeji“ am 1. Juli wieder seine Türen. Die Schau ist den letzten Ausgrabungen der antiken Stadt am Golf von Neapel gewidmet. Gezeigt werden unter anderem Objekte, die bei den Ausgrabungen 2010 zu Tage gekommen sind. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine 3D-Rekonstruktion, die die Besucher in die Geschichte der Stadt eintaucht, die 79 n.Chr bei dem Vulkanausbruch des Vesuvs verschüttet wurde.

NACHTRAG 22.06.2020:

In Frankreich sind neue Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft getreten. Alle Schulen mit Ausnahme von Gymnasien öffneten am Montag wieder unter Auflagen. Auch Campingplätze und Kinos können wieder aufmachen. Zudem waren erstmals seit gut drei Monaten alle Stationen der Pariser Metro wieder geöffnet.
Für Frankreichs Schüler gilt seit Montag eine Anwesenheitspflicht, nur Gymnasiasten sind ausgenommen. Allerdings hatte das Bildungsministerium Verständnis für Eltern signalisiert, die ihr Kind zwei Wochen vor Beginn der Sommerferien nicht zum Unterricht schicken wollen. Theoretisch droht beim Verstoß gegen die Schulpflicht ein Bußgeld von 750 Euro.
Ab Mittwoch können Touristen auch den Eiffelturm wieder besuchen. Für Freitag ist zudem die Öffnung des Pariser Flughafens Orly angekündigt. Die Einreise nach Frankreich ist seit einer Woche für Deutsche und die meisten anderen EU-Bürger wieder uneingeschränkt möglich.

Sind Reisen nach Frankreich möglich?

Ein Stück weit kehrt die Reisefreiheit wieder zurück: Die Bundesregierung wird die Reisewarnung für zahlreiche europäische Länder aufheben. Doch ob der Sommerurlaub wirklich stattfinden kann, dürfte auch an den Regelungen der Urlaubsländer selbst hängen. Im Fall von Frankreich heißt das: Frankreich hält an der Aufhebung der Grenzkontrollen am 15. Juni fest. Das bedeutet, dass deutsche Urlauber auch erst ab diesem Datum nach Frankreich reisen können.

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Der Vorplatz von Notre-Dame ist in diesen Tagen wieder für Touristen geöffnet worden. Nach dem Brand vor einem Jahr war er mit Blei verseucht.

Berlin hebt die Reisewarnung auf

Aufgehoben werden soll die Reisewarnung für die 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Die Aufhebung soll ab 15. Juni gelten. Nur Spanien und Norwegen sind davon wegen noch bestehender Einreisesperren vorerst ausgenommen. Eine Reaktivierung der Reisewarnung für bestimmte Länder oder Regionen je nach Entwicklung der Neuinfektionen ist allerdings möglich.

Die Regeln in Frankreich werden gelockert

Doch wie genau sieht es in Frankreich aus? Noch bis vor wenigen Tagen durften auch Franzosen sich nur in einem Umkreis von 100 Kilometern bewegen. Diese Regelung wurde am 2. Juni aufgehoben. Inzwischen haben in weiten Teilen des Landes Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber nun wieder geöffnet. Auch die Restaurants empfangen seit Anfang dieser Woche im ganzen Land wieder Gäste – alles natürlich mit strengen Hygiene-Regeln. Auch Freizeitangebote sind nun wieder verstärkt möglich. So sind alle Strände wieder zugänglich. Große Museen und Monumente dürfen ebenfalls wieder Besucher empfangen.

Der Sonderfall Paris

Etwas anders ist die Lage in Paris, das schwerer von den Folgen des Virus getroffen wurde. Das heißt: in der Hauptstadt geht die Öffnung wesentlich langsamer voran und wird noch bis Ende Juni dauern. Das heißt, dass die Hotels noch geschlossen haben und auch in den Restaurants und Bistros herrschen strenge Regeln. So darf nur auf den Terrassen gegessen und getrunken werden.

Da die Lage noch reichlich unübersichtlich ist, hält sich die Regierung auch mit Aussagen für die Ferienmonate im Sommer zurück. Sie hat allerdings die Franzosen aufgefordert, in Frankreich Urlaub zu machen und auch Reisen ins Ausland zu verzichten.

Am 28. Juni will die Regierung in Paris dann die Lage neu bewerten und über das weitere Vorgehen entscheiden. Dann dürften auch Aussagen dazu möglich werden, ob und wie ein Urlaub in Frankreich möglich sein wird.

Die Museen öffnen etwas später

Für die Museen in Paris bedeutet das: Der Louvre oder das Musee d’Orsay öffnen erst in ein paar Wochen. Das Versailler Schloss öffnet nach der coronabedingten Zwangspause am 6. Juni wieder seine Türen. Zugänglich sind das Schloss, die Gärten, Parkanlagen und das von Ludwig XV. für seine Mätresse Madame de Pompadour errichtete Trianon, teilte die Schlossleitung mit. Der Besuch kann nur mit vorheriger Reservierung eines Zeitfenster-Tickets und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erfolgen. Das Loire-Schloss Chambord soll ab dem 5. Juni wieder zu besichtigen sein, das Schloss von Fontainebleau ab dem 1. Juli.

Hier geht es zu einer Mitteilung des Louvre, die allerdings auch andere Museen betrifft:

UPDATE:

Das Pariser Centre Pompidou empfängt nach der coronavirusbedingten Zwangspause am 1. Juli mit der angekündigten Christo-Schau wieder seine ersten Besucher. Die Ausstellung des kürzlich verstorbenen Verhüllungskünstlers konnte wegen der Pandemie nicht wie geplant am 18. März eröffnet werden. Die bis zum 19. Oktober dauernde Werkschau „Christo und Jeanne-Claude Paris“ legt einen Schwerpunkt auf die Verhüllung der Pariser Brücke Pont Neuf im Jahr 1985 sowie auf das Projekt der Verpackung des Pariser Triumphbogens, das trotz des Todes des Künstlers im September 2021 stattfinden soll. Christo war am 31. Mai im Alter von 84 Jahren gestorben.

Ursprünglich war das Projekt für dieses Jahr geplant, wegen der Pandemie musste es jedoch verschoben werden. Seit den 1990er Jahren realisierte Christo seine gigantischen Installationen zusammen mit seiner 2009 verstorbenen Frau Jeanne-Claude. Zu den berühmtesten Projekten zählte neben dem Pont Neuf auch die Verhüllung des Reichstags im Juni 1995. Die Wiedereröffnung des Centre Pompidou findet unter strengen Sicherheitsmaßnahmen statt, die das Museum zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen will.

Noch kein Städtetrip nach Paris – aber Hoffnung für den Urlaub im Sommer

Der Städtetrip nach Paris über Pfingsten fällt flach. Trotz vieler Erleichterungen in der Corona-Krise, bleiben die Grenze zu Deutschland noch geschlossen. Allerdings macht der Premierminister für den Sommer Hoffnung für die Urlauber – auch aus dem Ausland. Fakt ist: In weiten Teilen können Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber bald wieder öffnen. In den als grün eingestuften Gebieten sei das ab dem 2. Juni möglich, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe an. 

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Die Bistros dürfen in Frankreich wieder öffnen – in Paris allerdings nur der Außenbereich

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Lockerung der Corona-Auflagen

Die Franzosen können wieder ins Restaurant gehen und sich im Park in die Sonne legen. Premierminister Edouard Philippe kündigte weitere Lockerung der Corona-Auflagen an. Allerdings gelten diese erst nach Pfingsten. Grund für die Erleichterungen sind die deutlich langsamer steigenden Infektionszahlen. Doch der Regierungschef warnte die Franzosen vor zu viel Übermut: „Der Virus ist noch nicht besiegt.“

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Noch keine Einreise nach Frankreich möglich

Die Touristen aus Deutschland müssen sich allerdings noch gedulden. Zwar werden die Reisebeschränkungen für die Franzosen aufgehoben, das gilt allerdings nicht für EU-Bürger. Seit Ende der Ausgangssperre am 11. Mai können sich die Franzosen mit wenigen Ausnahmen bislang nur im Radius von 100 Kilometern um ihren Wohnort bewegen. Reisen aus Deutschland nach Frankreich werden wahrscheinlich erst ab dem 15. Juni wieder möglich sein, wenn die Grenzen wieder geöffnet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Einreise auf wenige Ausnahmen beschränkt und war nur mit einem triftigen Grund möglich. Frankreich setzt sich dem Premier für die Aufhebung der Einreisebeschränkungen für EU-Bürger ab dem 15. Juni ein.

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Am 28. Juni will die Regierung in Paris dann die Lage neu bewerten und über das weitere Vorgehen entscheiden. Dann dürften auch Aussagen dazu möglich werden, ob und wie ein Urlaub in Frankreich möglich sein wird.

Eine besondere Situation in Paris

Vorerst gilt, dass bis Ende Juni nun auch die seit Monaten geschlossenen Restaurants, Bars und Cafés wieder öffnen dürfen – wenn sie die Hygieneregeln befolgen. Einschränkungen gibt es allerdings noch immer in Paris und der Region um die Millionenmetropole, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen sind. Dort dürfen vorerst nur die Außenbereiche öffnen. Für große Erleichterung sorgt in Paris aber die Öffnung der  Parks und öffentlichen Gärten, für die sich die Stadtverwaltung eingesetzt hatte. Dazu gehören etwa auch die berühmten Tuilerien am Louvre.

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Gute Nachrichten für die Pendler

Gute Nachrichten auch für die Pendler im deutsch-französischen Grenzgebiet. Dort entspannte sich die Lage der Regierung zufolge: Die Region gehörte bisher zu den „roten“ Risikozonen und wird nun zum „grünen“ Gebiet. Erhöhte Wachsamkeit gilt vor allem noch im Pariser Großraum. Das Gebiet mit zwölf Millionen Bewohnern wechselt von „Rot“ zu „Orange“. In den „grünen“ Gebieten können auch Theater und Konzertsäle sowie Fitnessstudios unter Auflagen öffnen. Für Kinos soll dies erst ab Ende Juni möglich sein.

Urlaub in Frankreich – ein kleiner Ausblick auf eine unsichere Lage

Frankreich gehört in Europa zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Fast 30.000 Menschen sind dem Virus bereits zum Opfer gefallen. Nun rückt die Ferienzeit näher und nicht nur die Franzosen fragen sich, ob ein Urlaub in diesen Zeiten überhaupt möglich ist.

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Die Bistros in Paris sind geschlossen – wann sie öffnen können ist mehr als ungewiss.

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Franzosen sollen im Land bleiben

Nach der Vorstellung der Regierung sollen die Menschen in Frankreich diesen Sommer vor allem heimische Touristenziele anpeilen. Derzeit sei ein Urlaub im Ausland nicht zu empfehlen, sagte Außenminister Jean-Yves Le Drian unlängst. Man müsse abwarten, wie sich die Lage entwickelt und hoffe, dass Urlaub in Europas bald wieder möglich sei.

Im Moment ist es den Franzosen verboten, sich weiter als 100 Kilometer von ihrem Zuhause zu entfernen. Im Fernsehen laufen aus diesem Grund Sendungen, die Ausflugstipps geben. Das Einhalten der Regelung wird streng kontrolliert. Der Außenminister unterstrich, dass es wohl erst Mitte Juni möglich ist, eine Prognose zu wagen, inwieweit man die Grenzen in Europa wieder öffnen kann.

Viele Strände sind wieder offen

Bis Ende Juni soll ein Großteil der Touristenziele in Frankreich wieder öffnen. Einige Strände am Atlantik und am Mittelmeer sind bereits wieder zugänglich – allerdings gelten dort strenge Regeln. Auch wer hier gegen die Auflagen verstößt, hat mit empfindlichen Strafen zu rechnen.

Große Museen hoffen auf den Juni

Die Regierung will Ende dieser Woche einen Ausblick zu den weiteren Entwicklungen geben. Große Museen wie der Louvre in Paris hoffen, Mitte Juli wieder aufmachen zu können. Kleinere Museen dürfen schon wieder Besucher empfangen. Cafés und Restaurants in Frankreich können eventuell ab dem 2. Juni in den Regionen wieder öffnen, in denen das Virus weniger verbreitet ist. In Paris dürfte das aber nicht der Fall sein.

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Der Sonderfall Paris

Paris ist ein Sonderfall. Die Stadt wird jedes Jahr von rund 35 Millionen Menschen besucht – liegt aber in einer sogenannten „roten Zone“. Das heißt, dass noch ziemlich viele Neuinfektionen durch das Corona-Virus zu verzeichnen sind. Aus diesem Grund haben in der Millionenstadt auch noch immer die Bistros. Restaurants und Hotels geschlossen. Auch die Parks sind nicht zugänglich, was von der Bürgermeisterin Anne Hidalgo schwer kritisiert wird.

Urlaub in Frankreich

Für Touristen aus Deutschland gilt im Moment, dass sie nicht nach Frankreich einreisen dürfen. Eine Urlaubsreise ist kein Grund, die Grenze zu überqueren. Zwar wird nicht mehr so scharf kontrolliert wie am Anfang, aber er ertappt wird, wird rigoros zurückgeschickt. Allerdings geht man davon aus, dass diese Restriktion noch im Juni aufgehoben wird. Dann werden wohl auch die Reisewarnungen aus Deutschland für andere Länder fallen.

Furcht vor der „zweiten Welle“

Das Problem ist, dass nicht abzusehen ist, wie sich die Lage in den kommenden Wochen entwickeln wird. Das wird von den Zahlen der Neuinfektionen abhängen, da Frankreich – ebenso wie viele andere Länder in Europa – eine „zweite Welle“ befürchten. Wahrscheinlich ist, dass ein Urlaub in den grünen Zonen (das wird vor allem die Küste sein) möglich sein wird. Unter welchen Bedingungen das geschieht, ist allerdings fraglich.

Unsichere Aussichten in Paris

Für Paris sieht die Lage wesentlich schlechter aus. Dort dürfte es noch bis weit in den Juni hinein dauern, dass die Restaurants ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Möglich ist, dass eventuell die Außenterrassen schneller wieder aufmachen dürfen – allerdings werden dann strenge Sicherheitsregeln gelten. Auch ist nicht abzusehen, wann die Hotels wieder öffnen. Für Ferienwohnungen gilt dasselbe.

Frankreich schließt wegen Corona wieder einige Strände

Kaum sind die Strände in Zeiten von Corona geöffnet, sind sie auch schon wieder geschlossen. Der Grund: die Besucher halten sich nicht an die Regeln.  

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20.05.20-Stärnde

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Die Menschen halten sich nicht an die Corona-Regeln

Im Département Morbihan waren die Strände bei Damgan, Erdeven und Billiers nur wenige Tage für die Besucher zugänglich. Nun hat die Präfektur einen Erlass veröffentlicht, der die Öffnung wieder rückgängig macht. In einem auf der Website der Stadt veröffentlichten Brief begründet der Bürgermeister seine Entscheidung, den großen Strand zu schließen.

Jean-Marie Labesse schreibt, dass „Beamte, die die Besucher aufforderten, die Regeln einzuhalten beleidigt wurden. Die Anweisungen im Rahmen der Corona-Vorschriften wurden nicht eingehalten. Trotz eines Verbotes gingen die Leute schwimmen, angelten oder legten sich in der Sonne an den Strand.“

Der Bürgermeister bedauert die Entscheidung.

„Ich weiß, dass ich einen großen Teil der Bevölkerung bestrafe, der die Regeln einhält. Aber es ist deutlich geworden, dass wie die von der Regierung festgelegten Regeln an den Stränden nicht durchsetzen können“.

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Und er ergänzt:

„Wir sollten keine zweite Corona-Welle riskieren. Aus gesundheitlicher Sicht wäre dies dramatisch und für die Touristensaison katastrophal. Am Wochenende wird die Polizei aufpassen, damit die Verbote durchgesetzt werden.“

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In Saint-Malo schließen wir die offenen Strände nicht. Die Verantwortlichen fordern jedoch von den Besuchern mit Nachdruck, sich an die Regeln zu halten. Zudem muss nun auch in der Innenstadt eine Maske getragen werden. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 2. Juni.