Noch kein Städtetrip nach Paris – aber Hoffnung für den Urlaub im Sommer

Der Städtetrip nach Paris über Pfingsten fällt flach. Trotz vieler Erleichterungen in der Corona-Krise, bleiben die Grenze zu Deutschland noch geschlossen. Allerdings macht der Premierminister für den Sommer Hoffnung für die Urlauber – auch aus dem Ausland. Fakt ist: In weiten Teilen können Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber bald wieder öffnen. In den als grün eingestuften Gebieten sei das ab dem 2. Juni möglich, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe an. 

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Die Bistros dürfen in Frankreich wieder öffnen – in Paris allerdings nur der Außenbereich

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Lockerung der Corona-Auflagen

Die Franzosen können wieder ins Restaurant gehen und sich im Park in die Sonne legen. Premierminister Edouard Philippe kündigte weitere Lockerung der Corona-Auflagen an. Allerdings gelten diese erst nach Pfingsten. Grund für die Erleichterungen sind die deutlich langsamer steigenden Infektionszahlen. Doch der Regierungschef warnte die Franzosen vor zu viel Übermut: „Der Virus ist noch nicht besiegt.“

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Noch keine Einreise nach Frankreich möglich

Die Touristen aus Deutschland müssen sich allerdings noch gedulden. Zwar werden die Reisebeschränkungen für die Franzosen aufgehoben, das gilt allerdings nicht für EU-Bürger. Seit Ende der Ausgangssperre am 11. Mai können sich die Franzosen mit wenigen Ausnahmen bislang nur im Radius von 100 Kilometern um ihren Wohnort bewegen. Reisen aus Deutschland nach Frankreich werden wahrscheinlich erst ab dem 15. Juni wieder möglich sein, wenn die Grenzen wieder geöffnet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Einreise auf wenige Ausnahmen beschränkt und war nur mit einem triftigen Grund möglich. Frankreich setzt sich dem Premier für die Aufhebung der Einreisebeschränkungen für EU-Bürger ab dem 15. Juni ein.

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Am 28. Juni will die Regierung in Paris dann die Lage neu bewerten und über das weitere Vorgehen entscheiden. Dann dürften auch Aussagen dazu möglich werden, ob und wie ein Urlaub in Frankreich möglich sein wird.

Eine besondere Situation in Paris

Vorerst gilt, dass bis Ende Juni nun auch die seit Monaten geschlossenen Restaurants, Bars und Cafés wieder öffnen dürfen – wenn sie die Hygieneregeln befolgen. Einschränkungen gibt es allerdings noch immer in Paris und der Region um die Millionenmetropole, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen sind. Dort dürfen vorerst nur die Außenbereiche öffnen. Für große Erleichterung sorgt in Paris aber die Öffnung der  Parks und öffentlichen Gärten, für die sich die Stadtverwaltung eingesetzt hatte. Dazu gehören etwa auch die berühmten Tuilerien am Louvre.

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Gute Nachrichten für die Pendler

Gute Nachrichten auch für die Pendler im deutsch-französischen Grenzgebiet. Dort entspannte sich die Lage der Regierung zufolge: Die Region gehörte bisher zu den „roten“ Risikozonen und wird nun zum „grünen“ Gebiet. Erhöhte Wachsamkeit gilt vor allem noch im Pariser Großraum. Das Gebiet mit zwölf Millionen Bewohnern wechselt von „Rot“ zu „Orange“. In den „grünen“ Gebieten können auch Theater und Konzertsäle sowie Fitnessstudios unter Auflagen öffnen. Für Kinos soll dies erst ab Ende Juni möglich sein.

Urlaub in Frankreich – ein kleiner Ausblick auf eine unsichere Lage

Frankreich gehört in Europa zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Fast 30.000 Menschen sind dem Virus bereits zum Opfer gefallen. Nun rückt die Ferienzeit näher und nicht nur die Franzosen fragen sich, ob ein Urlaub in diesen Zeiten überhaupt möglich ist.

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Die Bistros in Paris sind geschlossen – wann sie öffnen können ist mehr als ungewiss.

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Franzosen sollen im Land bleiben

Nach der Vorstellung der Regierung sollen die Menschen in Frankreich diesen Sommer vor allem heimische Touristenziele anpeilen. Derzeit sei ein Urlaub im Ausland nicht zu empfehlen, sagte Außenminister Jean-Yves Le Drian unlängst. Man müsse abwarten, wie sich die Lage entwickelt und hoffe, dass Urlaub in Europas bald wieder möglich sei.

Im Moment ist es den Franzosen verboten, sich weiter als 100 Kilometer von ihrem Zuhause zu entfernen. Im Fernsehen laufen aus diesem Grund Sendungen, die Ausflugstipps geben. Das Einhalten der Regelung wird streng kontrolliert. Der Außenminister unterstrich, dass es wohl erst Mitte Juni möglich ist, eine Prognose zu wagen, inwieweit man die Grenzen in Europa wieder öffnen kann.

Viele Strände sind wieder offen

Bis Ende Juni soll ein Großteil der Touristenziele in Frankreich wieder öffnen. Einige Strände am Atlantik und am Mittelmeer sind bereits wieder zugänglich – allerdings gelten dort strenge Regeln. Auch wer hier gegen die Auflagen verstößt, hat mit empfindlichen Strafen zu rechnen.

Große Museen hoffen auf den Juni

Die Regierung will Ende dieser Woche einen Ausblick zu den weiteren Entwicklungen geben. Große Museen wie der Louvre in Paris hoffen, Mitte Juli wieder aufmachen zu können. Kleinere Museen dürfen schon wieder Besucher empfangen. Cafés und Restaurants in Frankreich können eventuell ab dem 2. Juni in den Regionen wieder öffnen, in denen das Virus weniger verbreitet ist. In Paris dürfte das aber nicht der Fall sein.

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Der Sonderfall Paris

Paris ist ein Sonderfall. Die Stadt wird jedes Jahr von rund 35 Millionen Menschen besucht – liegt aber in einer sogenannten „roten Zone“. Das heißt, dass noch ziemlich viele Neuinfektionen durch das Corona-Virus zu verzeichnen sind. Aus diesem Grund haben in der Millionenstadt auch noch immer die Bistros. Restaurants und Hotels geschlossen. Auch die Parks sind nicht zugänglich, was von der Bürgermeisterin Anne Hidalgo schwer kritisiert wird.

Urlaub in Frankreich

Für Touristen aus Deutschland gilt im Moment, dass sie nicht nach Frankreich einreisen dürfen. Eine Urlaubsreise ist kein Grund, die Grenze zu überqueren. Zwar wird nicht mehr so scharf kontrolliert wie am Anfang, aber er ertappt wird, wird rigoros zurückgeschickt. Allerdings geht man davon aus, dass diese Restriktion noch im Juni aufgehoben wird. Dann werden wohl auch die Reisewarnungen aus Deutschland für andere Länder fallen.

Furcht vor der „zweiten Welle“

Das Problem ist, dass nicht abzusehen ist, wie sich die Lage in den kommenden Wochen entwickeln wird. Das wird von den Zahlen der Neuinfektionen abhängen, da Frankreich – ebenso wie viele andere Länder in Europa – eine „zweite Welle“ befürchten. Wahrscheinlich ist, dass ein Urlaub in den grünen Zonen (das wird vor allem die Küste sein) möglich sein wird. Unter welchen Bedingungen das geschieht, ist allerdings fraglich.

Unsichere Aussichten in Paris

Für Paris sieht die Lage wesentlich schlechter aus. Dort dürfte es noch bis weit in den Juni hinein dauern, dass die Restaurants ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Möglich ist, dass eventuell die Außenterrassen schneller wieder aufmachen dürfen – allerdings werden dann strenge Sicherheitsregeln gelten. Auch ist nicht abzusehen, wann die Hotels wieder öffnen. Für Ferienwohnungen gilt dasselbe.

Frankreich schließt wegen Corona wieder einige Strände

Kaum sind die Strände in Zeiten von Corona geöffnet, sind sie auch schon wieder geschlossen. Der Grund: die Besucher halten sich nicht an die Regeln.  

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Die Menschen halten sich nicht an die Corona-Regeln

Im Département Morbihan waren die Strände bei Damgan, Erdeven und Billiers nur wenige Tage für die Besucher zugänglich. Nun hat die Präfektur einen Erlass veröffentlicht, der die Öffnung wieder rückgängig macht. In einem auf der Website der Stadt veröffentlichten Brief begründet der Bürgermeister seine Entscheidung, den großen Strand zu schließen.

Jean-Marie Labesse schreibt, dass „Beamte, die die Besucher aufforderten, die Regeln einzuhalten beleidigt wurden. Die Anweisungen im Rahmen der Corona-Vorschriften wurden nicht eingehalten. Trotz eines Verbotes gingen die Leute schwimmen, angelten oder legten sich in der Sonne an den Strand.“

Der Bürgermeister bedauert die Entscheidung.

„Ich weiß, dass ich einen großen Teil der Bevölkerung bestrafe, der die Regeln einhält. Aber es ist deutlich geworden, dass wie die von der Regierung festgelegten Regeln an den Stränden nicht durchsetzen können“.

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Und er ergänzt:

„Wir sollten keine zweite Corona-Welle riskieren. Aus gesundheitlicher Sicht wäre dies dramatisch und für die Touristensaison katastrophal. Am Wochenende wird die Polizei aufpassen, damit die Verbote durchgesetzt werden.“

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In Saint-Malo schließen wir die offenen Strände nicht. Die Verantwortlichen fordern jedoch von den Besuchern mit Nachdruck, sich an die Regeln zu halten. Zudem muss nun auch in der Innenstadt eine Maske getragen werden. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 2. Juni.