The Daily Trump

Donald Trump ist der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er ist ein besonderer Präsident mit ganz eigenen Ansichten und auch einer sehr speziellen Art, diese auszudrücken. Jeden Tag überrascht der die Welt aufs Neue. Grund genug, diesem Mann eine eigene Seite zu widmen: The Daily Trump.

Gesammelt werden – in chronologischer Reihenfolge – die Highlights des Trump’schen Wirkens.

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26. Juni 2017

Donald Trump und das Obamacare-Problem:

Der Entwurf zur Reform der Krankenversicherung stößt im US-Senat auf wachsenden Widerstand. Die Zahl der republikanischen Senatoren, die das von Mehrheitsführer Mitch McConnell eingebrachte Gesetzespaket ablehnen, wuchs über das Wochenende auf fünf. Der Präsident wirft aber den Demokraten in seiner sehr selektiven Weltsicht vor, dass sie die Abschaffung verhindern. Kein Wort davon , dass es seine eigenen Leute aus den Reihen der Republikaner sind.
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Noch mal so viele Mitglieder der Regierungsfraktion meldeten erhebliche Bedenken an. Damit ist sehr fraglich, ob McConnell das am Donnerstag eingebrachte Gesetz noch in dieser Woche durch den Senat bekommt.
Unmittelbar nach der Vorstellung der hinter verschlossenen Türen entstandenen Reform haben die katholischen US-Bischöfe den 142 Seiten starken Entwurf hart kritisiert. Die US-Bischofskonferenz spricht von „grundlegenden Mängeln“ und hält den Plan insbesondere für Arme und Pflegebedürftige für inakzeptabel.

Der parteiunabhängige US-Rechnungshof geht davon aus, dass die Abschaffung von „Obamacare“ bis 2026 rund 23 Millionen Bürger die Krankenversicherung kosten wird. In der Bevölkerung stößt das Vorhaben der Republikaner auf wenig Unterstützung. Laut einer aktuellen Umfrage des TV-Senders NBC hielten nur 16 Prozent der Befragten den Entwurf für eine „gute Idee“. 48 Prozent bezeichneten das geplante Gesetz als schlecht.

Oder verrät Trump in diesem Tweet seine eigentliche Idee. Obamacare wird nicht abgeschafft aber so schlecht umgesetzt, dass alles in sich zusammenbricht?
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23. Juni 2017

Neue Angriffe von Trump:

US-Präsident Donald Trump hat seine Gegenangriffe in der Russland-Affäre fortgesetzt. In einem Fernsehinterview stellte er die Unvoreingenommenheit von Sonderermittler Robert Mueller in Frage. Mueller sei mit Ex-FBI-Chef James Comey „sehr, sehr gut befreundet“, sagte Trump am Freitag. Mueller untersucht neben möglichen illegalen Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau laut US-Medienberichten auch, ob sich Trump selbst womöglich in unzulässiger Weise in die FBI-Ermittlungen eingemischt hat.
Trump sagte dem Sender Fox News:
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„Nun, er ist sehr, sehr gut mit Comey befreundet, was sehr störend ist.“

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22. Juni 2017

Und noch ein Anlauf gegen Obama-Care

Die US-Republikaner starten einen neuen Versuch zur Abwicklung der Gesundheitsreform Obamacare. Der Präsident mein zwar, dass das Projekt tot sei, doch so sicher ist das nicht.
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Nach wochenlangen Arbeiten im Geheimen legte der Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, am Donnerstag einen entsprechenden Gesetzesentwurf vor. Er sieht vor, eine Reichensteuer zur Finanzierung der Reform rückwirkend zum Jahresanfang zu streichen. Zudem sind Einschränkungen am Gesundheitsprogramm für Arme (Medicaid) und Änderungen bei staatlichen Zuschüssen geplant, mit denen Bürger eine Krankenversicherung abschließen können. Sowohl Obamacare als auch der geplante Umbau sind höchst umstritten. Ob der Vorschlag der Republikaner eine Mehrheit bekommt, ist ungewiss. Am Donnerstag erklärten vier republikanische Senatoren umgehend, dass sie das neue Gesetz nicht mittragen würden.

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16. Juni 2017

Hexenjagd auf den Präsidenten:

US-Präsident Donald Trump hat Ermittlungen gegen sich im Rahmen der Russland-Affäre bestätigt. Auf Twitter erklärte er am Freitag, die Untersuchung sei wegen der Entlassung des FBI-Chefs James Comey eingeleitet worden und eine Hexenjagd.
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Ohne ihn beim Namen zu nennen schien Trump auch Vize-Justizminister Rod Rosenstein anzugreifen, der in der Affäre den Sonderermittler Robert Mueller eingesetzt hatte. US-Medienberichten zufolge hat Rosenstein erklärt, er müsse sich vielleicht aus den Ermittlungen zurückziehen, da er selbst als Zeuge geladen werden könnte. Zuvor hatte die „New York Times“ berichtet, Trumps Übergangsteam sei angewiesen worden, alle Unterlagen mit einem Bezug zu Russland oder zur Ukraine aufzubewahren.

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15. Juni 2017

Gute Frage, Herr Präsident!

Donald Trump fragt, warum sich alle auf seine Russland-Verbindungen konzentrieren und niemand etwas von Hillary Clinton wissen will. Das ist eine gute Frage – vielleicht ist das so, weil er der Präsident ist und so etwas dem Präsidenten der USA nicht gut zu Gesichte steht?

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Kurz zuvor hatte Trumpr sich erstmals zu jüngsten Berichten geäußert, nach denen der Sonderermittler in der Russland-Affäre seine Ermittlungen auf den Versuch einer möglichen Behinderung der Justiz gegen Trump persönlich ausgeweitet haben soll.

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13. Juni 2017

Donald Trump blocked Stephen King:

Horror oder Segen? Der US-Erfolgsautor Stephen King (69) kann nach eigenen Angaben keine Twittereinträge von US-Präsident Donald Trump (71) mehr verfolgen. „Trump hat mich blockiert, so dass ich seine Tweets nicht mehr lesen kann. Ich muss mich wohl umbringen“, twitterte King am Dienstag ironisch.

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Die „Harry-Potter“-Autorin J.K. Rowling, ebenfalls Trump-Kritikerin, sprang ihrem Kollegen prompt zur Seite. „Ich habe noch Zugang. Ich schicke dir sie (die Tweets) als private Nachrichten“, twitterte die 51-Jährige in Richtung King, der sich brav bedankte.
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12. Juni 2017

Und noch ein Zitat des besten US-Präsidenten:

„Mit ganz wenigen Ausnahmen – vielleicht Franklin Delano Roosevelt – hat es nie zuvor einen Präsidenten gegeben, der mehr Gesetze auf den Weg gebracht und mehr getan hätte als ich.“

Gesagt hat das US-Präsident Donald Trump zur Eröffnung einer Kabinettssitzung im Weißen Haus.
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09. Juni 2017

Trump weiß, wer lügt!

Donald Trump will die für ihn unvorteilhaften Aussagen des Ex-FBI-Chefs hinter sich lassen. Auf Twitter ist ihm die Aussage von James Comey einen einzigen Tweet wert.

Der von Trump gefeuerte FBI-Chef hatte am Donnerstag vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats ausgesagt und den Präsidenten dabei mehrmals als Lügner dargestellt. Er untermauerte Vorwürfe einer Einflussnahme Trumps auf die Russland-Ermittlungen des FBI. Die Behörde untersucht Verbindungen zwischen Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam und Moskau.
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06. Juni 2017

Trump verspottet „die Medien“ – wieder einmal

An diesem Tag verfasst Trump zwei Tweets mit ziemlich interessanten Aussagen. Im einen spottet er über die Medien, also eine gewohnte Sache, im anderen behauptet er, man wolle ihn davon abbringen, die sozialen Medien zu nutzen – auch schön.

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Der zweite Tweet lautet: Die „Fake Mainstream Medien“ würden alles versuchen, ihn von sozialen Medien fernzuhalten, twitterte Trump. „Sie hassen es, dass ich meine aufrichtige und ungefilterte Botschaft verbreiten kann.“

Aber auch hier nimmt es Trump nicht so genau mit der Wahrheit. Natürlich gibt es keine Versuche von Medien, Trump von sozialen Netzwerken fernzuhalten. Allerdings  gibt Hinweise von den Journalisten auf Widersprüche und Ungereimtheiten in Trumps Äußerungen. Allein das scheint den Präsidenten mächtig zu ärgern.

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Für einige Aufmerksamkeit sorgt unterdessen in den USA ein Programm namens „RealPressSecBot“, das Trumps Tweets in die optische Form offizieller Pressemitteilungen des Weißen Hauses gießt. Der Schöpfer des Programms will klarmachen, dass es sich bei Trumps Tweets nicht um flüchtige Einlassungen im Internet handle, sondern jedes Mal um offizielle Äußerungen des 45. Präsidenten der USA. Für die „New York Times“ kommentierte die Korrespondentin im Weißen Haus, Maggie Haberman: „Es handelt sich um Erklärungen des Präsidenten, die er auf Twitter macht. Sie „Tweets“ zu nennen, verniedlicht sie.“

Und dann war da noch die Sache mit Katar. Vor wenigen Tagen versicherte Donald Trump dem Emir von Katar, Scheich Tamim Bin Hamad Al-Thani, noch die Freundschaft der USA, nun setzt sie Trump via Twitter kurzerhand auf die Liste der Terror-Staaten.

Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain, Ägypten und der Jemen hatten zuvor am Montag alle diplomatischen Kontakte zu Katar abgebrochen. Die arabischen Staaten beschuldigen Katar, Terrororganisationen wie den sunnitischen Islamischen Staat (IS) zu unterstützen. Gleichzeitig stoßen sie sich an den angeblich guten Beziehungen Katars zum schiitischen Iran. Das sunnitische Königreich Saudi-Arabien sieht in Teheran einen Erzrivalen in der Region.

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Was Trump offensichtlich vergessen hat: In Katar befindet sich der größte US-Militärstützpunkt in der Region. Auf der Luftwaffenbasis Al-Udeid sind mehr als 10.000 US-Soldaten stationiert.

Mit den Tweets konterkarierte der Chef im Weißen Haus mal wieder Aussagen seines Außenministers Rex Tillerson, der kurz zuvor noch eine neutrale Position der USA in der Sache vertreten hatte.
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05. Juni 2017

Und Donald Trump spielt Golf

Was tat Donald Trump, nachdem er nach den Anschlägen den Londoner Bürgermeister via Twitter als Tunichtgut beschimpft hatte: er geht Golf spielen. Das tut er sehr gerne, kein Präsident zuvor war in so kurzer Zeit so oft auf dem Grün wie Trump. Das bleibt natürlich nicht verborgen.

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Auf Kommentare zu diesem Umstand braucht die Welt nicht lange zu warten. Viele beziehen sich dabei auf einen Tweet von Donald Trump aus dem Jahr 2014, in dem er seinen Vorgänger Barack Obama beschimpft.

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Und wieder einmal wird deutlich, wie Trump auch das politische Niveau und die Auseinandersetzung damit senkt. Was bei einem anderen Präsidenten ein Skandal gewesen wäre, wird beim aktuellen Präsidenten nicht einmal mehr wirklich registriert.

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04. Juni 2017

Solidarität sieht anders aus

Natürlich musste Donald Trump etwas zu den Anschlägen in London sagen – aber er hätte einen Augenblick überlegen sollen, bevor er den Tweet abgeschickt hat. Der US-Präsident Donald Trump äußerte kein Mitleid mit den Opfern. Sein Ton war ein anderer. Er nutzte den Anschlag in London, um für seinen von Gerichten blockierten Einreisestopp für Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern zu werben und gleichzeitig Kritiker seiner Sicherheitspolitik ins Visier zu nehmen.

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Der Londoner Bürgermeister reagierte nicht auf die Provokation des Präsidenten. Ein Sprecher stellte laut „Times“-Kolumnist Matt Chorley klar, Khan habe Wichtigeres zu tun, als auf Trumps schlecht informierten Tweet zu antworten, der seine Bemerkung, die Londoner sollten wegen der weiter erhöhten Polizeipräsenz nicht alarmiert sein, bewusst aus dem Kontext gerissen habe.

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02. Juni 2017

Reaktion auf den Ausstieg!

Donald Trump ist überzeugt, dass er mit dem Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen Amerika wieder groß macht. Das zumindest lässt sein Tweet vermuten.

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Die Kritik an diesem Schritt allerdings ist laut – und kommt vor allem auch aus dem eigenen Land.

So hat sich der Bürgermeister von Pittsburgh, Bill Peduto, entsetzt darüber gezeigt, dass US-Präsident Donald Trump seine Stadt für die Absage des Pariser Klimaschutzabkommens benutzt. Er repräsentiere Pittsburgh und nicht Paris, begründete Trump den Rückzug der USA aus dem historischen Abkommen zum Kampf gegen den Klimawandel. „Ich bin entsetzt, dass der Präsident meine Stadt benutzt, um seine inakzeptable Entscheidung zu rechtfertigen, so wie viele andere Pittsburgher hier“, sagte Peduto in einer Erklärung.

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„Ich war einer der Bürgermeister der Länder, die nach Paris gingen, um für das Abkommen zu kämpfen“, fügte der Demokrat hinzu, der Pittsburgh seit 2014 regiert. „Meine Stadt, die sich von Jahrzehnten des industriellen Blutvergießens endlich erholt hat, wird alles Mögliche tun, um für unsere eigenen Umweltstandards zu werben.“

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31. Mai 2017

Der Rettungsversuch!

Donald Trump versuchte seinen Tweet irgendwie zu rechtfertigen – und ihm eine geheime Botschaft einzuhauchen. Doch die Reaktionen auf diesen Tweet sind eindeutig: die meisten Kommentatoren sagen, dass das Wort schlicht nichts bedeute. Einige gehen davon aus, dass Trump wohl einfach „dement“ sei.

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30. Mai 2017

#covfefe  – ein Tweet und seine Folgen

Ein rätselhafter Tweet von Donald Trump hat im Internet für allerlei Scherze und Spekulationen gesorgt. „Trotz der konstanten negativen Presse „covfefe““, hieß es in dem Tweet kurz nach Mitternacht Washingtoner Zeit.

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Vermutlich war der Tweet einfach ein Tippfehler und gemeint war statt „covfefe“ das Wort „coverage“, also Berichterstattung. Doch im Internet machte die Wortschöpfung mit möglichen Bedeutungen rasend schnell die Runde. Ein Internetnutzer etwa schrieb, es sei schon ein beliebter Name für Babys in Staaten, in denen Trump die Wahl gewonnen habe.

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14. Mai 2017

Da hat er Recht, der Herr Trump!

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11. Mai 2017 (Eins)

Trumps Schimpftiraden und eine Warnung

US-Präsident Donald Trump hat den von ihm entlassenen FBI-Chef James Comey gewarnt, mit internen Informationen an die Medien zu gehen. Bevor er Informationen an die Medien weitergebe, solle Comey „besser hoffen, dass es keine ‚Aufzeichnungen’ von unseren Gesprächen gibt“, schrieb Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der Präsident wollte offenbar andeuten, dass er über für Comey unangenehme Informationen aus seinen Gesprächen mit dem Ex-Direktor der Bundespolizei verfügt.
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US-Präsident Donald Trump hat mit abfälligen Äußerungen über den entlassenen FBI-Chef James Comey Empörung ausgelöst. Prominente Senatoren und der amtierende Chef der US-Bundespolizei wiesen Trumps Schimpftirade gegen Comey zurück. Comey genieße bis zum heutigen Tag breite Unterstützung im FBI, sagte der amtierende Chef der Bundespolizei, Andrew McCabe, im Geheimdienstausschuss des Senats am Donnerstag.

Auch die ranghöchsten Vertreter von Republikanern und Demokraten in dem Gremium, Richard Burr und Mark Warner, stellten sich hinter Comey, der beim FBI brisante Ermittlungen zu Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampf und Russland führte. Trump dagegen warf dem Beamten Unfähigkeit vor. „Er ist ein Angeber, ein Blender“, sagte er dem Sender NBC. „Im FBI herrscht Chaos. Sie wissen es, ich weiß es, jeder weiß es.“

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Das FBI werde energisch und umfassend weiter ermitteln, kündigte der amtierende FBI-Chef McCabe im Geheimdienstausschuss an. Er versprach, die Senatoren über jede Einmischung des Präsidialamtes in die Untersuchung zu informieren. Die Demokraten haben die Einsetzung eines Sonderermittlers gefordert, um den Fall zu klären. Es sei schwierig, sich des Eindrucks zu erwehren, dass die Entlassung Comeys etwas mit den Russland-Ermittlungen zu tun habe, sagte der Demokrat Warner.

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11. Mai 2017 (Zwei)

Der Friedensstifter

Ach, wenn alles nur so einfach wäre!

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10. Mai 2017

James Comey wird gefeuert

Völlig unerwartet hat US-Präsident Donald Trump den FBI-Direktor James Comey entlassen. Begründet wurde der Schritt mit mangelndem Vertrauen in Comey vonseiten der Öffentlichkeit und des US-Kongresses. Nicht nur Demokraten witterten dahinter jedoch eine Vertuschungsaktion der Trump-Regierung, schließlich untersucht das FBI derzeit mutmaßliche Kontakte zwischen Trump-Vertrauten und Russland.
Der Schritt sei nötig gewesen, um nach einigen turbulenten Monaten das „öffentliche Vertrauen und die Zuversicht“ in die wichtigste Sicherheitsbehörde des Landes wiederherzustellen, erklärte Trump in einer Mitteilung.
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Demokraten verglichen den Schritt mit dem sogenannten Saturday Night Massacre unter Präsident Richard Nixon. Nixon hatte am 20. Oktober 1973, einem Samstag, den unabhängigen Chefermittler des Untersuchungsausschusses zum Watergate-Skandal entlassen.
Das Problem aus Trumps Sicht ist: die Welt versteht ihn einfach nicht!
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09. Mai 2017

Alles nur Lüge? Tatsächlich?

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08. Mai 2017

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Die Russland-Affäre kommt wieder auf den Tisch

Die frühere amtierende Justizministerin der USA hat schwere Vorwürfe gegen Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit der Affäre um Russland-Kontakte erhoben. Sie habe das Weiße Haus im Januar ausdrücklich gewarnt, dass Trumps damaliger Sicherheitsberater Michael Flynn wegen solcher Kontakte durch Russland erpressbar sei, sagte Sally Yates bei einer Senatsanhörung in Washington. Trotz der Warnung hatte Trump zunächt an Flynn festgehalten. Sollten die Angaben von Yates zutreffen, wäre Trumps Weißem Haus ein bedenklicher Umgang mit den Sicherheitsinteressen der USA anzulasten. Der nationale Sicherheitsberater hat eine Schlüsselstellung inne, er hat Einfluss auf die sicherheitspolitische Kursbestimmung der USA und Zugriff auf geheime Informationen.

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07. Mai 2017

Emmanuel Macron gewinnt die Präsidentenwahl

Diesen Tweet zu schreiben, muss dem Präsidenten sehr, sehr weh getan haben!
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24. April 2017

Trump und die Fettnäpfe

Donald Trump ist kein Mann des wohl gewogenen Wortes. Selbst wenn er Gutes tun will, verfängt sich der US-Präsident im Dschungel der verbalen Stolperfallen. Am Wochenende hat das Staatsoberhaupt das Walter Reed National Military Medical Center besucht, um dort den Purple-Heart-Orden an Alvaro Barrientos, einen verwundeten Afghanistan-Veteranen, zu übereichen. „Als ich davon gehört habe, wollte ich es unbedingt selbst machen“, sagte Trump, während der den Orden an die Brust des Soldaten heftete. Dann aber trat er in den Fettnapf: der US-Präsident beglückwünschte er Alvaro Barrientos zu der Auszeichnung. „Glückwunsch. Ungeheuer“, sagte er und klopfte dem Veteranen anerkennend auf die Schulter.

Die Reaktionen der Trump-Gegner darauf waren wenig schmeichelhaft. Niemand wolle einen Purple-Heart-Orden, twitterte Kim Dozier. Der Grund: die Auszeichnung wird an schwerverletzte oder posthum an getötete Soldaten verliehen.
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Und auch Matthew Chapman findet die Wortwahl des Präsidenten reichlich empörend. Er schreibt, dass Trump in einer Beileidskarte die Witwe eines Soldaten schließlich auch nicht zu ihrem Verlust beglückwünschen würde.

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Und ein anderer Nutzer informierte den Präsidenten, dass man verwundete Soldaten nicht beglückwünscht, sondern sich bei ihnen für ihren Dienst am Vaterland und das dafür gebrachte Opfer bedankt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Präsident in Sachen Purple-Heart-Orden im Ton vergreift. Während des Wahlkampfes übergab ihm ein Veteran wegen einiger despektierlicher Äußerungen Trumps seine eigene Auszeichnung. „Ich wollte schon immer einen Purple Heart. Das ging ja sehr einfach“, hielt ihm Trump entgegen und löste mit dieser Aussage einen Proteststurm aus.

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26. März 2017

Trump keilt gegen die eigenen Leuten

 US-Präsident Donald Trump hat nach dem Scheitern des republikanischen Gesetzentwurfs zur Gesundheitsreform doch noch zur Abrechnung ausgeholt. Seine Kritik galt einer Gruppe konservativer Abgeordneter. Die Demokraten in Washington schmunzelten darüber, dass der Freedom Caucus mit Hilfe der ebenfalls konservativen Organisation Club For Growth and Heritage die Gesundheitsreform von Ex-Präsident Barack Obama gerettet habe, schrieb Trump am Sonntag auf Twitter.
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Der rechte Freedom Caucus ist eine Gruppe von Abgeordneten des Repräsentantenhauses, denen die Reformpläne der Republikanerspitze nicht weit genug gingen. Viele von ihnen stemmten sich deshalb gegen den Gesetzentwurf, der deshalb am Freitag vor einer geplanten Abstimmung in letzter Minute zurückgezogen wurde. Der Schritt gilt als eine demütigende Niederlage für den Präsidenten.
Trump hatte seinen Frust zunächst an den Demokraten ausgelassen, indem er diese für das Scheitern des Entwurfs verantwortlich gemacht hatte. Seine Republikaner verfügen in beiden Kongresskammern über die Mehrheit.
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25. März 2017

Do not worry!

Alles nicht so schlimm? Donald Trump wird es schon richten. Kein Wort über die grandiose Niederlage des Präsidenten bei der Nicht-Abstimmung.

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24. März 2017

Eine vage Ahnung der Klatsche?

Hat Donald Trump schon geahnt, dass es nicht wirklich gut laufen würde für ihn? Auf jeden Fall versucht er in letzter Sekunde die Abgeordneten von seinem „großartigen Plan“ zu überzeugen.
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23. März 2017

Auch Arnold Schwarzenegger hat eine Meinung

Der Hollywood-Star und republikanische Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger (69) macht eine große Politverdrossenheit für den Aufstieg von US-Präsident Donald Trump (70) verantwortlich.
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„Die Leute haben die Nase voll. Und dann wundert man sich, wenn wirklich seltsame Vögel an die Macht kommen.“

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Das sagte der gebürtige Österreicher bei einem Besuch in seiner Heimat der Zeitung „Presse am Sonntag“. Viele Bürger würden etablierten Politikern nicht mehr zutrauen, echte Probleme zu lösen. „Der Kongress hat eine Zustimmungsrate, die unter Herpes liegt.“ Sein Ruf als Außenseiter habe dem gebürtigen Steirer am Anfang seiner Politkarriere sehr geholfen – wie nun auch Trump.

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19. März 2017

Handshake-Gate – oder: Trump, der Schwerhörige

Beim Treffen im Oval Office sah es so aus, als wollte Donald Trump Angela Merkel absichtlich die Hand nicht geben. Trumps Sprecher interpretiert die Szene anders.

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Der Zwischenfall sorgte weltweit für Schlagzeilen, viele Beobachter sind davon überzeugt, dass Trump die Kanzlerin bewusst düpierte und ihre Frage nach einem Handschlag einfach ignorierte. Diesen Eindruck versucht das Weisse Haus nun zu zerstreuen und äusserte sich gegenüber dem «Spiegel» erstmals zu dem Vorfall. «Ich glaube nicht, dass er die Frage gehört hat», sagte Trumps Sprecher Sean Spicer. Das Ganze war ein Missverständnis – so die Lesart in der amerikanischen Regierungszentrale.

Man kann das aber auch anders sehen: «Absolut unverschämt», nannte «New York Times»-Kolumnist Roger Cohen das Agieren des US-Präsidenten. «Er hat sich lächerlich gemacht», so NBC-Moderator Joe Scarborough, der für seinen an sich guten Draht zu Trump bekannt ist.

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18. März 2017

Trump trifft Angela Merkel

Entspannt sieht anders aus. Das Treffen zwischen Donald Trump und Kanzlerin Angela Merkel ist offensichtlich in einer unterkühlten bis verkrampften Atmosphäre verlaufen. Der US-Präsident benahm sich selbst bei offiziellen Terminen wie eine beleidigte Leberwurst und wie tief bei Trump der Frust über Merkel und die Deutschen offenbar nach wie vor sitzt, zeigte sich nach Merkels Abreise, als Trump wieder seine berüchtigten Tweets von sich gab.

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Deutschland schulde der Nato „riesige Summen“, twitterte Trump. Berlin müsse Washington mehr zahlen für die „gewaltige und sehr teure Verteidigung“, welche die USA für Deutschland leisteten. Dass der Präsident ausgerechnet beim Thema der Verteidigungsausgaben nachkartete, stellte gleichwohl ein weiteres Beispiel Trump’scher Sprunghaftigkeit dar – war dies doch eines der Felder, auf dem eine Annäherung gelungen zu sein schien. Zwar trug der Präsident auch bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit der Kanzlerin seine Klage vor, dass die USA in der Nato „unfair“ behandelt würden und die Verbündeten „riesige Summen aus vergangenen Jahren“ schuldeten. Doch dankte er der Kanzlerin für ihre Zusage, die deutschen Verteidigungsausgaben zu erhöhen, um ein Volumen von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erreichen. Und Merkel bekräftigte, auf diese in der Nato vereinbarte Zielmarke hinarbeiten zu wollen.

Und natürlich bekamen „die Medien“ auch noch ihr Fett ab. Es sei ein „großartiges Treffen“ gewesen – alles andere seien „Fake News“. Mit seinen Tweets nach dem Treffen widerlegt der US-Präsident allerdings sich selbst.

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17. März 2017

Ein Anti-Trump-Tweet von McDonald’s?

Ein Tweet verbreitete sich schnell auf Twitter und anderen sozialen Netzwerken – kein Wunder, schließlich pöbelte da eines der bekanntesten US-Unternehmen den neuen Präsidenten scheinbar an: „Sie sind wirklich ein widerlicher Möchtegern-Präsident, und wir hätten gern Barack Obama zurück. Und außerdem haben Sie winzige Hände“, stand da auf der offiziellen Twitter-Seite von McDonald’s, adressiert an die Adresse von US-Präsident Donald Trump – und zwar als angehefteter Tweet, also stets als allererste Nachricht zu sehen.

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Nach wenigen Minuten hatte der Konzern den Tweet wieder gelöscht. Der Fastfood-Konzern teilte mit, Twitter habe McDonald’s darüber informiert, dass der Account angegriffen worden sei. „Wir haben den Tweet gelöscht, unseren Account gesichert und untersuchen den Fall.“

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Damit war die Sache also klar: gehackter Account!

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05. März 2017

Trump ein Opfer von Obama

US-Präsident Donald Trump ist davon überzeugt, Barack Obama habe ihn abhören lassen. Der Pressesprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer sagte: „Er bleibt dabei.“ Damit reagierte Spicer auf eine Einschätzung des Geheimdienstausschusses des US-Senats.

Der Tweet, der die ganze Debatte ausgelöst hatte lautete:

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Aber selbst der US-Senat hält die Überwachungsvorwürfe von US-Präsident Donald Trump gegen seinen Vorgänger Obama für haltlos. „Auf der Grundlage der uns zur Verfügung stehenden Informationen sehen wir keine Hinweise darauf, dass der Trump Tower Ziel von Überwachungsmaßnahmen irgendeines Teiles der US-Regierung war, weder vor noch nach dem Wahltag 2016“, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme des republikanischen Ausschussvorsitzenden Richard Burr und seines demokratischen Stellvertreters Mark Warner.

Der Präsident hatte nach seinem Tweet noch erklärt, in den nächsten beiden Wochen würden interessante Details an die Oberfläche kommen. Obama, sein ehemaliger Geheimdienstdirektor James Clapper sowie FBI-Chef James Comey hatten dies deutlich zurückgewiesen.

Auf die „Beweise“ von Trump für die die Abhör-Affäre wartet die Welt aber wohl vergeblich.

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01. März 2017

Mexikos Ex-Präsident Fox greift Trump via Twitter an

Der ehemalige mexikanische Präsident Vicente Fox hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, eine Mauer um sich selbst zu bauen. Auf Twitter teilte er eine Karikatur, auf der Trump eingemauert zu sehen ist und schrieb dazu: „Das ist die Mauer, für die ich bezahlen würde, damit sie möglichst schnell fertig wird.“ Fox appellierte am Dienstagabend während Trumps Rede zudem via Twitter an das amerikanische Volk, dem US-Präsidenten standzuhalten.
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Während der Ansprache vor dem US-Kongress bekräftigte Trump sein Versprechen, eine „große, große Mauer“ an der Grenze zu bauen und damit amerikanische Jobs zu schützen. Fox war Trump bereits in der Vergangenheit massiv auf Twitter angegangen und hatte sich deutlich gegen die Errichtung einer Mauer an der mexikanisch-amerikanischen Grenze auf Kosten Mexikos geäußert. Dazu benutzte er immer wieder das Hashtag #FuckingWall.

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28.Februar 2017

Was darf der Karneval?

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Der US-Präsident vergewaltigt die Freiheitsstatue und wird schließlich von dieser enthauptet – diese provokanten Darstellungen auf Mottowagen beim Düsseldorfer Rosenmontagszug sorgen für Diskussionen. Die US-Botschaft in Berlin jedoch sieht die Arbeiten von Wagenbauer Jacques Tilly nach eigener Aussage gelassen.
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„Der Karneval hat in Deutschland eine lange Tradition und ist für seinen Überschwang und seine ausgelassenen Darstellungen berühmt“

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Das teilte die Pressestelle der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ mit. „Die Botschaft wünscht den Feiernden alles Gute und viel Spaß.“

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20.Februar 2017

Trump trifft keine Schuld

Donald Trump trifft keine Schuld! Er hat seine Information über einen angeblichen Flüchtlingsvorfall in Schweden  von „Fox News“ bezogen. Es ist also die Schuld von „Fox News“, dass der US-Präsident Unsinn in die Welt setzt. Damit schlägt er zwei Fliegen mit einer Klappe: Donald Trump beweist, dass er kein Lügner ist UND dass die Medien Fake News verbreiten.

Auf Twitter schreibt Trump:

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Inzwischen hat auch das schwedische Außenministerium regiert und fordert von der US-Regierung eine Erklärung für die Äußerungen Trumps. Auch die Arbeitsministerin Ylva Johansson sagte im schwedischen Fernsehen: „Wir wollen wissen, was er meint!“ Und weiter: „Er spricht über Schweden in einer Art, bei der wir nicht verstehen, was er meint und worauf er sich bezieht – im Zusammenhang mit Terrorakten in anderen Ländern.“ Warten wir auf die Erklärung des stockkonservativen Senders „Fox News“, weshalb dort nach Angaben des Präsidenten Fake News verbreitet werden.

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19.Februar 2017

Neulich in Schweden

Der Präsident der USA weiß bekanntlich viel – doch weiß er auch mehr als andere andren auf der Welt. Bei einer Kundgebung in Florida schwor Donald Trump seine Anhänger auf eine restriktivere Einwanderunspolitik ein. Dabei äußerte er den Satz: „Schaut Euch an, was in Deutschland passiert, schaut Euch an, was gestern Abend in Schweden passiert ist!“ und nannte dann Anschlagsziele in Europa wie Brüssel, Nizza und Paris.

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In Schweden wurde die Erwähnung des Landes in einer Reihe mit Terrorzielen mit Erstaunen aufgenommen. Die Zeitung „Aftonbladet“ setzte eine Nachricht in englischer Sprache auf ihre Online-Seite. Unter der Überschrift „Das ist am Freitagabend in Schweden passiert, Mr. President“ wurden Meldungen zitiert: Der 87 Jahre alte Sänger Owe Thörnquist hatte technische Probleme bei Proben für einen Musikwettbewerb. Im Norden Schwedens wurde eine Sturmwarnung ausgegeben. In Stockholm verfolgte die Polizei einen Autofahrer – ihm wird Trunkenheit am Steuer und Autodiebstahl vorgeworfen. Das Netz nimmt solche Äußerungen inzwischen begierig auf. Unter dem Hashtag #LastNightInSweden tauschten sich Nutzer munter darüber aus, was in Schweden sonst noch passierte. Und dann noch die durchaus berechtigte Frage des ehemaligen Premiers von Schweden:

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17.Februar 2017

Die Feinde des Volkes

Donald Trump hat seine Angriffe auf amerikanische Medien verschärft. „Fake-News-Medien“ seien „nicht mein Feind, sie sind der Feind des amerikanischen Volkes“, schrieb Trump in dem Kurzbotschaftendienst Twitter. Er zielte damit auf  die Zeitung „New York Times“ sowie die Fernsehsender CNN, NBCNews, ABC und CBS.

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In einem ersten Tweet hatte Trump seinen Vorwurf gegen die „New York Times“, CNN, NBC „und viele mehr“ gerichtet und seine Botschaft mit dem Wort „KRANK!“ beendet. Der Präsident löschte diesen Eintrag aber schnell und stellte die endgültige Fassung online.


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16.Februar 2017

Eine denkwürdige Pressekonferenz

Grenzenlose Begeisterung hier, fassungsloses Fremdschämen dort – Reaktionen auf ein denkwürdiges Spektakel, das laut Ankündigung eigentlich nur eine ganz normale Pressekonferenz hätte werden sollen. Den offiziellen Einladungsgrund (die Nominierung des möglichen neuen Arbeitsministers Alexander Acosta) hatte Amerikas Präsident jedoch schnell abgefrühstückt. Dafür gab es dann jede Menge Lob für sich selbst und die Errungenschaften seiner bisherigen Präsidentschaft („Diese Regierung arbeitet wie eine gut abgestimmte Maschine“), versehen mit schier endlosen Attacken gegen Gegner und Kritiker.
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Seine Vorgängerregierung? Habe ihm „im Ausland und daheim“ ein „Chaos“ hinterlassen. Seine frühere Rivalin Hillary Clinton? Habe (wie unfair!) in den Wahlkampfdebatten Fragen vorab zugesteckt bekommen. Er selbst wäre für solch eine Schummelei „auf dem elektrischen Stuhl“ gelandet, so Trump. Und was ist mit den Regierungsmitarbeitern, die in diesen Tagen so viele interne Informationen nach außen geben? Die würden schon bald durch „unsere Leute“ ersetzt werden, erklärt der sichtlich wütende Präsident. Außerdem werde das Justizministerium die „kriminellen Leaks“ genau untersuchen.

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09.Februar 2017

Juristen-Ohrfeige für Donald Trump

US-Präsident Donald Trump hat für seine verbalen Entgleisungen gegen hohe Bundesrichter eine Schelte aus berufenem Munde bekommen. Sein eigener Kandidat für eine freie Stelle im Supreme Court, dem obersten US-Gericht, Neil Gorsuch, soll Trumps Äußerungen als „demoralisierend und entmutigend“ für die Unabhängigkeit von Bundesgerichten bezeichnet haben. Das berichteten am Mittwoch mehrere US-Medien unter Berufung auf den demokratischen Senator Richard Blumenthal. Der hatte zuvor vertraulich mit Gorsuch gesprochen. Ein Vertrauter Gorsuchs bestätigte die Äußerungen.
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Die Äußerungen Gorsuchs sind eine schallende Ohrfeige für den Präsidenten. Die Nominierung des stramm konservativen aber höchst angesehenen Gorsuch für das politisch enorm wichtige Amt eines Verfassungsrichters wurde als Coup des neuen Präsidenten gewertet. Die Demokraten, die eigentlich eine Ablehnung des Trump-Vorschlags angekündigt hatten, dürften sich bei der inhaltlichen Argumentation schwer tun.
Doch nun wendet sich ausgerechnet Gorsuch gegen Trump. Der Präsident hatte zuvor den Bundesrichter James Robart aus Seattle als „sogenannten Richter“ verunglimpft. Robart hatte eine für den Präsidenten ungünstige Entscheidung bezüglich des von diesem verhängten Einreise- und Flüchtlingsstopps getroffen.
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08.Februar 2017

Der Vater und seine Tochter Ivanka

US-Präsident Donald Trump hat die Kaufhauskette Nordstrom angegriffen, weil diese die die Modekollektion seiner Tochter Ivanka aus dem Sortiment genommen hat. „Meine Tochter Ivanka wurde von Nordstrom so unfair behandelt“, twitterte Trump. „Sie ist ein so wunderbarer Mensch – sie bringt mich immer dazu, die richtigen Dinge zu tun! Schrecklich!“
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Die Nachricht wurde zwar von Trumps eigenem Twitterprofil abgesetzt, dann jedoch auch vom offiziellen Account des US-Präsidenten @POTUS (President of the United States) weiterverbreitet. Dieses Konto steht Trump erst seit Amtsantritt zur Verfügung, es war unter Vorgänger Barack Obama entstanden und ist nicht für private Zwecke gedacht.

„Dies ist ein Missbrauch des öffentlichen Amts zum privaten Vorteil“, sagte Richard Painter, früherer Ethikbeauftragter in der Regierung von Präsident George W. Bush, dem „Wall Street Journal“. Es sei zudem ein Machtmissbrauch, denn die Nachricht sei eindeutig – Nordstrom werde so zur „Persona non grata“ der Trump-Administration erklärt.

Trumps Sprecher Sean Spicer verteidigte den Präsidenten später im Briefing des Weißen Hauses vehement: Trump habe jedes Recht, seiner Familie beizustehen. Bei der Entscheidung Nordstroms handle es sich ganz klar um eine direkte Attacke auf die Politik des Präsidenten, insbesondere sein Dekret eines Einreisestopps für Staatsangehörige aus sieben Ländern.

Spicer ignorierte damit mehrere Statements des Konzerns, der seine Entscheidung mit niedrigen Verkaufszahlen der Kollektion Ivanka Trumps begründet hatte.

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06.Februar 2017

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„Ich treffe die Entscheidungen!“

US-Präsident Donald Trump hat am Montag klargestellt, dass er trotz gegenteiliger Berichte die Entscheidungsgewalt im Weißen Haus innehabe. „Ich treffe meine eigenen Entscheidungen, meistens auf der Grundlage von Datenmaterial“, schrieb Trump auf Twitter. Vorausgegangen waren mehrere Angriffe gegen Trump in US-Medien, die unterstellten, Trump werde von seinen Beratern manipuliert.
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Insbesondere Stephen Bannon, bis vor kurzem Chef der rechtsgerichteten Medienplattform Breitbart News, und dem rechtskonservativen Strategieberater Stephen Miller wird nachgesagt, großen Einfluss auf Trump auszuüben. Das renommierte Nachrichtenmagazin „Time“ erschien mit einem Titel, der Bannons Konterfei über der Titelzeile „Der große Manipulator“ zeigt. Die populäre Fernseh-Satireshow „Saturday Night Life“ hatte einen Sketch gezeigt, in der Trump seinen Schreibtisch für Bannon – im Sensenmann-Kostüm – räumt und diesen mit der Anrede „Mr President“ begrüßt.

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05.Februar 2017

Das falsche Spiel gesehen?

Mehrere große US-Konzerne haben das Football-Finale Super Bowl für Botschaften gegen die Einreisepolitik von Präsident Donald Trump genutzt. Der Zimmervermittler Airbnb, die Biermarke Budweiser und Coca-Cola warben in ihren Spots für Vielfalt und Toleranz und wandten sich damit gegen das Ansinnen Trumps, Bürger aus mehreren muslimischen Ländern die Einreise in die USA zu verbieten. Airbnb war am deutlichsten: Im 30 Sekunden langen Werbespot der Online-Plattform waren eine Reihe Gesichter von Menschen verschiedener Herkunft, Geschlechter und Alter zu sehen, darunter die Textzeile: „Egal wer du bist, woher du kommst, wen du liebst oder anbetest, wir gehören alle dazu. Die Welt ist umso schöner, je mehr wir das akzeptieren.“
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Unter dem Twitter-Hashtag #WeAccept forderte das kalifornische Unternehmen zur Toleranz auf. Airbnb-Chef Brian Chesky kündigte wenige Sekunden nach der Ausstrahlung des Werbefilms beim Kurzmitteilungsdienst Twitter zudem an, seine Firma werde in den kommenden vier Jahren insgesamt vier Millionen Dollar (3,7 Millionen Euro) an die Flüchtlingshilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) spenden.

Donald Trump schrieb noch kurz vor dem Spiel, dass seine Landsleute das Spiel genießen sollen – ob er damit auch die Werbepausen meinte, ist nicht überliefert. Zumindest hat er danach keine Tiraden über Twitter losgelassen.
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Im Werbespot von Coca-Cola wird das patriotische Lied „America the Beautiful“ in verschiedenen Sprachen gesungen, dazu erscheinen Bilder von Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Kulturen.

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01.Februar 2017

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Lustig – aber nicht für Donald Trump

Vor dem Super Bowl an diesem Sonntag beschert ein Werbespot mit einem deutschen Einwanderer einem Bierkonzern in den USA gewaltige Aufmerksamkeit. Ob gewollt oder nicht: Angesichts der weltweiten Protestwelle gegen die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump trifft der Spot die aktuelle Stimmung perfekt.

Hier geht es zum Werbespot:

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Born The Hard Way

Unter dem Slogan „Born The Hard Way“ (etwa: „Auf die harte Weise geboren“ oder „Er hatte ein schwieriges Leben“) bewirbt der Konzern Anheuser Busch seine Marke Budweiser. Erzählt wird die Geschichte des aus Rheinland-Pfalz stammenden Adolphus Busch (1839-1913), des späteren Mitbesitzers der Brauerei.

Der Werbefilm zeigt eine mühselige Überfahrt und Buschs Probleme bei der Ankunft in Amerika: „Wir wollen Dich hier nicht! Geh zurück nach Hause!“ wird er angebrüllt. Schließlich schlägt er sich erfolgreich nach St. Louis (Missouri) durch.

Der Spot geht viral

Im Internet verbreitete sich der Spot rasend schnell und wurde als Beleg gewertet, wie wertvoll und wichtig Einwanderung für die USA sei. Trump hat per Dekret allen Flüchtlingen und Staatsangehörigen aus sieben Nationen zeitweise die Einreise in die USA untersagt. Dagegen gibt es weltweite Proteste.

Die Werbung rund um den Super Bowl, das Finale der US-amerikanischen Football-Profiliga, erfährt jedes Jahr große Aufmerksamkeit, Firmen und Kreative geben sich besondere Mühe.

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31.Januar 2017

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Donald Trump, der beleidigte Gutsherr

US-Präsident Donald Trump hat die geschäftsführende Justizministerin Sally Yates entlassen. Sie habe „das Justizministerium verraten“ mit ihrer Weigerung, eine gesetzmäßige Anordnung durchzusetzen, teilte das Pressebüro des Weißen Hauses am Montagabend (Ortszeit) in Washington mit. Yates hatte am Montag Anwälte ihres Ministeriums angewiesen, Trumps Einreiseerlass nicht zu verteidigen bei möglichen Gerichtsverfahren. Das Ministerium habe die „feierliche Verpflichtung, immer Gerechtigkeit zu suchen und für das einzutreten, was rechtens ist“, schrieb Yates in einem von der überregionalen Tageszeitung „New York Times“ publizierten Memorandum.

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Lange verwaist blieb das Ministerium nicht. Der neue kommissarische US-Justizminister und Generalstaatsanwalt, Dana Boente, stellte sich unverzüglich hinter die umstrittene Einwanderungspolitik des Präsidenten. Boente setzte kurz nach seiner Ernennung eine Anweisung seiner entlassenen Vorgängerin Sally Yates gegen Trumps Einreiseverbot außer Kraft. Er wies die Beamten des Justizministeriums zudem an, ihre „vereidigte Pflicht“ zu tun und die „rechtmäßigen Anordnungen unseres Präsidenten“ zu verteidigen.
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Und hier die Erklärung Trumps auf Facebook:

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30.Januar 2017

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Die Dauerfehde mit der New York Times

Donald Trump und die Medien – das wird keine Liebesbeziehung mehr. Immer wieder zieht er auch nach seiner Vereidigung als Präsident über Zeitungen, Sender oder Radiostationen her. Vor allem die „New York Times“ hat es ihm angetan und der Streit mit dem Blatt wird zur Dauerfehde. Am letzten Wochenende im Januar teilte der neue US-Präsident in gleich vier Tweets gegen die 165 Jahre alte Traditionszeitung aus: Donald Trump warf der „Gray Lady“ erneut eine unehrliche Berichterstattung vor und kanzelte die New York Times als „Fake News“ ab. Mehr noch: Der neue US-Präsident empfahl die Übernahme oder Schließung des US-Qualitätsmediums.

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Seine Meinung zur New York Times:

„Jemand mit Eignung und Überzeugung sollte die scheiternde FAKE NEWS New York Times kaufen und richtig führen oder in Würde abwickeln!“

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29. Januar 2017 

„Es besteht bei fehlender Begründung der Abschiebung die unmittelbare Gefahr substanzieller und irreparabler Schäden für Flüchtlinge, Visa-Inhaber und Individuen derjenigen Nationen, die vom präsidialen Erlass des 27. Januar betroffen sind.“

Das sagte Richterin Ann M. Donnelly in ihrer Urteilsbegründung, mit der sie Teile von US-Präsident Donald Trumps Dekret zum Einreisestopp für bestimmte Ausländergruppen einfror.

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28. Januar 2017 

Muslimen wird die Einreise in die USA verboten

Kriegsflüchtlingen aus Syrien sowie anderen Flüchtlingen weltweit ist die Einreise in die USA vorläufig verboten. Für Syrer gilt dies sogar auf unbestimmte Zeit, wie US-Präsident Donald Trump per Dekret veranlasst hat. Ziel des Stopps ist, dass „radikale islamische Terroristen“ an der Einreise in das Land gehindert werden. Mit dem Dekret wird ab sofort ein Programm ausgesetzt, das im vergangenen Haushaltsjahr noch 85.000 Flüchtlingen erlaubt hatte, in die Vereinigten Staaten einzureisen. Darunter waren auch 12.587 Menschen aus Syrien. Während für diese nun nicht klar ist, wie lange das Verbot künftig gelten wird, ist die Einreise aus Irak, Iran, Sudan, Libyen, Somalia und Jemen vorerst für 90 Tage verboten.

Trump und die Medien 

US-Präsident Donald Trump hat seine Angriffe auf große Teile der US-Medien weiter verschärft. „Die Medien sind eine Schande“, sagte Trump in einem auszugsweise vorab veröffentlichten Interview mit dem Sender Christian Broadcasting Network. Ein Großteil der Medien sei durch „Unehrlichkeit“ sowie „totalen Betrug und Täuschung“ geprägt. Der US-Präsident warf diesen Medien vor, sich wie eine „Oppositionspartei“ zu verhalten.

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27. Januar 2017

The Donald über Madonna

Mit provokanten Statements auf einer Massenkundgebung hat Sängerin Madonna (58) den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen. „Ehrlich, sie ist ekelhaft“, sagte Trump in einem Fernseh-Interview dem Sender „Fox News“. „Ich glaube, sie hat sich selbst sehr geschadet. Was sie gesagt hat, war eine Schande für unser Land.“

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26. Januar 2017

The Donald über Folter

Der neue US-Präsident Donald Trump hat sich positiv zur umstrittenen Verhörmethode des Waterboarding geäußert. „Ich finde, dass es funktioniert“, sagte Trump dem Sender ABC. Er werde aber sein Kabinett entscheiden lassen, ob die Methode angewendet wird oder nicht. Er werde sich in dieser Frage auf den Rat von unter anderem CIA-Chef Mike Pompeo und Verteidigungsminister James Mattis verlassen. „Wenn sie es nicht tun wollen, ist das in Ordnung. Wenn sie es tun wollen, dann werde ich auf dieses Ziel hinarbeiten“, sagte Trump. Beim Waterboarding wird ein Ertränken der verhörten Person simuliert. Die Methode wird von Menschenrechtlern und vielen Parlamentariern als Folter abgelehnt. Trumps Vorgänger Barack Obama hatte in einem Erlass 2009 ein Verbot des Waterboarding verfügt.

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25. Januar 2017

Trump und die fehlenden Massen

Der US-Präsident regt sich über die Berichterstattung in den Medien auf. Die sagen, bei seiner Inauguration seien weniger Menschen gewesen, als bei Barack Obama. Eine Kränkung, die der neue Präsident nicht auf sich sitzen lassen will.

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19. Januar 2017

Das Dilemma eines Trump-Übersetzers

Donald Trump bereitet Simultandolmetscher Norbert Heikamp laut eigenem Bekunden regelmäßig Schweißausbrüche. „Trump kann den Ruf eines guten Übersetzers völlig ruinieren, denn er widerspricht sich innerhalb kürzester Zeit immer wieder, so dass die Zuhörer denken müssen: ‚Was redet der Übersetzer da für einen Blödsinn?’“, sagte Heikamp in einem Interview von Spiegel Online. Heikamp hatte die Vereidigung von Trump als US-Präsident simultan zu dolmetschen.

Die allermeisten Politiker pflegten einen rationalen Diskurs und seien deswegen in gewisser Weise berechenbar, so Heikamp. „Es wird ein Problem erörtert und dafür eine Lösung geboten.“ Trump dagegen zünde häufig Nebelkerzen. „Er sät bewusst Unverständnis. Das strapaziert unsere Denkgewohnheiten. Das ist wie beim Dadaismus. Es ist nicht vorhersehbar, was da kommt. Das macht das Übersetzen so extrem schwierig.“

Auf die Frage, wie leicht ihm die mitunter rüde Sprache Trumps oder dessen Beschimpfungen über die Lippen gingen, antwortete der Übersetzer. „Ich finde es durchaus wichtig, zum Beispiel Trumps sexistische Sprüche zu dolmetschen wie ‚Fass ihnen an die Muschi’, auch wenn ich solche Sätze an sich nicht gerne sage. Aber daran wird deutlich, was er für ein Mensch ist, wie er handelt.“

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15. Juni 2016

Trump und die Geographie

„Belgien ist eine wunderschöne Stadt und ein herrlicher Ort – großartige Gebäude. Ich war mal dort, vor vielen, vielen Jahren.“

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30. April 2016

Trump, der Baumeister

„Ich werde eine große Mauer bauen – und niemand baut Mauern besser als ich, glauben Sie mir – und ich baue sie sehr kostengünstig. Ich werde eine große, große Mauer an unserer südlichen Grenze bauen und ich werde Mexiko für diese Mauer bezahlen lassen.“

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Man kann nicht sagen, dass Trump in diesem Fall keine konsistente Haltung hat. Hier aus Tweet von 27. Januar 2017:

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07. Januar 2016

Paris, eine Stadt in Deutschland

„Ein Mann wurde in eine Pariser Polizeistation erschossen. Gerade wurde die höchste Terrorstufe ausgerufen. Deutschland ist ein großes Verbrechens-Chaos. Werdet schlauer!“

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06. November 2012

Donald Trump kann auch Wissenschaft

„Die Globale Erwärmung wurde von und für die Chinesen erfunden, um die US-Produktion wettbewerbsunfähig zu machen.“